In Kryptowährungen investieren?

  • völlig neue Asset-Klasse
  • verstärktes Interesse traditioneller Groß- und Kleinanleger
  • derzeit interessantester Tradingmarkt mit vielen Tradingmöglichkeiten
  • Handel in Altcoins aussichtsreicher als in Bitcoin
  • 7/24-Handel (Handel rund um die Uhr)
  • gute Handelsplattformen

Informationen sofort erhalten ? Newsletter abonnieren

Abonnieren Sie gratis und ohne jede Verpflichtung den täglichen Newsletter!

Sie bekommen i.d.R. an allen sieben Tagen der Woche aktuelle Informationen zur Entwicklung an den Märkten für Kryptowährungen.

* Pflichtfeld





12.11.2019, 21:35

Unruhige Entwicklung beim Bitcoin: Kurzfristig ist er in einen Abwärtstrend gefallen. Das Chartbild ähnelt dem im Frühjahr 2018.

Nachdem sich der Bitcoin in der vergangenen Woche zunächst seitwärts bewegt hatte, fiel er zum Wochenschluss dann wieder unter die Marke von 9.000 US-Dollar. Am Sonntag gab es noch einmal einen plötzlichen Kursanstieg auf erneut über 9.000 Dollar. Bereits am Montag  ging es dann aber erneut steil nach unten bis auf rund 8.600 Dollar. Der Preis hat sich damit deutlich von der 200-Tagelinie entfernt und schickt sich an, auch die 50-Tagelinie zu durchbrechen, die vorläufig noch als Widerstand nach unten fungiert. Kommt es zum Durchbruch, könnten schnell die Tiefststände um 7.500 Dollar im Oktober erreicht werden. Auch ein Kursrutsch darunter wäre dann im Bereich des Möglichen. Viele Altcoins halten sich dagegen vergleichsweise gut und zeigen häufig eine bessere Performance als der Bitcoin. Kommt der Bitcoin aber weiter ins Rutschen, können sie sich der Abwärtsbewegung natürlich ebenfalls nicht entgegenstemmen.

Wiederholt sich die Geschichte?

Das Ende Oktober gebildete Death Cross beim Bitcoin erwies sich kurzfristig als grandioses Fehlsignal. Denn unmittelbar nach Bildung gab es einen der größten Kurssprünge aller Zeiten beim Bitcoin, der sich innerhalb von 24 Stunden um in der Spitze mehr als 40% befestigen konnte. Von daher erscheint interessant, noch einmal den Verlauf nach dem letzten Death Cross Ende März 2018 zu betrachten. Auch damals gab es danach einen kurzfristigen Anstieg des Bitcoin-Preises um 50%. Nicht unmittelbar danach wie diesmal, aber immerhin nur zwei Wochen später. Zwar verzerrt der Hype Ende 2017 die Situation etwas. Dennoch erinnert der Chartverlauf seit Februar 2018 mittlerweile doch stark dem jetzigen seit Juni 2019 (vgl. Zweijahreschart von Bitcoin unten). Wenn sich das fortsetzt, könnte jetzt der Durchbruch durch die 50-Tagelinie bevorstehen und anschließend der Preis unter das Zwischentief Ende Oktober fallen und bis in den Bereich um 7.000 Dollar gehen.

2018 ging der Kursverfall ja nach zwischenzeitlicher Erholung und Konsolidierung dann Monate später noch deutlich tiefer. Mit dem Resultat, dass Ende 2018 die Kurse – trotz zwischenzeitlichem 50%-igem Kurssprung nach dem Death Cross – um 50% tiefer notierten als zum Zeitpunkt des Death Cross. Damals wie heute galt: Das Death Cross erwies sich kurzfristig als völliges Fehlsignal. Ob es sich wie 2018 mittelfristig auf Sicht eines Dreivierteljahres dann doch als richtiger Indikator erweist, wird man Mitte nächsten Jahres wissen. Würde sich die Analogie fortsetzen, müsste der Bitcoin-Preis von seinem Stand zum Zeitpunkt des  Death Cross im Oktober (knapp 9.000 Dollar) ja noch einmal um 50% fallen, das wären dann 4.500 Dollar.

Das halten wir aus derzeitiger Sicht dann doch für übertrieben. Eine weitere Korrektur ist nicht unwahrscheinlich. Rückgänge bis in den Bereich des Widerstands bei 7.500 sind möglich. Würde dieser Widerstand dann auch noch durchbrochen werden, sollte spätestens bei 6.000 Dollar Schluss sein. Wer langfristig investiert ist, muss immer wieder diese kurzfristigen Schwankungen aushalten. Trader können zwar versuchen, diese kurzfristigen Trends zu spielen. Es hat sich aber immer wieder erwiesen, dass kurzfristige Prognosen beim Bitcoin extrem schwierig sind. Gerade wenn ein kurzfristiger Trend klar zu sein scheint, kommt es völlig abrupt dann zu einer Wendung. Das ist allgemein in jungen und noch nicht so entwickelten Märkten wie dem Bitcoin- bzw. Kryptomarkt häufig zu beobachten.

11.11.2019, 16:35

Das digitale Silber Litecoin könnte gegenüber dem digitalen Gold Bitcoin in nächster Zeit eine bessere Performance zeigen. Über den Gesamttrend bestimmt aber weiterhin der Bitcoin.

Nachdem der Bitcoin zum Wochenschluss unter 9.000 US-Dollar gefallen war, gab es gestern plötzlich einen Kurssprung. Grund könnte eine sehr bullishe Prognose des Krypto-Unternehmers Bobby Lee sein. Als Mitgründer der ersten chinesischen Bitcoin-Börse BTCC im Jahr 2011 und jetzigem Wallet-Produzenten sowie Bruder des Litecoin-Gründers Charlie Lee hat sein Wort in der Szene durchaus Gewicht. Bei der Wellenbewegung des Bitcoins sieht er jede Welle als eine Blase, die den Bitcoin-Preis dann 10-20mal höher steigen lässt als der vorherige Höchststand. Lee zufolge werden diese Wellen den Bitcoin in den nächsten Jahren auf ein Niveau von 100.000 – 200.000 Dollar bringen und letztlich sogar bis auf 1 Million Dollar. Laut Lee wird es bis Ende des nächsten Jahrzehnts ein Flippening zwischen Gold und Bitcoin geben. Damit würde der Bitcoin dann die Marktkapitalisierung von Gold übertreffen. Eine mutige Prognose, immerhin hat das Geld mit einem heutigen Wert von rund 8 Billionen Dollar eine 50-mal höhere Bewertung als der Bitcoin. Derartig optimistische Kursziele hat man immer wieder einmal gehört. Selbst die Bayerische Landesbank hat kürzlich einen Bitcoin-Preis von 90.000 Dollar in den nächsten Jahren als möglich bezeichnet. Jedenfalls könnten diese Äußerungen von Lee gestern den Bitcoin-Kurs durchaus bewegt haben. Die Aufwärtsbewegung wurde aber bereits wieder egalisiert und der Bitcoin notiert erneut deutlich unter der Marke von 9.000 Dollar.

Litecoin mit Kurspotenzial

Litecoin, die Bitcoin-Abspaltung von 2011, wird oft als digitales Silber bezeichnet. Der Preis zeigt seit einem Jahr einen sehr bewegten Verlauf. Zunächst konnte sich der Preis gegenüber den Tiefstständen Ende 2018 in sechs Monaten bis zum Juni 2019 mehr als versechsfachen und zählte damit zu den absoluten Top-Performern unter den großen Altcoins (vgl. Jahreschart Litecoin gegen Dollar unten). Grund für diesen Bullrun bei Litecoin im ersten Halbjahr waren Spekulationen mit Blick auf das Halving am 5. August.

Aber bereits 6 Wochen vor dem Halving-Event lief die Aufwärtsbewegung aus. Danach gehörte Litecoin zu den schwächsten großen Coins und der Kurs drittelte sich wieder. Seit September hat er sich gegenüber dem Bitcoin stabilisiert und lief seitwärts. Seit Monatsbeginn ist eine deutliche Aufwärtsbewegung gegenüber dem Bitcoin zu sehen, die anhalten könnte (vgl. Jahreschart Litecoin gegenüber Bitcoin unten). Litecoin setzt mit dem MimbleWimble-Protokoll verstärkt auf hohe Anonymität und Skalierbarkeit und geht damit in die Richtung der Privacy Coins. Einige der bekannten Privacy Coins wie Monero und Zcash hatten allerdings regulatorische Probleme, die in Japan sogar dazu führten, dass es zu Delistings an den dortigen Kryptobörsen kam. Von daher ist diese verstärkte Ausrichtung von Litecoin nicht ohne Risiko. Das Litecoin Summit am 28. und 29. Oktober in Las Vegas kam offensichtlich bei den Anlegern gut an. Denn seither zeigt der Coin nach langer Flaute wieder eine positive Tendenz. Litecoin sollte derzeit ein größeres Kurspotenzial als Bitcoin haben. Allerdings: Bröckelt der Bitcoin weiter ab, wird auch Litecoin davon negativ betroffen sein. Schwenkt der Bitcoin aber erneut in einen Aufwärtstrend, könnte Litecoin eine bessere Performance zeigen.

4.11.2019, 16:40

Nachdem Ripples Kryptowährung XRP im September gegenüber dem Bitcoin (BTC) auf Tiefstkursen ihre seit August anhaltende Konsolidierung abgeschlossen hatte, kam es in den folgenden Wochen zu Kursgewinnen von über 50 Prozent und einer Annäherung an die 200-Tagelinie (vgl. unterer Chart). Mit dem Kurssprung des Bitcoins lief die Entwicklung des Kryptopaars XRP-BTC kurzfristig zu Ungunsten von XRP und der Preis ging bis an die 50-Tagelinie zurück. Das könnte sich wieder ändern und XRP dann ein Golden Cross zum Bitcoin anvisieren. Es sei denn, Bitcoin macht erneut einen großen Kurssprung. Auch gegenüber dem USD könnte es auf Sicht auf ein Golden Cross hinlaufen (vgl. oberer Chart). Bei einem nachhaltigen Sprung über die Marke von 0,30 Dollar dürfte rasch die 200-Tagelinie erreicht werden, die aktuell bei 0,326 Dollar verläuft.

