In Kryptowährungen investieren?

  • völlig neue Asset-Klasse
  • verstärktes Interesse traditioneller Groß- und Kleinanleger
  • derzeit interessantester Tradingmarkt mit vielen Tradingmöglichkeiten
  • Handel in Altcoins aussichtsreicher als in Bitcoin
  • 7/24-Handel (Handel rund um die Uhr)
  • gute Handelsplattformen

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2.4.2020, 12:45

Der Bitcoin kann sich nicht mit dem drohenden Inflationsvirus infizieren. Unser Geld schon. Bald könnte diese Sichtweise im Mainstream ankommen. Der Bitcoin ist bei Währungen alternativlos.

Alternativlos hätte gute Chancen auf das Unwort des Jahres, wäre es das nicht bereits 2010 gewesen. Das Wort, das Bundeskanzlerin Angela Merkel 2010 im Zusammenhang mit den Griechenland-Hilfen verwendete, wird nun teilweise in der Coronakrise wiederbelebt. Dabei geht es zunächst um den Schutz der Menschen. Es kommt nun aber verstärkt zu Diskussionen, wie dieser gewährleistet werden könnte, ohne die Wirtschaft zu lange abzuwürgen. Je nach Dauer von Corona-Krise und Shutdown werden die Wirtschaft und im Gefolge auch die Börsenkurse beschädigt. Vergleicht man die derzeitige Krise mit denen der vergangenen 20 Jahre, so könnten die Aktienkurse im negativen Fall durchaus noch 30 bis 50 Prozent einbrechen. Andererseits hat man vergangene Woche gesehen, dass die Preise sehr schnell in die andere Richtung drehen können.

Der Bitcoin als Krisenschutz

Der Bitcoin sollte eigentlich von diesen Szenarien nicht negativ betroffen sein. Sein Pech ist derzeit, dass er kurzfristig von der Flucht der Anleger aus allen Risiko-Assets betroffen ist. Das Gold brach bei der Finanzkrise 2008 auch erst einmal ein, bevor es dann einen parabolischen Aufstieg erlebte. Auch der Bitcoin könnte zunächst noch weiter von der Entwicklung an den Aktienbörsen negativ tangiert werden, obwohl es bereits erste Anzeichen einer Abkoppelung gegeben hatte. Bereits auf mittlere Sicht profitiert der Bitcoin aber von der aufkommenden weltweiten Diskussion über die Geldwertstabilität. Mit Riesenbeträgen versuchen die Regierungen, die Einkommensausfälle der Bevölkerung zu kompensieren und die Unternehmen überlebensfähig zu halten. Die Inflationsgefahr wird umso größer, je länger der wirtschaftliche Stillstand anhalten wird. Denn den aus dem Hut gezauberten Beträgen stehen vielfach keine produktiven Leistungen gegenüber. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren, auch wenn die Maßnahmen derzeit alternativlos erscheinen oder zumindest so dargestellt werden.

Anleger müssen sich auf die Folgen der Geldschwemme einstellen, denn die Ersparnisse verlieren sukzessive an Wert. Auch traditionelle Anleger sollten sich deshalb mit dem Bitcoin als Anlagemöglichkeit vertraut machen. Bei der Finanzkrise 2008 existierte der Bitcoin noch nicht. Schon länger sehen Analysten die Möglichkeit eines perfekten Sturms für den Bitcoin aufgrund der weltweiten Schuldenproblematik. Leider erhöht sich nun die Wahrscheinlichkeit dafür durch die jüngsten Entwicklungen enorm. Artikel, wie Anleger ihr Geld retten können, haben in den Medien Konjunktur. Dies dürfte sich noch verstärken. Auch der Bitcoin wird nun bereits in den Mainstream-Medien als Alternative vorgestellt. In der letzten Ausgabe der „Welt am Sonntag“ wurden sechs Anlagealternativen in Zeiten der Geldschwemme genannt: Neben drei Aktien- und einem Immobilienprodukt auch Xetra-Gold und ein Bitcoin-Zertifikat von Vontobel. Damit wird der Bitcoin nun auch traditionellen Anlegern als Produkt für die Krisen-Zeit nahegebracht. Das Bitcoin-Zertifikat ist für alle Anleger mit einem Wertpapierdepot zwar problemlos zu kaufen. Es hat aber einen Nachteil: Es profitiert nicht von der Steuerfreiheit, wenn der Anleger nach mehr als einem Jahr verkauft. Vielmehr wird wie bei allen Finanzprodukten die Abgeltungssteuer fällig. Deswegen sollte der Anleger den Bitcoin direkt erwerben und nicht ein Derivat darauf. Dazu muss er kein Konto an einer ausländischen Kryptobörse eröffnen. Vielmehr gibt es seit dem vergangenen Jahr auch Alternativen in Deutschland. So kann er über die BISON App und die BSDEX den Bitcoin direkt erwerben. Hinter beiden steht die Stuttgarter Börse. Auch über das Berliner Unternehmen Bitwala ist das möglich. Dieses bietet ein Bankkonto mit integriertem Bitcoin-Handel an.

Im Bereich der Währungen ist der Bitcoin mit seinem eingebauten Inflationsschutz alternativlos. Diese Stärke wird er längerfristig ausspielen. Das mit Abstand beste Investment des vergangenen Jahrzehnts könnte diesen Titel auch im gerade begonnenen neuen Jahrzehnt erneut erringen. Anleger sollten diese langfristigen Perspektiven im Auge behalten und nicht bei kurzfristigen Rücksetzern von der Strategie abweichen. Im Gegensatz zum S&P 500 bewegt sich der Bitcoin weiter über der 200-Wochenlinie, was als wichtiger Indikator für einen anhaltenden Aufwärtstrend gilt. Die Gefahr besteht durchaus, dass er noch darunter taucht und so scheinbar den langfristigen Aufwärtstrend bricht. Deswegen gibt es bei den Kryptoanlegern ähnlich wie an den Aktienmärkten die Diskussion, ob man nicht alles verkaufen sollte, um es später wieder billiger zurückzukaufen. Bei Aktien könnte diese Strategie mehr Sinn machen als beim Bitcoin. Denn dieser hat in der Vergangenheit schon oft sehr abrupte Richtungswechsel gezeigt. Das Entscheidende ist aber, dass er von der Krise eigentlich gar nicht negativ betroffen sein dürfte. Vielmehr sollte diese seinen Wert deutlich stärken. Dagegen ist bei Aktien in nächster Zeit eigentlich kein positiver Newsflow denkbar. Deswegen sollte es nur eine Frage der Zeit sein, wann der Bitcoin aus seiner Sippenhaft als Risiko-Asset entlassen wird. Bereits in ein oder zwei Jahren könnte man bei einem Vergleich der Renditen der verschiedenen Anlageklassen in Bezug auf den Bitcoin konstatieren: Konkurrenzlos.

Kurzfristige Betrachtungen

Kurzfristige Prognosen sind in der derzeitigen Lage noch schwieriger als sonst. Trotzdem zum Abschluss noch ein kurzer Blick auf den Bitcoin-Jahreschart unten. Zuletzt hat der Bitcoin mehrmals Ansätze für eine Abkoppelung von den Aktienmärkten gezeigt, es aber noch nicht geschafft. Bei der sich zuspitzenden Lage in den USA könnte es durchaus zu neuen Panikattacken an der Wall Street kommen, auch wenn die Aktienkurse heute im Plus liegen. Bleibt ein neuerlicher Aktieneinbruch aus, könnte der Bitcoin nun den Widerstand bei 7.000 Dollar brechen nach zweimaligem Anlauf in den vergangenen zwei Wochen. Dies könnte dann zu einem schnellen Run nach oben führen. Bei einem neuerlichen Einbruch der Aktienbörsen würde er zwar auch negativ betroffen, dürfte nun aber resistenter sein. Bald wird es noch zusätzlich spannend, denn bereits in wenigen Wochen steht im Mai das lang erwartete Bitcoin-Halving an. Wegen des Chaos der vergangenen Wochen könnten sich die Auswirkungen des Events kurzfristig zwar in Grenzen halten. Spätestens ab dem zweiten Halbjahr könnte der Preis aber in einen kräftigen Aufwärtstrend schwenken.

30.3.2020, 14:55

Der Bitcoin kommt als Krisen-Alternative in den Mainstream-Medien an. Dies wird sich künftig noch verstärken – aus gutem Grund.

Der Bitcoin bewegt sich seit zwei Wochen seitwärts. Das kürzlich gebildete Death Cross hat ebenso wie das im Februar gebildete Golden Cross keine Relevanz. Die außerordentlichen Umstände im Zusammenhang mit der Corona-Krise lassen derzeit Chartbetrachtungen eher nachrangig erscheinen. Interessant könnte aber ein Bruch der Widerstandslinie bei 7.000 Dollar werden. Mit der heutigen Kurserholung könnte der Bitcoin einen erneuten Anlauf auf diesen Widerstand nehmen (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Zumal Analysten auf die Möglichkeit einer Bitcoin-Rally hinweisen wegen des deutlichen Anstiegs der Umlaufmenge des dollarbasierten Stable Coins Tether. Eine kardinale Frage wird auch sein, inwieweit sich der Bitcoin von der Entwicklung der Aktienmärkte lösen kann. Zuletzt gab es verschiedene Anzeichen für eine Abkoppelung. Auf Sicht wird diese kommen. Denn der Bitcoin ist resistent gegen die Corona-Krise und sogar ein Heilmittel gegen den drohenden Inflationsvirus. In dem großen Artikel „Anlegen in Zeiten der Geldschwemme“ gestern in der „Welt am Sonntag“ wurden sechs „Produkte für die Krisen-Zeit“ vorgestellt: Neben drei Aktien- und einem Immobilienprodukt auch Xetra-Gold und ein Bitcoin-Zertifikat von Vontobel. Zertifikate haben aber den Nachteil, dass sie mit Abgeltungssteuer belegt sind. Anleger sollten deshalb kein Derivat, sondern den Bitcoin direkt erwerben. Dann ist er nach einem Jahr steuerfrei. Entscheidend ist aber, dass der Bitcoin nun in den Mainstream-Medien als Krisenabsicherung genannt wird. Die Berichterstattung in diese Richtung wird sich in den nächsten Wochen und Monaten verstärken.

It’s never too late

Auch deutsche Anleger springen verstärkt auf den Zug Kryptowährungen. In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen ist das nachzuvollziehen. Gab es schon vorher Zweifel an der Geldwertstabilität, so haben diese sich im Zuge der Corona-Krise nun erheblich verstärkt. Die Geldschwemme wird zwar zunächst einmal Gutes bewirken, indem sie einen gewissen Ausgleich für Verdienst- und Produktionsausfälle schafft. Am Ende des Tages stehen dem neu geschaffenen Geld aber deutliche geringere Produktivleistungen gegenüber. Außerdem dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis eine neue Eurokrise heraufzieht. Denn die besonders betroffenen Länder Italien, Spanien und Frankreich litten schon vorher unter der Verschuldungsproblematik, die sich nun erheblich verstärken wird. Für den Bitcoin ist das eigentlich so etwas wie der perfekte Sturm. Jedenfalls hat BISON heute gemeldet, dass die App die Marke von 100.000 Nutzern geknackt hat. Über die BISON App, hinter der die Börse Stuttgart steht, können vier Kryptowährungen direkt über das Smartphone gehandelt werden: Bitcoin, Ethereum, Ripple und Litecoin. In den vergangenen Wochen hat die App ihren Stresstest in der äußerst turbulenten Marktphase bestanden. Die Zahl der aktiven Nutzer ist seit Jahresbeginn um 40% gestiegen. Das Durchschnittsalter der Nutzer beträgt 37 Jahre. Die Altersspanne ist aber riesig: 18 bis 91 Jahre. It’s never too late…

24.3.2020, 21:10

Der Bitcoin ist eigentlich resistent gegen die Corona-Krise. Kurzfristig haben die Märkte das negiert. Mittel- und langfristig wird sich diese Sicht durchsetzen.

Bei dem Absturz vor 11 Tagen fiel der Bitcoin-Preis kurz unter die 200-Wochenlinie. Im 5-Jahreschart von Bitcoin unten kann man erkennen, dass diese Linie bisher die Untergrenze bildete und auch bei den drastischen Kursverlusten 2018 nicht unterschritten wurde. Bisher war der Ausflug unter die Linie nur kurzfristiger Natur, aktuell notiert der Preis wieder darüber. Diese langfristige Unterstützungslinie wird von vielen technischen Analysten stark beachtet. Allerdings dürfte die Aussagekraft von technischen Analysen derzeit eingeschränkt sein wegen der besonderen Umstände der Finanzmärkte, die auch stark auf den Kryptomarkt abstrahlen. Ein negativer Faktor könnte an Einfluss verlieren: Das Deleveraging, also die Enthebelung der Märkte durch die Ersetzung von Fremd- durch Eigenkapital und generell die Reduzierung des Anteils an Risiko-Assets. Dies gilt auch für die Termin- und Derivatemärkte mit ihren stark gehebelten Long-Positionen, die durch die Kurseinbrüche pulverisiert wurden. Auch auf dem Kryptomarkt gab es ein Deleveraging. Wir hatten ja schon mehrfach auf die großen Gefahren durch die Riesenhebel hingewiesen, mit denen auf Kryptobörsen wie BitMEX oder Binance spekuliert werden kann. Für die Stabilität der Kryptomärkte ist das eher ein Bärendienst. Denn starke Kurseinbrüche werden hier durch Kettenreaktionen wegen der Zwangsliquidation von Long-Positionen enorm verstärkt. Dieser Effekt wird nach dem Crash zunächst aber nicht mehr so große Bedeutung haben.

Kurzfristig dürfte die Entwicklung an den Kryptomärkten noch weiter von den Aktienbörsen beeinflusst werden. Leider ist zu befürchten, dass von diesen noch weitere Schocks kommen könnten. Entscheidend wird da sein, wie schnell der Exit vom weitgehenden wirtschaftlichen Stillstand gelingt. Der Newsflow von den Unternehmen wird in den nächsten Wochen und Monaten kaum positiv ausfallen. Von daher könnten die Auswirkungen auf die Aktienkurse weiter negativ sein. Dabei kann es durchaus kräftige Zwischenerholungen geben, wie der heutige zehnprozentige Anstieg der Aktienkurse zeigt. Hilfreich ist da auch ein Blick auf die langfristige Entwicklung des Aktienmarktes ganz unten. Insbesondere ein Vergleich mit den beiden letzten Crashes zu Anfang der 00er-Jahre und im Zuge der Finanzkrise zeigt, dass der Kurssturz noch viel tiefer gehen könnte. Vergleicht man in der logarithmischen Darstellung des Charts ganz unten die prozentualen Rückgänge in der Finanzkrise mit den aktuellen, könnte der DAX bis in den Bereich von 6.000 Punkten gehen. Auswirkungen wie nach dem Platzen der Tech-Blase könnten den DAX sogar bis in den Bereich von 4.000 Punkten schicken. Entscheidend wird aber sein, wie schnell die Corona-Pandemie gestoppt und das Wirtschaftsleben wieder normalisiert werden kann. Positiv könnten sich – zumindest zunächst – die Erfahrungen von Regierungen und Zentralbanken aus der Finanzkrise auszuwirken. Weltweit scheint man bereit, mit den ganz großen Geld-Geschützen die Wirtschaftskrise bekämpfen zu wollen. Das wird aber nicht ohne Kollateralschäden abgehen.

Wie der Bitcoin auf weitere Kursrückgänge reagieren würde, ist schwer zu sagen. Zuletzt haben sich erste Anzeichen für eine Abkoppelung des Bitcoins gezeigt. Die Einbrüche an den traditionellen Finanzmärkten hatten ja zunächst einmal dazu geführt, dass auch alle anderen Risiko-Assets stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Selbst Gold wurde kurzfristig darunter subsumiert. Das mag zwar von der Logik falsch sein. Man hat aber in Paniksituationen an den Finanzmärkten immer wieder gesehen, dass kurzfristig die Logik ausgeblendet wird. Der Bitcoin wurde aufgrund seiner sehr großen Kursschwankungen natürlich ebenfalls als sehr riskant eingestuft und damit abgestraft. Dabei wird gerade durch die aktuellen Entwicklungen der Bitcoin eine echte Alternative für weitsichtige Anleger. Denn die enormen Summen zur Unterstützung von Wirtschaft und Gesellschaft, die weltweit zur Bekämpfung der Coronakrise benötigt werden, verheißen für die Geldwertstabilität nichts Gutes. Der nicht inflationierbare Bitcoin könnte dann endgültig seinen Ruf als härtestes Geld der Welt etablieren.

23.3.2020, 17:30

Viel diskutiert wurde in den vergangenen Tagen, ob sich der Bitcoin gegenüber den Aktienmärkten abkoppeln kann. Denn das könnte ein Frühindikator für einen bevorstehenden Aufschwung sein.

Nach den starken Kurseinbrüchen der Vorwoche konnte der Bitcoin in der vergangenen Woche teilweise recht deutlich zulegen. Wichtig und viel diskutiert dabei war auch, dass der Bitcoin Zeichen einer Abkoppelung von der Entwicklung der Aktienmärkte zeigte. Die Korrelation des Bitcoins mit dem S&P 500 war zuletzt auf einem Zweijahreshoch angelangt, der Bitcoin schwankte also ziemlich synchron mit dem Aktienmarkt. In den vergangenen Jahren bewegte sich die Korrelation immer vom positiven (gleichförmige Bewegung) in den negativen Bereich (gegenläufige Bewegung) und wieder zurück. In der Vergangenheit hat sich häufig gezeigt, dass es nach einer Phase starker Korrelation bei deren Rückläufigkeit zu einer Aufwärtsbewegung beim Bitcoin kommt. Zum Wochenschluss hat sich eine zunehmende Entkoppelung des Bitcoinpreises von den Aktienmärkten abgezeichnet, die Korrelation geht zurück. Analysten sehen dies als Frühindikator für einen allgemeinen Aufschwung von Bitcoin & Co und prognostizieren, dass sich der Kryptomarkt viel schneller als der Aktienmarkt erholen wird. Dies erscheint auch logisch. Denn der Aktienmarkt wird vom weltweiten Abwürgen der wirtschaftlichen Aktivitäten im Zuge der Corona-Krise hart getroffen. Politik und Zentralbanken können dem nur mit riesigen Stützungsbeträgen entgegenwirken, die Zweifel an der Geldwertstabilität schüren. Demgegenüber strahlt der Bitcoin mit seiner Inflationssicherheit und ist von einer möglichen Rezession nicht betroffen.

Heute am Mittag bildete der Bitcoin mit dem Aktienmarkt aber wieder ein kurzes Tandem. Nach der Ankündigung der US-Notenbank, im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie neue massive Maßnahmen zu ergreifen, schossen die Aktienkurse nach oben. Der Bitcoin schloss sich dieser Bewegung sofort an (vgl. den Tageschart unten). Während der DAX danach in wenigen Minuten rund 5% zulegen konnte, schnellte der Bitcoin um rund 8% nach oben. Das spricht zunächst gegen eine Abkoppelung. Im weiteren Verlauf kamen die Aktienkurse aber wieder deutlich zurück. Der Bitcoin stieg dagegen noch ein ganzes Stück weiter, kam wieder etwas zurück und verharrte dann auf einem deutlich höheren Niveau. Zwar sind solche kurzfristigen Betrachtungen kein wirklicher Beweis für eine gerade vorherrschende Korrelation. Aber die Bewegung am Nachmittag ist ein weiteres Indiz, dass sich der Bitcoin von den Bewegungen des Aktienmarktes abkoppeln könnte.

20.3.2020, 11:25

Entkoppelt sich der Bitcoin gerade von der Entwicklung der Aktienmärkte? Wahrscheinlich noch nicht ganz. Im Tradingdepot werden bei den zuletzt gekauften Positionen Verkaufslimits gelegt.

Der Bitcoin konnte in nur vier Tagen um rund 50% zulegen. Allein seit gestern beträgt das Plus rund 25%. Zwar steht schon wieder ein Death Cross bevor, bei dem die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie von oben nach unten schneidet. Dieses normalerweise sehr bearishe Signal dürfte aber derzeit wenig Relevanz haben, nachdem sich die 50-Tagelinie nur kurz über die 200er schwang (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Außerdem sind die außergewöhnlichen Ereignisse – die schon eher einen Schwarzen-Schwan-Charakter haben – derzeit charttechnisch wenig zu fassen.

Aktuell geht die kräftige Erholung des Bitcoinpreises wieder einher mit steigenden Aktienmärkten. Von daher ist zwar immer noch eine gewisse Synchronität zu beobachten. Es mehren sich aber die Zeichen, dass sich der Bitcoin – berechtigterweise – von der Entwicklung der Aktienbörsen abkoppeln könnte. Diese Entkoppelung wird durch den Newsflow in der Corona-Krise befördert. Stichworte: Whatever it takes, Corona-Rettungsschirm, Stresstest für EZB und Eurozone, Helikoptergeld. Natürlich erscheinen manche dieser Maßnahmen als alternativlos oder werden zumindest so dargestellt. Allerdings könnte es in den Wirtschafts- und Währungssystemen noch erhebliche Nachbeben geben. Wie schon mehrfach erwähnt, wird sich deshalb der Blick auf den Bitcoin als härtestes Geld der Welt schärfen, wenn sich der Rauch nach den Corona-Bränden etwas verzogen hat. Vielleicht ist die derzeitige starke Aufwärtsbewegung beim Bitcoin bereits ein Vorbote davon. Man sollte und möchte nicht auf eine weitere Verschlechterung der Situation wetten. Aber dieser Use Case von Bitcoin besteht ja auch ohne Corona, das wird auch so bleiben.

Trotzdem könnte die Entwicklung an den Kryptomärkten kurzfristig noch weiter von der an den Aktienbörsen beeinflusst werden. Deswegen hier unten mal ein Blick auf die langfristige Entwicklung der deutschen Aktienkurse: Da die Kurse in einer logarithmischen Darstellung sind, entsprechen gleiche vertikale Veränderungen einer gleichen prozentualen Veränderung. Von daher ist zu erkennen, dass der aktuelle Einbruch im Zusammenhang mit der Corona-Krise kein einzigartiges Ereignis ist. Vergleicht man die Corona- mit der Finanzkrise, würde der DAX etwa bis in den Bereich von 6.000 Punkten gehen. Ein Impact wie beim Platzen der Tech-Blase würde den DAX sogar bis auf 4.000 Punkte schicken. Es soll hier aber keine Schwarzmalerei betrieben, sondern die scheinbar furchtbaren Einbrüche am Aktienmarkt etwas relativiert im historischen Zusammenhang gesehen werden.

Im Tradingdepot wurden vor vier Tagen die Kauflimits von NEO (NEO) und OmiseGO (OMG) erreicht. Beide konnten in den vergangenen Tagen fast 40% zulegen. Zwei Tage vorher wurden die Positionen bei Ethereum (ETH) und Litecoin (LTC) verdoppelt. Von daher werden bei diesen vier Positionen nun für jeweils die Hälfte der Bestände Verkaufslimits gelegt (Bitfinex-Preise):

4 Ethereum (ETH) bei 175 Dollar

10 Litecoin (LTC) bei 55 Dollar

50 NEO (NEO) bei 7,50 Dollar

500 OmiseGO (OMG) bei 0,63 Dollar

17.3.2020, 21:55

Die Preise von Gold und Bitcoin verhalten sich kurzfristig irrational. Das wird längerfristig nicht so bleiben.

Das Leben ist leider spätestens ab der Geburt lebensgefährlich. Es soll ja Menschen geben, denen diese Tatsache stets bewusst ist und die sich deshalb in besonders bedrohlichen Situationen abgeklärt und cool verhalten. Die Anleger an den weltweiten Finanzmärkten dürften nicht zu dieser Gruppe gehören. Einstürzende Aktienkurse im Zusammenhang mit der Corona-Krise sind rational nachzuvollziehen. Denn Wachstum und Gewinne könnten in diesem Jahr mehr oder minder brachial einbrechen. In solchen Zeiten einer Flucht der Anleger aus Aktien und anderen riskanten Anlagen werden verzweifelt Schutzräume für Geld und Vermögen gesucht. Dafür gab es das Konstrukt des Safe Haven mit Gold als seinem prominentesten Vertreter. Tempi passati!? Das Gold ist mitten in der größten weltweiten Krise seit langem innerhalb weniger Tage um mehr als 10% gefallen. Der Preis fiel in den vergangenen vier Tagen in einem Rutsch zunächst unter die 50- und heute auch noch unter die 200-Tagelinie, die im Tagesverlauf wieder überschritten wurde (vgl. 5-Jahreschart von Gold ganz unten). Kein gutes Zeichen: Im 5-Jahreschart unten kann man erkennen, dass in den vergangenen Jahren nach einem schnellen Durchbruch durch diese beiden Linien weitere deutliche Kursverluste folgten. Der Einbruch diesmal könnte allerdings aufgrund seiner Plötzlichkeit und der besonderen Umstände schneller repariert werden.

There is no Safe Haven!

Gold hat damit nachgeholt, was sein noch digitales Ebenbild Bitcoin vorgemacht hat. Natürlich bei weitem nicht so heftig wie der junge Wilde, der in der vergangenen Woche mehr als 50% eingebrochen war. Seit Sommer 2019 ist der Goldpreis nach oben ausgebrochen und hat danach in der Spitze deutlich mehr als 20% zugelegt. Der Aufstieg erfolgte nahezu parallel zum weltweiten Anstieg der Aktienkurse. Es ist erst einen Monat her, dass der DAX bei 13.800 Punkten ein Allzeithoch erreicht hat. Danach raste der DAX innerhalb eines Monats um bis zu 40% nach unten – das relativiert die Verluste an den Kryptomärkten etwas. Aber warum dieser Absturz des Goldpreises gerade jetzt? Zunächst einmal erscheint dieser in Anbetracht des Gold-Narrativs als Safe Haven irrational. Aber es gibt natürlich für (fast) alles eine Erklärung. Zum einen die generelle Flucht der Anleger aus den Risiko-Assets, zu denen das Gold dann kurzfristig einfach dazugezählt wird. Zum anderen wird dies verstärkt durch einen Effekt, den man Deleveraging (also Enthebelung der Märkte) nennt. Durch Verkäufe von anderen Assets versuchen die Anleger, die großen Verluste aus dem Aktienbereich zumindest teilweise auszugleichen. Auf den Termin- und Derivatemärkten müssen die oft stark gehebelten Positionen zurückgefahren werden, zumal wegen der riesigen Volatilität die Margin-Anforderungen hochgefahren werden. Dies gilt auch für den Goldmarkt, der vom Überhang der Longpositionen betroffen ist. Deshalb könnte der Goldpreis kurzfristig noch weiter leiden.