XRP litt in der Vergangenheit immer wieder unter der anhaltenden Inflationierung. Diese ging einher mit einer mangelnden Transparenz über die Transaktionen aus der Escrow-Wallet von Ripple und der dahinterstehenden Strategie. Die Bedenken sind zuletzt wieder etwas in den Hintergrund getreten. Gerade fand am Wochenende in Singapur die jährliche Swell-Konferenz statt, bei der in den vergangenen Jahren viele namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Finanzwesen eingeladen waren. In der Vergangenheit ist der XRP-Kurs meist vor der Konferenz deutlich angezogen und hat danach wieder nachgegeben. Einige Beobachter erwarten, dass der Verlauf diesmal anders ist.  Denn in den vergangenen Monaten konnte Ripple eine Reihe neuer und interessanter Partnerschaften abschließen und versucht so, die Ripple-Produkte im Markt zu implementieren. Gerade gibt es Spekulationen, dass Ripple neue ODL-Korridore testet. ODL hat dabei nichts mit dem gleichnamigen bayerischen Begriff für Jauche zu tun. Vielmehr handelt es sich um die Abkürzung für On-Demand-Liquidity, das frühere xRapid. Hier machte in jüngster Zeit vor allem der Zahlungskorridor von MoneyGram zwischen den USA und Mexiko von sich reden. Nun scheint Ripple auch Zahlungskorridore zwischen Australischem Dollar und Mexikanischem Peso bzw. Philippinischem Peso zu testen. Ripple hat die Korridore zwar nicht bestätigt, jedoch bereits bestehende Kooperationen nach Australien. Ripple könnte dadurch die Nutzung von XRP über neue Zahlungskanäle forcieren.

28.10.2019, 13:00

Die vergangene Woche hatte es in sich. Nach dem Flash Crash kommt es zu einem seit vielen Jahren nicht mehr gesehenen Bitcoin-Pump.

Die vergangene Woche hatte es in sich. Zunächst sorgte ein kleiner Flash Crash zur Wochenmitte zu einem Kursrückgang bis in die Unterstützungszone um 7.500 US-Dollar. Dadurch bildete sich auch erwartungsgemäß das Death Cross. Das Todeskreuz, bei dem die 50-Tageslinie die 200-Tageslinie von oben schneidet, gilt als Indikator für einen weiteren schwachen Kursverlauf. Allerdings erwies sich das Death Cross als ein Fehlsignal, wie es so wohl nur sehr selten vorkommt. Denn statt weiter fallender Kurse kam es am Freitag dann zum größten Kurssprung des Bitcoins seit 2011. Innerhalb von 24 Stunden explodierte der Kurs um in der Spitze über 40 Prozent (vgl. 5-Tageschart unten).

Manipulierter Kursrutsch?

Für den Kursrutsch zur Wochenmitte gab es ein paar Erklärungsversuche. Am wahrscheinlichsten sind mögliche Manipulationen über die Kryptobörse BitMEX. Dort kann mit Hebeln von bis zu 100 auf steigende oder fallende Bitcoin-Preise gesetzt werden. Durch diese enormen Hebel ist BitMEX die Börse mit dem größten Handelsvolumen im Bitcoin. Laut Daten von coinmarketcap macht es 15 Prozent des Gesamtumsatzes am Spotmarkt der Kryptobörsen aus. Dem Bitcoin-Preis bei BitMEX liegen dabei die Bitcoin-Preise der drei Kryptobörsen Coinbase, Kraken und Bitstamp zugrunde. Auslöser war ein größerer Abverkauf bei Bitstamp. Durch die Riesenhebel bei BitMEX kann dann schnell ein Dominoeffekt ausgelöst werden, wenn Stop-Losses ausgelöst werden und gehebelte Long-Positionen glattgestellt werden müssen.

Als Treibstoff für Kursexplosion?

Natürlich schreit vor allem die Kursexplosion von Freitag auf Samstag nach Erklärungen. So wurden eine große Menge neu gedruckter und an Bitfinex übertragene Tether als möglicher Grund ins Spiel gebracht. In der Vergangenheit gab es immer wieder Vorwürfe, dass Bitfinex damit Bitcoin kauft und so manipuliert. Schließlich ist derzeit diesbezüglich sogar ein Gerichtsverfahren anhängig. Aber vor allem werden Äußerungen von Chinas Präsident Xi Jingping verantwortlich gemacht. Dieser sieht die Blockchain als Kerntechnologie und will diese beschleunigt entwickeln und fördern. Zwar hat dies nicht direkt etwas mit dem Bitcoin oder Kryptowährungen allgemein zu tun. Aber die Äußerungen von Xi waren willkommener Anlass, diese Verbindung herzustellen. So hat der Binance-Vorstand Zhao mit seinen bullishen Tweets einen Zusammenhang suggeriert.

Bei ieser Gemengelage könnten auch die am Freitagnachmittag ausgelaufenen Futures an der CME eine Rolle gespielt haben und zu Panik bei den Marktteilnehmern geführt haben. Denn der Kurssprung beim Bitcoin kam etwa eine Stunde vor Einstellung des Handels am Freitagnachmittag. Diese Dynamik wurde dann noch durch einen Short Squeeze verstärkt. Viele Marktteilnehmer hatten zuletzt auf weiter fallende Kurse gesetzt. Dadurch mussten die offenen Short-Positionen zwangsliquidiert werden. Zu Beginn des asiatischen Handels ab Mitternacht gab es dann sogar noch einen größeren Pump, der den Bitcoin bis deutlich über 10.000 Dollar trieb. Auch hier dürften einige Marktakteure völlig auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Die Riesenhebel von BitMEX und jetzt auch Binance könnten jedenfalls Bitcoin-Wale verstärkt dazu verleiten, den Markt kurzfristig zu überrumpeln. Geht man noch weiter, könnte man sogar den Kursrutsch zur Wochenmitte als ersten Schritt zur Manipulation nach oben sehen. Allerdings gibt es dafür keine Belege.

Trend kurzfristig unklar

Den langfristigen Trend hatten wir hier schon häufig als ganz klar sehr aussichtsreich bewertet. Dass die kurzfristigen Schwankungen unvorhersehbar sind, hat der Bitcoin gerade wieder mit Bravour bewiesen. Eigentlich hätte es neue Nachrichten benötigt, um den Preis aus seiner eher abwärts gerichteten Bewegung zu reißen. Diese gab es nicht wirklich. Von daher ist der Bitcoin-Pump auf das Zusammenspiel verschiedener markttechnischer Faktoren zurückzuführen. Es würde deshalb nicht verwundern, wenn die Preise zunächst wieder abbröckeln. Langfristig ausgerichtete Anleger sollten diese enormen kurzfristigen Kursschwankungen sowieso nicht verunsichern.

24.10.2019, 19:20

Wir hatten zuletzt vor 10 Tagen darauf hingewiesen, dass der Bitcoin-Preis sich einem Death Cross nähert. Nach dem Flash Crash gestern wird dieses nun gerade gebildet. Von daher haben wir das wir 10 Tagen noch eingefügte Fragezeichen im Bitcoin-Jahreschart unten weggelassen. Fraglich ist, ob es dann unmittelbar zu weiteren deutlichen Kursrückgängen kommt. Wahrscheinlich ja. Wie schon erwähnt, könnte der Preis nach einem Bruch der Widerstandszone um die 7.500 US-Dollar dann deutlich wieder fallen bis in den unteren 6.000-Dollar-Bereich. Für langfristig denkende Investoren wären das dann wieder sehr günstige Kaufpreise.

Ursachen des Flash Crashes

Wie immer ist es kaum möglich, die wirklichen Ursachen zu eruieren. Eine Begründung könnte eine mögliche Manipulation der Kryptobörse BitMEX sein, der führenden Bitcoin-Börse gemessen nach Handelsvolumen. Eine Besonderheit ist, dass dort mit Hebeln bis zu 100 auf steigende und fallende Kurse gesetzt werden kann. Dabei liegen den Bitcoin-Kursen bei die Bitcoin-Preise der drei Kryptobörsen Coinbase, Kraken und Bitstamp zugrunde. Der Preisrutsch soll dabei von der Börse Bitstamp ausgegangen sein durch einen Abverkauf von 3.600 BTC ausgegangen sein, der auch durch einen „durchgeknallten“ Algorithmus ausgelöst worden sein könnte. Allerdings hat man solche Flash Crashes in der Vergangenheit schon häufiger gesehen. Jedenfalls kann bei so riesigen Hebeln wie bei BitMEX schnell ein Dominoeffekt ausgelöst werden, wenn entsprechende Stop-Losses im Markt liegen.

Erstaunlicherweise hat die Hash Rate laut Daten von blockchain.com mit 114 TH/s (114 Millionen Tera Hashes bzw. 114 Trillionen Hashes pro Sekunde) gerade einen neuen Rekordwert erreicht. Das ist ein neuer Rekord der Netzwerkleistung, die der Sicherheit des Netzwerks dient. Eigentlich wird meist vermutet, dass ein Anstieg der Hash Rate mit eher steigenden Kursen einhergeht. Allerdings hat schon das vergangene Jahr gezeigt, dass trotz ständig steigender Hash Rate die Preise enorm gefallen sind. Von daher könnte der Kurssturz aber auch einfach nur eine gewisse Vorsicht vor den Libra-Anhörungen widerspiegeln. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat bei der Anhörung vor dem US-Kongress versucht, den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Libra würde die Währungsstabilität nicht gefährden sondern vielmehr die Vormachtstellung des US-Dollars stärken. Denn Libra soll ja zur Hälfte durch US-Dollar gedeckt werden. Wird das Libra-Projekt blockiert, würden andere Länder hier ihre Marktposition ausbauen. Dies gilt insbesondere für den Hauptkonkurrenten der USA, China. Denn dort soll – wie schon verschiedentlich gemeldet wurde – relativ kurzfristig eine staatliche digitale Währung getestet und eingeführt werden. Allerdings konnten die Zuckerberg-Ausführungen wohl die Bedenken kaum zerstreuen.

Altcoins meist nicht so schwach wie Bitcoin

Der in den vergangenen Wochen zu beobachtende Trend, dass die Altcoins den Bitcoin eher outperformen, setzt sich auch in der Abwärtsbewegung fort. Einige Coins der Top20 haben im Wochenvergleich weniger verloren als der Bitcoin, manche (wie Chainlink mit +13% oder Bitcoins SV mit +26%) zeigen sogar ein Plus. Auch heute im Tagesvergleich liegt der Bitcoin leicht im Minus, während praktisch alle Altcoins der Top20 mehr oder minder große Pluszeichen aufweisen. Trotzdem ist von Coinpicking derzeit noch immer eher abzuraten. Zwar kann sich der Bitcoin nach dem Preisrutsch auch schnell wieder erholen. Die Gefahr eines weiteren Rückgangs (Death Cross) ist jedoch groß.