Auch beim Bitcoin gibt es ein Deleveraging. Wir haben schon mehrfach (vgl. z.B. den Artikel „Bitcoin: Kommt der Sprung über 10.000?“) auf die Gefahren durch die Riesenhebel hingewiesen, mit denen auf Kryptobörsen wie BitMEX, Binance oder Bitfinex spekuliert werden kann. Bei heftigen Kurseinbrüchen kommt es dann zu einer Kettenreaktion, die durch Zwangsliquidationen von Long-Positionen die Kurse noch weiter in den Keller treiben. Und natürlich leidet der Bitcoin auch unter dem – wenn man ehrlich ist nicht unberechtigten – Etikett: Risiko-Asset.

No Safe Haven? It’s Bitcoin, stupid!

Gibt es nun für Anleger noch einen Safe Haven? Abgesehen davon, dass nichts wirklich sicher ist: Ja, Gold und sein digitales Pendant Bitcoin. Längerfristig wird sich die kurzfristige Betroffenheit umkehren. In Bezug auf das Gold sei auf den gestrigen Artikel verwiesen (Bitcoin weiter Corona-infiziert). Sobald die Aktienmärkte nicht mehr hyperventilieren – was allerdings noch etwas dauern könnte – wird der Goldpreis wieder nach oben drehen.  Was den Bitcoin betrifft, gibt es nicht diesen langen historischen Erfahrungsschatz. Aber auch hier wird sich der Blick – wenn der Rauch verzogen ist – wieder fokussieren auf den USP von Bitcoin als das härteste Geld der Welt und als Wertaufbewahrungsspeicher. In Anbetracht der Flutwelle an Fiat-Geld, das weltweit zur Überwindung der Krise zur Verfügung gestellt werden muss, wird sich das Bewusstsein für diesen Use Case von Bitcoin wieder schärfen. Kurzfristig ist kaum abzuschätzen, ob der Bitcoin schon seine Tiefststände gesehen hat. Längerfristig wird er seine Stärke ausspielen. Das mit Abstand beste Investment des vergangenen Jahrzehnts wird es auch in diesem Jahrzehnt sein. It’s Bitcoin, stupid.

16.3.2020, 15:45

Die weltweiten Aktienmärkte sind berechtigterweise im Panik-Modus. Der Bitcoin als Risiko-Asset kann sich dem kurzfristig nicht entziehen und stürzt ebenfalls ab.

Whatever it takes… Der Draghi-Moment ist nun auch bei der Bundesregierung angekommen. Bundesfinanzminister Scholz und Bundeswirtschaftsminister Altmaier haben verkündet zu tun, was auch immer nötig ist. So werden Kredite ohne Begrenzung für von der Coronakrise betroffene große und kleine Unternehmen in Aussicht gestellt. Je nach Dauer der massiven Einschränkungen im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben sind die Auswirkungen kaum abzusehen. Insgesamt beläuft sich das Volumen auf 500 Milliarden Euro. Während Deutschland als größte europäische Wirtschaftsmacht nach Schuldenabbau und mit schwarzer Null solche Maßnahmen ohne größere Probleme stemmen kann, ist das bei anderen EU-Ländern nicht der Fall. Italien war schon vor der Corona-Krise stark angeschlagen und ist nun ausgerechnet das von Corona am stärksten betroffene europäische Land. Die Wirtschaft und das öffentliche Leben stehen nahezu still und bedrohen die sowieso schon stark angeschlagenen Unternehmen und Banken. Die Zutaten für eine neue Euro-Krise sind bereits auf dem Tisch.

Das härteste Geld der Welt

Was hat das alles mit dem Bitcoin zu tun? Der Handlungsspielraum von EZB und anderen Zentralbanken ist nach den jahrelangen exzessiven Maßnahmen zur Überwindung der Finanzkrise stark eingeschränkt. Ein Blick auf die Null- oder sogar Negativzinsen zeigt das. Der Bitcoin braucht keine Stützungsmaßnahmen, es gäbe ja auch gar keine zentrale Instanz dafür. Er könnte deshalb als Fluchtmöglichkeit aus kriselnden Währungen stärker in den Blickpunkt rücken. Zunächst ist er allerdings von der weltweiten Flucht der Anleger aus riskanten Anlagen ebenfalls stark negativ betroffen. Nach anfänglicher relativer Resistenz kam es in der vergangenen Woche dann zu einem historischen Einbruch. Obwohl der Bitcoin normalerweise nicht oder nur gering zu den Aktienmärkten korreliert ist, könnte er kurzfristig weiter synchron mit diesen schwanken. Mittel- und langfristig aber wird der USP von Bitcoin als härtestes Geld der Welt das Geschehen bestimmen. Außerdem ist er – im Gegensatz zu den nationalen Währungen – für jedermann weltweit leicht und meist ohne große Umtauschverluste erwerbbar. Bisher war dies vor allem ein Argument für Menschen in Ländern mit einer sehr starken Inflation. In Zukunft könnte sich das ausweiten auch auf die Länder mit den „harten“ Währungen, deren Härtegrad verstärkt in Zweifel gezogen werden könnte.
Aber man muss – und sollte auch nicht – auf eine derart negative Entwicklung spekulieren. Denn der Bitcoin hat als führendes digitales Wertaufbewahrungsmittel auch ohne Coronakrise keine Konkurrenz. Der Blick darauf wird sich wieder schärfen, wenn der Rauch nach den enormen Turbulenzen, die wahrscheinlich noch weiter anhalten werden, wieder verzogen ist.

Steuerliche Überlegungen

Der Kursrückgang beim Bitcoin war wegen der außergewöhnlichen Ereignisse sehr heftig. Aber auch vor dem letzten Halving 2016 gab es nach einem starken Kursanstieg zunächst einen deutlichen Kursrückgang. Dieser setzte sich sogar noch danach weiter fort und führte zu einem Minus von bis zu 40 Prozent. Von daher sollten Bitcoin-Anleger eines nicht tun: In Panik verfallen. Wer zu deutlich höheren Kursen eingestiegen ist und die Positionen noch kein Jahr hält, kann sich aus steuerlichen Gründen überlegen, Verluste zu realisieren und die Positionen dann sofort zurückzukaufen. Damit man nicht von einem plötzlichen Kursanstieg überrascht wird, sollte man das aber nur sukzessive machen. Denn nach den extremen Kursverlusten würde ein plötzlicher Kurssprung beim Bitcoin auch nicht überraschen. Wegen des FiFo-Prinzips ist ein sukzessiver Verkauf und anschließender Rückkauf auch kein Problem. Denn die zuerst gekauften Positionen gelten beim Finanzamt auch als die zuerst verkauften.

Exkurs: Goldpreis nach Lehman-Pleite

Am 15. September 2008 manifestierte sich mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers der erste Höhepunkt der Finanzkrise. Der DAX stürzte im September und Oktober 2008 um bis zu 40 Prozent ab. Und der Safe Haven Gold? Stürzte im Oktober um bis zu 30 Prozent ab. Auch damals wurden alle Risiko-Assets panisch abgestoßen und das Gold einfach dazugezählt. Das Umdenken kam kurz danach: Ab November 2008 startete der Goldpreis seinen parabolischen Verlauf, der bis Mitte 2011 fast zu einer Verdreifachung des Preises führte.

Prognose: Bitcoin-Preis nach Corona-Krise

Auch vergangene Woche kam der Goldpreis zusammen mit den einstürzenden Aktienkursen plötzlich stark unter Druck. Grund dürfte wieder der gleiche Effekt wie bei der Lehman-Pleite sein: Die Flucht der Anleger aus allen Risiko-Assets. Der Bitcoin wird ganz klar als besonders riskantes Risiko-Asset wahrgenommen. War er zunächst noch erstaunlich resistent, gab es plötzlich kein Halten mehr. Natürlich kann der Bitcoinpreis kurzfristig noch weiter zurückgehen. Er kann aber seinen Tiefpunkt auch schon gesehen und die Basis für einen künftigen parabolischen Verlauf gelegt haben. So wie der Goldpreis nach seinem impulsiven Rückgang im Herbst 2008. Die heftigen Kursschwankungen beim Bitcoin konterkarieren seine propagierte Funktion als Wertaufbewahrungsmittel. Diese resultieren aber immer noch aus seiner jungen Geschichte und der Unsicherheit, mit diesem völlig neuen Asset umzugehen. Im Laufe der Jahre wird diese Verunsicherung weiter rückläufig sein und der Preis völlig neue Höhen erklimmen. Die kurzfristige Prognose ist wegen der Corona-Krise naturgemäß fast unmöglich. Ein Blick auf den Goldpreis während der Finanzkrise ab 2008 lässt aber erahnen, dass auch der Bitcoinpreis nach dem ersten Schrecken auf einmal schnell drehen kann.

Kauflimits im Tradingdepot erreicht

Die beiden zuletzt gelegten Kauflimits für das Tradingdepot wurden erreicht. Damit wurden 100 NEO (NEO) zu 5 Dollar und 1000 OmiseGO (OMG) zu 0,42 Dollar neu in das Tradingdepot aufgenommen.

Am Nachmittag konnten sich die Kurse deutlich verbessern. Nachdem der Bitcoin im Tagesverlauf Tiefstkurse um 4.500 Dollar markiert hatte, konnte er zuletzt wieder bis 5.100 Dollar steigen. Auch hier ist wieder zu beobachten, dass sich der Kurs mit der Erholung an den Aktienbörsen am Nachmittag verbessern konnte. Die weitgehend synchrone Bewegung der Aktienmärkte mit dem Bitcoinpreis ist unten für die letzten vier Wochen dargestellt. Wie schon mehrfach erwähnt, kann diese noch eine Weile andauern. Wenn der enorme Rauch rund um die Corona-Krise aber zumindest etwas verzogen ist, sollte der Bitcoin als stabiler Wertanker aber wieder deutlich zulegen können.

13.3.2020, 14:05

Nach den Einbrüchen an den Aktienmärkten gab es auch erneut einen rabenschwarzen Tag für den Bitcoin. Die Positionen im Tradingdepot werden weiter aufgestockt.

Zwar vollzog sich die Hälfte des Bitcoin-Absturzes von 8.000 auf bis zu 4.000 Dollar bereits am Donnerstag, die andere Hälfte aber am Freitag, dem 13. Wie der Tageschart zeigt, kam es innerhalb von 24 Stunden zu einem historischen Einbruch um 50%. Bei exakt 4.000 Dollar (Bitfinex-Preise) kam der Kursrutsch abrupt zum Stehen und vollzog dann innerhalb von Minuten ein Plus von 30%. In einem derartigen Chaos-Markt vernünftig zu agieren, ist kaum möglich. Sollten die Aktienmärkte – was zu befürchten ist – nach einer zwischenzeitlichen Erholung wieder ins Rutschen kommen, werden sich auch die Kryptowährungen nicht davon freischwimmen können.

Interessant ist auch unten ein Blick auf den 5-Jahreschart von Bitcoin. Bisher wurde die 200-Wochenlinie noch nie durchbrochen. Auch die zwischenzeitlichen Tiefstkurse Ende 2018 führten nur exakt bis an diese Widerstandslinie. Heute wurde die Linie, die aktuell bei etwas über 5.500 Dollar verläuft, bei dem Taucher auf 4.000 Dollar zwar einmal heftig durchbrochen, aber nur für sehr kurze Zeit. Von daher bleibt abzuwarten, ob diese Linie erneut als harter Widerstand fungiert.

Bei den Altcoins gab es prozentual Verluste in einer ähnlichen Größenordnung wie beim Bitcoin, ebenso die anschließenden Kursgewinne nach Erreichen des Tiefstpunktes. Generell bleibt es sehr schwer, mit ruhiger Hand eine Strategie zu verfolgen. So war die Positionsreduzierung um die Hälfte beim Tradingdepot am 26.2. zwar richtig. Die Rückkauflimits für die Hälfte der verkauften Positionen waren aber mit 15-20% unter den Verkaufskursen im Nachhinein zu knapp gesetzt. Trotzdem steht aber immer noch die Hälfte der Verkaufserlöse aus den Verkäufen zur Verfügung. Deswegen sollen nun weitere Positionen im Tradingdepot nachgekauft werden. Während die Bitcoin-Position unverändert gelassen wird, werden die Positionen bei den beiden Altcoins Ethereum und Litecoin jeweils verdoppelt. Deswegen werden neu ins Tradingdepot aufgenommen:

4 Ethereum (ETH) bei 129,50 Dollar

10 Litecoin (LTC) bei 36,10 Dollar

Außerdem werden bei zwei weiteren Altcoins Kauflimits gelegt (Bitfinex-Preise):

100 NEO (NEO) bei 5 Dollar

1000 OmiseGO bei 0,42 Dollar

12.3.2020, 22:40

Mit dem heutigen Tag ist der Bitcoin endgültig im Chaos-Modus der internationalen Finanzmärkte angekommen. Auf Sicht könnte der Bitcoin aber gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Nachdem der Bitcoin sich im Vergleich zu den Aktienbörsen bisher noch vergleichsweise gut gehalten hatte, gab es dann heute doch noch einen richtigen Crash. Nachdem sich der Kurs schon in Asien von einem Niveau von 8.000 Dollar südwärts bewegte, kam es am Vormittag zu einem Kurssturz von 7.400 bis auf 5.700 Dollar innerhalb weniger Minuten. Das Minus betrug teilweise deutlich über 30% im Tagesvergleich. Auch die Altcoins lagen tief im Minus, das sich meist in der gleichen Größenordnung wie beim Bitcoin bewegte. Damit hat sich auch der Kryptomarkt endgültig hochgradig Coronavirus-infiziert. Die weltweiten Beschränkungen des Reiseverkehrs, Veranstaltungsverbote und viele Maßnahmen mehr führen zu einer allgemeinen Panikstimmung. Dies führt – wie schon mehrfach erwähnt – dazu, dass die Anleger aus allen als riskant eingestuften Anlagen fliehen. Selbst Gold als Safe Haven konnte sich dem nicht entziehen und der Preis kam mit einem Tagesminus von bis zu 5% unter die Räder. Ein Blick auf den Bitcoin-Chart zeigt, dass zunächst mal alle Widerstände glatt durchbrochen wurden, der Kurs hat sich innerhalb eines Monats halbiert (vgl. den Jahreschart unten). Nachdem die Corona-Krise nun von der Weltgesundheitsorganisation endgültig als Pandemie eingestuft wurde, führte die Panik an den Finanzmärkten dazu, dass auch der Bitcoin in den Panik-Modus geschaltet hat. Von daher hat der Bitcoin den Stresstest als sichere Wertaufbewahrung zunächst nicht bestanden. Der Leidensdruck nach einem derartigen Kurssturz ist natürlich groß. Auf Sicht wird der Bitcoin aber gestärkt aus der Krise hervorgehen. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind noch nicht abzusehen. Manche sehen schon eine der größten wirtschaftlichen Krisen heraufziehen. Klar ist, dass die Zentralbanken noch mehr Geld in Umlauf bringen. Dies wird – wenn der Rauch verzogen ist – den Blick auf den USP von Bitcoin stärken, nämlich dass er das härteste Geld der Welt ist. Außerdem ist er – im Gegensatz zu den nationalen Währungen – für jedermann weltweit leicht und ohne große Umtauschverluste erwerbbar. Bisher war dies vor allem ein Argument für Menschen in Ländern mit einer sehr starken Inflation. In Zukunft dürfte sich das ausweiten auch auf die Länder mit den „harten“ Währungen, die dann vielleicht auch nicht mehr so hart sind.

Der CEO und Mitgründer von BitMEX, Arthur Hayes, hat sich zum Bitcoin-Crash geäußert. Er sieht den Bitcoin weiter negativ vom Crash an den internationalen Finanzmärkten tangiert. Bei weiteren Kursrückgängen an den internationalen Aktienmärkten würde auch der Preis des Bitcoins weiter nach unten gezogen, allerdings wahrscheinlich weniger stark, als viel erwarten. Die zu erwartenden Reaktionen der Zentralbanken auf die weltweite Krise mit weiteren Lockerungen sieht er auf Sicht sehr positiv für den Bitcoin. Als kleines Trostpflaster merkt er noch an, dass der Bitcoin auch auf dem aktuellen Niveau noch weniger gefallen ist als die Aktienmärkte. Das kann hier und heute natürlich wenig trösten, denn vom Höchstpreis vor einem Monat gesehen hat er sich glatt mal halbiert.

9.3.2020, 13:20

Die Kryptomärkte taumeln im Einklang mit den traditionellen Finanzmärkten nach unten. Im Tradingdepot wurden alle drei Kauflimits erreicht.

Nachdem der Bitcoin zur Wochenmitte wieder über die Marke von 9.000 Dollar steigen konnte, änderte sich das Bild zum Wochenende völlig. Der Preis tauchte unter die Marke von 9.000 Dollar und durchbrach mühelos Widerstände wie die 200-Tagelinie und auch die 50-Wochenlinie. Ein Blick auf den Jahreschart zeigt, dass sich nach der Ausbildung der Kopf-Schulter-Formation die Preisrückgänge beschleunigt haben (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Unter Chartanalysten gilt diese Formation als ziemlich zuverlässiges Zeichen einer Trendumkehr. Heute am Morgen ist der Bitcoinpreis bereits deutlich unter die Marke von 8.000 Dollar gerutscht. Ein weiteres Abgleiten bis in den Bereich von 7.000 bis 7.500 Dollar ist nicht unwahrscheinlich. Viel tiefer sollte es eigentlich nicht gehen, wenngleich es immer noch Analysten gibt, die auch Rückgange bis in den unteren 6000er-Bereich für möglich halten. Um 7.000 Dollar hat sich aber ein starker Widerstandsbereich gebildet.

Man muss die aktuellen Kursrückgänge auch im Kontext der allgemeinen Verunsicherung an den internationalen Finanzmärkten wegen des Corono-Virus sehen. Ein vorher in diesem Ausmaß noch nicht gesehener Einbruch von bis zu 30 Prozent heute beim Ölpreis spricht da Bände. Von daher erscheint der Einbruch bei den Krpytopreisen sogar noch vergleichsweise moderat. Der Kryptomarkt gilt als nicht oder nur gering korreliert zu anderen Anlagemärkten, insbesondere dem Aktienmarkt. Zuletzt liefen die Kursbewegungen an den Krypto- und Aktienmärkten aber synchron. Das wird nicht ewig Bestand haben, wenngleich die große Volatilität bei Bitcoin & Co anhalten dürfte. Zumal mit dem Bitcoin-Halving im Mai das große Event in diesem Jahr immer näher rückt. Viele Anleger waren vor dem Halving sehr positiv und dürften nun kurzfristig enttäuscht sein. Dabei war das vor den beiden bisherigen Halvings nicht viel anders. Sowohl 2012 wie 2016 ist es unmittelbar vorher zu deutlichen Kursrückgängen gekommen (vgl. den Bitcoin-Chart seit 2012 unten). Beim letzten Mal 2016 ging es auch nach dem Halving zunächst noch weiter nach unten, bevor es dann erneut zum parabolischen Anstieg kam. Von daher steht der derzeitige Kursverlauf in dieser Tradition. Unabhängig von diesen kurzfristigen Überlegungen bleibt die langfristige Prognose unverändert: Nach dem Halving wird der Bitcoin völlig neue Niveaus erklimmen. Bereits in diesem Jahr könnte es zu neuen Allzeithöchstständen kommen. Im nächsten Jahr wäre es dann keine Überraschung, wenn sich die Kursniveaus im mittleren fünfstelligen Bereich bewegen. Verselbständigt sich die Hausse auch in Anbetracht schwankender traditioneller Finanzmärkte, könnten die Preisspitzen sogar in den sechsstelligen Bereich gehen.

Tradingdepot: Kauflimits erreicht

Am 26. Februar wurden im Tradingdepot die Hälfte der Positionen verkauft. Nun wurden die Rückkauflimits erreicht: 0,25 Bitcoin (BTC) bei 8.200 Dollar, 2 Ethereum (ETH) bei 202 Dollar und 5 Litecoin (LTC) bei 55 Dollar. Damit wurde nun die Hälfte der Ende Februar verkauften Positionen zurückgekauft. Weitere Rückkäufe werden vorerst zurückgestellt und sind bei einem Bitcoin-Preisrückgang in den Bereich von 7.000 Dollar geplant.

Bitte (k)ein Bit! Jürgen Klopp ist bedient. Der Bitcoin FC alias Watford FC hat die zuvor ewig unbesiegte Mannschaft von Liverpool mal eben mit 3:0 abgefertigt.

Sagenhafte 44 Spiele hintereinander war der FC Liverpool ungeschlagen. Am 29. Februar war die Siegesserie beendet. Der Watford FC gewann völlig überraschend und klar gegen die zuvor scheinbar unbesiegbare Mannschaft von Jürgen Klopp. Warum das hier relevant ist? Der Watford FC ist die Mannschaft, auf deren Ärmeln das Bitcoin-Logo prangt. Auf den Fotos des Tweets unten ist das schön zu erkennen.


Bitcoin ist noch nicht lange Werbepartner des Watford FC. Laut der offiziellen Vereins-Website wurde Bitcoin erst im Dezember 2019 als Werbepartner für die Trikotärmel des Trikots bestätigt. Bitcoin-Trader hätten gut daran getan, dieses bullishe Zeichen zu beachten. Denn Ende Dezember startete der Bitcoin seinen starken Bullrun (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Übrigens wird das Bitcoin-Logo auf den Ärmeln des Watford FC gesponsort von der Sportwettenmarke Sportsbet.io.

2.3.2020, 16:15

Der Bitcoin kann sich den Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten nicht entziehen. Heute gibt es aber ebenso wie beim Gold eine Gegenreaktion.

Die internationalen Aktienmärkte erlebten wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus eine Talfahrt, wie sie zuletzt bei der Finanzkrise gesehen wurde. Die einbrechenden Aktienkurse sind nachzuvollziehen und die weltwirtschaftlichen Auswirkungen des sich ausbreitenden Coronavirus noch nicht abzusehen. Nicht unproblematisch auch die Situation auf den Anleihemärkten. Mit der zunehmenden Verschuldung der Unternehmen in den vergangenen Jahren aufgrund der niedrigen Zinsen könnte bei einem Crash an den Aktienmärkten auch das Kreditausfallrisiko zunehmen. Hier würden dann wieder die Zentralbanken einspringen mit Zinssenkungen und Kauf von Unternehmensanleihen. Ein gefährliches Spiel, weil der Spielraum der Zentralbanken nach den vielen Jahren der Niedrigstzinsen nicht groß ist. Insbesondere bei US-Anleihen könnte eine Verkaufswelle zu erheblichen Turbulenzen führen. Der klassische Safe Haven Gold erreichte vor einer Woche gegenüber dem Euro zwar zunächst einen Allzeithöchststand. Im Wochenverlauf kam der Goldpreis aber um 7 Prozent zurück.

Eigentlich passt das nicht zusammen. Das hängt aber mit Phänomen zusammen, die in akuten Krisenzeiten häufiger zu beobachten sind. Bei Panik an den Finanzmärkten werden dann alle als riskant eingestuften Anlagen verkauft. Auch Gold dürfte nach den jüngsten Kurssteigerungen zunehmend als riskant angesehen worden sein. Für den Bitcoin gilt das umso mehr. Hier kommt noch eine weitere Verhaltensweise hinzu, da der Bitcoinpreis gegenüber dem Jahresanfang immer noch deutlich im Plus liegt. Denn Anleger neigen oft dazu, Gewinnpositionen zu verkaufen und damit Verlustpositionen auszugleichen. In der vergangenen Woche betrugen die Verluste an den internationalen Aktienbörsen rund 6 Billionen Dollar. Das entspräche fast 700 Millionen Bitcoin. Die maximal mögliche Anzahl an Bitcoin beträgt aber nur 21 Millionen Stück. Man könnte aus dieser Tatsache durchaus ein enormes Wertsteigerungspotenzial der digitalen Weltleitwährung ableiten.

Insbesondere wenn die Turbulenzen an den traditionellen Finanzmärkten anhalten. Denn dann könnten der Bitcoin wie das Gold sich verstärkt als Zufluchtshäfen in Erinnerung bringen. Gründe für weitere Unruhe gibt es genug. Vor Jahren wurde der Begriff des „Schwarzen Schwans“ geprägt von Nassim Taleb, wenn es um äußerst seltene und unvorhersehbare Ereignisse geht. Der als Dr. Doom bekannte amerikanische Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini spricht aktuell von „Weißen Schwänen“ an den Märkten, weil sie eben nicht so unvorhersehbar sind. Der Coronavirus ist derzeit eindeutig der bedeutendste davon. Daneben nennt er aber noch die zunehmenden geopolitischen Probleme, den Handelskrieg mit China, die Klimaproblematik, mögliche Cyberattacken und den aufziehenden Wahlkampf um die US-Präsidentschaft. Roubini wird zwar dadurch wieder seinem Spitznamen Dr. Doom gerecht. Allerdings kann man derzeit doch von einer sehr kritischen Gemengelage sprechen.

Charttechnisch ist bedenklich, dass der Preis zuletzt unter die 200-Tagelinie gefallen ist. In den vergangenen Tagen gab es mehrere Versuche, diese wieder zu überspringen. Heute konnte der Bitcoin sie wieder überwinden, wenngleich noch nicht signifikant (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Das vor zwei Wochen gebildete Golden Cross hat sich zunächst als Fehlindikator erwiesen. Seit dem bullishen Signal haben sich die Kurse um rund 20 Prozent abgeschwächt. Das war bei dem Death Cross im Oktober ähnlich. Dem bearishen Signal folgte völlig unerwartet ein riesiger Kurssprung, bevor die Preise bis zum Jahresende dann doch kräftig nachgaben. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich diese Entwicklung nun in umgekehrter Folge wiederholt. Allerdings könnte die chaotische Entwicklung an den Märkten noch anhalten. Die heftigen Schwankungen des DAX heute sprechen für diese These. Wahrscheinlich würde der Bitcoin wegen der oben erwähnten Phänomene dann kurzfristig doch noch einmal negativ tangiert, obwohl idealtypisch das Gegenteil der Fall sein müsste. Allerdings sind heute sowohl das Gold als auch der Bitcoin deutlich im Plus und zeigen damit die „richtige“ Reaktion auf die schwachen Aktienmärkte.