21.10.2019, 15:30

Auch nach dem jüngsten Kursanstieg steuert der Bitcoin auf ein Death Cross hin. Im Jahreschart zeigt sich, dass dies in wenigen Tagen bereits markiert werden kann. Fraglich ist dabei, ob es eine ähnlich dramatische Relevanz bekommt wie das im April gesehene Golden Cross.

Grundsätzlich braucht es positive News, um den Bitcoin aus seiner seit vier Wochen andauernden Seitwärtsbewegung nach oben zu bringen. Eventuell könnten das die jüngsten Meldungen bezüglich digitaler staatlicher Währungen sein, wie sie gerade aus den USA und Kanada gekommen sind. Denn würden diese wirklich eingeführt, wären sie keine Konkurrenz zum Bitcoin, vielmehr würden sie ihn eher stimulieren.Diese Nachrichten könnten eventuell der Anlass gewesen sein, dass der Bitcoin heute aus dem seit 10 Tagen gebildeten Abwärtstrendkanal ausgebrochen (vgl. 3-Monatschart unten).

Altcoins im Vergleich zum Bitcoin gemischt

Bei den Altcoins der Top20 fällt im Vergleich zum Bitcoin die Wochenperformance gemischt aus (vgl. Übersicht unten). Während der Bitcoin knapp 1% im Minus liegt, ist das Minus bei einigen Altcoins wie Ethereum und Litecoin (jeweils -3%) größer. Die schwächste Wochenperformance haben Cardano und EOS mit mit jeweils -6%. Die Kryptowährung von Ripple (XRP) hält sich weiter gut. Hier hat auch der letzte Quartalsbericht gestützt, der 74% weniger der häufig kritisierten XRP-Verkäufe durch Ripple ausweist. Herausragend sind neben dem Binance Coin (+21%) auch der Privacy Coin Monero (XMR) mit einem Plus von 10%. Im Gegensatz zu anderen Altcoins hatte dieser noch nicht gegenüber dem Bitcoin gedreht. Hier könnte der Beginn einer Trendwende sein. Jedenfalls ist die Outperformance der Altcoins nicht mehr so eindeutig wie in den vergangenen Wochen.

Quelle: coinmarketcap.com

16.10.2019, 18:00

Vor Monaten elektrisierte die Ankündigung des Facebook-Coins Libra die Kryptowelt. Nun verlassen wichtige Unternehmen das Libra-Konsortium. Auch beim Telegram-Token GRAM gibt es Schwierigkeiten. Die SEC untersagt den Verkauf an US-Bürger.

Großer Widerstand gegen Libra

Der Facebook-Coin Libra stößt auf immer größeren Widerstand. US-Senatoren haben Druck auf Mitglieder der Libra Association gemacht, das Projekt aufzugeben. Den Unternehmen wurde sonst starker regulatorischer Druck auch auf Zahlungsaktivitäten jenseits von Libra angedroht. Facebook gilt aufgrund diverser Skandale der jüngeren Vergangenheit als nicht vertrauenswürdig. Die wichtigen Mitglieder des Libra-Konsortiums Mastercard, Visa, PayPal, eBay und Stripe haben bereits das Konsortium verlassen. Andere werden wahrscheinlich folgen. Zwar haben die Unternehmen verlauten lassen, das Projekt zu einem späteren Zeitraum noch einmal zu prüfen. Doch dies scheinen nicht mehr, als pflichtschuldige Verlautbarungen. Die Zweifel mehren sich, ob das Projekt im nächsten Jahr oder überhaupt umgesetzt wird. Dem angekratzten Image von Facebook wird diese Entwicklung weiter zusetzen. Obwohl auch in absehbarer Zukunft die Aussage über Facebook stimmt: Keiner mag es – fast jeder hat einen Account.

Alternative Bitcoin

Der mögliche Facebook-Coin Libra wäre keine Konkurrenz für den Bitcoin. Denn Libra wäre nur ein digitalisierter Fiat-Währungskorb aus US-Dollar, Euro, Pfund, Yen und Singapur-Dollar. Der Wert würde also mit den hinterlegten Währungen schwanken. Dagegen führt der Bitcoin und seine Wertentwicklung ein völliges Eigenleben. Nun laufen neue Entwicklungen darauf hinaus, dass man auch Bitcoin über soziale Medien übertragen kann. Dies wird mit einer App dann auf Twitter, YouTube, Instagram und einigen kleineren Plattformen möglich. Facebook ist nicht dabei. Die Entwicklungen zeigen, dass Bitcoin den Libra überflüssig machen kann. Die leichte Übertragbarkeit von Bitcoin über soziale Medien könnte ein großes Thema werden. Bitcoin wird auf lange Zeit unangefochten die Leitwährung unter den Kryptowährungen bleiben, vergleichbar der Dollar-Dominanz unter den Weltwährungen. Daneben wird es dann auch staatliche Stable Coins geben, die aber ebenfalls keine Alternative zum Bitcoin sein werden. Jedenfalls stellt sich dann die berechtigte Frage: Wer braucht dann überhaupt noch Libra?

Telegram-Token vor dem Aus?

Ist das Projekt bereits am Ende, bevor es am 31. Oktober starten soll? Die amerikanische Börsenaufsicht SEC geht gegen den gigantischen 1,7 Milliarden US-Dollar ICO von Telegram in 2018 vor. Allerdings überrascht, dass die SEC erst so spät und kurz vor Umsetzung der Token-Verteilung reagiert. Jedenfalls behauptet die SEC nun, dass es sich bei den GRAM-Token um Wertpapiere handelt und diese nicht registriert wurden. Die Token wurden an 171 Erstkäufer weltweit (darunter 39 US-Käufer) verkauft. Bis zum 31. Oktober sollten die GRAM-Token an die Erstkäufer geliefert werden. Mit einer Notverordnung soll dies nun unterbunden werden. US-Investoren dürfen GRAM weder durch Verkauf noch auf andere Weise erhalten. Zwar ist das Verbot auf die USA beschränkt, andere Länder sind davon zunächst nicht betroffen. Fraglich ist, ob die US-Käufer eine Rückerstattung ihrer Mittel bekommen – die wahrscheinlich beste Lösung für Telegram. Von daher darf man auf die Entwicklung in den nächsten zwei Wochen bis Ende Oktober gespannt sein. Eine SEC-Anhörung ist für den 24. Oktober angesetzt. Berichten zufolge erwägt Telegram, die Token-Ausgabe bis nächstes Jahr zu verschieben. Zuletzt gab es große Erwartungen an die Entwicklung von GRAM als Kryptowährung des Telegram Open Network (TON). Analysten sahen GRAM in den nächsten Jahren in die Top10 der Kryptowährungen aufsteigen. Der Telegram-Token GRAM wird nicht endgültig vor dem Aus stehen. Bei den im vergangenen Jahr eingestiegenen Investoren dürfte aber Enttäuschung aufkommen.

14.10.2019, 14:20

Der Bitcoin-Preis nähert sich einem Death Cross. Deutet das auf einen Absturz hin? Wichtige Altcoins zeigen dagegen eine Outperformance zum Bitcoin.

Nach dem Kursrutsch Ende September hat sich der Bitcoin seitwärts bewegt und blieb mit kurzen Unterbrechungen über der Marke von 8.000 US-Dollar. Er es aber auch nicht mehr geschafft, über die 200-Tagelinie zu steigen. Diese ist nun zum Widerstand nach oben mutiert. Charttechnisch wird ein Death Cross beim Bitcoin immer wahrscheinlicher. Dabei fällt die 50-Tage- unter die 200-Tagelinie. Dieser Umstand wird meist mit einem weiteren schlechten Kursverlauf in Verbindung gebracht. Deutet dieses Szenario auf einen Bitcoin-Absturz hin?

Ein Blick auf den Zwei-Jahreschart unten zeigt das letzte Death Cross Ende März 2018. Damals trat genau das Gegenteil ein: Im April stieg der Preis des Bitcoins um 50 Prozent, die Preise der Altcoins explodierten noch mehr. Allerdings verzerrt der Hype Ende 2017 die Situation etwas, so dass die Aussagekraft vermindert ist. Tatsache ist auch, dass es nach den stark steigenden Kursen im April 2018 dann doch deutlich nach unten ging und die Preise zum Jahresende um 50 Prozent tiefer als zum Zeitpunkt des Death Cross notierten. Aktuell erscheint aufgrund des Verlaufs der 50-Tagelinie eine konträre Entwicklung wahrscheinlicher, also ein kurzfristiger Kursrückgang und danach dann eine sehr deutliche Aufwärtsbewegung. Jedenfalls gilt das zuletzt Gesagte: Sollte der Widerstandsbereich um 7.500 US-Dollar fallen, könnten die Bitcoin-Preise bis in den unteren 6000er-Bereich fallen. Für langfristig eingestellte Investoren wären das dann wieder sehr günstige Kaufpreise. Aber – wie wir an dieser Stelle schon mehrfach erwähnt haben – kurzfristige Kursprognosen beim Bitcoin sind sehr schwierig und haben sich schon sehr oft schnell als Makulatur erwiesen. Trotzdem erscheint kurzfristig eine vorsichtigere Anlagestrategie sinnvoll zu sein, bis sich ein neuer Trend abzeichnet.

Die Altcoins zeigen weiter eine sehr gute Performance. Im Überblick der Top20 unten zeigt sich, dass viele Altcoins im Wochenvergleich eine bessere Performance als der Bitcoin aufweisen. Interessant könnten der XRP und IOTA sein. Ripple setzt auf das Internet of Value und investiert kräftig in das Ökosystem für seine Kryptowährung XRP. Insgesamt sollen schon rund 500 Millionen US-Dollar investiert worden sein, die Hälfte davon für die Monetarisierungs-Plattform Coil. Mit diesem Schritt soll XRP neben dem Interbankenhandel auch im Bereich Mikrotransaktionen Fuß fassen. Micropayments könnten in Zukunft zur Killer-App werden mit Anwendungen zum Beispiel bei Videospielen oder für bezahlte Inhalte. Der XRP-Preis ist zuletzt sehr fest gegenüber dem Bitcoin gewesen und nähert sich bereits der 200-Tagelinie. Auch IOTA war zuletzt gegenüber dem Bitcoin sehr fest, das Kursverhalten und auch der absolute Preis sind ziemlich identisch zu XRP. IOTA setzt auf das Internet of Things (IOT), also die Kommunikation und Vernetzung verschiedener Maschinen. Dies ist eines der Zukunftsthemen überhaupt mit Anwendungen beispielsweise im Bereich Mobilität, Logistik oder Smart Factories. Jedenfalls erscheinen beide Coins für den langfristigen Investor interessant. Sollte der Bitcoin allerdings wie oben dargestellt noch einmal ins Rutschen geraten, würden kurzfristig auch diese Coins in Mitleidenschaft gezogen.