26.2.2020, 22:10

Im Tagesverlauf kam der Bitcoin-Kurs weiter deutlich zurück. Nachdem dem Fall unter die 50-Tagelinie kam es zu einem Kursrutsch, bei dem die Marke von 9.000 Dollar und dann sogar die 200-Tagelinie durchbrochen wurde, die aktuell etwas über 8.800 Dollar verläuft (vgl. Bitcoin-Jahreschart). Am Nachmittag wurden Tiefstkurse von 8.650 Dollar erreicht bevor sich der Preis wieder etwas erholen konnte auf aktuell über 8.800 Dollar. Über mögliche Gründe des Kursrückgangs und den Zusammenhang mit den großen Turbulenzen an den traditionellen Finanzmärkten wurde im Beitrag von heute Mittag schon etwas gesagt. Auch die Altcoins sind im Tagesverlauf weiter deutlich zurückgekommen.

Nach dem schnellen Kursrückgang könnte es zu weiteren Rücksetzern kommen, die den Bitcoin-Preis bis in den Bereich von 8.000 bis 8.200 Dollar drücken könnten. Von daher setzen wir folgende Kauflimits (auf Basis der Preise bei Bitfinex):

0,25 Stück Bitcoin (BTC) bei 8.200 Dollar

2 Ethereum (ETH) bei 202 Dollar

5 Litecoin (LTC) bei 55 Dollar

26.2.2020, 13:50

Die Kryptomärkte sind kurzfristig angeschlagen. Die Positionen im Tradingdepot werden deshalb kurzfristig reduziert und zur Hälfte verkauft.

Nach dem Bullrun der Kryptomärkte in den ersten 6 Wochen dieses Jahres ist die Stimmung zuletzt etwas gekippt. Dabei hätte man in Anbetracht der weltweit abstürzenden Aktienkurse eigentlich eher das Gegenteil erwarten können. Immerhin ist der DAX in den letzten 4 Börsentagen mal eben 10% eingebrochen, man kann also schon von einem Crash sprechen. In diesem Umfeld flüchten die Anleger immer in als sicher geltende Anlagen wie Staatsanleihen oder Gold, auch der US-Dollar profitiert davon. Aus dem Zusammenspiel dieser beiden Faktoren hat der Goldpreis auch gerade in Euro – nicht in Dollar (dort ist das Allzeithoch von 1908 Dollar aus dem Jahr 2011 noch gültig) – ein neues Allzeithoch erreicht. Umso erstaunlicher ist das Verhalten des digitalen Goldes, Bitcoin.

Eigentlich sollte der Bitcoin-Preis von den Turbulenzen an den Finanzmärkten deutlich profitieren, das Gegenteil war in den vergangenen Tagen aber der Fall. Dies dürfte ebenfalls auf Effekte der Turbulenzen zurückzuführen sein, die normalerweise eher kurzfristigerer Natur sind. Denn Anleger neigen als riskanter eingestufte Anlagen zu verkaufen. Dazu gehört auch der Bitcoin, was natürlich dem Sinn des digitalen Goldes widerspricht. Dazu kommt noch die Neigung der Anleger, Gewinnpositionen im Gesamtportfolio zu verkaufen um so die anderweitigen Verluste teilweise auszugleichen. Wenn man bedenkt, dass der Bitcoin gegenüber dem Jahresbeginn immer noch rund 30% im Plus liegt und andere Kryptowährungen noch deutlich mehr, könnte auch dieser Effekt kurzfristig dazu beigetragen haben. Nachdem die Altcoins in den vergangenen Wochen überproportional zugelegt haben, hat sich das in der Abwärtsbewegung der vergangenen Tage ins Gegenteil verkehrt. Das ist aber eher das gängige Muster und deshalb kein Grund, schon wieder für eine Ende der Altcoin-Hausse zu verkünden. Dreht der Bitcoin, werden wichtige Altcoins wieder überproportional zulegen.

Dies könnte noch eine Weile anhalten. Charttechnisch ist der Preis heute unter die 50-Tagelinie gefallen, nachdem er zuvor schon aus dem seit Jahresbeginn gebildeten Aufwärtstrendkanal ausgetreten ist (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Der nächste Widerstand könnte die 200-Tagelinie sein, die aktuell etwas über 8.800 Dollar verläuft. Sentimentindikatoren wie der Crypto Fear & Greed Index sind gerade wieder in den bearishen Bereich gedreht. Zwar war der Index in der Vergangenheit oft ein Kontraindikator wie Anfang des Jahres. Trotzdem soll im Tradingdepot zunächst einmal die Hälfte der Positionen verkauft werden. Bei einem Bruch der 200-Tagelinie könnte der Bitcoin-Preis doch noch einmal schnell abtauchen. Preisniveaus im unteren 8000er-Bereich wären dann drin.

Aus dem Tradingdepot wurden deshalb 0,5 Stück Bitcoin (BTC) zu 9302  Dollar, 2 Ethereum (ETH) zu 241,10 Dollar und 6 Litecoin (LTC) zu 67,52 Dollar verkauft.

24.2.2020, 15:50

Nach dem Flash Crash Mitte vergangener Woche hat sich die Marke von 10.000 Dollar als Widerstand erwiesen. Schafft der Bitcoin kurzfristig den Sprung darüber?

Heute gab es am Aktienmarkt einen veritablen Crash, die deutschen Aktienindizes brechen deutlich über 4% ein. Der sich international ausbreitende Coronavirus sorgt für Angst und Schrecken. Die Anleger flüchten in sichere Anlagen wie Anleihen und vor allem Gold, das heute deutlich über 2% zulegt. Eigentlich sollte dieses Szenario auch den Bitcoin begünstigen. Dieser schwächt sich heute aber dennoch um über 2% ab. Gestern ging der Preis bei Bitfinex bereits exakt bis an die Marke von 10.000 Dollar, schaffte aber nicht den Sprung darüber. Zu Beginn des asiatischen Handels überwand er die psychologisch wichtige Marke kurz. Danach kam es im weiteren Handel in Asien aber zu einem kleinen Flash Crash um rund 400 Dollar. Auch hier dürfte die Ängste um den Coronavirus insbesondere in Asien eine wesentliche Rolle gespielt haben. Das zeigte auch der Kurseinbruch des japanischen Nikkei-Index um satte 5% heute. Kurzfristig scheinen die Anleger weltweit riskante Anlagen abzustoßen, wozu natürlich auch der Bitcoin zählt. Nach dem ersten Schrecken könnte sich das aber durchaus umkehren. Denn wie oben schon erwähnt, sind wacklige traditionelle Finanzmärkte eher positiv für das digitale Gold Bitcoin. Im Gegensatz zum realen Gold war heute aber zunächst das Gegenteil der Fall.

Die Preise nähern sich aktuell der 50-Tagelinie, die derzeit bei etwas unter 9.200 Dollar verläuft. Diese könnte sich als Widerstand erweisen. Der Bitcoin hatte vor ein paar Tagen ein Golden Cross gebildet, eine sehr bullische Chartformation (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Dabei durchbricht die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie von unten nach oben. Das letzte Golden Cross hatte sich im April vergangenen Jahres gebildet. Unmittelbar danach ging es kurzfristig 10 Prozent nach unten, nach einigen Tagen begann dann aber der steile Aufstieg. Von daher erinnert die aktuelle Chartsituation an die vor 10 Monaten. Denn auch nun kamen die Kurse nach Bildung des Golden Cross zunächst einmal 10 Prozent zurück. Wiederholt sich nun die Geschichte und es kommt zu einem steilen Anstieg? In Anbetracht der sehr wackligen Finanzmärkte ist eine kurzfristige Prognose noch schwieriger als sonst. Zumal auch noch der Flash Crash der vergangenen Woche nachhängt.

Der Flash Crash am Mittwoch hat viele Anleger wieder verschreckt, die den Bitcoin schon dauerhaft im fünfstelligen Bereich sahen. Allerdings hat man die blitzartigen Einbrüche wie auch Anstiege beim Bitcoin schon sehr häufig gesehen. Was wird diesmal als Begründung angeführt? Zum einen gab es einen Bitcoin-Wal, der einen Tag zuvor alle seine Coins auf den Markt geworfen hatte. Hier an dieser Stelle wurde aber schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass die Kryptobörsen mit ihrem Wettlauf um immer größere Hebel im Futureshandel den Markt destabilisieren könnten.

Vorreiter dieser Entwicklung war in den vergangenen Monaten Binance. Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass die größere Systemstörung bei Binance am Tag des Flash Crash stattfand. Bei den riesigen Hebeln kommt es bei Kursrückgängen schnell zu Zwangsliquidationen der Long-Positionen. So wurden laut Angaben von Skew.com allein bei der Kryptoderivate-Plattform BitMEX Long-Positionen beim Bitcoin im Wert von 120 Millionen Dollar liquidiert. Diese Dominoeffekte mit den entsprechenden Preisschwankungen dürften in Zukunft eher zunehmen. Gewiefte Trader könnten aufgrund der irren Hebelmöglichkeiten von 100 oder mehr Kryptowal spielen und die dadurch ausgelösten Preisschwankungen ausnutzen. Deswegen ist der Wettlauf der Kryptobörsen um immer größere Hebel nicht positiv zu sehen. Über kurz oder lang könnte es hier zu einem Lehman-Event an den Kryptobörsen kommen. Für den Kryptomarkt wäre der Zusammenbruch einer großen Kryptobörse der Worst Case. Ein schwarzer Schwan ist es aber nicht, sondern aufgrund der beschriebenen Entwicklung eher vorhersehbar. Auf die Beteuerungen von Kryptobörsen wie Binance, dass ihr Risikomanagement alles im Griff hat, ist nur bedingt Verlass. Anleger sind im Fall der Insolvenz einer Kryptobörse nicht durch eine Einlagensicherung zumindest in einem gewissen Rahmen geschützt. Deswegen sollte man die Coins für eine langfristige Anlage auf einer eigenen Wallet halten und nur zum Trading eingesetzte Coins auf den Kryptobörsen belassen.

Es soll hier aber kein Crashszenario heraufbeschworen werden. Die Erwartung sehr stark steigender Preise bei Bitcoin & Co in diesem und dem nächsten Jahr bleibt unverändert. Auch wegen steuerlicher Überlegungen sollte man deswegen nicht die schon länger im Portfolio befindlichen Bitcoin verkaufen. Wer sich unbedingt absichern will, könnte dies auch z.B. mit einem Short-Zertifikat umsetzen.

Ungesunde Hebel – Bitcoin Flash Crash

Die Rally an den Kryptomärkten wurde zur Wochenmitte mit einem Flash Crash jäh unterbrochen. Als Begründung wurde der plötzliche Verkauf aller Positionen durch einen Krypto-Wal angeführt. Das Problem ist aber vielschichtiger. Die Kryptobörsen haben sich in den vergangenen Monaten einen Wettlauf mit immer größeren Hebeln im Futures-Handel geliefert. Bei Hebelmöglichkeiten von 100 oder noch mehr können auch clevere Delfine mal Kryptowal spielen und die dadurch ausgelösten Preisschwankungen zu ihren Gunsten ausnutzen. Vorreiter dieser Entwicklung war in den vergangenen Monaten Binance. Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass die größere Systemstörung bei Binance am Tag des Flash Crash stattfand. Bei den riesigen Hebeln kommt es bei Kursrückgängen schnell zu Zwangsliquidationen der Long-Positionen. So wurden laut Angaben von Skew.com allein bei der Kryptoderivate-Plattform BitMEX Long-Positionen bei Bitcoin im Wert von 120 Millionen Dollar liquidiert.

Diese Dominoeffekte mit den entsprechenden Preisschwankungen dürften in Zukunft eher zunehmen. Über kurz oder lang könnte es hier zu einem Lehman-Event an den Kryptobörsen kommen. Der Zusammenbruch einer großen Kryptobörse wäre kein schwarzer Schwan, sondern aufgrund der beschriebenen Entwicklung eher vorhersehbar. Es soll hier aber kein Crashszenario heraufbeschworen werden. Die Erwartung sehr stark steigender Preise bei Bitcoin & Co in diesem und dem nächsten Jahr bleibt unverändert.

17.2.2020, 13:50

Läuft bereits die Mega-Hausse an den Kryptomärkten? Ja und Nein. Wer nicht engagiert ist, wird sich im nächsten Jahr ärgern, zu den immer noch günstigen Kursen nicht eingestiegen zu sein.

Seit Jahresanfang läuft eine riesige Hausse an den Kryptomärkten. Diese dürfte viele Kryptoanleger auf dem falschen Fuß erwischt haben, die vor dem Beginn der Hausse auf einen Rückgang der Bitcoin-Preise gewartet haben. Werden bereits vor dem Halving neue Allzeithöchststände erreicht? Dazu wäre eine Verdoppelung des Bitcoin-Preises nötig. Mit drei Monaten ist die Zeit dafür etwas knapp. Aber bei Bitcoin & Co ist ja nichts unmöglich. Zunächst sind am Wochenende die Bitcoin-Preise aber wieder unter 10.000 Dollar gerutscht. Ein genauer Grund dafür ist nicht ersichtlich. Etwas verunsichern Meldungen von Nutzern der großen Kryptobörse Binance, die scheinbar Probleme mit leeren Kontoanzeigen und fehlerhaften Trades hatten.

Indikatoren im grünen Bereich

Das Bitcoin-Plus in den ersten Wochen des Jahres lief schon fast auf ein Plus von 50% zu. Auch nach der aktuellen Korrektur beträgt es immer noch 35%. Diese sehr positive Entwicklung ist ein gutes Zeichen für den möglichen Verlauf im Gesamtjahr. Man kennt dieses Phänomen von den Aktienmärkten: Eine positive Performance im Januar setzt sich meist über das ganze Jahr hinweg fort. Bei vielen großen Altcoins bewegen sich die Pluszeichen schon im dreistelligen Bereich. Die Outperformance der Altcoins zum Bitcoin ist ein sehr gutes Zeichen, das sich augenfällig in der abnehmenden Bitcoin-Dominanz trotz dessen starker Aufwärtsbewegung niederschlägt.

Die Anzahl der an den Kryptobörsen eingezahlten Bitcoins ist ein guter Indikator dafür, ob eine Aufwärtsbewegung zum Stillstand oder es sogar zu einer Korrektur kommt. Denn wie bei allen Märkten resultieren auch die Preisbewegungen an den Kryptomärkten vom Verhältnis Angebot zu Nachfrage. Da es als beste Praxis gilt, die Coins in einem eigenen Wallet und nicht an den Kryptobörsen zu halten, müssen deshalb die Anleger die Coins erst wieder an den Kryptobörsen einzahlen, bevor sie diese verkaufen können. Von daher sprechen erhöhte Einzahlungen von Coins an den Börsen für eine zumindest latent steigende Verkaufsbereitschaft der Kryptoanleger. Bisher gab es nach sehr starken Kursanstiegen wie Ende 2017 immer einen erheblichen Anstieg der Einzahlungen von Coins. Aktuell sind solche Bewegungen nicht zu beobachten. Deshalb spricht auch von dieser Seite alles für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung, selbst wenn diese immer wieder durch zwischenzeitliche Korrekturen unterbrochen werden dürfte.

Natürlich nimmt die Diskussion um die Auswirkung des nahenden Bitcoin-Halvings an Fahrt auf. Immerhin ist dieses nur noch drei Monate entfernt. Im Vorfeld wird meist mit weiter steigenden Kursen gerechnet. Um den Termin herum dürften die Volatilitäten erheblich zunehmen. Die eigentliche Mega-Hausse könnte aber erst danach bis ins nächste Jahr starten. Preise von 100.000 Dollar werden bereits wieder verstärkt herumgereicht. Das wäre mal eben eine Verzehnfachung – steuerfrei. Der wirklich parabolische Anstieg der Bitcoin-Preise kam nach den beiden letzten Halvings in 2012 und 2016 auch erst in dem jeweiligen Folgejahr. Wiederholt sich die Geschichte? Dann wären Preise von 100.000 Dollar in 2021 tatsächlich erreichbar.

Altcoins korrigieren Bullrun

Sie wurden schon oft totgesagt und –geschrieben, aber die Altcoins melden sich seit Jahresbeginn mehr als eindrucksvoll zurück. Bereits die Performance des Bitcoins seit Jahresbeginn ist mit aktuell 35% eindrucksvoll. Bei den Altcoins hatten zwischenzeitlich bereits die Hälfte der 20 größten Coins ein Plus von über 100 Prozent in den ersten sechs Wochen des Jahres erzielt. Und trotzdem liegt der Abstand zu ihren Allzeithöchstständen bei fast allen Altcoins zwischen 80 und über 90 Prozent. Von daher könnten die Altcoins im Jahresverlauf den Bitcoin weiter outperformen. Immer wieder tauchen neue Coins aus der Tiefe des Raums auf. So haben von den Top20 Tezos und Chainlink im Jahresvergleich ein Plus von über 700 bzw. 800 Prozent erzielt. Darf’s noch fantastischer sein? ThoreCoin, derzeit nach Marktkapitalisierung die Nummer 52, erzielte ein Jahresplus von rund 600.000 Prozent. Heute kam es mit der Bitcoin-Korrektur auch zu einer deutlichen Korrektur der Altcoins nach den fantastischen Kursgewinnen seit Jahresanfang.

Ethereum Top-Winner im 2. Quartal?

Aber auch die Performance der soliden Coins kann sich sehen lassen. So zeigen die in der letzten Ausgabe als langfristiges Investment herausgestellten Ethereum eine erhebliche Outperformance zum Bitcoin. Allein in der vergangenen Woche konnte der Preis der zweitgrößten Kryptowährung um rund 25 Prozent zulegen. Seit Jahresbeginn steht schon ein Plus von fast 100 Prozent zu Buche. Der positive Newsflow spricht für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung über das ganze Jahr hinweg. Ethereum profitiert vom DeFi-Boom. Außerdem sorgt der unerwartet frühe Start des sogenannten Ethereum 2.0. Realistisch scheint ein Release Mitte des Jahres zu sein. Dabei soll es aber keine Fork bei Ethereum geben. Vielmehr werden Ethereum 1.0 und 2.0 eine Zeitlang nebeneinander existieren, bevor dann das 1.0-System endgültig in das 2.0 integriert werden wird.

Sollte sich die Einführung von Ethereum 2.0 zur Jahresmitte konkretisieren, könnte es hier zu einem weiteren Kursschub bei Ethereum kommen und Ethereum im 2. Quartal zu einem Top-Winner machen. Gerade hat der ETH-Preis ein Golden Cross zum Dollar gebildet (vgl. ETH-Jahreschart unten). Ohne die Bitcoin-Schwäche der vergangenen zwei Tage könnte der ETH-Preis seinen Bullrun fortsetzen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

12.2.2020, 11:45

Die Mega-Hausse kommt erst noch. Der Kampf um die magische Marke von 10.000 Dollar ist nur ein Vorspiel. Strategische Anleger sollten verrückte kurzfristige Kursschwankungen deshalb ignorieren.

Vor drei Tagen sprang der Bitcoin erstmals seit mehr als drei Monaten wieder über die magische Marke von 10.000 Dollar (vgl. Jahreschart unten). 10 Jahre ist der Bitcoin bereits alt, davon lag er insgesamt etwas weniger als ein halbes Jahr über dieser Marke. Erstmals schaffte er das Ende 2017 bei seinem famosen Bullrun, zuletzt im Sommer und Herbst vergangenen Jahres. Danach ist er in einem kleinen Flash Crash wieder unter die 10.000er-Marke gefallen. Dieses schon oft gesehene Phänomen verblüfft immer wieder und verschreckt insbesondere Anleger, die noch nicht so lange den Kryptomarkt verfolgen. Davon sollte man sich aber freimachen und die außerordentlich positiven Zukunftsperspektiven fest im Blick behalten. Gestern war es dann schon wieder genau umgekehrt: Ein Anstieg von 5% innerhalb weniger Minuten katapultierte den Bitcoin wieder über 10.000 Dollar.

Im vergangenen Jahr gab es einen explosionsartigen Sprung über die magische 10.000er-Grenze. Diesmal ist es anders, seit Wochen bewegt sich der Preis kontinuierlich auf diese Marke zu. Diese solide Aufwärtsbewegung seit Jahresanfang spricht dafür, dass der Kursanstieg diesmal nachhaltiger sein wird. Dabei ist es eigentlich müßig, darüber zu spekulieren, ob es vor oder nach dem Bitcoin-Halving zu neuen Höchstkursen kommen wird. Wir sind gegenüber diesen zwar immer noch erst bei der Hälfte des Allzeithöchst von Ende 2017 angelangt. Von daher wird die Zeit bis zum Halving im Mai etwas knapp. Davor dürfte sich der Preis aber zumindest über der Marke von 10.000 Dollar etablieren. So gab es beim letzten Bitcoin-Halving 2016 in den fünf Wochen davor eine Rally um 80%. Beim Litecoin-Halving im August 2019 startete ein halbes Jahr zuvor eine fulminante Rally mit mehr als einer Verfünffachung des Preises, bevor es dann ab Ende Juni eine deutliche Korrektur gab. Wir erwarten aus heutiger Sicht bis zum Halving beim Bitcoin weitere deutliche Kursanstiege und um den Halving-Termin herum einen erheblichen Anstieg der Volatilität. Die eigentliche Mega-Hausse könnte dann nach dem großen Halving-Event starten, das war auch 2012 und 2016 der Fall. Diese könnte den Bitcoin-Preis im Verlauf des Jahres 2021 bis in den mittleren fünfstelligen Bereich führen. Auch wenn es langweilig klingt, weil es hier schon öfter thematisiert wurde: Man sollte sich deshalb nicht von den verrückten kurzfristigen Kursschwankungen des Bitcoins verrückt machen lassen und das langfristige Anlageziel fest im Blick behalten. Und das heißt: Große Kursgewinne nach mehr als einem Jahr steuerfrei realisieren.

Es ist abzusehen, dass mit der Rückkehr in den fünfstelligen Bereich auch das Medieninteresse wieder zunehmen wird. Das kann durchaus selbst in den Mainstream-Medien dann schnell hysterische Züge annehmen. Interessant dabei ist, dass die Zugangsmöglichkeiten für Anleger seit 2017 erheblich besser geworden sind. Noch immer scheuen sich traditionelle Anleger, trotz grundsätzlich vorhandenem Interesse in die neue Assetklasse Kryptowährungen zu investieren. Entweder ist ihnen Kontoeröffnung und Wallet-Verwaltung zu kompliziert oder die Kryptobörsen erscheinen ihnen wegen diverser Berichte über Börsen-Hacks in der Vergangenheit zu unsicher. Aber es gibt mittlerweile viele Instrumente, die diesen Anlegern entgegenkommen. Zum Beispiel die BISON App oder die BSDEX, hinter denen jeweils die Stuttgarter Börse steht. Bitwala bietet ein Kryptokonto in Deutschland, bei dem direkt aus dem Konto heraus Bitcoin und Ethereum gekauft werden kann. Schließlich kann man auch über Zertifikate wie die von Vontobel investieren. Alle diese Möglichkeiten werden neue Anlegerkreise zu Investments animieren, was sich letztlich positiv auf den Bitcoin-Preis auswirken wird.

10.2.2020, 18:35

Die tolle Performance von Bitcoin wird von den Altcoins noch mehr als getoppt. Dieser neue Trend könnte im weiteren Jahresverlauf anhalten.

Seit Jahresbeginn haben einige große Altcoins einen rasanten Kursanstieg von über 100% hingelegt. Dagegen möchte man das Plus von 75 Prozent bei Ethereum fast schon als moderat bezeichnen. Die Outperformance der Altcoins könnte sich im Jahresverlauf fortsetzen. Gerade bei Ethereum sind die weiteren Aussichten sehr gut. Betrachtet man den Verlauf des Preises von Ethereum gegenüber dem Bitcoin im Jahreschart, dann erkennt man, dass der lange Abwärtstrend des vergangenen Jahres ins Gegenteil umgeschlagen ist. Der Preis hat die 200-Tagelinie nach oben durchbrochen und danach einen kräftigen Bullrun hingelegt. Es zeichnet sich schon die nächste sehr bullishe Konstellation ab. Noch im Februar könnte es hier zu einem Golden Cross kommen, wenn die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie von unten nach oben durchbricht.

Die bullishe charttechnische Situation wird von fundamentaler Seite untermauert. Die zweitgrößte Kryptowährung hat derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 15 Milliarden Dollar.  Die Marktbewertung von Bitcoin ist mit 184 Milliarden Dollar zwar  meilenweit davon entfernt, Ripples XRP als drittgrößter Krypto ist dagegen mit über 12 Milliarden nur halb so groß wie Ethereum. Die Ethereum-Plattform wurde in jüngerer Vergangenheit Opfer ihres eigenen Erfolges. Denn deren Blockchain wurde als Basis Grundlage vieler Blockchain-Anwendungen. Die massenhafte Anwendungen von Transaktionen und dApps führte deshalb immer mehr zu Skalierungsproblemen. Darum wird das gesamte Konsensverfahren vom Proof of Work (PoW) auf einen Proof of Stake (PoS) umgestellt. So wird die Skalierungsfähigkeit erheblich erhöht und die Gefahr einer 51-Prozent-Attacke verhindert. Dazu trägt auch das Sharding beim Ethereum 2.0 bei. Durch die Verteilung des Netzwerks in Teilbereiche (Shards) müssen die Knoten nicht mehr das gesamte Netzwerk speichern. Entwickler sehen die eingeschlagene Richtung sehr positiv. Klappt in absehbarer Zeit der Start im Mainnet, könnte das dem Ethereum-Kurs zu einem neuen Höhenflug verhelfen.

Ethereum wird in diesem Jahr vom DeFi-Boom profitieren. Decentralized Finance (DeFi) gilt als kommende Boombranche mit entsprechendem Wachstumspotenzial. Unter DeFi versteht man die Verbindung von klassischen Finanzprodukten mit der Blockchain-Technologie. Für die Umsetzung dieser Konzepte werden ERC-20-Token genutzt, die auf der Ethereum-Plattform aufbauen. Die Zahl der hinterlegten Ether für diese Zwecke ist im vergangenen Jahr um 50% gestiegen. Auch wenn es Konkurrenten wie Cardano gibt: Ethereum bleibt bei den Smart Contracts das, was Bitcoin bei den digitalen Wertaufbewahrungs-Coins ist. Selbst scheinbar fortschrittlichere Technologien können die Marktführer auf absehbare Zeit nicht vom Sockel stoßen.