Quelle: coinmarketcap.com

9.10.2019, 16:15

Die SEC muss bis zum 13. Oktober endgültig eine Entscheidung bezüglich eines Bitcoin-ETF-Antrags stellen. Die Aussichten gelten besser als in der Vergangenheit. Eine positive Entscheidung könnte für neuen Schub sorgen. Eine negative Entscheidung könnte den Bitcoin-Preis aber bis in den 6000er-Bereich drücken. Das wären dann Kaufkurse.

Das Endlos-Thema Bitcoin-ETF steht kurzfristig wieder auf der Tagesordnung. Diesmal ist es der von Bitwise beantragte ETF, beim dem die Entscheidung der SEC bis zum 13. Oktober fallen soll. Eine nochmalige Verschiebung der Entscheidung ist in diesem Fall nicht mehr möglich. Bei einer Zulassung setzt der Markt bekanntermaßen darauf, dass sich die Bitcoin-Nachfrage erhöhen würde. Denn dadurch würden breitere Anlegerkreise einen einfacheren Zugang zum Bitcoin-Markt bekommen. Die Zulassung eines Bitcoin-ETFs durch die Aufsichtsbehörde würde auch für viele Anleger einen größeren Sicherheitsgrad bedeuten. Nach Meinung von Bitwise-Offiziellen sollen die Chancen für eine Zulassung diesmal besser stehen, denn der Markt hat sich seither positiv weiterentwickelt, so dass die bisherigen Bedenken der SEC dem vielleicht nicht mehr entgegenstehen. Eine positive Entscheidung könnte dem Bitcoin-Markt kurzfristig Schub geben. Umgekehrt wäre es natürlich bei einer negativen Entscheidung. Allerdings müsste die SEC diesmal auch konkreter werden, welche Bedenken eine Zulassung noch verhindern. Jedenfalls könnten die nächsten Tage diesbezüglich spannend werden. In diesem Zusammenhang könnte ein positives Signal sein, dass die SEC Bitcoin nicht als Wertpapier sieht. Demnach setzen Bitcoin-Käufer nicht auf unternehmerische Gewinne, obwohl das natürlich auch in der Vergangenheit schon klar war. Der primäre Use Case Wertaufbewahrung wird gerade wieder deutlich. Die Sperrung von Konten in der Türkei und der zwischenzeitliche Ausfall von Geldautomaten in Hongkong lässt die Zweifel am traditionellen Bankwesen wachsen. Da erstaunt nicht, dass die Google-Suchanfragen nach Bitcoin in Hongkong wieder den höchsten Wert seit Juni erreichten. Positiv stimmt, dass der Global Strength Indicator von Bloomberg erstmals seit November wieder ein Kaufsignal zeigt.

Auf der negativen Seite ist eine am Montag eingereichte Klage bei einem Gericht in New York zu sehen, demzufolge Tether mit ungedeckten Coins den gesamten Kryptomarkt manipuliert haben soll und damit einen Schaden von 1,4 Billionen US-Dollar verursacht haben soll. Tether soll über Bitfinex (beide Firmen sind eng verknüpft) neue Tether „gedruckt“ haben und diese an Bitfinex weitergeleitet haben. Mit den Beträgen soll dann Bitcoin gekauft worden und damit die Nachfrage künstlich angeheizt worden sein. Tether und Bitfinex haben diese Vorwürfe zurückgewiesen. Die Vorwürfe sind nicht neu und gründen sich auf eine Studie der Universität von Texas aus dem Jahr 2018. Von daher hat sich der Markt davon zunächst nicht beeindrucken lassen.

Charttechnisch befindet sich der Bitcoin in einer kurzfristig rückläufigen Dreiecksformation (vgl. BTC-6-Monatschart unten). Diesmal wird es bis zu einer Richtungsentscheidung allerdings nicht so lange dauern wie bei der letzten Dreiecksformation. Diese löste sich bekanntlich vor drei Wochen mit dem Kursrutsch nach unten auf. Je nach SEC-Entscheidung wird das Dreieck in den nächsten vier bis fünf Tagen nach oben oder unten verlassen werden. Aktuell befindet sich der Bitcoin-Preis wieder an der oberen fallenden Dreieckslinie. Kurzfristig eingestellte Trader könnten deshalb für diese Fälle Stopp-Limits legen. Zum Beispiel für den Fall einer positiven Entscheidung ein Stopp-Buy-Limit etwa bei 8.500 Dollar und für den Fall einer negativen Entscheidung ein Stopp-Limit bei 7.600 Dollar. Sollten die Preise dann bis in den 6000er-Bereich fallen, wären das dann auf jeden Fall auch wieder Kaufkurse für langfristige Investments.

7.10.2019, 11:45

Die Kryptowährung von Ripple, XRP, zeichnete sich zuletzt durch ihre Outperformance gegenüber dem Bitcoin aus. XRP notiert immer noch mit einem Minus von mehr als 90% gegenüber dem Allzeithöchststand. Im Jahreschart unten sieht man, dass XRP seit Mitte September gegenüber dem Bitcoin sehr fest im Markt liegt und um über 30% zugelegt hat. Auch bekannte Trader wie Peter Brandt aus den USA äußerten zuletzt, dass der Preis gegen Bitcoin einen Langzeitboden erreicht haben könnte. Unser Chart scheint das zu bestätigen. Auch könnte XRP durch die Meldung stimuliert werden, dass auf der dezentralen Börse BinanceDEX ein Token mit einer 100%-igen XRP-Deckung angeboten wird, der die Nachfrage nach XRP steigern könnte. Der Trend deutet jedenfalls auf eine mittelfristig anhaltende Outperformance gegenüber dem Bitcoin hin. Der Preis könnte nun in Richtung der 200-Tagelinie gehen, die aktuell noch rund 25% höher verläuft. Unter den Top10-Coins hat XRP die beste Wochenperformance mit einem Plus von fast 8% (vgl. Übersicht unten). Auffallend ist der Anstieg der positiven Erwähnungen von XRP in den sozialen Medien. Dies spricht für positive Erwartungen der Trader-Community. Allerdings: Der Bitcoin steht gerade vor der Entscheidung, ob er unter den kurzfristigen Widerstand bei 7.900 Dollar fällt. Passiert das, wird sich auch XRP von dem negativen Einfluss nicht freimachen können. Die Gefahr eines Abkippens von BTC ist derzeit groß, insbesondere wenn auch die Widerstandszone um 7.500 Dollar durchbrochen wird. Denn besteht die Gefahr eines schnellen Rückgangs bis auf 6.000 Dollar.

Quelle: coinmarketcap.com

Zurück zu XRP. Ripple und XRP haben eine problematische Beziehung: Anfang September wurden große Mengen XRP (1,5 Milliarden Stück) aus der Escrow-Wallet an Ripple versendet. Damit wurde der eigentlich für einen Monat vorgesehene Maximalbetrag schon überschritten. Die starke Inflationierung durch Ripple, die den Vertrieb der XRP überwachen, wird für die sehr schlechte XRP-Kursentwicklung verantwortlich gemacht. Dabei verunsichert insbesondere die mangelnde Transparenz über die Transaktionen und die dahinterstehende Strategie.

Ripple als Open-Source-Protokoll wird von Ripple Labs entwickelt. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Verkauf der ursprünglich einbehaltenen XRP. Die Maximierung der Verbreitung und des Nutzens von XRP ist damit ein wesentliches Geschäftsziel. Dadurch würde die Nachfrage und damit aufgrund des limitierten Angebots auch der Wert von XRP steigen. Von den geschaffenen 100 Milliarden Ripple wurden 80 Milliarden Stück an Ripple Labs übertragen. 2017 kündigte Ripple die Verwahrung von insgesamt 55 Milliarden XRP in 55 Treuhand-Konten zu je einer Milliarde XRP an. Über diese sog. Escrow-Wallets soll die andauernde Emission der XRP-Token kontrollierbar und berechenbar werden. Am ersten Tag eines jeden Monats (insgesamt sind das also seit Ankündigung 55 Monate) läuft jeweils ein Konto per festgelegtem Vertrag aus, d.h. jeden Monat kann Ripple maximal eine Milliarde XRP verkaufen. Werden in einem Monat weniger als eine Milliarde XRP verkauft, wird der verbliebene Betrag dann auf ein Treuhandkonto am Ende der Escrow-Warteschlange übertragen (also auf Monat 56 usw. seit Beginn der Ankündigung).

Der Verunsicherung wegen der anhaltenden Inflationierung stehen in der Vergangenheit eine Unmenge von Meldungen über Partnerschaften von Ripple gegenüber. Demgegenüber gibt es auch Meldungen über konkurrierende Systeme, die zum XRP-Killer werden könnten. So experimentiert mit HSBC immerhin eine der weltgrößten Investmentbanken mit einer blockchainbasierten Plattform namens Voltron, die wie Ripple mit XRP die Transaktionsgeschwindigkeit internationaler Zahlungen erhöhen und deren Kosten reduzieren will. Von daher könnte Ripple, die das SWIFT-Überweisungssystem ablösen will, von solchen Konkurrenzsystemen durchaus bedroht werden, insbesondere wenn sich dabei ein ganzer Bankenverbund zusammenschließt.

In diesem widersprüchlichen Spannungsfeld erscheint es äußerst schwierig, den künftigen Verlauf des XRP-Kurses zu prognostizieren. Zuletzt hatte sich Ripple-CEO Brad Garlinghouse gegen Vorwürfe der Manipulation des XRP-Kurses gewehrt. Er wies darauf hin, dass Ripple den XRP-Kurs nicht mehr manipulieren kann als die Bitcoin-Wale und das eher niedriger kapitalisierte Coins Gefahr laufen, manipuliert zu werden. Auch sieht er eine mögliche Hard Fork von XRP nicht als Bedrohung und verweist auf die Bitcoin-Forks, die alle nicht annähernd die Bedeutung von Bitcoin erlangt haben.