5.2.2020, 20:55

Die Kryptowährung von Ripple, XRP, war mit einem Minus von 50 Prozent im vergangenen Jahr eine große Enttäuschung. Kommt jetzt die große Trendwende?

Der Bitcoin startet den Angriff auf die Marke von 10.000 Dollar. Nach dem Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal vor 10 Tagen hatte er sofort die 200-Tagelinie deutlich überschritten. Danach erwies sich die Marke von 9.500 Dollar zunächst als Widerstand. Heute schafft er den Durchbruch und steht mit über 9.700 Dollar schon in Sichtweite der großen psychologischen Marke von 10.000 Dollar. Im Jahreschart sieht man auch deutlich, dass charttechnisch bald ein Golden Cross gebildet werden dürfte. Dabei schneidet die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie von unten nach oben, was als sehr bullishes Zeichen. Ein Blick auf das Golden Cross vom April vergangenen Jahres bestätigt das (vgl. Bitcoin-Jahreschart).  Der Newsflow bleibt gut. Gerade hat die ICE, Betreiberin der New Yorker Börse und auch der Bitcoin-Börse Bakkt, ein Kaufangebot für eBay gemacht. Diese Konstellation könnte hochinteressant werden. Denn Bakkt entwickelt gerade auch eine Verbraucher-App für Bitcoin, es wird schon von einer Killer-App gesprochen. Dies könnte jedenfalls ein sehr wichtiger Schritt zur Bitcoin-Adoption werden.

Die Kryptowährungen zeigen seit Jahresanfang eine enorme Stärke. Der Bitcoin stieg um rund 35 Prozent. Trotz dieser tollen Performance von Bitcoin nimmt die Dominanz ab und steht aktuell nur noch bei über 65%. Das ist ein Ausdruck der derzeitigen Outperformance der Altcoins. So steht bei fünf Altcoins der Top20 ein Plus von mehr als 100 Prozent seit Jahresanfang zu Buche. Von daher könnte ein Blick auf zurückgebliebene Coins in der derzeitigen Situation interessant sein – wenn man denn überhaupt von zurückgeblieben sprechen kann. Ein erstes Screening erfolgt mit Blick auf die Verluste gegenüber dem Allzeithöchst (vgl. Übersicht unten). Der Bitcoin liegt aktuell rund 52 Prozent darunter. Sieben Coins der Top20 weisen aktuell ein Minus von mehr als 90 Prozent gegenüber dem Allzeithöchst auf: IOTA und Cardano (je -95%), NEO, DASH, Stellar und TRON (jeweils rund -92%) sowie Ripples XRP (-91%). Alle diese Coins zeigten seit Jahresanfang eine deutlich bessere Performance als der Bitcoin, bisher mit Ausnahme von XRP. Nun kommt auch XRP ins Laufen. Der Preis sprang gestern gegen den Trend um rund 10% an und stieg über die 200-Tagelinie. Auch heute ist der Preis weiter fest. Ein wesentlicher Grund war gestern die Ankündigung der Kryptobörse BitMEX, ab heute perpetual swaps auf XRP einzuführen. Ähnliche Kursbewegungen waren zuletzt bei Ankündigung der Perpetual Futures auf einzelne Kryptowährungen bei Binance zu beobachten.

Quelle: cryptorank.io

Ein Problempaar: Ripple und XRP

Ripple als Open-Source-Protokoll wird von Ripple Labs entwickelt. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Verkauf der ursprünglich einbehaltenen XRP, der Kryptowährung von Ripple. Die Maximierung der Verbreitung und des Nutzens von XRP ist damit ein wesentliches Geschäftsziel. Dadurch würde die Nachfrage und damit aufgrund des limitierten Angebots auch der Wert von XRP steigen. Von den geschaffenen 100 Milliarden Ripple wurden 80 Milliarden Stück an Ripple Labs übertragen. Dies war in der Vergangenheit immer wieder ein wesentlicher Kritikpunkt: XRP sei keine wirklich dezentralisierte Kryptowährung, sondern vielmehr zentral vom Fintech-Startup Ripple verwaltet. Eigentlich ein No-Go für Kryptofans. 2017 kündigte Ripple die Verwahrung von insgesamt 55 Milliarden XRP in 55 Treuhand-Konten zu je einer Milliarde XRP an. Über diese sog. Escrow-Wallets soll die andauernde Emission der XRP-Token kontrollierbar und berechenbar werden. Am ersten Tag eines jeden Monats (insgesamt sind das also seit Ankündigung 55 Monate) läuft jeweils ein Konto per festgelegtem Vertrag aus, jeden Monat kann Ripple also maximal eine Milliarde XRP verkaufen. Werden in einem Monat weniger als eine Milliarde XRP verkauft, wird der verbliebene Betrag dann auf ein Treuhandkonto am Ende der Escrow-Warteschlange übertragen (also auf Monat 56 usw. seit Beginn der Ankündigung). In der Vergangenheit belasteten auch immer wieder Vermutungen, dass Ripple mehr als die vereinbarte Menge an XRP verkauft. Die starke Inflationierung durch Ripple wird für die sehr schlechte XRP-Kursentwicklung verantwortlich gemacht. Dabei verunsichert insbesondere die mangelnde Transparenz über die Transaktionen und die dahinterstehende Strategie. Aktuell besitzt Ripple noch 55 Prozent aller XRP.

Anwendung von XRP steigt

Der Verunsicherung wegen der anhaltenden Inflationierung stehen in der Vergangenheit eine Unmenge von Meldungen über Partnerschaften von Ripple gegenüber. Bei diesen Projekten war aber oft Ripples Kryptowährung XRP nicht mit eingebunden. Das ändert sich gerade etwas. Zuletzt sorgte die Ankündigung der japanischen SBI Holdings für Aufsehen, dass die eigenen Aktionäre zukünftig bei der Auszahlung von Dividende bzw. Bonus zwischen Yen und XRP wählen können. Das ist nach MorningStar das zweite japanische Unternehmen, dass diese Option bietet. Mit der On-Demand-Liquidity (ODL) wurde ein echter Anwendungsfall für XRP geschaffen. Aufgrund des großen Erfolges will Ripple damit in weitere Länder expandieren. Hierfür muss Ripple weitere Zahlungskorridore schaffen, was jetzt auf der Agenda für 2020 steht. Bisher gibt es solche zwischen den USA, Mexiko und den Philippinen. Die Kostenersparnis bei internationalen Überweisungen ist für die Nutzer enorm. Die hartnäckige Überzeugungsarbeit von Ripple bei den internationalen Banken könnte deshalb zunehmend Früchte tragen. Positiv ist auch die jüngste Meldung, dass der Freelance-Marktplatz goLance jetzt ODL und damit XRP für Zahlungen in seinem Netzwerk von mehr als 500.000 Benutzern ermöglicht. Ein Großteil der Freelancer arbeitet länderübergreifend. Insbesondere mit exotischeren Ländern wie den Philippinen oder Vietnam kann es leicht zu Problemen bei Zahlungen und Überweisungen kommen. Für die Freiberufler ist es ein erheblicher Vorteil, wenn sie die Zahlungen schnell und kostengünstig erreichen. Auch eine neue Partnerschaft mit International Money Express zeigt, dass Ripple mit dem ODL-Produkt auf dem richtigen Weg ist. Zwar ist der XRP-Kurs im vergangenen Jahr trotz der wachsenden ODL-Nutzung mit XRP als Brückenwährung um 50 Prozent eingebrochen. Das könnte sich in diesem Jahr aber umkehren.

Demgegenüber gibt es allerdings auch Meldungen über konkurrierende Systeme, die zum XRP-Killer werden könnten. So experimentiert mit HSBC immerhin eine der weltgrößten Investmentbanken mit einer blockchainbasierten Plattform namens Voltron, die wie Ripple mit XRP die Transaktionsgeschwindigkeit internationaler Zahlungen erhöhen und deren Kosten reduzieren will. Von daher könnte Ripple Bestreben, das SWIFT-Überweisungssystem abzulösen, von solchen Konkurrenzsystemen durchaus bedroht werden, insbesondere wenn sich dabei ein ganzer Bankenverbund zusammenschließt.

Kommt ein IPO von Ripple?

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ließ Ripple-CEO Garlinghouse die Möglichkeit eines Börsengangs in diesem Jahr durchblicken. Wegen der dadurch gewonnenen Mittel bräuchte Ripple dann zunächst keine XRP mehr zu verkaufen. Ein zumindest kurzfristig erheblicher Kursschub bei XRP wäre bei Ankündigung eines IPO nicht unwahrscheinlich. Neben dem finanziellen Spielraum würde ein IPO auch die Bekanntheit von Ripple und XRP deutlich erhöhen. Der XRP-Preis ist gerade über die 200-Tagelinie gestiegen. Bei anderen Coins war das in den vergangenen Tagen und Wochen das Signal für erhebliche weitere kurzfristige Kursgewinne. Verdichten sich die Gerüchte um einen Börsengang, könnte es schnell zu einem Run bis auf den letztjährigen Höchstkurs von 0,50 Dollar kommen. Das wäre aus aktueller Sicht fast eine Kursverdoppelung.

3.2.2020, 16:20

Der Bitcoin verzeichnet seit Mitte Dezember einen Kursanstieg um rund 50 Prozent. Übertroffen wird dies von den Kursexplosionen vieler Altcoins.

Eigentlich kann man den Bitcoin-Kursanstieg um rund 50 Prozent in den vergangenen sechs Wochen und 30 Prozent seit Jahresbeginn ja schon als Kursexplosion bezeichnen. Dies verblasst aber etwas gegen den Bullrun bei vielen Altcoins (vgl. Übersicht unten). Bei Betrachtung der 20 größten Coins stechen die Kursgewinne von Bitcoin SV (+188%), DASH (+180%), Ethereum Classic (+164%) und IOTA (+114%) heraus. Auch alle anderen Altcoins – sieht man mal vom Stable Coin Tether sowie den Exchange Token Binance Coin und Unus Sed Leo ab – können den Bitcoin mehr oder minder deutlich outperformen. Die Kardinalfrage in diesem Zusammenhang ist natürlich, ob der Bullrun nach diesen Kursexplosionen Bestand haben kann.

Quelle: cryptorank.io

Jetzt auf Nachzügler setzen

Bei den oben genannten Top Performern gab es einige Sonderfaktoren, auf die hier nicht näher eingegangen wird. Am interessantesten von den genannten vier Coins dürfte auf längere Sicht IOTA sein. Das Projekt könnte den möglichen Standard für das Internet of Things (IoT) liefern und hat zuletzt viele interessante Entwicklungen und Partnerschaften mit Linux, Hyperledger und Dell verkündet. IOTA könnte auch eine Rolle beim Aufbau eines digitalen Zahlungssystems von Bosch spielen. Von daher hat sich das Gemisch eines sehr guten Newsflows mit den sehr tiefen Kursen in einer schnellen Verdoppelung des Preises niedergeschlagen. Nach diesen Kurssprüngen steigt natürlich auch die Gefahr zwischenzeitlicher Rückschläge.

Interessant könnten jetzt vor allem die Nachzügler unter den großen Top Coins sein. Wenngleich es bei einem Plus von 30, 40 oder sogar 70 Prozent gegenüber dem Dollar seit Jahresanfang schwer fällt, überhaupt von Nachzüglern zu sprechen. Ein Blick auf die Jahrescharts unten von Ethereum, Ripples XRP und Litecoin gegenüber dem Bitcoin zeigt die enorme Underperformance dieser Coins gegenüber dem Bitcoin im vergangenen Jahr. Nach Erreichen der Tiefstkurse zum Jahreswechsel haben die Coins gegenüber dem Bitcoin seit Jahresanfang deutlich gedreht. Am deutlichsten sieht man das bei Litecoin und Ethereum, die bei bereits die 200-Tagelinie gegenüber dem Bitcoin übersprungen haben. XRP hat gerade erst die 50-Tagelinie übersprungen und notiert noch 10 Prozent unter der 200-Tagelinie.

Ethereum wird vom DeFi-Boom profitieren. Decentralized Finance (DeFi) gilt als kommende Boombranche mit entsprechendem Wachstumspotenzial. Unter DeFi versteht man die Verbindung von klassischen Finanzprodukten mit der Blockchain-Technologie. Für die Umsetzung dieser Konzepte werden v.a. die ERC-20-Token genutzt, die auf der Ethereum-Plattform aufbauen. Die Zahl der hinterlegten ETH für diese Zwecke ist im vergangenen Jahr um 50% gestiegen. Auch wenn es Konkurrenten wie Cardano gibt: Ethereum bleibt bei den Smart Contracts das, was Bitcoin bei den digitalen Wertaufbewahrungs-Coins ist. Selbst scheinbar fortschrittlichere Technologien können die Marktführer auf absehbare Zeit nicht vom Sockel stoßen.

Ripples XRP war eine der größten Enttäuschungen im vergangenen Jahr unter den Top-Coins mit einer miserablen Performance. Das scheint gerade zu drehen. Die zunehmende Nachfrage nach der ODL-Nutzung mit der Brückenwährung XRP für internationale Überweisungen und ein möglicher Börsengang von Ripple könnten hier für Schwung sorgen.

Litecoin gilt als kleiner Bruder von Bitcoin und deshalb als digitales Silber. Zur Verbesserung der Privatsphäre werden neue Datenschutzfunktionen entwickelt. Coins aus der Gruppe der Payment Token wie Bitcoin Cash, Bitcoin SV oder DASH gehören seit Jahresbeginn zu den Top Performern. Litecoin ist in dieser Gruppe ein Nachzügler. Charttechnisch könnte der Coin in Kürze ein Golden Cross zum Bitcoin bilden.

Bei allen Überlegungen ist natürlich klar: Absolute Kursanstiege werden die Altcoins nur machen, wenn der Bitcoin sich weiter nach oben bewegt. Der Bitcoin ist und bleibt die Lokomotive des gesamten Kryptomarktes. Ist das aber der Fall – wovon wir ausgehen – könnten die Altcoins den Bitcoin in den nächsten Wochen outperformen.

30.1.2020, 12:05

Bitcoin-Ausbruch: Kommt die Mega-Hausse?

Im ersten Beitrag zu Jahresbeginn hier an dieser Stelle haben wir die Frage gestellt: 1000% Kursgewinn? Der Bitcoin hat in den ersten 30 Tagen einen Kursgewinn von 30 Prozent erzielt. Setzt er diese Performance in den verbleibenden 11 Monaten fort, würde am Jahresende ein Bitcoin-Kurs von rund 100.000 Dollar zu Buche stehen, das wären dann deutlich mehr als 1000% Kursgewinn. Völlig utopisch? Selbst die doch eher konservative Bayerische Landesbank hat in einer Studie im September 2019 (Megatrend Digitalisierung – Läuft Bitcoin Gold den Rang ab?) Kurse von 90.000 Dollar irgendwann nach dem Halving im Mai nicht für unmöglich gehalten.

Kommt also die Mega-Hausse? Ein entscheidender Faktor für die Preisentwicklung wird sein, dass der Bitcoin immer mehr bei traditionellen Anlegern ankommt. Auch in Deutschland können diese ohne Kontoeröffnung bei einer ausländischen Kryptobörse immer besser daran partizipieren: Die BISON App wird gerade ein Jahr alt, die Stuttgarter Börse hat die Handelsplattform BSDEX gestartet und verschiedene Bitcoin-Zertifikate werden an deutschen Börsen gehandelt. Ein Nachfrageschock beim Bitcoin wegen einer Krise an den Finanzmärkten würde zu einer Kursexplosion führen. Denn der Bitcoin ist konstruktionsbedingt inelastisch gegenüber erhöhter Nachfrage. Im Gegensatz zu Aktien (Angebotserhöhung durch Ausgabe neuer Aktien) oder Währungen wie Euro oder Dollar (Quantitative Easing oder vulgo Gelddruck).

28.1.2020, 15:15

In der Vergangenheit zeigten sich an den Kryptomärkten häufig relativ einfache Verlaufsmuster. Das traf im Frühjahr 2019 zu, als ein Coin nach dem anderen durch die 200-Tagelinie nach oben ausbrach und anschließend auch die sehr bullishe Chartformation eines Golden Cross gebildet wurde.

Aktuell könnte sich das wiederholen. Der Bitcoin (BTC) ist gestern aus seinem Abwärtstrendkanal nach oben ausgebrochen und hat heute auch die 200-Tagelinie locker durchsprungen (vgl. BTC-Jahreschart unten). Die Chancen stehen nun wieder sehr gut, dass der Preis den Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Dollar schafft und in den nächsten ein bis zwei Monaten wie im April 2019 ein Golden Cross bildet. Denn die 50-Tagelinie hat seit Jahresanfang deutlich gedreht und bewegt sich auf die 200-Tagelinie zu.

Es gibt bereits einige große Coins, die den Durchbruch durch die 200-Tagelinie geschafft haben. Andere sind auf dem Sprung. Dazu gehören Ethereum (ETH) und Litecoin (LTC), wie man an den beiden Jahrescharts unten sieht.. Deswegen werden beide Coins neu in das Tradingdepot aufgenommen: 4 Stück ETH bei 172,23 Dollar und 11 Stück LTC bei 59,64 Dollar. Dadurch ist das Tradingdepot nun wieder voll investiert.

27.1.2020, 19:00

Einmal mehr hat sich gezeigt, dass die kurzfristigen Bitcoin-Tradings sehr schwierig sind. Vor vier Tagen hatten wir die Positionen in Bitcoin bei 8.450 Dollar und in Litecoin bei 56,35 Dollar im Tradingdepot glattgestellt. Nachdem der Kurs an der 200-Tagelinie abgeprallt ist sprach viel für weitere Rücksetzer. Auf Sicht sind Rücksetzer weiter nicht auszuschließen. Denn die Analogie zum Kursverlauf nach dem Death Cross 2018 besteht weiter. Wir hatten aber vor vier Tagen schon geschrieben, dass diese Analogie bei einem signifikanten Durchbruch durch die 200-Tagelinie durchbrochen würde.

Dies könnte nun mit einem Ausbruch aus dem auf die Eröffnungs- und Schlusskurse adjustierten Abwärtstrendkanal, der seit Juli besteht, unmittelbar bevorstehen. Die obere Begrenzungslinie bei etwa 8730 Dollar ist schon übersprungen. Die 200-Tagelinie verläuft aktuell bei 8.935 Dollar und ist  beim aktuellen Preis von 8.765 Dollar nur noch 165 Dollar entfernt. Die Chancen, dass diese nun signifikant und nicht nur kurzfristig für ein paar Stunden nach oben durchbrochen wird, stehen diesmal nicht schlecht. Dabei wollen wir nicht warten, bis der Ausbruch bestätigt ist, da der Bitcoin in solchen Situationen zu sehr schnellen Moves neigt. Von daher kaufen wir heute  einen Bitcoin wieder ins Tradingdepot zurück zu 8.765 Dollar.

27.1.2020, 16:30

Bitcoin-Trading war, ist und bleibt schwierig. Kaufen und liegen lassen, das war bisher schon immer die beste Strategie beim Bitcoin. Auch die fundamentalen Faktoren sprechen weiter dafür.

Bitcoin-Update Taproot

Mit dem Bitcoin-Halving steht ein großes Event für den Bitcoin in diesem Jahr an. Das Bitcoin-Update Taproot wird eigentlich für das nächste Jahr erwartet. Nach den derzeitigen Fortschritten könnte es aber auch noch in diesem Jahr klappen. Taproot ist das größte Update seit SegWit in 2017 und erhöht die Skalierbarkeit von Bitcoin. Es können dadurch mehr Transaktionen noch dazu mit einer größeren Geschwindigkeit verarbeitet werden. Eventuell können sich sogar neue Anwendungsfälle über Smart Contracts ergeben. Das Update ist auch mit einer Erhöhung der Privatsphäre verbunden, da durch eine Vereinheitlichung des Aussehens der Transaktionen diese schwerer zuzuordnen sind. In diesem Zusammenhang gibt es aber auch negative Stimmen, die sich einen Widerstand von staatlichen Stellen wegen Geldwäsche etc. vorstellen können. Trotzdem ist das Update insgesamt sehr positiv zu beurteilen. Zumal die Bitcoin Community dies in der Form einer Soft Fork und nicht als Hard Fork laufen lassen dürfte. Es ist zu erwarten, dass die Werthaltigkeit von Bitcoin durch Taproot weiter gesteigert wird.

China: Neujahr und Coronavirus

Das chinesische Neujahr fiel in diesem Jahr auf den 25. Januar. In den vergangenen Jahren hatte sich meist gezeigt, dass die Bitcoin-Preise vorher schwächer waren und danach zumindest kurzfristig deutlich anzogen. Gerade scheint sich das wieder zu bestätigen. Seit dem Neujahrstag ziehen die Preise deutlich an (vgl. Bitcoin-Monatschart unten). Allerdings sind die Volumina vergleichsweise gering. Das chinesische Neujahr ist mit der größten Reisewelle weltweit verbunden, da über die Feiertage die Chinesen zu ihren Familien fahren. In diesem Jahr wird der wichtigste chinesische Feiertag überschattet von den Ängsten rund um den Coronavirus. Millionen von Menschen stehen quasi unter Quarantäne. So wurde die Millionenstadt Wuhan, in der der Virus ausbrach, praktisch abgeriegelt. Verschiedene westliche Regierungen überlegen, ihre Bürger aus der Region zu evakuieren. Für den Bitcoin könnte das in diesem Zusammenhang gegenläufige Einflüsse haben. Zum einen hatten sich die Kurse im Januar vor allem zu den asiatischen Handelszeiten deutlich nach oben bewegt und die Anleger dort ganz wesentlich zu der der Aufwärtsbewegung beigetragen. Zuletzt war hier eher das Gegenteil der Fall. Zum anderen steht diesem negativen Faktor in Krisenzeiten aber die Bitcoin-Funktion als Safe Haven gegenüber. Die Verunsicherung wegen des Coronavirus sollte deshalb eher zu einer Stärkung des Bitcoin führen. Dazu passen ganz gut die sehr schwachen internationalen Aktienmärkte zusammen mit dem steigenden Preis des Bitcoin.

Adoption mühsam, aber unaufhaltsam

Die Massenadoption von Bitcoin ist mühsamer als manche Bitcoin-Fans erwartet haben, schreitet aber unaufhaltsam weiter voran. Eines der Probleme ist die mangelnde Skalierbarkeit und damit die noch zu lange Dauer bei Zahlungen mit Bitcoin. Zur Lösung dieses Problems wurde vor zwei Jahren das Bitcoin-Lightning-Netzwerk entwickelt. Durch dessen Integration können Zahlungen nicht nur extrem günstig sondern auch sehr schnell abgewickelt werden. Nun will der Mobile-Payment-Anbieter Square Crypto mit dem Lightning Development Kit (LDK) die Bitcoin-Adoption fördern. Der CEO von Square, Jack Dorsey, ist gleichzeitig CEO von Twitter und kann dessen enorme Reichweite nutzen. Mit dem LDK will er Entwicklern ein Tool zur einfachen Integration des Lightning-Netzwerks zur Verfügung stellen. Square setzt darauf, dass sich schnelle und günstige Bitcoin-Zahlungen in Zukunft durchsetzen und gerade für Menschen ohne Bankverbindung weltweit eine echte Alternative werden.

23.1.2020, 11:45

Nach dem Rückschlag am Sonntag wurden die Bitcoin-Bullen kurzfristig verunsichert. Der Preis prallte an der 200-Tagelinie zurück. Interessant ist die Parallelität der Chartformation nach dem Death Cross im März 2018 und jetzt im Oktober 2019. Dem scharfen Kursanstieg unmittelbar danach folgte jeweils ein ebensolcher Kursrückgang. Danach gab es dann jeweils einen kräftigen Kursanstieg von 40 – 50% bis an die 200-Tagelinie, an der der Kurs dann abprallte. Aktuell befinden wir uns genau an diesem Punkt (vgl. den Bitcoin-2-Jahreschart unten). Setzt sich die Analogie fort, auf die wir schon vor einigen Wochen mehrfach hingewiesen hatten, dann würde der Bitcoin-Preis zunächst bis in den 6000er-Bereich wieder abrutschen. Die bisherige erstaunliche Analogie des Chartverlaufs wäre durchbrochen, wenn der Preis signifikant über die 200-Tagelinie steigt. Bei einem sauberen Schnitt dürfte der Preis schnell über die allseits beachtete Marke von 10.000 Dollar steigen. Auch verschiedene Analysten sprechen nun wieder von der Gefahr, dass der Bitcoin vor einer Rally im weiteren Jahresverlauf noch einmal kräftig korrigiert.

In Anbetracht des unsicheren Szenarios stellen wir kurzfristig die Positionen im Coin Stars Tradingdepot wieder glatt und verkaufen 1 Bitcoin (BTC) zum aktuellen Preis von 8.450 Dollar und 29 Litecoin (LTC) zu 56,35 Dollar. Kurzfristige Trends beim Bitcoin und den anderen Kryptowährungen sind immer sehr schwierig einzuschätzen. Aber nach dem Abprall des Preises an der 200-Tagelinie ist ein Rückgang bis zur 50-Tagelinie jetzt durchaus wahrscheinlich. Diese trifft sich gerade bei 7.680 Dollar mit der oberen Begrenzungslinie des seit Juli gebildeten Abwärtstrendkanals (vgl. den Chart unten). Hält diese Linie nicht und der Preis taucht wieder in den Abwärtstrendkanal, könnte das obige Szenario doch noch eintreten und der Preis bis in den 6000er-Bereich abrutschen. Dieses Szenario hatte man nach dem Ausbruch zuletzt eigentlich schon abgehakt.

Langfristig ist die Entwicklung weiter sehr positiv einzuschätzen. Anleger, die z.B. Bitcoin-Positionen schon lange zu niedrigen Preisen im Bestand haben, sollten deshalb auch Überlegungen zur Steueroptimierung anstellen. In solchen Fällen sind kurzfristige Tradings oft sehr suboptimal.

20.1.2020, 15:35

Der Flash Crash beim Bitcoin am Sonntag ist kein Grund zur Panik. Die Altcoins zeigen weiter relative Stärke. Ethereum könnte von DeFi-Anwendungen überproportional profitieren.

Seit 2014 schwächelte der Bitcoin im Januar immer. In diesem Jahr ist der Start der beste seit 2012. Marktbeobachter spekulieren bereits, ob es das erfolgreichste Bitcoin-Jahr überhaupt werden könnte. Der Bitcoin ist nachhaltig aus seinem seit Juli bestehenden Abwärtstrendkanal ausgebrochen (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Am Sonntag sprang der Preis im asiatischen Handel bereits über die 200-Tagelinie, die derzeit bei 9.050 Dollar verläuft. Später am Tag kam es dann zum ersten Mal seit längerem wieder zu einem Flash Crash, der Preis fiel innerhalb von Minuten von über 9.000 auf unter 8.500 Dollar. Offensichtlich hat jemand auf Deribit, einer Krypto-Futuresbörse, die enorme Menge von 100 Millionen Dollar in unbefristeten Futures-Kontrakten geshortet. Somit war ein Deribit-Wal der Auslöser des Flash Crashes. Als weiterer Grund wurde ein Schließen des Gaps bei den Bitcoin-Futures an der CME angeführt. Zum Closing-Preis vom Freitag ergab sich eine bearishe Lücke von 300 Dollar, die dann am Sonntag geschlossen wurde. Ein positives Zeichen auf mittlere Sicht ist dagegen der Anstieg der Prämien auf die Bitcoin-Futures an der CME. Dieser deutet darauf hin, dass die Investoren für das ganze erste Halbjahr bullish für den Bitcoin sind. In dieser Woche steht Krypto auch auf der Agenda des Weltwirtschaftsforums in Davos. Am interessantesten dürft die Diskussion am 23. Januar darüber sein, wie man eine vertrauenswürdige Digitalwährung schaffen kann.

Irres Kurspotenzial bei Ethereum?

Nicht nur der Bitcoin hat sich der 200-Tagelinie genähert. Auch viele Altcoins pirschen sich an sie heran, manche haben diese sogar schon übersprungen. Die meisten großen Altcoins zeigen sowohl im Tages- und Wochenvergleich als auch seit Jahresbeginn eine deutlich bessere Performance als der Bitcoin. Dieser Trend könnte in nächster Zeit anhalten.

Fantastische Kursprognosen machen bei Ethereum (ETH), der zweitgrößten Kryptowährung, die Runde. So hält der Gründer von Mythos Capital, Ryan Sean Adams, eine Ethereum-Bewertung von 1 Billion Dollar für gerechtfertigt. Ist das schon bei Bitcoin ambitioniert (der Preis müsste sich mehr als versechsfachen), gilt das bei Ethereum um so mehr. Denn bei der aktuellen Marktkapitalisierung von rund 18 Millionen Dollar würde das mehr als eine Verfünfundfünfzigfachung bedeuten. Aber selbst wenn man dies nun doch als des Guten zuviel einstuft, könnte es auf Sicht zu einer deutlichen Höherbewertung durch die vielen DeFi-Anwendungen kommen, die Ethereum als Sicherheit verwenden. Bei DeFi (decentralized finance) werden klassische Finanzprodukte durch Smart Contracts auf der Blockchain abgebildet. Die User können dann ohne zentrale Vermittlung durch Banken und andere Finanzdienstleister Produkte und Dienstleistungen wie Kredite, Derivate, Zahlungen mittels Peer-to-Peer-Lösungen nutzen. Zu den erfolgreichsten DeFi-Anwendungen gehören Maker DAO, Compound und die dezentrale Kryptobörse Uniswap. Die oben erwähnten extrem optimistischen Annahmen von Adams basieren aber auf einer umfassenden Adoption von Ethereum im DeFi-Bereich. Trotzdem: Das Wachstum von DeFi wird anhalten und sich noch verstärken. Ethereum ist der Hauptprofiteur im Kryptobereich.

Von daher könnte Ethereum nach langer Durststrecke in diesem Jahr wieder zum Outperformer gegenüber dem Bitcoin werden. Im Chart unten sieht man den Kursverlauf von Ethereum gegenüber dem Bitcoin (ETH/BTC). Seit Anfang 2018 hat sich ETH gegenüber BTC in etwa gesechstelt. Zuletzt gab es starke Kursrückgänge im Sommer 2019. Seit dem Herbst ist der Kursverlauf in einen Seitwärtstrend geschwenkt. Seit Jahresanfang ziehen die Kurse an. ETH/BTC könnte bald die 200-Tagelinie überschreiten. Wiegesagt: Wir betrachten hier den Kursverlauf ETH/BTC und nicht gegenüber dem Dollar oder Euro. Steigt der Bitcoin – wovon wir ausgehen – im Jahresverlauf weiter, könnte Ethereum diesen deutlich outperformen.

15.1.2020, 22:45

Sowas hat man lange nicht gesehen: Kurssprünge von 200% und mehr bei den Top Coins. Und der Bitcoin nimmt Anlauf auf die große psychologische Marke von 10.000 Dollar.

Der Start ins neue Jahr ist für den Bitcoin der erfolgreichste seit 2012. Marktbeobachter spekulieren bereits, ob es das erfolgreichste Bitcoin-Jahr überhaupt werden könnte. Dies war übrigens nicht 2017 sondern 2013. In diesem Jahr stieg der Bitcoin in der Spitze um das 87-fache, in 2017 dagegen nur um das 19-fache. Sollte 2020 das erfolgreichste Bitcoin-Jahr werden, müsste der Preis also auf über 635.000 Dollar steigen. Das dürfte dann doch etwas zu viel sein. Trotzdem: Der Kurs ist deutlich aus dem Abwärtstrendkanal ausgebrochen und marschiert in Richtung der 200-Tagelinie, die derzeit bei 9.100 Dollar verläuft (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Auch die Rücknahme des Bitwise-Antrags für einen Bitcoin-ETF hat die Stimmung nicht getrübt. Zumal Bitwise wahrscheinlich später einen noch gründlicher vorbereiteten Antrag einreichen dürfte. Interessant ist auch, dass sich der Anteil der HODLer im vergangenen Jahr deutlich erhöht hat. Über 11 Millionen BTC wurden seit über einem Jahr nicht mehr bewegt, das sind 63% aller verfügbaren Bitcoins. Auch dieser Fakt könnte dazu beitragen, dass der Bitcoin in diesem Jahr auf einer ziemlich perfekten Welle gleiten könnte.

Heute war der Preis bereits bis über 8.800 Dollar gestiegen. Der Sprung über die 200-Tagelinie und die psychologische Marke von 10.000 Dollar kann sehr schnell gehen. Es sollte nicht völlig verwundern, wenn das im asiatischen Handel geschieht. Seit Jahresbeginn fanden die meisten großen Kursanstiege während der Haupt-Handelszeiten in Asien statt (vgl. Chart unten). Zum chinesischen Neujahrsfest werden traditionell rote Umschläge mit Geldgeschenken verteilt. Auch über die chinesische Super-App Wechat verschicken v.a. junge Chinesen rote Umschläge mit virtuellem Geld. In diesem Jahr fällt das chinesische Neujahr auf den 25. Januar. Bis dahin könnte der Bitcoin-Preis auf über 10.000 Dollar hochgejubelt werden.

In den vergangenen Tagen machten die Payment Token von sich reden. Darunter versteht man Kryptowährungen, deren einziger Zweck die Funktion als Digitalwährung ist. In diesem Sinne erfüllen Payment Token zumindest teilweise die klassischen Funktionen des Geldes: Tauschmittel, Recheneinheit und Wertaufbewahrungsmittel. Bei den Payment Token gibt es zwei Subkategorien:

  • Unpegged Payment Token: Deren Wert bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage am Markt, deshalb kann der Preis sehr stark schwanken. Der bekannteste Vertreter dieser Kategorie ist natürlich der Bitcoin.
  • Pegged Payment Token (Stable Coin): Deren Wert bestimmt sich nach einer bestimmten Bezugsgröße. Meist wird dies eine Fiat-Währung sein (wie Euro oder US-Dollar), es können aber auch andere Assets sein wie Rohstoffe. Der bekannteste Stable Coin ist der Tether, dessen Wert sich normalerweise 1:1 nach dem Dollar richtet.

In den vergangenen Tagen sorgten die Kurssprünge der Unpegged Payment Token für Furore. Ein Blick auf die Tabelle der 20 höchstkapitalisierten Kryptos unten zeigt das recht eindrucksvoll, insbesondere wenn man die Performance seit Jahresbeginn vergleicht. Während der Bitcoin 22% zugelegt hat, was ja schon nicht schlecht ist, explodierten die Preise der anderen Coins aus dieser Kategorie: Bitcoin Cash +62%, Bitcoin SV +307%, Litecoin +39%, Monero +46% und DASH +194%.

Quelle: cryptorank.io

Kurssprünge wie die fast 150% innerhalb von 24 Stunden bei Bitcoin SV hat man bei den großen Top Coins wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Die Riesensprünge von Bitcoin SV stehen im Zusammenhang mit Spekulationen um Craig Wright, dem notorischen echten Satoshi Nakamoto. Dieser hat nun behauptet, dass er den Private Key zu einem Treuhandvermögen zurückerhalten hat, in dem 1,1 Millionen Bitcoin liegen. Der Kurssprung bei Bitcoin SV resultiert aus Spekulationen, dass Wright das riesige Bitcoin-Vermögen verkaufen und die Beträge in Bitcoin SV investieren könnte. Andererseits könnte Wright diese unklare Gemengelage aber auch nur dazu benutzt haben, um Bitcoin SV nach oben zu treiben und dadurch Gewinne zu erzielen. Immerhin hat er in der Vergangenheit mehrfach mit gefälschten Dokumenten beweisen wollen, dass er Satoshi Nakamoto sei. Neben den möglichen Fake News könnten auch Fake Trades als Kurstreiber benutzt worden sein. Denn über 99% des Umsatzvolumens fand auf relativ unbekannten Kryptobörsen statt, die für Fake und Wash Trades bekannt sind. Bitcoin SV wäre also eigentlich ein klarer Kandidat für einen Short, wie er z.B. bei Bitfinex möglich ist. Der Preis ist dort heute von 440 Dollar in der Spitze bis auf 280 Dollar zurückgekommen, konnte am Abend aber wieder auf 320 Dollar steigen. Sollte der Preis erneut durch die Decke gehen, könnten erfahrene Trader eine Short-Position in Erwägung ziehen.

14.1.2020, 15:15

In dem wieder positiven Bitcoin-Umfeld lohnt auch ein Blick auf mögliche Outperformer. Bitcoins kleiner Bruder Litecoin wäre eine solcher Kandidat. Deshalb wird er neu in das Tradingdepot aufgenommen.

Der Bitcoin hatte in den vergangenen Tagen den seit Juli 2019 bestehenden Abwärtstrendkanal seitwärts verlassen. Mit dem heutigen kräftigen Kursanstieg haben sich die Chancen auf einen baldigen Bullrun deutlich verbessert. Die nächsten Zwischenschritte dafür sind die 200-Tagelinie, die derzeit bei etwa 9.130 Dollar verläuft. Danach dürfte schnell die psychologische Marke von 10.000 Dollar ins Visier genommen werden.

Crypto Deposits welcome

Als ein wesentlicher Treiber für die Kryptomärkte gilt die fortschreitende Adoption von Kryptowährungen. Dies bezeichnet den Trend, dass immer mehr Menschen Kryptowährungen in ihrem täglichen Leben annehmen und nutzen. Luckbox, eine große Plattform für E-Sport-Wetten, ermöglicht nun Einzahlungen mit Bitcoin, Ethereum, XRP und Litecoin. Scheinbar wurde diese neu geschaffene Möglichkeit auf vielfachen Wunsch der Kunden integriert. Umgesetzt wird dies durch Zusammenarbeit mit dem Zahlungsdienstleister Cryptopay und funktioniert ähnlich wie andere Zahlungsmethoden wie zum Beispiel PayPal oder eine Kreditkarte. Die technisch aufgeschlossene und mitgliederstarke E-Gaming-Community wird die Adoption von Kryptowährungen weiter fördern. Bis zur Massenadoption ist es aber noch weit. Selbst wenn in Italien der Bitcoin als Zahlungsmittel in Online-Shops schon an Platz 3 vor American Express steht.

Litecoin vor Outperformance? Neuaufnahme in das Tradingdepot

Der Kurs von Litecoin ist gegenüber dem des kleinen Bruders Bitcoin in den vergangenen zwei Jahren sehr stark geschwankt (vgl. LTC/BTC-Chart unten). Im Kursverlauf dieses Währungspaars haben sich in dieser Zeit zwei Death Crosses und ein Golden Cross gebildet. Beim bearishen Indikator Death Cross schneidet die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie von oben nach unten, beim bullishen Indikator Golden Cross ist es genau umgekehrt. Jedenfalls haben diese Indikatoren bei LTC/BTC jedesmal sehr gut funktioniert. Nachdem der Litecoin zum Jahresende noch einmal auf einen Zweijahrestiefststand gefallen war, hat der Kurs in den vergangenen Wochen nun konsolidiert und ist zuletzt deutlich angezogen. Hier könnte es charttechnisch zu einer starken Trendwende kommen mit einem Golden Cross im Februar/März. Auch im Litecoin-Chart gegenüber dem Dollar zeichnet sich ein Golden Cross ab. Für Trader und Investoren könnte deshalb ein Engagement bei Litecoin sehr lukrativ werden. Denn der Litecoin hat nun in den nächsten Monaten gute Chancen auf eine Outperformance des Bitcoins.

Litecoin gehört wie Bitcoin zur Gruppe der Payment Token. Die Altcoins aus dieser Gruppe performen dabei den Bitcoin seit Jahresbeginn deutlich aus. Während der Bitcoin seit Jahresanfang rund 19% zugelegt hat, fällt das Plus bei den großen Payment Token Bitcoin Cash (+43%), Litecoin (+31%), Bitcoin SV (+144%), Monero (+33%) oder DASH (+98%) deutlich größer aus. Von Litecoin existieren derzeit fast 64 Millionen von der möglichen Maximalzahl von 84 Millionen Stück. Interessant ist, dass von diesen 64 Millionen rund 40 Millionen seit einem Jahr nicht bewegt wurden. Analysten sehen dies als Zeichen, dass sich der größte Teil der Litecoin-Bestände in starken Händen von langfristig bullish gestimmten Investoren befindet. Deswegen könnte sich Litecoin wieder zu einem Favoriten unter den großen Altcoins mausern.

Aus diesen Gründen werden nun 29 Stück Litecoin (LTC) zum aktuellen Kurs von 55,30 Dollar (Bitfinex-Preise) neu in das Coins Stars Tradingdepot aufgenommen.

13.1.2020, 14:35

Der Bitcoin-Kurs schleicht aus dem Abwärtstrendkanal der vergangenen sechs Monate. Ein schneller Bullrun ist jetzt möglich.

Es mehren sich die Zeichen für einen bevorstehenden Bullrun. Charttechnisch steht der Preis vor seinem nachhaltigen Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal, der sich seit Juli gebildet hatte (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Nachdem es bisher nur kurzfristige Ausbrüche bei einigen schnellen Kursausschlägen gab, könnte sich der Preis nun dauerhaft aus dem Abwärtstrend herausbewegen. Ein bullishes Zeichen ist auch, dass die Nackenlinie der umgekehrten Kopf-Schulter-Formation nach oben durchbrochen wurde. Viele technische Indikatoren sind auf Grün gesprungen. Analysten halten eine kurzfristige Rally um 50 Prozent für möglich und verweisen auf die Lücke bei den an der CME gehandelten Bitcoin-Futures. Die derzeit offene Lücke liegt bei 11.855 US-Dollar. In der Vergangenheit wurden diese Lücken immer ausgeglichen. Unabhängig von dieser Futures-Lücke dürften die nächsten Zielmarken des Bitcoin-Kurses die derzeit bei knapp 9.200 Dollar verlaufende 200-Tagelinie und danach die psychologische Marke von 10.000 Dollar sein.

Auch vom Newsflow kommt Unterstützung für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung. So wird eine fast ein Jahr lang wie ein Damoklesschwert über Tether und Bitfinex schwebende Klage wegen des Vorwurfs der Bitcoin-Manipulation fallengelassen. Angeklagt waren der Stable-Coin-Emittent Tether und iFinex, die Muttergesellschaft der großen Kryptobörse Bitfinex. Die Vorwürfe bezogen sich unter anderem darauf, dass Tether neu geschaffen wurden ohne ausreichende Deckung durch US-Dollar. Der Stable Coin Tether soll ja als digitaler Dollar dessen Wertentwicklung 1:1 widerspiegeln. Dabei gilt eigentlich das Versprechen, dass jeder ausgegebene Tether durch einen hinterlegten Dollar gesichert ist. Dies wurde vor einem Jahr in Frage gestellt, was zu Erschütterungen an den Kryptomärkten führte. Zumal die ungedeckten Tether angeblich von Bitfinex dazu verwendet worden sein sollen, in den fallenden Bitcoin-Kurs hinein zu kaufen und diesen so zu stützen. Jedenfalls ist das Fallenlassen der Klage eine sehr positive Sache für den gesamten Kryptomarkt.

Jetzt in Bitcoin investiert sein

Das Halving im Mai und die zunehmenden geopolitischen Spannungen werden die Funktion des Bitcoins als digitales Wertaufbewahrungsmittel steigern. Es wird weiter Turbulenzen in Ländern mit schwachen Währungen geben, die den Bitcoin als Fluchtwährung stärken. Auch Verunsicherungen im Zusammenhang mit dem Wahljahr in den USA könnten den Bitcoin-Preis zusätzlich stimulieren. Zumal es bei den Präsidentschaftskandidaten auch einige Bewerber gibt, die Kryptowährungen sehr positiv gegenüberstehen.
Jedenfalls sollten Anleger, die Engagements in Bitcoin tätigen oder in Erwägung ziehen, in der derzeitigen Phase engagiert sein. Zwar ist es noch immer nicht ausgeschlossen, dass der große Widerstand bei 6.000 Dollar doch noch einmal getestet wird. Die Wahrscheinlichkeit dafür hat sich sowohl unter charttechnischen wie fundamentalen Aspekten zuletzt deutlich vermindert. Von daher sollten sowohl langfristige Investoren wie auch Trader nun im Markt positioniert sein. Auch wenn gerade Altcoins wieder an Stärke gewinnen, ist derzeit noch eine Konzentration auf Bitcoin-Engagements ausreichend.

9.1.2020, 22:00

Ausbruchversuch
Bitcoin-Bullrun im 1. Quartal?

War das der Vorbote eines Bitcoin-Bullruns im ersten Quartal? Der Preis konnte in der Spitze um bis zu 20 Prozent zulegen. Einige Indikatoren sprangen auf Grün. So wurde die 50-Tagelinie wieder übersprungen, ebenso die Nackenlinie der zuletzt gebildeten inversen Kopf-Schulter-Formation. Der seit Juli gebildete Abwärtstrendkanal wurde kurz verlassen. Schafft der Bitcoin-Preis dies nachhaltig, könnte es sehr schnell gehen. Die nächsten Hürden wären dann die 200-Tagelinie, die derzeit bei 9.200 US-Dollar verläuft und danach die psychologische Marke von 10.000 Dollar. Vor dem Bitcoin-Halving im Mai ist sogar noch deutlich mehr drin.

Aber zunächst war der Ausflug aus dem Abwärtstrendkanal nur kurzfristiger Natur, die Preise kamen wieder etwas zurück. Auffällig war in der internationalen Krisenstimmung nach dem US-Drohnenangriff auf den iranischen General, dass der Bitcoin seine Funktion als Safe Haven gezeigt hat. Der Preis stieg um rund 20 Prozent, während die Aktienbörsen tief im Minus lagen. Diese negative Korrelation der Bitcoin- zu den Aktienpreisen könnte in Zukunft ein vertrautes Phänomen werden. Für institutionelle Anleger wird deshalb die Hedgefunktion des Bitcoins zunehmend beachtenswert. Der Bitcoin hat als digitales Gold einen deutlichen Hebel zum Goldpreis, der im Einklang mit dem Bitcoin vergangene Woche um bis zu fünf Prozent stieg. Zudem ist er hoch liquide, rund um die Uhr und kostengünstiger zu handeln. Advantage Bitcoin.

7.1.2020, 17:03

Der Preis des Bitcoins hat sich vom Widerstand bei 7.500 Dollar gelöst. Kommt jetzt der Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal? Neukauf von Bitcoin ins Tradingdepot.

Die kurzfristige Kursentwicklung

Bekannterweise ist die kurzfristige Kursentwicklung beim Bitcoin sehr schwer zu prognostizieren. Immer wieder werden scheinbar etablierte Trends durch erratische Kursausschläge zerstört. Ein Paradebeispiel dafür war das im Oktober gebildete Death Cross, bei dem die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie von oben nach unten schneidet (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Normalerweise gilt dies als starkes Zeichen für weiter fallende Kurse. Das Gegenteil war der Fall, der Bitcoin machte einen der größten prozentualen Kurssprünge aller Zeiten. Allerdings sackten die Preise in der Folge dann doch ab.

Seit sechs Wochen sind die Preise nun um den Widerstand bei 7.500 US-Dollar geschwankt. Am Sonntag übersprang der Preis erstmals seit längerem wieder die 50-Tagelinie und konnte sich seit Wochenbeginn deutlich darüber etablieren. Heute hat der Preis zwischenzeitlich auch die Nackenlinie der umgekehrten Kopf-Schulter-Formation nach oben durchbrochen (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten) Dieses bullishe Zeichen wird auch durch die gute Performance der Altcoins in den vergangenen Tagen hinterlegt. Heute zeigt der Bitcoin allerdings schon wieder die beste Performance aller Coins der Top10. Bei einer weiteren Aufwärtsbewegung könnte der Bitcoin an den oberen Rand des seit Juli gebildeten Abwärtstrendkanals stoßen, der derzeit bei etwa 8.200 Dollar verläuft. Durchbricht er diese obere Begrenzung signifikant, könnte es in der Folge zu deutlichen Kursgewinnen kommen. Die nächsten Zielmarken wären dann die 200-Tagelinie bei über 9.200 Dollar und die psychologische Marke von 10.000 Dollar. Trotzdem ist nicht ausgemacht, ob vor einem Bullrun doch noch eine Korrektur steht. Diese könnte – wie schon mehrfach erwähnt – Rückgänge bis zum großen Widerstand bei 6.000 Dollar zur Folge haben.

Die langfristige Kursentwicklung

Langfristige Investoren in Bitcoin bleiben unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen investiert. Ein Rückgang bis auf 6.000 Dollar würde von diesen allenfalls zur Aufstockung der Bestände genutzt. 2017 gab es den unglaublichen Bitcoin-Hype, als sich die Preise verzwanzigfachten. 2018 stürzten diese dann um 80 Prozent ab, eine der größten Kapitalvernichtungen der Geschichte. 2019 konnten sich die Preise im ersten Halbjahr vervierfachen, dann halbierten sie sich im zweiten Halbjahr wieder. 2020 steht das Bitcoin-Halving im Mai im Fokus und wird die Diskussion bestimmen. Ein Blick auf die Historie der bisherigen Halvings in den Jahren 2012 und 2016 zeigt: Der Kurs stieg vor dem Halving deutlich an, war um den Termin herum schwächer und entwickelte sich danach parabelförmig nach oben. Nach dem Stock-to-Flow-Modell würden sich die Preise ab 2021 irgendwo im Bereich zwischen 50.000 und 120.000 Dollar bewegen. 1000 Prozent Kursgewinn in den nächsten 1- 2 Jahren!? Nicht unmöglich. Selbst die BayernLB hat im September Preise von 90.000 Dollar für möglich gehalten. Das wären aus heutiger Sicht sogar mehr als 1000 Prozent.

Neukauf ins Tradingdepot

Aufgrund des sich kurzfristig deutlich verbesserten Chartbilds investieren wir nach langer Pause erstmals wieder im Coin Stars Tradingdepot. Wir nehmen einen Bitcoin (1 BTC) zum aktuellen Preis von 7.772 Dollar auf (Bitfinex-Preis). Wie oben bereits erwähnt, könnte noch immer ein Test des großen Widerstands bei 6.000 Dollar erfolgen. Der Bitcoin ist und bleibt das Maß aller Dinge bei den Kryptowährungen. Die Altcoins hatten zwar in den vergangenen Tagen ihre Underperformance zum Bitcoin gestoppt und konnten diesen outperformen. Heute zeigt sich aber schon wieder ein gegenläufiges Bild. Von daher konzentrieren wir uns im Tradingdepot zunächst nur auf den Bitcoin.

Im Mai vergangenen Jahres wurden alle Bestände im Coin Stars Tradingdepot verkauft. Obwohl wir damals sehr bullish gegenüber dem Gesamtmarkt eingestellt waren, hatten uns die Turbulenzen um Bitfinex und Tether zu diesem Schritt veranlasst. Es gab Spekulationen um die Unterdeckung von Tether, der ja eigentlich zu 100% mit Dollar hinterlegt sein soll. Außerdem zeigten persönliche Erfahrungen, dass Bitfinex damals kein Fiat-Geld zurücküberwies, selbst wenn man die Expressfunktion nutzte. Bei der Expressfunktion soll ja das Fiat-Geld innerhalb eines Tages bei einer Gebühr von 1% zurücküberwiesen werden. Jedenfalls sah es ganz danach aus, dass es kurzfristig hier zu größeren Schwierigkeiten kommen könnte. Um die Zahlungsprobleme zu beheben, emittierte Bitfinex kurz danach per Initial Exchange Offering (IEO) einen eigenen Exchange Token namens UNUS SED LEO (LEO), der aktuell nach Marktkapitalisierung auf Platz 15 steht. Dieser Token bietet den Nutzern der Bitfinex-Plattformen bestimmte Vorteile. Jedenfalls war danach das Damoklesschwert einer möglichen Schieflage der wichtigen Kryptobörse Bitfinex vom Tisch und die Kryptopreise machten in der zweiten Junihälfte 2019 einen sagenhaften Bullrun. Im Tradingdepot hatten wir zunächst nicht sofort reagiert und wollten dann den galoppierenden Preisen nicht hinterherrennen. Dass dies on the long run nicht völlig falsch war, zeigt die Gegenüberstellung der damaligen Verkaufspreise und der heutigen Preise in der Tabelle unten. Bis auf den Bitcoin, der im Vergleich deutlich zulegen konnte, liegen alle anderen Coins teilweise sehr deutlich im Minus. Nebenbei sieht man an diesem Vergleich, dass eine Fokussierung auf den Bitcoin Sinn gemacht hat.