3.10.2019, 20:10

Der Bitcoin und die Altcoins bewegen sich seit dem Crash in der vergangenen Woche seitwärts. Die Bayerische Landesbank hält es für möglich, dass der Bitcoin im nächsten Jahr auf 90.000 Dollar geht – mehr als eine Verzehnfachung des heutigen Preises.

Fantastische Kursziele für den Bitcoin hört man eher von ausgewiesenen Krypto-Enthusiasten. Die Bayerische Landesbank (BayernLB) gehörte bisher nicht zu diesem Kreis. Umso mehr erregt deshalb ihre Studie vom 30. September für Aufsehen, die den Bitcoin im nächsten Jahr bei 90.000 US-Dollar sieht. Das wäre also mehr als eine Verzehnfachung des Preises.

Grundlage dieser Prognose ist der aus der Rohstoffanalyse bekannte Stock-to-Flow-Wert, der sich durch das anstehende Halvening im Mai 2020 verdoppelt. Das Stock-to-Flow-Verhältnis gilt als sinnvolles Mittel zur Bewertung der Knappheit eines Gutes. Dabei ist der Stock das momentan verfügbare Angebot, der Flow das in der nächsten Periode zusätzlich produzierte Angebot. Je höher dieses Verhältnis ist, desto größer ist sein Härtegrad un desto wertstabiler ist das entsprechende Gut. Beim Bitcoin ist die Knappheit klar definiert durch die maximale Obergrenze der produzierbaren Coins und das Halvening alle vier Jahre. Derzeit werden jährlich 0,7 Millionen Bitcoin produziert. Bei dem aktuellen Bestand von 17,5 Millionen Bitcoins ergibt sich als ein SF-Verhältnis von 25. Durch das nächste Halvening im Mai 2020 wird sich der SF-Wert dann auf 50 verdoppeln. In der Studie der BayernLB heißt es, dass sich Gold seinen Härtegrad über Jahrtausende erarbeiten musste. Beim Bitcoin geht das aufgrund seines Designs dagegen rasend schnell. Bereits nächstes Jahr wird er nach dem Halving einen ähnlich hohen Härtegrad wie Gold aufweisen. Im Jahr 2024 steht das nächste Halvening an, dann wird sich der Härtegrad noch einmal verdoppeln. Der Härtegrad wird dann auf ein noch von keinem anderen Gut erreichten Härtegrade von über 100 steigen. Zum Vergleich: Gold hat derzeit einen Wert von rund 58, der sich auch im nächsten Jahr nur unwesentlich erhöhen wird. Im Gegensatz zum Gold gibt es beim Bitcoin keinerlei sonstigen Verwendungsmöglichkeiten. Deswegen können auch keine sonstigen Nachfrageentwicklungen den Preis verzerren. Zum Schluss weisen die Autoren der Studie aber darauf hin, dass selbst beste statistische Modelle in der Prognose versagen können. Von daher wird das Bitcoin-Halvening im nächsten Jahr ein Härtetest für das Stock-to-Flow-Modell.

26.9.2019, 19:50

Der Ausbruch aus der Dreiecksformation erfolgte nach unten. Es kam dann extrem schnell zum für diesen Fall erwarteten Rückgang auf die 200-Tagelinie. Nach zwei Tagen wurde heute auch dieser Widerstand nachhaltig nach unten durchbrochen.

Am Dienstag kam es zum Ausbruch aus der seit Ende Juni gebildeten Dreiecksformation. Leider kam die negative Variante zum Tragen, denn der Bitcoin-Preis fiel durch die untere Widerstandslinie bei 9.400 US-Dollar. Danach kam es zu dem von uns erwarteten Szenario und der Preis fiel bis auf die 200-Tagelinie bei 8.400 Dollar(vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Und das nicht in wenigen Tagen, wie man vielleicht erwartet hätte, sondern in weniger als einer Stunde. In den vergangenen zwei Tagen klebte er dann an der 200-Tagelinie. Heute am Nachmittag hielt auch dieser Widerstand nicht mehr und der Preis rutschte weiter ab. Innerhalb weniger Stunden gab es erneut große Kursverluste, bevor der Preis zuletzt bei 7.800 Dollar gedreht ist. Aktuell notiert der Bitcoin um die 7.950 Dollar.

Buy the rumors, sell the facts

Die Gründe für den Crash? Wahrscheinlich überzogene Erwartungen an den Start der neuen Handelsplattform Bakkt für Bitcoin-Futures. Viele Marktteilnehmer waren von dem sehr bescheidenen Volumen zum Handelsbeginn am Montag enttäuscht. Andererseits war eigentlich klar, dass der Erfolg dieser Plattform, die auf institutionelle Anleger abzielt, erst in einigen Monaten absehbar wird. 71 Bitcoin wurden am ersten Tag an der Bakkt gehandelt. Zum Vergleich. Bei Einführung der Bitcoin-Futures an der CME im Dezember 2017 wurden am ersten Tag 5.298 Bitcoin gehandelt. Dabei muss man natürlich berücksichtigen, dass der Start damals in eine absolute Hypephase fiel. Jedenfalls dürfte hier ein Phänomen eingetreten sein, dass man auch von anderen Märkten kennt: Buy the rumors, sell the facts. Im Zusammenspiel mit der prägnanten charttechnischen Konstellation wurde kurzfristig eine Verkaufswelle ausgelöst mit dem höchsten Umsatzvolumen seit Mitte Juli.

Kurzfristige versus langfristige Überlegungen

Die Kardinalfrage nach dem Crash am Kryptomarkt ist natürlich: Wie geht es weiter. Wir haben hier schon oft erwähnt, dass kurzfristige Bitcoin-Prognosen sehr unsicher sind. Mit dem Unterschreiten der 200-Tagelinie gilt als nächstes der Bereich um 7.500 Dollar als Unterstützungszone. Sollte diese gerissen werden, so ist der Bull Market zunächst passé. Wie in der Aufwärtsbewegung die Optimisten gewinnen natürlich gerade wieder die Pessimisten die Oberhand. So werden Rückgänge auf 7.000 oder sogar 4.000 Dollar prognostiziert. Das ist nicht anders als bei einer Aufwärtsbewegung, wenn ständig höhere Kursziele propagiert werden.

Diesen kurzfristigen Überlegungen stehen die langfristigen gegenüber. Auch wenn es wie ein Mantra klingt: Langfristig wird der Bitcoin steigen. Je nach Einstiegszeitpunkt und –preis sollten deshalb auch verstärkt Überlegungen zur Steueroptimierung einbezogen werden.  Insbesondere wenn man steuerfreie Gewinne nach einem Jahr erzielen will, sollte man sich von den kurzfristigen Kurskapriolen nicht verrückt machen lassen. Wer also Positionen deutlich tiefer gekauft hat, sollte nicht verkaufen. Wenn man trotzdem negativ eingestellt ist, könnte man der jeweiligen Position ja kurzfristig auch Short-CFDs oder Short-Zertifikate auf Bitcoin gegenüberstellen. Wer allerdings deutlich höher gekauft hat, für den macht eventuell folgende Strategie Sinn: Positionen verkaufen und möglichst sofort wieder zurückkaufen. Das kann man auch sukzessive machen, um nicht Gefahr zu laufen, dass der Markt genau in diesem Augenblick dreht. Denn es gilt ja first in, first out. Oder man kauft die Position, wenn man Konten bei mehreren Kryptobörsen hat, sofort an einer anderen Kryptobörse zurück. Dann hat man einen Steuerverlust realisiert und kann diesen mit entsprechenden Gewinnen gegenrechnen. Für die zurückgekaufte Position kann dann erneut versucht werden, diese mit einer Haltedauer von über einem Jahr steuerfrei zu realisieren. Wiegesagt: Langfristig sehen wir den Bitcoin und andere große Kryptowährungen bei deutlich höheren Niveaus.

Altcoins noch schwächer als Bitcoin

Die Outperformance der Altcoins während der vergangenen Wochen wurde kurzfristig gestoppt und ging nahtlos in eine Underperformance der Altcoins über. Während der Bitcoin im Wochenvergleich rund 20% verloren hat, verloren die Bitcoin-Ableger Bitcoin Cash und Bitcoin SV als schwächste Coins der Top20 rund 33% (vgl. Übersicht unten). Sieht man von den Sonderfällen Tether und dem Bitfinex-Coin LEO ab, lag bei den Top20 nur einer deutlich besser als der Bitcoin: IOTA. Dieser hat ein vergleichsweise moderates Minus von 13%. Hier unterstützt ein positiver Newsflow. Kürzlich wurde der dezentrale Industrie-Marktplatz von der IOTA Foundation veröffentlicht. Außerdem gab es eine Mega-Partnerschaft mit der Linux Foundation. Hier geht es darum, einen gemeinsamen Standard für das Internet der Dinge (IoT) aufzubauen. Generell ist in der derzeitigen Situation am Kryptomarkt Coinpicking, also das Aussuchen interessanter Altcoins, aber wenig erfolgversprechend.

Quelle: coinmarketcap.com

23.9.2019, 15:45

Während der Bitcoin in engen Bahnen schwankt, zeigen die Altcoins zuletzt eine deutliche Outperformance. Diese könnte vor allem bei vier großen Altcoins anhalten: Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash und Litecoin. Denn für diese werden gerade neue Kaufmöglichkeiten geschaffen.

Der Bitcoin schwankt in einem immer enger werdenden Kanal um die Marke von 10.000 US-Dollar. Im Wochenvergleich liegt er mit über 3% im Minus. Dagegen hat sich bei den Altcoins die Trendwende fortgesetzt. Dies zeigt ein Blick unten auf die Top20. Im Wochenvergleich ist deren Performance teilweise erheblich besser als die von Bitcooin. Dieser liegt im 7-Tagesvergleich gegenüber dem Dollar mit über 3% im Minus. Dagegen haben die Top-Performer Stellar und Chainlink (+15%) sowie IOTA (+14%)  deutliche Pluszeichen.

Quelle: coinmarketcap.com

Bei den Altcoins könnten in nächster Zeit vier im Vordergrund stehen: Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash und Litecoin. Denn der Zugang zu den vier größten Altcoins und dem Bitcoin wird nun über zwei neue und bedeutende Plattformen eröffnet. Zum einen wird für die  genannten Coins mit Binance.US auch für amerikanische Anleger eine neue Handelsmöglichkeit geschaffen. Binance.US war von Binance neu gegründet worden, um den strikten amerikanischen Regularien zu entsprechen.