Kryptowährung Verkaufsdatum Verkaufspreis (USD) Heutiger Preis (USD) Performance
Bitcoin (BTC) 6.5.2019 6.004 7.772 +29,44%
Litecoin (LTC) 6.5.2019 78,05 44,90 -42,47%
NEO (NEO) 6.5.2019 9,64 9,40 -2,49%
EOS (EOS) 6.5.2019 5,04 2,78 -44,84%
Monero (XMR) 6.5.2019 70,32 56,10 -20,22%
OmiseGO (OMG) 6.5.2019 1,63 0,67 -58,90%
Zilliqa (ZIL) 6.5.2019 0,01723 0,0048 -72,14%

 

6.1.2020, 15:45

Die politischen Spannungen im Nahen Osten könnten die Funktion des Bitcoins als Safe Haven stärken. Im Gegensatz zu den sehr schwachen Aktienbörsen konnte er in den vergangenen Tagen deutlich zulegen.

Es gibt verschiedene Erklärungsansätze für die festeren Kurse der vergangenen Tage. Zum einen hat der Drohnenangriff auf einen iranischen Top-General die Spannungen in Nahost erheblich verschärft. Dies spiegelt sich auch in den sehr schwachen internationalen Aktienbörsen zum Jahresbeginn wieder und hat den Bitcoin in seiner Funktion als Safe Haven wieder in Erinnerung gerufen. Bei einer weiteren Verschärfung der Spannungen könnte sich zumindest kurzfristig die negative Korrelation zwischen den Aktien- und Bitcoin-Preisen weiter fortsetzen. Zum anderen wurde über mögliche Börsenmanipulationen spekuliert. Denn am 3. Januar (dem 11. Geburtstag von Bitcoin) wurde der „Proof of Keys“ „gefeiert“. Dieses Event fand nun zum zweiten Mal statt. Der Initiator Trace Mayer will die Krypto-Anleger dazu animieren, ihre Bestände von den Kryptobörsen abzuziehen, um damit die volle Kontrolle über die Coins zu erlangen (Not your keys, not your coins). Denn in der Vergangenheit gab es durch Probleme bei Kryptobörsen wie Hacks immer wieder Verluste von Anlegern, die ihre Coins einfach dort belassen. Jedenfalls kam es mit Beginn des 3. Januar tatsächlich zu einem schnellen Anstieg um 7% innerhalb kürzester Zeit. Ob die Kryptobörsen etwas nachgeholfen haben, um die Kunden zu einem Verbleib ihrer Coins bei den Börsen zu bewegen, ist aber reine Spekulation. Tatsache ist allerdings, dass die Kryptobörsen vom Handelsvolumen abhängig sind und daher an einem Verbleib der Coins auf ihren Plattformen Interesse haben. Die Kryptobörsen sind die größten Wale im Bitcoin-Becken: In den Wallets der acht größten Kryptobörsen befinden sich rund 7% der gesamten Bitcoin-Umlaufmenge.

Die Funktion des Bitcoins als Safe Haven könnte sich in 2020 verstärken. So hat der Binance-CEO Zhao als Ziel für dieses Jahr ausgegeben, das Menschen auf der ganzen Welt Kryptowährungen in jeder beliebigen Fiat-Währung kaufen können. Binance will dazu den Fiat-to-Crypto-Handel in über 180 Fiat-Währungen ermöglichen. Dies könnte ein entscheidender Schritt in Richtung einer Massen-Adoption von Bitcoin & Co sein. Bereits heute versuchen viele Menschen in Ländern mit schwachen Währungen oder einem restriktiven Währungsregime, aus diesem über den Kauf von Kryptowährungen zu entkommen. Kann Binance den Kryptokauf in 180 Weltwährungen bieten, könnte der Bitcoin in seiner Funktion als Fluchtwährung deutlich gestärkt werden.

30.12.2019, 12:00

Bei der Prognose des kurzfristigen Kursverlaufs scheiden sich wie so häufig die Geister. Während der Feiertage blieb die Volatilität vergleichsweise gering, der Preis lief seitwärts mit leicht positiver Tendenz.

Kurzfristige Fragezeichen

Einige Analysten sehen den Bitcoin aufgrund verschiedener Indikatoren kurzfristig vor dem Ausbruch. Andere wiederum sehen in den Indikatoren negative Vorzeichen. So deuten der MACD- und der stochastische RSI-Indikator auf einen weiter bestehenden Abwärtstrend. Dieser zeigt sich auch im Blick auf den untenstehenden Jahreschart des Bitcoins. Denn seit den Höchstkursen im Sommer geht die Richtung in einem breiter gefassten Abwärtskanal eindeutig nach unten (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Und generell ist die Wahrscheinlichkeit einer Trendumkehr meist kleiner als eine Fortsetzung des Trends. Dabei könnte es kurzfristig auch zu einem kleinen Preissprung kommen, wenn die 50-Tagelinie signifikant überschritten wird. Diese verläuft derzeit bei etwa 7.550 Dollar. Der Widerstandsbereich um 7.500 Dollar war in den vergangenen Tagen und Wochen ständig umkämpft, wie ein Blick auf den Chart zeigt. Schafft der Bitcoin-Preis den Sprung über die 50-Tagelinie, könnte er schnell bis an den oberen Rand des Abwärtstrendkanals laufen, der derzeit etwa bei 8.300 Dollar verläuft. Ob das dann endgültig zur Trendumkehr führen würde, wäre trotzdem fraglich. Ein Test des großen Widerstands bei 6.000 Dollar steht weiterhin im Raum.

Langfristige Ausrufezeichen

Während diese kurzfristigen Überlegungen eher technischer Natur sind, rücken bei einer längerfristigen Betrachtungsweise die Fundamentalwerte in den Blickpunkt. Und diese sprechen recht eindeutig für einen langfristigen deutlichen Aufwärtstrend. Transaktionszahl und -volumen sowie die Hashrate sind 2019 auf Höchststände geklettert. Dieser starken fundamentalen Entwicklung sollte der Kurs langfristig folgen. Zumal durch das Bitcoin Halving im Mai 2020 der Coin durch das eingeschränkte Angebot dann noch wertvoller wird. Analysten erwarten, dass sich die Bitcoin-Dominanz in den nächsten Monaten weiter verstärken wird. Sie könnte von derzeit rund 68% weiter steigen bis nahe 80%. Dies spiegelt die derzeitige Konzentration auf Bitcoin wieder, die sich im Vorfeld des Halvings im Mai 2020 weiter verstärken könnte. Für die Altcoins wäre das keine gute Entwicklung. Nachdem sie in 2019 nach langen Phasen der Underperformance auch Zeichen zu einer Trendumkehr gezeigt hatten, hat sich die Entwicklung zuletzt wieder umgekehrt. Viele prominente Beobachter und Marktteilnehmer erwarten in den nächsten Jahren ein großes Altcoin-Sterben. So hat der Ripple-Chef Garlinghouse gerade wiederholt, dass 99% der Altcoins verschwinden werden, da sie keinen Nutzen haben. Der Markt wird sich auf die Coins fokussieren, die wirklich Probleme lösen können. Aussichtsreich werden dabei Technologien und Kryptowährungen sein, die mit der zunehmenden Marktnachfrage skalieren können.

Treuepunkte gegen Bitcoin und Ether tauschbar

Eine Meldung aus Japan belegt die zunehmende Adoption von Kryptowährungen. Rakuten gilt als drittgrößte Online-Handelsplattform der Welt und als japanisches Pendant zu Amazon. Nun bietet der größte japanische Online-Händler seinen Kunden an, die Treuepunkte in eine der drei Kryptowährungen Bitcoin, Ether und Bitcoin Cash umzutauschen. Dies kann über die firmeneigene Krypto-Handelsplattform Rakuten Wallet abgewickelt werden. Seit Sommer 2019 können über die mobile App von Rakuten Wallet diese drei Kryptowährungen gehandelt werden, nachdem die japanischen Regulierungsbehörden dem Betrieb zugestimmt hatten. Durch die Tauschmöglichkeit der Treuepunkte sollen mehr Nutzer an die Welt der Kryptowährungen herangeführt werden. Zwar gibt es je nach Kundenstatus verschiedene Limitierungen bei der Einlösung der Treuepunkte. Auf längere Sicht wird es aber die Adoption von Bitcoin & Co fördern. Japan ist den Kryptowährungen gegenüber sehr aufgeschlossen. Auch die in Japan und Asien weitverbreitete Messaging-App LINE hat im Herbst eine eigene Bitcoin-Börse gestartet.

23.12.2019, 13:55

Das Bitcoin-Halving im Mai 2020 elektrisiert die Krypto-Anleger. Aber es gibt auch andere interessante Trends, die mehr als einen Blick lohnen und Einfluss auf die Kursentwicklung von Bitcoin & Co nehmen können.

Gerade hat der Ripple-CEO Brad Garlinghouse 2020 als das Kryptojahr bezeichnet. Er sagt voraus, dass die Hälfte der 20 größten Banken der Welt im Jahr 2020 digitale Vermögenswerte aktiv halten oder handeln werden. Nach dem Einbruch am Kryptomarkt 2018 und den deutlichen Anstiegen in 2019 – zumindest beim Bitcoin – könnte 2020 ein entscheidendes Jahr für den Bitcoin und die Kryptomärkte werden. Deswegen hier ein kurzer Überblick über einige für 2020 wichtige Krypto-Trends.

Bitcoin-Halving

Beim Bitcoin-Halving handelt es sich um das Event in 2020, dass die Anleger am meisten beschäftigen wird. Vor und mehr noch nach den beiden bisherigen Bitcoin-Halvings gab es ganz erhebliche Kursgewinne beim Bitcoin. Von daher ist die zentrale Anlegerfrage, ob das diesmal auch wieder der Fall sein wird. Im Chart ist der Bitcoin-Kursverlauf seit Beginn des Handels bei Bitstamp eingezeichnet. Dabei sind die beiden bisherigen Halvings am 28.11.2012 und am 9.7.2016 markiert. Man erkennt deutliche Anstiege vor den Halving-Events. Dagegen war der Kursverlauf um den Termin herum kurzfristig schwach. Nach dem Termin gab es dann jeweils riesige Kursgewinne. Zu beachten ist, dass der Chart in logarithmischer Skalierung ist. Die Absolutzahlen rechts verdeutlichen noch einmal das Ausmaß der Kursgewinne. Wir erwarten in den ersten Monaten 2020 deutliche Kursgewinne beim Bitcoin. Ob diese bis zu oder über die bisherigen Höchstkurse von knapp 20.000 Dollar reichen, bleibt fraglich. Im weiteren Jahresverlauf und spätestens in 2021 könnten dann aber die Preise bis in den mittleren fünfstelligen Bereich steigen.

Digitalwährungen von Zentralbanken (CBDC)

In den vergangenen Monaten konnte der Eindruck entstehen, die internationalen Zentralbanken starten einen Wettlauf bei der Einführung digitalisierter Währungen. Diese Central Bank Digital Currencies (CBDCs) nutzen zwar Blockchain-Lösungen, sind aber nicht mit einer Kryptowährung wie dem Bitcoin zu vergleichen. Denn es würde sich bei den CBDCs letztlich nur um die digitale Form der bekannten Zentralbankwährungen wie Dollar, Euro, Yen oder Yuan handeln. Der Wert der CBDCs ist also direkt korreliert mit der jeweiligen Fiat-Währung und deshalb weiter von den Entscheidungen der Zentralbank abhängig. Die chinesische Zentralbank hat die Vorteile der CBDCs erkannt und forciert offenbar deren Einführung. Denn damit kann man neben Erleichterungen und Kostenvorteilen im internationalen Zahlungsverkehr (und dessen vollständiger Kontrolle) auch die neuen Möglichkeiten wie das IoT (Internet of Things), also die Vernetzung physischer und virtueller Gegenstände, erst wirklich ausschöpfen. Es werden alle denkbaren Transaktionen bis hin zu Micro-Payments nahezu in Real Time und zu Kosten nahe Null möglich. Viele Intermediäre, die im aktuellen Wirtschaftsleben noch notwendig sind, werden wegfallen und durch Smart Contracts ersetzt. Auch wenn der Bitcoin mit diesen Entwicklungen zunächst nichts zu tun hat, könnte er doch über eine stärkere Akzeptanz davon profitieren und sich als eine Art Weltwährung weiter etablieren. Denn die CBDCs sind keine Alternative zum Bitcoin, hängen sie doch direkt an den jeweiligen Fiatwährungen wie Euro, Dollar usw. Die vergleichsweise einfache Fluchtmöglichkeit aus instabilen und manipulierten Währungen und restriktiven Währungssystemen sowie die Funktion als Wertaufbewahrungsspeicher bleiben einzigartig.

Differenzierung bei Altcoins

Warum gibt es laut Coinmarketcap über 5.000 Kryptowährungen? Weil eigentlich jeder einen eigenen Token kreieren kann. Deswegen kann man das Gros der Token getrost vergessen, es ist schlicht mehr oder minder nutzlos. Es gibt nur rund 200 bis 300 Coins mit einem Tagesumsatz von über 100.000 Dollar. Der Konzentrationsprozess wird weitergehen, auch wenn der eine oder andere Coin aufgrund enormer Kurssteigerungen kurzfristig in den Vordergrund rücken kann. Es werden sich wohl nur ganz wenige dauerhaft in der Spitzengruppe etablieren können. Das Desaster bei den Altcoins verdeutlicht am besten ein Vergleich der Bitcoin-Performance in diesem Jahr mit der der Altcoins: In 2019 legte der Bitcoin rund 100% zu. Der Bloomberg Galaxy Crypto Index (BGCI) hat sich dagegen praktisch gar nicht verändert. Dabei hat er sogar davon profitiert, dass der Bitcoin im BGCI mit 30% gewichtet ist.

Decentralized Finance (DeFi)

DeFi war schon 2019 eines der Buzzwords. Im neuen Jahr könnte sich das noch verstärken. Die DeFi-Apps basieren dabei auf der Ethereum-Blockchain. Deswegen sind auch bereits viele Ether (ETH) in diesen Apps gelocked. Nach 1,75 Mio. ETH zu Jahresbeginn sind es jetzt bereits um die 3 Mio. ETH. DeFi sind das Gegenstück zum zentralisierten Modell der traditionellen Banken. Jeder kann darüber Geld verleihen, versenden oder investieren. Für Menschen ohne Bankkonto kann das ein enormer Zugewinn sein, zumal die hohen Gebühren für Bankdienstleistungen entfallen. Eine Bremse sind noch die hohen technischen Anforderungen. Es ist aber abzusehen, dass hier smarte und einfache Apps für Jedermann kommen werden.

Blockchain Natives

Generationen werden gern schlagwortartig in Kategorien eingeteilt. Die Generation Y der Jahrgänge zwischen den frühen 80er und späten 90er Jahren (auch Millennials genannt) wurde von der Globalisierung und dem Internetboom geprägt. Für die Generation Z (zwischen 1995 und 2010), manchmal auch Generation YouTube genannt, ist die Digitalisierung des Alltags bereits völlig normal. Was kommt nun nach den Digital Natives? Professor Philipp Sandner vom Blockchain Center der Frankfurt School of Finance & Management sieht nun die Blockchain Natives im Vormarsch, die sich allerdings mit den Digital Natives überlappen. Die Einflüsse von Blockchain- und Kryptoindustrie wachsen weiter und dürften auch die Arbeitswelt stark verändern. Viele Analysten vergleichen den derzeitigen Stand der Blockchain- und Kryptoindustrie mit dem der Anfänge des Internets.

Deutsche Kryptojahr 2020?

Prof. Philipp Sandner vom Frankfurt School Blockchain Center sieht mit der Einführung des Bitcoin-Führerscheins für Banken ein Wettrennen eröffnet, wer die besten von der BaFin gebilligten Services im Bereich Bitcoin & Co anbieten wird. Dabei konkurrieren Startups, ausländische Kryptobörsen und etablierte Banken miteinander. Auch die Börse Stuttgart als Vorreiterin in diesem Segment dürfte weiter nachlegen. Im September hat sie die „Börse Stuttgart Digital Exchange“ (BSDEX) mit dem Handel von Bitcoin gestartet und will Deutschlands erster regulierter Handelsplatz für digitale Vermögenswerte werden. In 2020 könnte mit dem Handel von tokenisierten Wertpapieren (Security Token) eine kleine Revolution anstehen mit völlig neuen Anlagealternativen. Auch andere Anbieter in Deutschland werden ihr Angebot erweitern und neue Anbieter hinzukommen. Für deutsche Anleger ist die deutsche Regulierung ein großes Plus. Allein der Schutz der Euro-Bestände durch die deutsche Einlagensicherung von 100.000 Euro ist durch die Anbindung von Kryptohandelsmöglichkeiten an ein deutsches Bankkonto viel wert. Auf den internationalen Kryptobörsen genießen die Anleger keinen derartigen Schutz.

17.12.2019, 11:45

Kommt es über die Feiertage zu einem Trampolin-Effekt beim Bitcoin? Nach dem Kursrückgang heute könnte es kurzfristig zum Test des Widerstands bei 6.000 Dollar kommen. Dann winken große Kursgewinne.

Die Kurse am Kryptomarkt kommen wieder stärker unter Druck. Der Bitcoin verlor im Wochenvergleich rund 6%. Das Minus der meisten Altcoins fiel sogar noch größer aus. Eine 1 nach dem Komma hat man bei Ripples XRP seit Ende 2017 nicht mehr gesehen, gleiches gilt für IOTA. Coins wie OmiseGO haben sich seit Juni mehr als geviertelt. Es gibt aktuell aber auch wenige Ausnahmen mit einer positiven Performance. So stieß Tezos mit einer Wochenperformance von 18% mittlerweile in die Top10. Der absolute Outperformer unter den Top100 sind Mindol mit einem Wochenplus von über 85%, wodurch der Coin mittlerweile auf Platz 17 im Ranking nach Marktkapitalisierung vorgestoßen ist. Allerdings scheint der Hype um das Projekt nicht gerechtfertigt. Auffallend ist auch, dass er nur auf sehr unbekannten Kryptobörsen gehandelt wird.

Von daher ist interessanter, ob die Richtungsentscheidung des Bitcoins nachhaltig ist und der Preis den großen Widerstand bei 6.000 Dollar testet. Wie vor einer Woche hier beschrieben, ist die Richtungsentscheidung bei 7.500 Dollar kurzfristig negativ ausgefallen. Bei 6.000 Dollar wartet dann aber der große Widerstand (vgl. Zweijahreschart von Bitcoin unten). Hier könnte es dann den schon vor einer Woche beschriebenen Trampolineffekt geben, nämlich einen scharfen Dreh der Kurse nach oben. Die schon vor Wochen beschriebene Analogie zum Death Cross vor eineinhalb Jahren würde sich dann fortsetzen. Für Trader und Investoren wird es deshalb interessant sein, sich mit Abstauberlimits bei 6.000 Dollar auf die Lauer zu legen. Allerdings sollte man auch in diesem Fall nicht das ganze Pulver verschießen und nur die Hälfte der für Krypto geplanten Mittel investieren. Denn hält der Widerstand bei 6.000 Dollar nicht, könnte es noch einen schlimmen Kursrutsch bis ins tiefe Jammertal bei 4.000 – 4.500 Dollar geben. Ein Blick auf den Zweijahreschart zeigt, dass unter 6.000 Dollar bis in diesen Bereich kaum mehr Widerstand zu erwarten ist.

Kommt an den Feiertagen der Umschwung?

Die Volatilität ist beim Bitcoin und anderen Kryptowährungen zuletzt stark rückläufig gewesen. Man könnte meinen, Bitcoin & Co verabschieden sich bereits in die Feiertage. Doch die Volatilität kann sehr schnell zurückkehren, erste Anzeichen gibt es gerade. Dafür sprechen auch einige technische Indikatoren. So haben sich zuletzt wegen der abnehmenden Volatilität die Bollinger-Bänder bei den meisten Kryptowährungen fast vollständig zusammengezogen. Dadurch entsteht gewissermaßen eine Spannung, die sich in einer heftigen Kursbewegung entladen kann. Analysten halten in einer Situation wie derzeit Preissprünge von mehr als 20% für möglich. Die Situation während der Feiertage mit verminderter Aufmerksamkeit und niedrigeren Volumina könnte dafür prädestiniert sein. Allerdings kann dieser Indikator keinen Hinweis darauf geben, in welche Richtung der Kursausschlag erfolgt. Kurzfristig überwiegen aber weiter die bearishen Indikatoren.

Gibt es neue Gründe für den bearishen Trend? Druck aus China wird immer wieder angeführt. So sollen erneut Gelder des führenden chinesischen Bitcoin-Mining-Unternehmens Bitmain von den Behörden eingefroren worden sein. Außerdem geistern weiter die Spekulationen um Abverkäufe aus dem vermeintlich größten Krypto-Scam der Geschichte, Plus Token, durch den Markt. Dafür spricht auch die Schwäche des Ethereum-Kurses. Denn neben den von Chainalysis identifizierten 180.000 Bitcoin stehen 6,4 Millionen Ethereum mit Plus Token in Verbindung.

Widersprüchliches aus China

China versucht sich weiter in der Eindämmung des Kryptomarktes, zumindest desjenigen, den sie nicht kontrollieren kann. In der vergangenen Woche wurden die Weibo-Konten von Binance-Mitgründer Yi He und von Tron-Gründer Justin Sun gesperrt. Weibo ist das chinesische Pendant zu Twitter. Die Inhalte beider Seiten sind nicht mehr verfügbar, weil angeblich Bestimmungen der Weibo Community Convention verletzt wurden. Bereits vor einem Monat wurden die Weibo-Seiten der Kryptobörse Binance und der Tron Foundation gesperrt. Ein von Binance neu erstelltes Weibo-Konto ist dagegen weiter aktiv ebenso wie das von Binance-Chef Zhao. Auch die Weibo-Seiten anderer großer Kryptobörsen wie Huobi und OKEx funktionieren noch. Dagegen soll das Pilotprojekt mit der digitalen Staatswährung bereits zum Jahresende in der Stadt Shenzhen starten.

Die zuletzt öfter zu lesende Sorgen wegen einer möglichen Kapitulation der Bitcoin-Miner aufgrund Unrentabilität wurden mit Meldungen über neue Marktoffensiven des Mining-Riesen Bitmain wieder etwas in den Hintergrund gerückt. Großkunden, die eine größere Zahl von Mining-Geräten kaufen, werden mit geringen Anzahlungen von 20 bis 50 Prozent des Preises gelockt. Außerdem soll über das Mieten von Geräten das Co-Mining gefördert werden. Schließlich bietet Bitmain an Großkunden Put-Optionen an, mit denen diese Bitcoin zum Preis von 5.000 Dollar an Bitmain verkaufen können. Die Maßnahmen wurden von einigen Marktbeobachtern als positives Zeichen für den Bitcoin-Kurs gewertet. Diese Interpretation erscheint aber eher zweifelhaft. Vielmehr könnte es durchaus passieren, dass dadurch ein kurzfristiger Druck entsteht, von dem dann v.a. Bitmain profitieren könnte. Bitmain dürfte nach dem abgesagten Börsengang im ersten Halbjahr unter einem gewissen Zugzwang stehen. Aktuell wird ein neuerlicher Anlauf für einen Börsengang geplant. Im November ging der zweitgrößte Hersteller Canaan an die Börse. Allerdings verlief der Börsengang unter den ursprünglichen Erwartungen. Trotzdem wird die Mining-Industrie in China weiter gestärkt und wurde zuletzt von einer Liste von Industrien in China genommen, die eventuell verboten werden sollen. Nach einer Untersuchung von Coinshares hat sich der Anteil chinesischer Bitcoin-Miner im vergangenen halben Jahr von 60 auf 65 Prozent der globalen Hash Power erhöht. Diese zunehmende Konzentration wird mit Blick auf mögliche Angriffe oft kritisch gesehen. Sie verteilt sich aber auf eine Vielzahl von Mining Pools. Gefährlich wäre es erst bei einem Anteil eines einzelnen Akteurs von über 50 Prozent. Der größte chinesische Mining Pool (Poolin) hat aber nur einen Anteil von 17%.

16.12.2019, 14:40

Bitcoin war das Investment des vergangenen Jahrzehnts. Auch im kommenden Jahrzehnt könnte es alle traditionellen Anlagealternativen in den Schatten stellen.

Der Bitcoin war das Investment des vergangenen Jahrzehnts. Wer 2010 für einen US-Dollar Bitcoin gekauft hätte, würde heute 90.000 Dollar sein Eigen nennen. Man kann aufgrund der praktisch fehlenden Handelsmöglichkeiten zu dieser Zeit die Performance aber nicht mit der an den traditionellen Finanzmärkten vergleichen. Denn in 2010 gab es nur vereinzelt zwischen Nutzern auf Foren ausgehandelte Wechselkurse. Im Mai 2010 kam es dann zum berühmten Kauf von zwei Pizzen gegen 10.000 Bitcoin. Aber selbst die Performance mit Beginn des geregelten Handels bei Bitstamp im zweiten Halbjahr 2011 ist immer noch exorbitant genug. Auch für Traditionalisten dürfte immer mehr klarwerden, dass man nicht die Augen vor dieser neuen Asset-Klasse verschließen kann. Denn in Zeiten von Niedrigst- bis Minuszinsen bei gleichzeitigen Höchstbewertungen von traditionellen Anlagen wie Aktien oder Immobilien suchen Anleger händeringend nach Alternativen. Die zu traditionellen Anlageklassen wenig korrelierten Kryptowährungen drängen sich deshalb immer mehr auf. Dem Bitcoin als unangefochtenen Marktführer kommt dabei eine überragende Rolle zu. Dies zeigt sich schon an der Marktkapitalisierung von 128 Milliarden Dollar. Auf Platz 2 und 3 folgen Ethereum und Ripple mit 15 und 9 Milliarden Dollar. Allein schon aus diesem Grund werden sich die meisten der institutionellen wie privaten Anleger auf den Bitcoin konzentrieren.