Zum anderen steigt die in Asien sehr verbreitete japanische Messaging-App LINE in den Kryptomarkt ein. Diese handelt die fünf genannten Coins über ihre Kryptobörsen BITMAX (für den japanischen Markt) und BITBOX (für andere Länder).Die Sicherheitsstandards sollen sehr hoch sein. Die App ist in siebzehn Sprachen verfügbar und will dem übermächtigen chinesischen WeChat Konkurrenz machen. In Europa sind die Konkurrenz v.a. Whatsapp und der Facebook Messenger. LINE soll über 160 Millionen Nutzer verfügen. Der Einstieg von LINE dürfte jedenfalls den Trend der Internetkonzerne in den Kryptomarkt verstärken. Seit Monaten gibt es ja viel Aufregung um den geplanten Facebook-Coin Libra. Hier geht es v.a. um ein Zahlungsmittel für internationale Transaktionen zu keinen oder nur geringen Kosten. Auch der russische Messaging-Dienst Telegram mit weltweit über 300 Millionen Nutzern steigt in den Kryptomarkt ein. Auf der eigenen Blockchain-Plattform Telegram Open Network (TON) sollen neben Bitcoin auch andere große Kryptowährungen gehandelt werden können. Immerhin konnte Telegram im Jahr 2018 rund 1,7 Milliarden Dollar bei einem ICO einsammeln. In Kürze soll der Handel mit dem Telegram-Token GRAM beginnen.

Die Trendwende bei den großen Altcoins soll noch einmal beispielhaft unten am Chart von Ethereum gegen Bitcoin verdeutlicht werden. Der Preis von Ethereum hat sich seit dem Tiefststand Anfang September gegenüber dem Bitcoin um rund 25 Prozent verbessert. Es ist durchaus möglich, dass der Ethereum-Preis bis Jahresende gegen den Bitcoin wieder auf die Niveaus von Juni steigt. Das wären vom heutigen Stand noch einmal 50 Prozent. Wenn dann –wie wir erwarten – bis Jahresende auch noch der Bitcoin steigt, wäre das in Dollar oder Euro gerechnet noch ein deutlich höherer Gewinn.

19.9.2019, 19:00

Der Bitcoin bewegt sich weiter seitwärts in der Dreiecksformation. Die Altcoins zeigen eine starke Performance. Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash und Litecoin könnten besonders profitieren.

Der Bitcoin hat gerade ein neues All-Time-High erreicht. Zumindest bei der Hashrate, die die sagenhafte Marke von 100 Millionen Tera-Hashes pro Sekunde überschritten hat. Die Hashrate ist das Gesamtmaß für die Rechenleistung innerhalb eines Blockchain-Netzwerkes. Die riesige Zahl macht die Stärke des Bitcoin-Netzwerkes deutlich als dem sichersten dezentralen Netzwerk der Welt. Eine unbedingte Korrelation zwischen steigenden Hashrates und steigenden Bitcoin-Preisen – wie sie einige Analysten unterstellen – gibt es aber nicht. Das zeigte sich im vergangenen Jahr, als steigende Hashrates mit einer desaströsen Kursentwicklung einhergingen. Auch aktuell kommen keine positiven Impulse, der Bitcoin-Preis bewegt sich seitwärts. Heute gab es wieder einmal eine heftige Minutenbewegung. Wie so oft fand sie im asiatischen Handel statt. Der Bitcoin fiel innerhalb kürzester Zeit um 500 US-Dollar und konnte danach schnell die Hälfte der Kursverluste wieder gutmachen. Am Abend notierte der Preis bereits wieder über der Marke von 10.000 Dollar in der Nähe der Vortagesniveaus. Er bewegt sich weiter in der seit Ende Juni gebildeten Dreiecksformation (vgl. Bitcoin-Jahreschart). In den nächsten zwei Wochen dürfte es zu einer Auflösung kommen. Entweder der Preis bricht durch die Widerstandslinie bei 9.400 Dollar. Dann könnte es bis zu einem Rückgang auf die 200-Tagelinie kommen, die aktuell bei 8.200 Dollar verläuft. Oder er bricht nach oben durch die abfallende obere Begrenzungslinie des Dreiecks aus. Dann könnte er Kurs auf die Jahreshöchststände nehmen. Diese Variante sehen wir aktuell immer noch als die wahrscheinlichere an. Der am Montag (23. September) beginnende Handel mit den physisch belieferten Bitcoin-Futures an der Bakkt könnte die Trendentscheidung beschleunigen.

Ein neuer Trend ist die Rückkehr der Altcoins. Nachdem sie seit langer Zeit gegenüber dem Bitcoin underperformen, hat sich dieser Trend nun umgekehrt. Wir haben hier zuletzt mehrfach darauf hingewiesen, dass Ethereum trotz des schlechten Chartbilds spekulativ sehr interessant erscheint. Seither ist der Preis der zweitgrößten Kryptowährung um rund 25 Prozent gestiegen, während der Bitcoin im gleichen Zeitraum sogar leicht im Minus ist. Der ETH-Preis hat nun auch die wichtige Marke von 200 Dollar deutlich überstiegen und notiert aktuell bei 220 Dollar. Schön sieht man die Outperformance im Chart von Ethereum gegen Bitcoin. Der Preis ist aus seinem seit Juni anhaltenden starken Abwärtstrend ausgebrochen. Er nimmt nun – wie schon vor drei Tagen vermutet – verstärkt Fahrt in Richtung der 200-Tagelinie von ETH-BTC auf (vgl. Jahreschart ETH-BTC unten).

Von den großen Altcoins könnten in nächster Zeit neben Ethereum auch Ripple, Bitcoin Cash und Litecoin am interessantesten sein. Die bekannte japanische Messaging-App LINE hat ihre Kryptobörse BITMAX (für den japanischen Markt) bzw. BITBOX (für andere Länder) gestartet. Neben Bitcoin werden diese vier Altcoins dort gehandelt. Die Kryptobörsen sind in die LINE-App integriert, die weltweit über 160 Millionen Nutzer verfügen soll. Die Sicherheitsstandards sollen sehr hoch sein. Jedenfalls könnte der LINE-Schritt den Trend der Internetkonzerne verstärken, in das Kryptogeschäft einzusteigen. Neben LINE hat gerade auch Binance.US den Geschäftsbetrieb gestartet. Die Börse war von Binance neu gegründet worden, um den amerikanischen Regularien zu genügen. Auch Binance.US handelt wie LINE neben Ethereum die gleichen vier Altcoins. Das könnte auch ein Grund für die sehr starke Performance inbes. von Ethereum und Ripple während der vergangenen Tage sein.

17.9.2019, 20:25

Die Altcoins rücken seit Tagen verstärkt ins Blickfeld. Ethereum und Ripple sind heute sehr fest.

Der Bitcoin (BTC) hat ein neues All-Time-High erreicht: Die BTC-Hashrate hat mit 100 Mio. Tera-Hashes pro Sekunde die Stärke des Bitcoin-Netzwerkes noch einmal deutlich gemacht. Die Hashrate ist das Gesamtmaß für die Rechenleistung innerhalb eins Blockchain-Netzwerkes. Mit der riesigen Hashrate gilt Bitcoin als das sicherste dezentrale Netzwerk der Welt. Obwohl einige Analysten eine Korrelation zwischen steigenden Hashrates und steigenden Kursen sehen, kann man dies so nicht unbedingt sehen. Das beste Beispiel ist die desaströse Kursentwicklung im vergangenen Jahr, obwohl die Hashrates immer weiter stiegen.

Der Bitcoin zeigt sich davon zunächst auch unbeeindruckt und tritt weiter seitwärts auf der Stelle. Dagegen setzt sich die Outperformance der Altcoins fort.  Ein Blick auf die Wochenperformance der Top20 zeigt das sehr deutlich. Gestern haben wir die vier Coins Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash und Litecoin als mögliche Favoriten herausgestellt. Die zwei Top-Performer sowohl von heute als auch der Woche sind mit Ethereum und Ripple zwei davon.

Quelle: coinmarketcap.com

Ethereum (ETH) wurden hier zuletzt mehrfach als interessantes Trading herausgestellt. Heute ist ETH mit einem Plus von 14% der Tagessieger bei den großen Coins, nachdem der Preis bereits während der vergangenen Tage sehr fest war. Insbesondere war zuletzt die relative Stärke gegenüber dem Bitcoin sehr auffällig. Mit dem Sprung über die Marke von 200 Dollar ist nun auch eine wichtige Schwelle überschritten (vgl. Chart unten). Das kürzlich gebildete Death Cross hat sich – wie zuletzt schon vermutet – als Fehlsignal erwiesen. Der Preis ist heute auch wieder über die 200-Tagelinie gesprungen. Damit spiegelt sich der zuletzt sehr gute Newsflow in der Kursentwicklung wieder. Zuletzt ließ auch die Bank Santander aufhorchen. Denn mit dieser emittiert erstmals ein Global Player eine Blockchain-basierte Anleihe. Ausgabe und Verzinsung sind Token-basiert. Das Ausgabevolumen der einjährigen Anleihe ist zwar mit 20 Millionen US-Dollar nicht riesig. Dennoch könnte die auf die Ethereum Blockchain gesetzte Anleihe eine Eisbrecher-Funktion bekommen. Santander gilt als kryptofreundlich. Bei Zahlungsabwicklungen gibt es schon länger eine Partnerschaft mit Ripple.

Ripple (XRP) profitiert von Gerüchten um eine mögliche Partnerschaft mit Coinbase, die der weiteren Adaption von Ripples xRapid dienen soll. Der Preis ist heute um über 11% fester. XRP ist heute durch die 50-Tageslinie durchgebrochen und könnte nun Kurs auf die 200-Tagelinie nehmen (vgl. Chart unten).

16.9.2019, 16:15

Binance.US beschränkt sein in zwei Tagen verfügbares Angebot auf sechs Kryptowährungen. Bei den Altcoins könnten davon Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash und Litecoin profitieren. Ethereum zeigt schon relative Stärke.

Bis Anfang nächster Woche könnte sich der kurzfristige Trend beim Bitcoin entscheiden. In einer Woche beginnt der Handel mit den Bitcoin-Futures an der Bakkt. Kommt es zur erhofften Nachfragebelebung, könnte der Preis durch die obere Abwärtslinie des seit Ende Juni gebildeten Dreiecks kommen. Bei einer Enttäuschung wäre auch ein Test des Widerstands bei 9.400 US-Dollar möglich.

Die Altcoins werden tendenziell dem Bitcoin-Trend folgen. Allerdings mehren sich nun doch die Zeichen einer aufkommenden Altseason. Darunter versteht man einen Zeitraum, in dem der Bitcoin an Marktdominanz verliert zugunsten der Altcoins. Oder anders gesagt: In diesem Zeitraum zeigen die Altcoins eine Outperformance gegenüber dem Bitcoin. Seit Anfang 2018 stieg die Marktdominanz von Bitcoin von dem bisherigen Tiefststand von 33 Prozent bis auf zuletzt knapp 70 Prozent.

Warum könnten Altcoins nun wieder stärker in den Fokus rücken?

Einige Beispiele für eine mögliche positivere Einschätzung der Altcoins:

  • Gemäß dem neuen Bericht von Binance Trading und Research werden Altcoins wieder deutlicher steigen. Binance Trading als größter OTC-Kryptohändler geht von einem Rückgang der Marktdominanz von derzeit 70% auf 50% aus. Mit anderen Worten: Altcoins werden gegenüber dem Bitcoin steigen und ihn outperformen. Allerdings lässt Binance Trading offen, wann diese Entwicklung erwartet wird.
  • Hinter einigen Altcoins stehen interessante Projekte mit großem Zukunftspotential, die sich auf Bereiche wie autonomes Fahren, Shop-Implementierung oder Apps beziehen. Die unterschiedlichen Bereiche sind auch die Daseinsberechtigung verschiedener Altcoins. Denn Altcoins sind oft für bestimmte Bereiche konzipiert. So soll Iota stark vom Internet der Dinge profitieren und hat viele interessante Projekte laufen, auch wenn der Kursverlauf eine andere Sprache spricht.
  • Teilweise wird erwartet, dass der Bitcoin-Preis vielleicht noch in diesem Jahr – und wenn nicht, dann Anfang nächsten Jahres – ein neues Allzeithoch Viele Altcoin-Analysten erwarten, dass bei einem Blick auf die zurückgebliebenen Altcoins diesen dann ein großes Nachholpotential attestiert werden wird. Die Coins mit aussichtsreichen Projekten dahinter dürften überproportional steigen. Die Schwierigkeit dabei ist oft die Einstufung der Erfolgsaussichten der Projekte.
  • Die kurzfristigen Auswirkungen von US sind eingepreist. Mitte Juni musste Binance seinen US-Nutzern wegen regulatorischer Unsicherheiten die Nutzung von Binance untersagen. Interessant: Seither ist die Bitcoin-Dominanz noch einmal stark von 55 auf 70 Prozent gestiegen. Gültig wurde das Verbot zum 12. September. Da Binance aber weiter im US-Markt tätig sein wollte, wurde mit Binance.US eine eigene Börse für US-Nutzer geschaffen, die den Regulierungen Rechnung trägt. Binance.US soll in zwei Tagen (18.September) den Geschäftsbetrieb beginnen. Im Gegensatz zum großen Angebot von Binance wird das Angebot bei Binance.US zunächst nur auf die sechs Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash, Litecoin und Tether beschränkt sein. Die vier Altcoins Ethereum, Ripple, Bitcoins Cash und Litecoin könnten davon profitieren.

Ethereum zeigt relative Stärke

Vor einer Woche haben wir darauf hingewiesen, dass große Altcoins wie Ethereum derzeit eine gute Kaufgelegenheit sein könnten. Und das obwohl Ethereum gerade ein Death Cross gebildet hatte, normalerweise ein Zeichen für eine weiter schwache Kursentwicklung. Ethereum ist nun in einer Woche um rund 10% gestiegen, während der Bitcoin nur seitwärts gelaufen ist. Die Outperformance zeigt sich auch im Chart unten, der die Wertentwicklung von Ethereum gegenüber dem Bitcoin seit Anfang 2018 zeigt. Ethereum hat seither bis zu 85% seines Wertes gegenüber dem Bitcoin verloren, zuletzt ging es noch einmal seit Juni steil bergab. Seit Anfang September ist der Preis nun gedreht und durchbricht heute die 50-Tagelinie. Von daher steigen die Chancen auf eine nachhaltige Outperformance. Diese könnte durchaus bis über die 200-Tagelinie gehen, die derzeit bei 0,027 BTC verläuft. Auch fundamental steht einem weiteren Anstieg wenig im Weg. Die Inflationsrate wird mit dem geplanten Update 2.0 Anfang des Jahres drastisch sinken. Analysten weisen darauf hin, dass die Nachfrage nach dem Ethereum-Netzwerk derzeit sehr hoch ist. Ethereum hat viermal so viele Entwickler wie Bitcoin, die führende Stellung gegenüber konkurrierenden Smart-Contract- und dApp-Plattformen wie EOS oder Cardano bleibt unangefochten. Auch EOS zeigen gerade relative Stärke und haben nach Ethereum die zweitbeste Wochenperformance unter den Top20. Dies könnte auch im Zusammenhang mit der geplanten Hard Fork am 23. September stehen.

9.9.2019, 18:10

Trotz zuletzt sehr schlechter Chartbilder gibt es Anzeichen für einen Dreh der Altcoins. Große Altcoins wie Ethereum könnten deshalb derzeit eine gute Kaufgelegenheit sein.

Ein Durchbruch durch die 200-Tagelinie von oben nach unten – wie ihn viele Altcoins zuletzt gesehen haben – gilt als Zeichen für weiter fallende Kurse. Dieses bearishe Signal wird dann häufig eine gewisse Zeit später noch einmal bestätigt durch ein Death Cross. Bei diesem durchbricht die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie von oben nach unten. Im vergangenen Jahr gab es beim Bitcoin zum Aprilbeginn ein Death Cross. Kurzfristig erwies sich das als Fehlsignal, denn der Bitcoin sprang danach in vier Wochen um 50%. Dagegen fielen die Preise längerfristig um rund 50% bis Jahresende.

Aktuell ist der unangefochtene Marktführer Bitcoin weit von einem Death Cross entfernt und bewegt sich sehr deutlich über der 200-Tagelinie, die bei unter 8.000 US-Dollar verläuft. Dagegen sind viele der großen Altcoins bereits in den vergangenen zwei Monaten durch die 200-Tagelinie gefallen und haben dann weiter Terrain verloren. Alle haben anschließend auch ein Death Cross ausgebildet oder stehen kurz davor. Dies belegen unten die entsprechenden Charts der acht größten Kryptowährungen (der Stable Coin Tether wurde aus dieser Betrachtung ausgeschlossen).

Welche Relevanz haben diese Konstellationen nun für die Prognose? Zunächst ist das alles natürlich auch nur eine Darstellung der aktuellen Situation und besagt grob gesagt, dass die kurzfristige Kursentwicklung noch schlechter war als die langfristige. Es macht auch einen Unterschied, ob die Linien einen scharfen Schnitt machen wie bei Ripple (XRP) oder EOS, denn das spricht für eine anhaltende Abwärtsdynamik. Dagegen könnte es z.B. bei Bitcoin Cash (BCH) und Monero (XMR) zu keinem Death Cross mehr kommen. Die Preise gehen vielmehr gerade wieder durch die 200-Tagelinie nach oben.

Das gerade ausgebildete Death Cross bei Ethereum (ETH) könnte deshalb auch ein Fehlsignal sein. Der Preis ist gegenüber dem Bitcoin in den vergangenen Tagen fest. Die Chancen, dass man hier aktuell bezogen auf den Bitcoin zu Tiefstpreisen kaufen kann, stehen nicht schlecht. Der ETH-Preis hat seit Juni die Hälfte seines Wertes gegenüber dem Bitcoin verloren (vgl. Ethereum-Bitcoin-Chart unten). Er bewegt sich 35% unter der 200-Tagelinie und könnte nun den Boden erreicht haben. Zumal die fundamentale Situation durchaus vielversprechend ist: Ethereum hat viermal so viele Entwickler wie Bitcoin, die führende Stellung gegenüber konkurrierenden Smart-Contract- und dApp-Plattformen wie EOS oder Cardano bleibt unangefochten, die Inflationsrate sinkt mit dem geplanten Update 2.0 Anfang des Jahres drastisch. Alles in allem scheint derzeit ein guter Einstiegszeitpunkt bei Ethereum zu sein. Ethereum könnte den Bitcoin bis zum Jahresende outperformen. Grundsätzlich bleibt der Bitcoin aber das maßgebliche Basis-Investment am Kryptomarkt.

Generell könnte die Stimmung bei den Altcoins drehen. Es mehren sich die Artikel, die die Altcoins als sehr stark überverkauft sehen und eine Gegenreaktion erwarten. Der bekannte Analyst Willy Woo weist in einem Tweet darauf hin, dass das Verhältnis Altcoin- zu Bitcoin-Marktkapitalisierung gerade wieder die sechseinhalbjährige Unterstützungslinie testet und der RSI mehr überverkauft ist als in seiner ganzen Geschichte (vgl. Chart unten).

Quelle: twitter.com/woonomic

Allerdings gibt es auch Gegenstimmen, die die Bitcoin-Dominanz weiter wachsen und bis zu 99 Prozent der Altcoins in der Bedeutungslosigkeit verschwinden sehen. Belege dafür werden auch angeführt. So die Konzentration der neuen Futures-Plattform Bakkt nur auf Bitcoin-Futures oder die Tatsache, dass der Bitcoin Trust von Grayscale enorme Anziehungskraft entwickelt hat, der Ethereum oder ZCash Trust dagegen nicht.

5.9.2019, 21:30

Der Bitcoin hat sich wieder über 10.000 US-Dollar etabliert. Dagegen bilden viele Altcoins ein Death Cross. Charttechnisch liegen derzeit Welten zwischen den Altcoins und dem Bitcoin.

Momentan sind die geopolitischen Spannungen und der Handelsstreit zwischen den USA und China etwas in den Hintergrund getreten. Auch die Gefahr des No-Deal-Brexits hat sich in den vergangenen Tagen erheblich vermindert. Die Aktienmärkte haben  folgerichtig aufgeatmet und konnten deutliche Kursanstiege verbuchen. Normalerweise ist das eher ein Szenario für schwächere Bitcoin-Preise. Aber auch der Bitcoin konnte in den vergangenen Tagen wieder 10 Prozent zulegen. Vergangene Woche ist er zum dritten Mal auf die Widerstandslinie bei 9.400 US-Dollar der seit Mitte Juli gebildeten Dreiecksformation gestoßen (vgl. Bitcoin-Chart unten). Aktuell notiert er wieder deutlich über der Marke von 10.000 Dollar. Bricht der Preis über den oberen Widerstand bei derzeit etwa 11.300 Dollar, könnte rasch neue Dynamik in den Kurs kommen. Kurzfristig wären im September dann durchaus neue Jahreshöchstkurse drin. Zumal viele Marktteilnehmer vom Start der Bitcoin-Futures-Plattform Bakkt am 23. September eine Nachfragebelebung erwarten. Denn das Settlement der Futures erfolgt hier erstmalig physisch. Die Bitcoins müssen also tatsächlich geliefert werden und diese müssen natürlich dann auch auf Kryptobörsen gekauft werden. Bakkt zielt stark auf große institutionelle Kunden und bietet mit dem Warehouse eine Hochsicherheitslösung zur Verwahrung der Bitcoins an. Bereits ab morgen können Bakkt-Kunden Bitcoins dort einliefern.