Zigtausende Prozent Wertzuwachs wie im vergangenen Jahrzehnt wird es im neuen nicht geben. Allerdings wären Tausend Prozent im neuen Jahrzehnt oder mehr nicht völlig utopisch und keinesfalls in Anbetracht der phantastischen Zuwächse im ersten Bitcoin-Jahrzehnt zu verachten. Selbst bei einem Plus von 1000 Prozent würde der Bitcoin dann immer noch unter dem kürzlich von der BayernLB für möglich gehaltenen Kurs von 90.000 Dollar liegen.

Im Chart unten ist auf einer logarithmischen Skala die Kursentwicklung des Bitcoins seit Handelsbeginn bei der Kryptobörse Bitstamp im Jahr 2011 abgebildet. Dabei kann man die enorm treibenden Auswirkungen der beiden ersten Halvings deutlich erkennen. Das sich sehr schnell nähernde Bitcoin-Halving im Mai dürfte bald seine Schatten vorauswerfen. Für Hochspannung wird jedenfalls gesorgt sein.

Nach den Digital Natives kommen die Blockchain Natives

Generationen werden gern schlagwortartig in Kategorien eingeteilt. Die Generation Y der Jahrgänge zwischen den frühen 80er und späten 90er Jahren (auch Millennials genannt) wurde von der Globalisierung und dem Internetboom geprägt. Für die Generation Z (zwischen 1995 und 2010), manchmal auch Generation YouTube genannt, ist die Digitalisierung des Alltags bereits völlig normal. Was kommt nun nach den Digital Natives? Professor Philipp Sandner vom Blockchain Center der Frankfurt School of Finance & Management sieht nun die Blockchain Natives im Vormarsch, die sich allerdings mit den Digital Natives überlappen. Die Einflüsse von Blockchain- und Kryptoindustrie wachsen weiter und dürften auch die Arbeitswelt stark verändern. Viele Analysten vergleichen den derzeitigen Stand der Blockchain- und Kryptoindustrie mit dem der Anfänge des Internets. Bei der Regulierung kommt Deutschland nach anfänglichem Zögern nun wieder verstärkt in die Vorreiterrolle. Digitalisierte Währungen, wie sie die chinesische Zentralbank einführen will, werden auch in anderen Ländern kommen. Diese CBDCs (Central Bank Digital Currencies) werden die neuen Möglichkeiten wie das IoT (Internet of Things), also die Vernetzung physischer und virtueller Gegenstände, erst wirklich ausschöpfen können. Denn dadurch werden alle denkbaren Transaktionen bis hin zu Micro-Payments nahezu in Real Time und zu Kosten nahe Null möglich. Viele Intermediäre, die im aktuellen Wirtschaftsleben noch notwendig sind, werden wegfallen und durch Smart Contracts ersetzt werden. Auch wenn der Bitcoin mit diesen Entwicklungen zunächst nichts zu tun hat, könnte er doch davon profitieren und sich als eine Art Weltwährung weiter etablieren. Denn die CBDCs sind keine Alternative zum Bitcoin, hängen sie doch direkt an den jeweiligen Fiatwährungen wie Euro, Dollar usw. Die vergleichsweise einfache Fluchtmöglichkeit aus instabilen und manipulierten Währungen und restriktiven Währungssystemen sowie die Funktion als Wertaufbewahrungsspeicher bleiben einzigartig.

10.12.2019, 10:10

Kommt nun doch der Test des großen Widerstands bei 6.000 Dollar? Die Richtungsentscheidung könnte gerade negativ ausfallen.

Mit der gestrigen Überschrift des Artikels in boerse-online.de wurde auf die unmittelbar bevorstehende Richtungsentscheidung beim Bitcoin aufmerksam gemacht. Durch die immer geringer gewordene Volatilität der vergangenen Woche hat sich der Bitcoin-Kursverlauf in das sich zuspitzende Dreieck eingepasst. Dabei treffen sich die beiden Dreieckslinien genau bei 7.500 US-Dollar. Dieses Niveau ist auch genau ein wichtiger Widerstand (vgl. den Bitcoin-Jahreschart im Artikel gestern). Nach der Kursentwicklung seit gestern Abend sieht es danach aus, als fällt die Richtungsentscheidung negativ aus. Der Bitcoinpreis ist aus dem kurzfristig gebildeten Dreieck nach unten ausgebrochen (vgl. Monatschart von Bitcoin unten). Im Gegensatz zu den beiden Spitzen nach oben für wenige Minuten scheint der Durchbruch nach unten nun signifikanter. Zwar ist der Bitcoin immer für Überraschungen gut. Jedoch könnte es nun doch noch zum mehrfach erwarteten Test des großen Widerstands bei 6.000 Dollar kommen. Die folgenden Ausführungen sind die gleichen wie im Artikel gestern in boerse-online.de.

Long Squeeze vor Umschwung?

Die große Frage bleibt weiter im Raum stehen: Haben wir im November schon die Tiefststände gesehen oder kommt noch der Test des großen Widerstands bei 6.000 Dollar? Die Bitcoin-Long-Positionen sind zuletzt auf Höchststände gelaufen (vgl. den Chart der Longpositionen bei der Kryptobörse Bitfinex unten). Kommt es zum Ausbruch aus dem Dreieck nach unten, könnte es schnell dynamisch in Richtung des Widerstands bei 6.000 Dollar kommen. Die Inhaber der Longpositionen könnten dann gezwungen werden, zur Verlustbegrenzung ihre Longpositionen zu verkaufen. Dieser Long Squeeze würde dann den Kursrückgang beschleunigen. Falls dies so eintritt, dürfte der Effekt nur kurzfristig sein. Außerdem ist dann ein Trampolineffekt nicht unwahrscheinlich. Ein scharfer Dreh der Kurse nach oben sollte deshalb in diesem Fall nicht überraschen.

Kommt es nicht zum Test des Widerstands bei 6.000 Dollar, sollte man sich ebenfalls für einen Aufschwung positionieren. Bei einem Anstieg über die 50-Tagelinie könnte man zumindest teilweise Positionen aufbauen. Die 50-Tagelinie verläuft derzeit bei über 8.270 Dollar. Schafft der Kurs den Sprung darüber, könnte es einen schnellen Run bis zur 200-Tagelinie geben, die bei über 9.400 Dollar verläuft. Jedenfalls dürfte die Entwicklung im Dezember und zum Jahreswechsel sehr spannend werden.

Indikatoren für den Aufschwung

Einige Analysten sehen den Aufschwung unmittelbar bevorstehen. So sieht der bekannte Analyst Willy Woo gerade ein On-Chain-Dynamiksignal nach mehrmonatigem Abstieg in den bullishen Bereich drehen. Aus seiner Sicht wird jetzt jede Bewegung unter 6.500 Dollar in der längerfristigen Perspektive nur ein Docht gewesen sein, das heißt nur ein sehr kurzfristiges Ereignis. Dieser Befund würde nicht dem oben dargestellten Szenario eines möglichen kurzfristigen Long Squeeze widersprechen.

Rekordzahl bei der Anzahl der Bitcoin-Adressen: Demnach hat die Zahl der Bitcoin-Adressen die Rekordzahlen zu Zeiten des Hypes Ende 2017 überschritten und ist auf ein Allzeithoch von 28,39 Millionen gestiegen. Zwar kann man diese Zahl nicht mit der Zahl der weltweiten Nutzer von Bitcoin gleichsetzen. Denn ein einzelner Nutzer kann mehrere Bitcoin-Wallets haben und ein Wallet mehrere Adressen. Dadurch dürfte sich dann die Gesamtzahl der Nutzer deutlich verringern. Andererseits lässt eine Vielzahl der Nutzer ihre Bitcoin an den Kryptobörsen stehen. Die Bestände sitzen dann mit denen vieler anderer Nutzer der Börse an der gleichen Adresse. Das bedeutet, dass die Anzahl der Nutzer viel größer wäre als ausgewiesen. Trotzdem ist die Gesamtzahl der Bitcoin-Adressen ein guter Indikator für die Anzahl der Bitcoin-Nutzer weltweit.

Bitcoin-ETFs sind ein regelmäßig wiederkehrendes Thema. Marktbeobachter sehen nun größere Chancen für eine künftige Genehmigung durch die amerikanische Wertpapieraufsicht SEC. Vergangene Woche hat die SEC nun aber den an den Bitcoin-Futuresmarkt angehängten Fonds „NYDIG Bitcoin Strategy Fund“ genehmigt. Dieser Fonds wird ausschließlich in den an amerikanischen Futuresbörsen zugelassenen Bitcoin-Futures investieren. Außerdem soll der zuletzt abgelehnte Bitcoin-ETF-Antrag von Bitwise noch einmal überprüft werden. Allerdings nimmt eine mögliche Bedeutung von ETFs tendenziell ab. Denn über traditionelle Finanzunternehmen wird der Zugang für Anleger immer mehr erleichtert.

Bitcoin-Führerschein für Banken

Der neue Gesetzentwurf zum Kryptohandel in Deutschland hat nun das komplette Gesetzgebungsverfahren durchlaufen. Prof. Philipp Sandner vom Frankfurt School Blockchain Center sieht mit der Einführung des von ihm sogenannten Bitcoin-Führerscheins für Banken ein Wettrennen eröffnet, wer die besten von der Bafin gebilligten Services im Bereich Bitcoin & Co anbieten wird. Dabei konkurrieren Startups, ausländische Kryptobörsen und etablierte Banken miteinander. Die Börse Stuttgart hat als Vorreiterin vergleichsweise unbemerkt den Bitcoin-Handel auf der „Börse Stuttgart Digital Exchange“ (BSDEX) gestartet und will Deutschlands erster regulierter Handelsplatz für digitale Vermögenswerte werden.

9.12.2019, 15:05

Der Bitcoin steht charttechnisch kurzfristig vor einer Richtungsentscheidung. Anleger sollten darüber aber nicht vergessen, ihre Kryptogeschäfte zum Jahresende steuerlich zu optimieren.

In den nächsten Tagen wird es zu einem Ausbruch aus der zuletzt gebildeten Dreiecksformation geben. Diese spitzt sich auf das Niveau von 7.500 US-Dollar zu, das gleichzeitig auch ein längerfristiger Widerstand ist (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Kommt es vor dem Aufschwung erst noch zu dem Test des großen Widerstands bei 6.000 Dollar? Dort wären dann ideale Kurse für einen Neueinstieg. Ein Anstieg nach oben ist aber genauso möglich. Läuft dieser bis über die 50-Tagelinie bei derzeit 8.270 Dollar, könnte es einen kleinen Bullrun geben.

Kryptosteuern beachten

Zum Jahresende kommt für Anleger traditionell das Thema Versteuerung verstärkt in den Blick. Am Aktienmarkt gibt es mit Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 keine steuerfreien Spekulationsgewinne mehr. Anders bei den Kryptowährungen. Diese werden nicht als Kapitalerträge eingestuft, sondern nach §22 EstG als Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften von anderen Wirtschaftsgütern, in diesem Fall eben Kryptowährungen. Die Veräußerungsgeschäfte werden in §23 EstG definiert als solche, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt. Diese Vorschrift beschert deutschen Kryptoanlegern ein weltweit ziemlich einzigartiges Steuerprivileg. Denn wer Kryptowährungen mehr als ein Jahr nach dem Kauf wieder verkauft, hat eben gerade kein privates Veräußerungsgeschäft getätigt und damit auch keinen steuerpflichtigen Vorgang ausgelöst. Mit anderen Worten: Nach mehr als einem Jahr verkaufte Kryptowährungen sind steuerfrei. Allerdings können nach mehr als einem Jahr realisierte Verluste auch nicht mit vorher erzielten Gewinnen gegengerechnet werden. Ergibt sich für 2019 ein saldierter Gewinn von weniger als 600 Euro, muss der Anleger diesen nicht versteuern (Freibetrag). Bitcoin-Fans übersehen gelegentlich auch, dass der berühmte Kauf der Pizza gegen Bitcoin, die vor weniger als einem Jahr gekauft wurden, ebenfalls steuerlich ein Verkauf ist. Außerdem gilt das FIFO-Prinzip (First in, first out). Zuerst gekaufte Positionen gelten steuerlich auch als zuerst verkauft. Noch ein Missverständnis: Es gilt nicht der Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent wie bei Wertpapieren. Vielmehr bemisst sich die Besteuerung nach dem individuellen Steuersatz, der sich aus allen Einkünften ergibt. Dieser kann also größer (bis zu 45 Prozent) oder kleiner als die Abgeltungssteuer sein.

Deswegen sollten Kryptoanleger nun schleunigst eine Gegenüberstellung der Gewinne und Verluste machen. Wurden in diesem Jahr schon viele Gewinne realisiert und befinden sich die aktuellen Positionen, die noch kein Jahr gehalten wurden, im Minus, sollte man diese verkaufen, um die Steuerlast zu reduzieren. Man kann die Positionen ja unmittelbar danach wieder zurückkaufen, wenn man weiter positiv gestimmt ist. Händisch kann die Ermittlung der Gewinne und Verluste erheblichen Aufwand verursachen. Denn jede Transaktion muss in die für das Finanzamt entscheidende Referenzwährung Euro umgerechnet werden. Kauft ein Anleger zum Beispiel Bitcoin gegen Euro und verkauft diesen später wieder gegen Euro, ist das noch überschaubar. Schwierig wird es, wenn der Anleger zum Beispiel Bitcoin gegen Euro kauft, später für die Bitcoin-Position Litecoin kauft, diesen dann in Ethereum tauscht usw. Denn der vermeintliche Tausch von Bitcoin gegen Litecoin ist kein solcher, sondern aus steuerlicher Sicht ein Verkauf von Bitcoin und gleichzeitiger Kauf von Litecoin. Es wird also ein Verkauf in Euro unterstellt, obwohl es keinen gab. Deswegen muss der Euro-Kurs von Bitcoin an diesem Tag festgehalten und eingerechnet werden.

Aufgrund der Komplexität dieser Vorgänge gibt es eine ganze Reihe meist kostenpflichtiger Steuertools wie Accointing oder CoinTracker. In diese kann man dann die Daten importieren und sich einen Steuerreport erstellen lassen. Aber Vorsicht: Die Steuertools importieren die Daten nicht von allen Kryptobörsen. Von daher sollte man vor Nutzung des Tools überprüfen, ob es die genutzten Kryptobörsen unterstützt. Einfach haben es Anleger, die die BISON App nutzen. Denn diese stellt jeweils zum Jahresanfang des Folgejahrs einen kostenlosen Steuerreport des vergangenen Jahres zur Verfügung. In dem sogenannten BISON Info-Report für das Steuerjahr 2019 werden alle unterjährig realisierten und deshalb zu versteuernden Kryptogewinne ausgewiesen und daneben auch die nicht zu versteuernden mit einer Haltedauer von mehr als einem Jahr. Außerdem ist dort eine komplette Transaktionsübersicht beigefügt.

2.12.2019, 15:35

Im nächsten Jahr könnte der Bitcoin-Handel über deutsche Banken möglich sein. Mit der fortschreitenden Regulierung bekommen die Kryptoprodukte nun einen soliden Rechtsrahmen.

Die Kursentwicklung an den Kryptomärkten zeigt schon wieder eher nach unten. Die Kurserholung in der zweiten Wochenhälfte war nur von kurzer Dauer. Charttechnisch spricht weiter viel für einen Test des großen Widerstands bei 6.000 US-Dollar (vgl. Zweijahreschart von Bitcoin unten). Von daher erscheint momentan noch keine Eile bei Neuengagements geboten. Das gilt entsprechend auch für die Altcoins.

Bitcoin-Handel über deutsche Banken in 2020 möglich

Bitcoin und andere Kryptowährungen kommen immer mehr in den traditionellen Kapitalmärkten an. Gerade hat der neue Gesetzentwurf zum Kryptohandel mit dem Beschluss des Bundestages das komplette Gesetzgebungsverfahren durchlaufen. Er soll durch den Wegfall des Trennungsverbots den Kryptohandel über deutsche Banken ermöglichen. Bisher durften Banken neben ihren traditionellen Dienstleistungen nicht auch noch Kryptowährungen anbieten. Dabei soll den Banken auch die Aufbewahrung der Coins gestattet werden. Bis dato ist es ihnen untersagt, eigene Wallets anzubieten. Dadurch wird nun vermieden, dass es einem Krypto-Verwahrer nicht gleichzeitig gestattet ist, Kryptowährungen wie Bitcoin und Security Token wie den in diesem Jahr emittierten Bitbond Token zu verwahren. Denn ein Security Token hat sowohl wesentliche Merkmale eines Wertpapieres wie auch eines Krypto-Assets. Letzteres ist aber nachrangig gegenüber dem übergeordneten Kriterium Wertpapier. Deshalb werden Security Token als Wertpapiere und nicht als Kryptowerte eingestuft. Mit der jetzigen Regelung ist es aber nicht mehr nötig, zwecks Trennung dafür eine eigene Tochtergesellschaft zu gründen.

Auch in anderen Ländern wird der regulatorische Rahmen verbessert. So gibt es in dem sehr kryptoaffinen Südkorea ein neues Gesetz, das den Rahmen für digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen schafft. Mit der fortschreitenden Regulierung bekommen die Kryptoprodukte nun einen soliden Rechtsrahmen. Für die Anleger in Deutschland dürfte jedenfalls die Hemmschwelle gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen dadurch weiter zurückgehen. Denn unprofessionelle oder unseriöse Anbieter werden aus dem Markt gedrängt. Überhaupt könnte Deutschland in Sachen Kryptofreundlichkeit nach langem Zögern nun verstärkt die Rolle als Zugpferd übernehmen. Es bleibt natürlich abzuwarten, welche Banken diese neuen Möglichkeiten annehmen. Einige Banken sehen in der Beteiligung am Kryptohandel große Chancen für zusätzliche Einnahmen.

Prof. Philipp Sandner vom Frankfurt School Blockchain Center sieht mit der Einführung des Bitcoin-Führerscheins für Banken ein Wettrennen eröffnet, wer die besten von der Bafin gebilligten Services im Bereich Bitcoin & Co anbieten wird. Dabei konkurrieren Startups, ausländische Kryptobörsen und etablierte Banken miteinander. Auch die Börse Stuttgart als Vorreiterin in diesem Segment dürfte weiter nachlegen. Im September hat sie die „Börse Stuttgart Digital Exchange“ (BSDEX) mit dem Handel von Bitcoin gestartet und will Deutschlands erster regulierter Handelsplatz für digitale Vermögenswerte werden. Zwar gibt es bereits regulierte Handelsplattformen für Kryptowährungen wie bitcoin.de oder die BISON App, die von einer 100%-igen Tochtergesellschaft der Stuttgarter Börse betrieben wird. Aber in 2020 könnte mit dem Handel von tokenisierten Wertpapieren (Security Token) eine kleine Revolution anstehen mit völlig neuen Anlagealternativen. Während BISON sich eher an den Massenmarkt richtet, zielt die BSDEX mehr auf die professionelleren Investoren ab.

25.11.2019, 15:00

Für Cardano-Gründer Hoskinson ist das derzeitige Geschehen am Kryptomarkt nur eine temporäre FUD-Phase. Die globale Kryptobewegung ist nicht zu stoppen und der Bitcoin auf 100.000 Dollar gehen.

Man kennt es von anderen Märkten wie dem Aktienmarkt. In einer Aufwärtsbewegung überbieten sich die meisten Analysten mit immer höheren Kurszielen. Auch bei der diesjährigen Aufwärtsbewegung des Bitcoins war das so. 50.000, 100.000 Dollar und noch viel mehr wurden von seriösen und auch selbst ernannten Analysten aufgerufen. Bei einem Sinkflug wie gerade beim Bitcoin ist das genau umgekehrt. Aufmerksamkeit erregen dann Analysten vor allem durch übermäßig niedrige Kursziele. Der Bitcoin ist heute am Morgen schon bis auf fast 6.600 Dollar abgestürzt. Bis zum Mittag gab es dann erstmals seit längerem einen kräftigen Rebound um 10%, der in er Spitze kurz bis auf über 7.300 Dollar führte (vgl. Bitcoin-Monatschart unten). Es bleibt aber fraglich, ob er sich dauerhaft über der Marke von 7.000 Dollar etablieren kann. Wahrscheinlicher dürfte ganz kurzfristig oder in nächster Zeit ein Test der großen Widerstandszone um 6.000 Dollar sein.

Auch wenn der Kurssturz nicht im Sinne der Bitcoin-Fans ist, sollte man nicht vergessen, dass er vom Jahrestief gerechnet noch immer um rund 100% im Plus liegt. Trotzdem tut etwas Seelenbalsam gut. Den liefert mit Charles Hoskinson ein sehr bekannter Name aus der Kryptowelt. Immerhin handelt es sich um einen der Mitgründer der zweitgrößten Kryptowährung Ethereum und dem Gründer von Cardano, der aktuellen Nummer 13 unter den Kryptowährungen gerechnet nach Marktkapitalisierung. Er fiel bisher auch nicht als Lautsprecher auf wie der notorische John McAfee, der gerade für das nächste Jahr Kurse von zwei Millionen Dollar „errechnet“ hat. Hoskinson hat in seinem Tweet vom 22. November die langfristige Perspektive im Blick, die unabhängig von kurzfristigen Manipulationsversuchen und dem hektischen News Trading aus seiner Sicht weiter extrem aussichtsreich erscheint. Nach der derzeitigen FUD-Phase werden wir nach seinen Worten deshalb auch die 10.000 Dollar wiedersehen und die 100.000 Dollar begrüßen. Krypto wird nicht zu stoppen sein. Den erfrischenden Aussagen fehlt allerdings ein Zeitrahmen.

Diesen festzulegen, ist natürlich auch nicht möglich. 10.000 Dollar sind nahezu jederzeit wieder drin. Ein 40%-iger Kurssprung wie vor vier Wochen, und schon ist man wieder drüber. Allerdings ist nach der kalten Dusche der vergangenen Wochen nicht mit solch einem vehementen Kurssprung innerhalb eines Tages zu rechnen. Dafür wäre dann eher ein Zeitraum von drei bis vier Wochen vonnöten. Die 100.000 Dollar klingen vermessen, wenn man auf den aktuellen Preis und die jüngste Preisentwicklung blickt. Im Zeitraum zwischen den beiden Halvings in 2020 und 2024 ist dieser Leuchtturmpreis aber nicht unrealistisch. Ein Bitcoin-ETF als Paradeprodukt für traditionelle Anleger wurde noch nicht genehmigt, aber er wird kommen. Die Auffassung, dass der Bitcoin neben traditionellen Assets wie Aktien, Anleihen, Immobilien und Gold in einen modernen Anlage-Mix gehört, wird sich weiter verbreiten. Mit einem leichten Zugang wie einem Bitcoin-ETF wird diese Auffassung dann auch verstärkt umgesetzt. Die Bitcoin-Nachfrage wird je nach dem gerade herrschenden kurzfristigen Trend zwar mal größer oder kleiner sein. Auf längere Sicht wird sie steigen und auf ein begrenztes Angebot treffen. 2020 wird für den Bitcoin mit dem Halving im Mai ein spannendes Jahr und nichts für schwache Nerven werden. Aber das ist ja eigentlich nichts Neues.

22.11.2019, 21:35

Der Bitcoin ist heute im Tief schon unter die Marke von 7.000 Dollar gecrasht. Am Nachmittag und Abend konnte er sich zunächst wieder etwas erholen.

Schneller als erwartet ist das befürchtete Szenario eingetreten: Der Bitcoin ist heute unter seinen horizontalen Widerstand von 7.500 US-Dollar gefallen und dann schnell bis unter die Marke von 7.000 Dollar gerauscht. Zwischenzeitlich lag der Bitcoin mehr als 10% im Minus. Bei Bitfinex hat er am Nachmittag Niveaus um die 6.850 Dollar erreicht, konnte dann aber zum Abend hin sich wieder etwas befestigen. Auch wenn sich der Preis auf wieder auf um die 7.300 Dollar erholt hat, ist die Gefahr weiterer deutlicher Kursverluste sehr groß. Wie schon mehrfach erwähnt, liegt der nächste große Stopp erst bei 6.000 Dollar (vgl. Zweijahreschart von Bitcoin unten).

Gründe für den Bitcoin-Crash

Charttechnisch abgezeichnet hat sich der Kursverfall schon seit Wochen. Wir hatten vor der Kursexplosion Ende Oktober und auch danach mehrfach darauf hingewiesen. Die fundamentalen Begründungen sind wie bei der Kursexplosion stark chinalastig. Vor vier Wochen hatte man die Äußerungen von Chinas Präsident Xi Jingping, der Blockchain als Kerntechnologie klassifiziert hatte, als Argument für den Kurssprung verantwortlich gemacht. Dabei hatte Xi Jingping mit keinem Wort Bitcoin oder andere Kryptowährungen erwähnt, wie das der Binance-Vorstand Zhao mit bullishen Tweets suggeriert hatte. In diesem Zusammenhang ist eine Meldung von „The Block“ interessant, dass Niederlassungen der führenden Kryptobörse Binance in Shanghai durchsucht worden seien. Allerdings hat Binance dementiert, überhaupt eine Niederlassung in Shanghai zu haben. Gravierender als diese Gerüchte könnten Meldungen über Untersuchungen chinesischer Behörden zu Krypto-Aktivitäten generell sein. Im Zuge dessen mussten sowohl Binance als auch das Kryptoprojekt TRON ihre Veröffentlichungen im sozialen Netzwerk Weibo – dem chinesischen Pendant zu Twitter – aufgeben. Trotz dieser Entwicklungen scheint China die Entwicklung des E-Yuan weiter voranzutreiben. Dies ist kein Widerspruch. Denn China könnte sich durch eine Schwächung des Bitcoins eine Stärkung des E-Yuan erhoffen. Diese Hoffnung wird aber nur kurze Beine haben, da das Konzept des Bitcoins ein ganz anderes ist als das eines möglichen Stable Coins E-Yuan.

Wie geht es weiter?