Die Altcoins bleiben weiter bei der Performance zurück. Ein Blick auf die vergangene Woche zeigt beim Bitcoin ein Plus von knapp 11 Prozent. Fast alle Altcoins bleiben da deutlich zurück. Von den Top20 übertrifft nur Ethereum Classic mit 17 Prozent die Bitcoin-Wochenperformance. Der Coin wurde als einziger hier an dieser Stelle vor zwei Woche als Trading-Chanceherausgestellt. Die gute Performance könnte mit Überlegungen zu einem Namenswechsel zusammenhängen. Mit dieser Maßnahme will man sich von Ethereum distanzieren und dadurch die Marktkapitalisierung steigern. Die Spekulationen könnten im Vorfeld des ETC Classic Summit in Vancouver am 3. und 4. Oktober anhalten.

Quelle: coinmarketcap.com

Andere Altcoins haben gerade ein Death Cross gebildet. Dabei durchbricht die 50-Tagelinie von oben die 200-Tagelinie. Normalerweise gilt diese Konstellation als guter Indikator für weiter fallende Kurse. Beispielhaft sei das unten am Chart des größten Altcoins Ethereum gezeigt. Bei Ethereum erfolgt der Durchbruch gerade. Bei Ripple passierte das bereits Mitte August. Danach verlor der XRP-Kurs gegenüber dem Dollar in zwei Wochen rund 20 Prozent seines Wertes. Fraglich ist, ob dieses Muster eine ähnliche Relevanz bekommt wie bei der Ausbildung des Golden Crosses, das viele Altcoins und der Bitcoin im Frühjahr gebildet hatten und dem danach sehr starke Kursanstiege folgten. Jedenfalls zeigt sich auch bei dieser Betrachtung die enorme relative Stärke des Bitcoins gegenüber den Altcoins. Während der Preis des Bitcoins noch sehr deutlich über der 200-Tagelinie liegt, sind die Preise der meisten Altcoins sehr weit unter dieser.

2.9.2019, 15:50

Von den großen Coins zeigt Ethereum Classic Stärke gegenüber dem Bitcoin. Folgen andere Altcoins, könnten diese wieder zu Outperformern werden.

Der Bitcoin bleibt das Maß aller Dinge bei den Kryptowährungen. Die älteste und mit Abstand höchstkapitalisierte und liquideste Kryptowährung genießt bei den Investoren auch das mit Abstand höchste Vertrauen. In den bekannten Krisenländern wie Venezuela oder Argentinien ist der Bitcoin als Alternative zur wertvernichtenden nationalen Währung schon länger etabliert. Aber auch die reichen Inder sind laut einer aktuellen Umfrage des Research-Unternehmens Hurun immer offener für Bitcoin-Investitionen. Denn dort schwindet das Vertrauen in die heimische Wirtschaft ebenfalls und wächst der Wunsch nach einer Alternativanlage. Generell dürfte dieser Trend in immer mehr Ländern zunehmen und dadurch den Bitcoin stimulieren.

Wann kommt die Altcoin-Saison?

Die Altcoins hatten sich in den vergangenen Wochen gegenüber dem Bitcoin stabilisiert. Die eher positive Tendenz zuletzt wurde aber unterbrochen. Es gibt Analysten, die demnächst eine neue Altcoin-Saison heraufziehen sehen. Zunächst sollte aber beobachtet werden, ob die Altcoin-Stabilisierung weiter Bestand hat. Wenn dann weitere große Altcoins gegenüber dem Bitcoin zulegen, könnte der Zeitpunkt für stärkere Engagements in Altcoins gekommen sein. Grund zur Eile dürfte derzeit aber noch immer nicht bestehen. Der einzige unter den großen Altcoins, der gegenüber dem Bitcoin im vergangenen Monat zulegen konnte, ist Ethereum Classic (ETC). Wie der Jahreschart zeigt, könnte es hier zu einem nachhaltigen Dreh kommen. Im Vergleich dazu fehlt bei Ethereum (ETH) und anderen großen Altcoins noch der Dreh nach oben. Beispielhaft ist das unten an den Charts von Ethereum und Ethereum Classic dargestellt.

Darstellung der Altcoins soll verbessert werden

Coinmarketcap ist eine weitverbreitete Übersichtsseite über die Kryptowährungen. Zuletzt gab es immer wieder Kritik an den Ranking-Kriterien. Ab heute soll eine neue Methodologie für eine bessere Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse sorgen. Insbesondere bei den Handelsvolumina hatte Coinmarketcap sich auf teilweise viel zu hohe Zahlen einzelner Kryptobörsen bezogen. Mit einem neuen Ansatz sollen liquiditätsbasierte Kennzahlen die tatsächliche Situation widerspiegeln. Dies soll am 12. November dann umgesetzt werden. Die Website openmarket.cap wirbt bereits jetzt damit, keine Fake Volumina zu berücksichtigen. Diese werden meist durch Wash Trading produziert, mit dem Kryptobörsen ihre Marktposition stärker darstellen wollen als sie tatsächlich ist. Die Diskussion hat zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Arcane Crypto hat die Bitcoin-Dominanz nicht 70 Prozent wie bei Coinmarketcap angegeben gesehen, sondern unter Berücksichtigung der Liquidität mit weit über 90 Prozent.

30.8.2019, 13:40

Der Fear & Greed Index ist zwar zuletzt wieder gestiegen. Trotzdem ist der Bitcoin-Preis wieder deutlich unter 10.000 US-Dollar gerutscht und nahe der unteren Widerstandslinie.

Quelle: alternative.me

Zuletzt wurde bei vielen Marktbeobachtern auf den Fear & Greed Index verwiesen. Nachdem er vor wenigen Tagen noch auf seinem tiefsten jemals gemessenen Wert stand, ist er nun wieder etwas geklettert. Dabei gilt: Je niedriger der Wert, desto größer die Angst der Investoren vor weiteren Kursrückgängen. Mit anderen Worten: Die Angst ist noch da, die Zuversicht wächst aber wieder. Allerdings: Während der Index stieg, sackten gleichzeitig die Bitcoinkurse ab. Nachdem sich der Bitcoin in den vergangenen zwei Wochen meist gut über der Marke von 10.000 US-Dollar halten konnte, rutschte er in der zweiten Wochenhälfte deutlich darunter. Als Grund wurden auslaufende Bitcoin-Futures an der Chicago Mercantile Exchange genannt. Auch Liquidationen von großen gehebelten Long-Positionen bei der Börse BitMEX könnten eine Rolle gespielt haben. Denn gerade bei gehebelten Positionen führt ein Kursrückgang in der Folge dann zu Liquidationen, die den Kursverfall kurzfristig dann beschleunigen. Von daher könnte der zunehmende Trend zu Margin-Tradings durchaus eine Ursache für die Heftigkeit der immer wieder zu beobachtenden kurzfristigen Kursstürze sein. Geopolitisch sind entgegenkommende Äußerungen aus China im Handelsstreit mit den USA schlecht für den Bitcoin und gut für den Aktienmarkt.

Charttechnisch sollte der Widerstandsbereich um 9.400 Dollar halten. Das ist die untere Linie der zuletzt gebildeten Dreiecksformation. Gerade hat der Bitcoin-Preis zum dritten Mal seit Mitte Juli diesen Bereich touchiert. Bei einem nachhaltigen Bruch besteht die Gefahr einer größeren Abwärtsbewegung, die den Bitcoin-Preis in Richtung seiner 200-Tagelinie drücken könnte. Diese verläuft derzeit bei knapp 7.600 Dollar.

Bakkt startet im September
Andererseits darf man gespannt auf den Start der neuen Bitcoin-Futures an der Bakkt sein, der am 23. September beginnen wird. Im Gegensatz zu den bereits bestehenden Futures an der CME werden die Bakkt-Futures physisch beliefert. Da dafür Bitcoins an den Kryptobörsen gekauft werden müssen, wird erwartet, dass die zusätzliche Nachfrage den Bitcoin-Kurs beleben wird. Außerdem dürfte der Handelsbeginn bei Bakkt den Einstieg von institutionellen Investoren forcieren. Hinter der Handelsplattform Bakkt steht die Intercontinental Exchange, die unter anderem auch die weltgrößte Wertpapierbörse New York Stock Exchange betreibt. Bereits ab 6. September startet mit dem Warehouse eine Hochsicherheitslösung zur Verwahrung der gehandelten Bitcoin. Die Kunden können ab diesem Termin also bereits Bitcoins dort für das spätere Futures-Trading deponieren.

Telegram-Token wird handelbar
Gespannt darf man auf den laut einem Artikel der New York Times am 31. Oktober geplanten Start von Gram sein, dem Krypto-Token des Messenger-Giganten Telegram. Der Token wird Bitcoin-ähnlich und nicht wie der geplante Facebook-Token Libra an Fiatwährungen gekoppelt sein. Im Jahr 2018 hatte Telegram mit einem privaten ICO (Initial Coin Offering) rund 1,7 Milliarden Dollar eingesammelt – das zweitgrößte ICO nach dem von EOS. Das 2013 gegründete Unternehmen gilt als bedeutender Facebook-Konkurrent und legt im Gegensatz zu diesem großen Wert auf den Datenschutz. Mit rund 300 Millionen Nutzern hat Telegram eine sehr große Reichweite. Deshalb könnte der Gram-Token, über den bisher aber nur wenig bekannt ist, ein Baustein zur Massenadaption von Kryptowährungen sein. Das dahinterstehende Projekt soll auf eine Revolutionierung des weltweiten digitalen Zahlungssystems abzielen. Im Gegensatz zu dem Facebook-Projekt gab es hier bisher wenig Gegenwind. Das liegt daran, dass wenig darüber bekannt wurde. Gespannt darf man aber auf die Reaktionen sein, wenn Details veröffentlicht werden.