In den vergangenen Wochen hat jeder Durchbruch durch wichtige Marken (200-Tagelinie, 50-Tagelinie und jetzt Widerstand bei 7.500 Dollar) eine weitere Beschleunigung der Abwärtsbewegung ausgelöst. Nach dem zuletzt galoppierenden Kursverfall könnte aber zunächst etwas Beruhigung eintreten. Zumindest wenn die Analogie mit dem Chartverlauf nach dem Death Cross vor eineinhalb Jahren weiter so verläuft wie bisher. Der Boden dieses Tauchgangs dürfte aber noch nicht erreicht sein. Vielmehr würde die nächste Welle den Preis wohl bis in den Bereich des großen Widerstands bei 6.000 Dollar führen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Widerstand dann hält, ist deutlich größer als es jetzt bei den 7.500 Dollar der Fall gewesen ist. Allerdings: Wird auch dieser Widerstand gerissen, könnte dann doch das tiefe Jammertal im Bereich von 4.000 bis 4.500 Dollar erreicht werden. Diese Möglichkeit wurde ja zuletzt mit unterschiedlichen Ansätzen diskutiert (vgl. den gestrigen Artikel „Weiterer Kursrutsch beim Bitcoin“). Bei Bitcoin-Preisen im unteren 6000er-Bereich wären dann Neuengagements wieder hochinteressant. Allerdings sollte man selbst da noch nicht das ganze Pulver verschießen für den Fall, dass auch dieser Widerstand nicht hält.

Auch die Altcoins wurden in den Abwärtsstrudel gerissen. Eine 1 nach dem Komma bei IOTA heute hat man seit Jahren nicht mehr gesehen. Jedenfalls sollte man Engagements weiter zurückstellen. Sollte der Bitcoin bis in den unteren 6000er-Bereich taumeln, wird es hier zu Ausverkaufspreisen kommen.

21.11.2019, 22:10

Der Bitcoin hat bei einem weiteren Kursrutsch heute bis zu 10% verloren. Exakt beim Widerstand bei 7.500 US-Dollar konnte sich der Kurs wieder etwas erholen. Es drohen aber weitere Verluste.

Heute hat sich der Abwärtstrend beim Bitcoin verschärft. In der Spitze verlor der Preis fast 10% und fiel am Nachmittag bei Bitfinex bis auf genau 7.500 Dollar. Das ist genau der Preis, den wir mehrfach als entscheidenden Widerstand genannt haben. Wird dieser Widerstand bei 7.500 Dollar durchbrochen, droht weiteres Ungemach. Denn dann könnte der Bitcoin-Kurs sehr schnell nach unten durchgereicht werden bis auf 6.000 Dollar (vgl. Zweijahreschart von Bitcoin unten). Dort ist dann ein sehr starker Widerstand, der halten sollte.

Wiederholt sich die Geschichte?

Das haben wir hier in dem Artikel vom 12.11. (Bitcoin: Droht doch noch ein Kursrutsch?) gefragt. Bis jetzt jedenfalls schon. Nach dem Death Cross vor eineinhalb Jahren legte der Bitcoin ebenfalls eine fulminante Rally um 50% hin. Allerdings fand das nicht an einem Tag statt wie jetzt Ende Oktober, als der Bitcoin um 40% explodierte, sondern dauerte zwei bis drei Wochen. Der Abschwung jetzt ist aber wie eine Kopie vom vergangenen Jahr. Würde sich die Chartanalogie von damals fortsetzen, würde der Bitcoin bis in den Bereich von 4.500 Dollar fallen.

Interessant ist, dass gerade eine Analyse die Runde macht, die einen Absturz auf das gleiche Niveau von 4.400 Dollar mit einem ganz anderen Ansatz prognostiziert. Der Analyst Cole Garner hat in einem Tweet auf die rückläufige Entwicklung der Hash Ribbons aufmerksam gemacht. Dabei geht es um die Betrachtung von zwei gleitenden Mittelwerten der Hash Rate, die eine Aussage über die Mining-Aktivitäten machen soll. Demnach könnten die Bitcoin-Miner kurzfristig vor einer Kapitulation stehen. Vor einem Jahr war die Situation ähnlich, als der Bitcoin-Preis dann unter 6.000 Dollar fiel und sich halbierte.

Beim Bitcoin ist kurzfristig zwar nichts unmöglich, ein weiterer Kursrutsch um 40% erscheint aber eher unwahrscheinlich. Allerdings ist der Preis wie im Mai 2018 nach dem Kurssprung klar im Abwärtstrend. Wie oben schon erwähnt: Fällt der Preis jetzt oder in nächster Zeit unter den Widerstand bei 7.500 Dollar, könnte erst beim nächsten großen Widerstand von 6.000 Dollar Schluss sein. Das wären vom derzeitigen Niveau immerhin auch noch einmal 20%. Kommt es zu diesem Szenario, wären das dann exzellente Kurse zum Neueinstieg oder zur Wiederaufstockung.

Hoffnungsträger Bitcoin-Halving

Viele Marktteilnehmer setzen auf positive Effekte des Bitcoin-Halvings im Mai 2020. Dann wird die Entlohnung der Miner wie alle vier Jahre wieder halbiert und damit das zusätzliche Angebot. Die einfache Überlegung, dass dann der Preis steigen muss, ist etwas differenzierter zu betrachten. Denn es spielt ja nicht nur die Angebots- sondern auch die Nachfrageseite eine Rolle. Immerhin kommen ja trotz geringer Inflationierung weiterhin neue Bitcoins auf den Markt. Um den Preis zu halten, müsste also zusätzliche Nachfrage in den Markt kommen. Analysten sprachen in diesem Zusammenhang von knapp 3 Milliarden Dollar bis zum Halving. Das sollte im Zuge der zunehmenden Bitcoin-Verbreitung eigentlich kein Problem sein. Kurzfristige Verwerfungen kann es aber trotzdem immer wieder geben.

Die Aussage stimmt zwar, dass der Bitcoin vor den zwei bisherigen Halving-Terminen in 2012 und 2016 jeweils gestiegen ist. Allerdings lag der Preis zu den Terminen dann doch jeweils deutlich unter den im Laufe der vierjährigen Periode erzielten Höchstkursen. Man muss auch berücksichtigen, dass die Kryptomärkte damals noch bei weitem nicht so entwickelt waren wie heute. Außerdem gab es kaum Möglichkeiten, auf fallende Kurse zu spekulieren wie heute mit den Bitcoin-Futures und anderen Bitcoin-Derivaten. Ein Preisanstieg vor dem Halving erscheint trotzdem wahrscheinlich. Allerdings macht es mit Blick auf die Überlegungen oben schon einen Unterschied, ob dieser von 8.500 oder 6.000 Dollar erfolgt.

Konsequenzen für Bitcoin-Anleger

Nach großen Kursrückgängen stellt sich immer die Frage, wann neue Kaufkurse erreicht sind. Ein großer Kursrückgang zeigt sich aber nur bei Betrachtung der Höchstkurse um 13.500 Dollar nach dem Kurssprung um 40 Prozent vor knapp einem Monat. Seit Jahresbeginn liegt der Bitcoin weiter mit rund 100 Prozent im Plus und ist damit im Vergleich zu traditionellen Assets wie Aktien noch immer der absolute Top-Performer. Geht der Preis in den Bereich von 6.000 Dollar, bietet ein Investment in Bitcoin Riesenchancen für 2020 von 100 bis mehreren hundert Prozent. Da weitere Kursrückgänge wahrscheinlich sind, bleibt aktuell aber noch Zurückhaltung angesagt.

Die kurzfristigen Überlegungen oben können für Trader interessant sein, die direkt auf rückläufige Kurse spekulieren oder nach einem Kurseinbruch neu einsteigen wollen. Allerdings hat sich in der Geschichte des Bitcoins immer wieder gezeigt, dass scheinbar gebildete kurzfristige Trends dann plötzlich wieder über den Haufen geworfen wurden. Von daher ist und bleibt das Trading sehr schwierig. Für den längerfristig operierenden Anleger sieht das anders aus. Er sollte eben nicht unbedingt auf kurzfristige Kursveränderungen spekulieren. Vielmehr wäre ein tatsächlicher Rückgang eine Gelegenheit, den Bitcoin-Bestand sukzessive nach dem Cost-Averaging-Prinzip aufzustocken. Dabei sollten die prozentualen Abstände bei den Käufen aufgrund der hohen Bitcoin-Volatilität größer sein als bei entsprechender Anwendung am Aktienmarkt. Jeder Anleger sollte einen Maximalbetrag festlegen, den er in Bitcoin investieren möchte. Diesen sollte er dann tatsächlich aber auch nicht überschreiten. Entscheidend ist hier jedenfalls die Überzeugung, dass der Bitcoin als nicht inflationierbarer Wertaufbewahrungsspeicher weiter steigen wird. Egal ob vor oder nach dem Halving.

18.11.2019, 18:25

Anfang September erreichte die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum gegenüber dem Bitcoin den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Danach konnte sich der Preis wieder deutlich verbessern, unterbrochen nur beim Bitcoin-Preissprung um 40 Prozent Ende Oktober. Seither zeigt Ethereum wieder relative Stärke zum Bitcoin, der Preis bewegt sich langsam in Richtung 200-Tagelinie. Zuletzt haben einige Analysten auch für die Zukunft eine anhaltende Stärke von Ethereum gegen Bitcoin prognostiziert. Könnte sich hier ein Investment lohnen?

Interessant ist dies vor allem mit Blick auf die Ethereum-Hardfork Istanbul, die am 4. Dezember und damit in gut zwei Wochen stattfinden soll. Mit der Hardfork sollen sechs wichtige Code-Änderungen eingeführt werden, quasi ein Update auf Ethereum 2.0. Mit dem Update und der Anpassung des Konsens-Algorithmus von Proof of Work auf Proof of Stake sollen die lange bestehenden Skalierungsprobleme behoben werden. Bei den Smart-Contract-Plattformen hat Ethereum weiterhin unangefochten die Nase vorn. Dies wird so bleiben, auch wenn die Konkurrenten EOS, Cardano oder NEO versuchen aufzuholen. Zuletzt konnte das auch als chinesisches Ethereum bezeichnete NEO aufgrund der positiven chinesischen Blockchain-Berichterstattung überproportional performen.

Vor kurzem hat Coin Metrics auf die positive fundamentale Entwicklung bei Ethereum hingewiesen. Dabei wird die Kennzahl „Network Value to Token Value“ (NVTV) benutzt. Diese bezeichnet das Verhältnis des Wertes des Netzwerkes, also die Marktkapitalisierung von Ethereum, zum Wert der Token, die auf der Plattform erstellt werden. Dieser Wert hat sich in diesem Jahr stark angenähert, laut Coin Metrix ein positives Zeichen. Daneben werden noch einige andere positive Faktoren herangezogen.

18.11.2019, 14:20

Von den 5.000 Altcoins eignen sich nur wenige für Anlagezwecke. Neueinsteiger in den Toplisten sind zumindest immer einen Blick wert.

Vor der Überlegung, in Altcoins zu investieren, sollte zunächst einmal eine Einschätzung des künftigen Bitcoin-Trends stehen. Denn sich dauerhaft gegen den Trend des unangefochtenen Marktführers zu stellen, wird nur ganz selten möglich sein. Leider muss man gerade konstatieren, dass der Bitcoin in einem kurzfristigen Abwärtstrend ist. Bis wohin dieser führt, ist aktuell nicht abzusehen. Nachdem nun auch die 50-Tagelinie unterschritten wurde, deuten die Zeichen auf weiter rückläufige Kurse.

Schlechte Altcoins

Eine generelle Unterteilung in gut und schlecht ist natürlich mit Vorsicht zu genießen. Denn grundsätzlich sind gute Altcoins aus Anlegersicht zunächst mal solche, die ihnen Kursgewinne bescheren. Aber allein die Inflation bei der Zahl der Altcoins zeigt schon die Notwendigkeit einer radikalen Selektion. Mittlerweile listet Coinmarketcap rund 5.000 Altcoins. Rund 99% davon sind völlig illiquide.

Für Anleger macht es also keinen Sinn, Coins mit Mini-Umsätzen zu kaufen. Deswegen sollte man sich auch nicht von Kurssprüngen von mehreren 100 Prozent blenden lassen. Man findet diese täglich bei oft Dutzenden von Coins. Ein Beispiel vom Mittwoch vergangener Woche: RChain machte einen Kurssprung von rund 300% am Tag und war damit der Top-Performer. Der Tagesumsatz? 153 Dollar. Dabei beträgt die ausgewiesene Marktkapitalisierung des Coins sogar über 30 Millionen Dollar, das ist die Größenordnung einer Small-Cap-Aktie. Von daher ist auch das Kapitalisierungs-Kriterium bei Kryptowährungen mit Vorsicht zu genießen. Wenn ein Großteil oder fast alle Coins in den Händen einzelner Personen sind, kann sich eine vermeintlich hohe Marktkapitalisierung schnell relativieren. Diese Mini-Coins werden deshalb oft von Pusher-Groups benutzt, um unbedarfte Trader mit tollen Meldungen ins Boxhorn zu jagen und ihre Stücke teuer bei diesen abzuladen.

Gute Altcoins

Die liquidesten Coins sind mit Tether der führende Stable Coin auf Dollar-Basis, dicht gefolgt vom Marktführer Bitcoin, der natürlich kein Altcoin ist. Mit weitem Abstand folgt dann Ethereum. Auch Litecoin, EOS, Bitcoin Cash, XRP, NEO und Ethereum Classic sowie einige andere Coins können noch als sehr liquide bezeichnet werden. Anleger in Kryptocoins sollten sich auf die hochkapitalisierten und liquiden Coins konzentrieren. Eine Beschränkung auf die Top20 kann hier Sinn machen. Die aktuelle Nummer 20, Cosmos, hat immerhin noch eine Marktkapitalsierung von knapp 700 Millionen Dollar. Wem das immer noch nicht reicht, kann vielleicht auf die Top50 gehen. Die Nummer 50, Algorand, hat aktuell eine Kapitalisierung von 114 Millionen Dollar.

Unten ist eine Übersicht über die Performance der Top20. Der Bitcoins hat seit Jahresbeginn (YTD) 123% zugelegt. Die meisten Altcoins bleiben da sehr deutlich zurück. Der absolute Top-Performer mit einem Plus von 873% ist hier Chainlink. Bis zu seinem Allzeithoch im Juni waren dies in der Spitze sogar fast 1400%. Hintergrund der Kursexplosion war vor allem die Ankündigung einer Google-Partnerschaft, zu der dann weitere Partnerschaften dazukamen. Chainlink ist ein Beispiel für einen Newcomer in den Toplisten. Von daher kann es sich lohnen, auf Coins zu achten, die neu bei den Top20 oder Top50 auftauchen.

Auch in der vergangenen Woche konnten sich einige wenige Altcoins dem Abwärtstrend von Bitcoin entgegenstellen. So zeigten einige China-Coins eine gute Performance. Das sind Coins, die vom zuletzt positiven Blockchain-Newsflow aus China profitieren. So war NEO mit einem Plus von über 7% in der vergangenen Woche der Top-Performer. Im Monatsvergleich zeigt sich dies noch stärker mit einem Plus von 64% gegenüber 6% beim Bitcoin. Der NEO-Gründer Da Hongfei sieht erhebliches Potenzial der Blockchain-Anwendungen. Auf der großen Krypto-Konferenz BlockShow Asia zitierte er Untersuchungen, dass diese bis 2030 so viel wert sein sollen wie die gesamte Marktkapitalisierung der FAANG-Aktien (also von Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google). Außerdem können mit den dezentralen Blockchain-Lösungen Probleme und Skandale der zentralisierten Webwelt wie jüngst bei Cambridge Analytica vermieden werden.

Ein anderer Altcoin mit China-Bezug zeigte eine noch eindrucksvollere Performance. Der nach Marktkapitalisierung auf Platz 27 liegenden Token VET von VeChain konnte im Wochenvergleich um rund 35 Prozent zulegen. Hier löste die Rally eine Erwähnung in Chinas größter Zeitung People’s Daily aus. Das in Singapur ansässige Unternehmen macht mit Blockchain-Technologie Produktions- und Lieferketten transparent für alle Marktteilnehmer von Unternehmen bis hin zu den Konsumenten. Dies dient zum Beispiel der Aufdeckung von Medikamentenfälschungen. Dadurch können betrügerische Nachbildungen von Medikamenten von den Originalmedikamenten unterschieden werden. Außerdem kann überprüft werden, ob, wann und wo ein Medikament im Laufe seines Transportweges bestimmte Temperaturgrenzen überschritten hat. Denn häufig können dabei Inhaltsstoffe unbrauchbar werden. People’s Daily wies auf den Anwendungsfall in der Lebensmittelindustrie hin. In China gab es in der Vergangenheit immer wieder Skandale mit verunreinigten Lebensmitteln wie Babymilchpulver oder krankem Fleisch. Um das zu verhindern, hat Wal-Mart mit seinen 400 Filialen in China ein Überwachungssystem zusammen mit VeChain entwickelt. Alle Informationen werden mit Blockchain-Technologie gesammelt. Diese Informationen können nicht nachträglich verändert werden. Kunden können diese über QR-Warencodes dann scannen und so an die detaillierten Informationen gelangen. Von daher dürfte der VeChain-Coin VET weiter interessant bleiben, der sich seit Ende Oktober mehr als verdoppelt hat. Allerdings sollte man aufgrund dieses Kursanstiegs vorsichtig agieren und kleinere Positionen nach dem Cost-Averaging-Prinzip kaufen.

Quelle: cryptorank.io

12.11.2019, 21:35

Unruhige Entwicklung beim Bitcoin: Kurzfristig ist er in einen Abwärtstrend gefallen. Das Chartbild ähnelt dem im Frühjahr 2018.

Nachdem sich der Bitcoin in der vergangenen Woche zunächst seitwärts bewegt hatte, fiel er zum Wochenschluss dann wieder unter die Marke von 9.000 US-Dollar. Am Sonntag gab es noch einmal einen plötzlichen Kursanstieg auf erneut über 9.000 Dollar. Bereits am Montag  ging es dann aber erneut steil nach unten bis auf rund 8.600 Dollar. Der Preis hat sich damit deutlich von der 200-Tagelinie entfernt und schickt sich an, auch die 50-Tagelinie zu durchbrechen, die vorläufig noch als Widerstand nach unten fungiert. Kommt es zum Durchbruch, könnten schnell die Tiefststände um 7.500 Dollar im Oktober erreicht werden. Auch ein Kursrutsch darunter wäre dann im Bereich des Möglichen. Viele Altcoins halten sich dagegen vergleichsweise gut und zeigen häufig eine bessere Performance als der Bitcoin. Kommt der Bitcoin aber weiter ins Rutschen, können sie sich der Abwärtsbewegung natürlich ebenfalls nicht entgegenstemmen.

Wiederholt sich die Geschichte?

Das Ende Oktober gebildete Death Cross beim Bitcoin erwies sich kurzfristig als grandioses Fehlsignal. Denn unmittelbar nach Bildung gab es einen der größten Kurssprünge aller Zeiten beim Bitcoin, der sich innerhalb von 24 Stunden um in der Spitze mehr als 40% befestigen konnte. Von daher erscheint interessant, noch einmal den Verlauf nach dem letzten Death Cross Ende März 2018 zu betrachten. Auch damals gab es danach einen kurzfristigen Anstieg des Bitcoin-Preises um 50%. Nicht unmittelbar danach wie diesmal, aber immerhin nur zwei Wochen später. Zwar verzerrt der Hype Ende 2017 die Situation etwas. Dennoch erinnert der Chartverlauf seit Februar 2018 mittlerweile doch stark dem jetzigen seit Juni 2019 (vgl. Zweijahreschart von Bitcoin unten). Wenn sich das fortsetzt, könnte jetzt der Durchbruch durch die 50-Tagelinie bevorstehen und anschließend der Preis unter das Zwischentief Ende Oktober fallen und bis in den Bereich um 7.000 Dollar gehen.

2018 ging der Kursverfall ja nach zwischenzeitlicher Erholung und Konsolidierung dann Monate später noch deutlich tiefer. Mit dem Resultat, dass Ende 2018 die Kurse – trotz zwischenzeitlichem 50%-igem Kurssprung nach dem Death Cross – um 50% tiefer notierten als zum Zeitpunkt des Death Cross. Damals wie heute galt: Das Death Cross erwies sich kurzfristig als völliges Fehlsignal. Ob es sich wie 2018 mittelfristig auf Sicht eines Dreivierteljahres dann doch als richtiger Indikator erweist, wird man Mitte nächsten Jahres wissen. Würde sich die Analogie fortsetzen, müsste der Bitcoin-Preis von seinem Stand zum Zeitpunkt des  Death Cross im Oktober (knapp 9.000 Dollar) ja noch einmal um 50% fallen, das wären dann 4.500 Dollar.

Das halten wir aus derzeitiger Sicht dann doch für übertrieben. Eine weitere Korrektur ist nicht unwahrscheinlich. Rückgänge bis in den Bereich des Widerstands bei 7.500 sind möglich. Würde dieser Widerstand dann auch noch durchbrochen werden, sollte spätestens bei 6.000 Dollar Schluss sein. Wer langfristig investiert ist, muss immer wieder diese kurzfristigen Schwankungen aushalten. Trader können zwar versuchen, diese kurzfristigen Trends zu spielen. Es hat sich aber immer wieder erwiesen, dass kurzfristige Prognosen beim Bitcoin extrem schwierig sind. Gerade wenn ein kurzfristiger Trend klar zu sein scheint, kommt es völlig abrupt dann zu einer Wendung. Das ist allgemein in jungen und noch nicht so entwickelten Märkten wie dem Bitcoin- bzw. Kryptomarkt häufig zu beobachten.

11.11.2019, 16:35

Das digitale Silber Litecoin könnte gegenüber dem digitalen Gold Bitcoin in nächster Zeit eine bessere Performance zeigen. Über den Gesamttrend bestimmt aber weiterhin der Bitcoin.

Nachdem der Bitcoin zum Wochenschluss unter 9.000 US-Dollar gefallen war, gab es gestern plötzlich einen Kurssprung. Grund könnte eine sehr bullishe Prognose des Krypto-Unternehmers Bobby Lee sein. Als Mitgründer der ersten chinesischen Bitcoin-Börse BTCC im Jahr 2011 und jetzigem Wallet-Produzenten sowie Bruder des Litecoin-Gründers Charlie Lee hat sein Wort in der Szene durchaus Gewicht. Bei der Wellenbewegung des Bitcoins sieht er jede Welle als eine Blase, die den Bitcoin-Preis dann 10-20mal höher steigen lässt als der vorherige Höchststand. Lee zufolge werden diese Wellen den Bitcoin in den nächsten Jahren auf ein Niveau von 100.000 – 200.000 Dollar bringen und letztlich sogar bis auf 1 Million Dollar. Laut Lee wird es bis Ende des nächsten Jahrzehnts ein Flippening zwischen Gold und Bitcoin geben. Damit würde der Bitcoin dann die Marktkapitalisierung von Gold übertreffen. Eine mutige Prognose, immerhin hat das Geld mit einem heutigen Wert von rund 8 Billionen Dollar eine 50-mal höhere Bewertung als der Bitcoin. Derartig optimistische Kursziele hat man immer wieder einmal gehört. Selbst die Bayerische Landesbank hat kürzlich einen Bitcoin-Preis von 90.000 Dollar in den nächsten Jahren als möglich bezeichnet. Jedenfalls könnten diese Äußerungen von Lee gestern den Bitcoin-Kurs durchaus bewegt haben. Die Aufwärtsbewegung wurde aber bereits wieder egalisiert und der Bitcoin notiert erneut deutlich unter der Marke von 9.000 Dollar.

Litecoin mit Kurspotenzial

Litecoin, die Bitcoin-Abspaltung von 2011, wird oft als digitales Silber bezeichnet. Der Preis zeigt seit einem Jahr einen sehr bewegten Verlauf. Zunächst konnte sich der Preis gegenüber den Tiefstständen Ende 2018 in sechs Monaten bis zum Juni 2019 mehr als versechsfachen und zählte damit zu den absoluten Top-Performern unter den großen Altcoins (vgl. Jahreschart Litecoin gegen Dollar unten). Grund für diesen Bullrun bei Litecoin im ersten Halbjahr waren Spekulationen mit Blick auf das Halving am 5. August.

Aber bereits 6 Wochen vor dem Halving-Event lief die Aufwärtsbewegung aus. Danach gehörte Litecoin zu den schwächsten großen Coins und der Kurs drittelte sich wieder. Seit September hat er sich gegenüber dem Bitcoin stabilisiert und lief seitwärts. Seit Monatsbeginn ist eine deutliche Aufwärtsbewegung gegenüber dem Bitcoin zu sehen, die anhalten könnte (vgl. Jahreschart Litecoin gegenüber Bitcoin unten). Litecoin setzt mit dem MimbleWimble-Protokoll verstärkt auf hohe Anonymität und Skalierbarkeit und geht damit in die Richtung der Privacy Coins. Einige der bekannten Privacy Coins wie Monero und Zcash hatten allerdings regulatorische Probleme, die in Japan sogar dazu führten, dass es zu Delistings an den dortigen Kryptobörsen kam. Von daher ist diese verstärkte Ausrichtung von Litecoin nicht ohne Risiko. Das Litecoin Summit am 28. und 29. Oktober in Las Vegas kam offensichtlich bei den Anlegern gut an. Denn seither zeigt der Coin nach langer Flaute wieder eine positive Tendenz. Litecoin sollte derzeit ein größeres Kurspotenzial als Bitcoin haben. Allerdings: Bröckelt der Bitcoin weiter ab, wird auch Litecoin davon negativ betroffen sein. Schwenkt der Bitcoin aber erneut in einen Aufwärtstrend, könnte Litecoin eine bessere Performance zeigen.

4.11.2019, 16:40

Nachdem Ripples Kryptowährung XRP im September gegenüber dem Bitcoin (BTC) auf Tiefstkursen ihre seit August anhaltende Konsolidierung abgeschlossen hatte, kam es in den folgenden Wochen zu Kursgewinnen von über 50 Prozent und einer Annäherung an die 200-Tagelinie (vgl. unterer Chart). Mit dem Kurssprung des Bitcoins lief die Entwicklung des Kryptopaars XRP-BTC kurzfristig zu Ungunsten von XRP und der Preis ging bis an die 50-Tagelinie zurück. Das könnte sich wieder ändern und XRP dann ein Golden Cross zum Bitcoin anvisieren. Es sei denn, Bitcoin macht erneut einen großen Kurssprung. Auch gegenüber dem USD könnte es auf Sicht auf ein Golden Cross hinlaufen (vgl. oberer Chart). Bei einem nachhaltigen Sprung über die Marke von 0,30 Dollar dürfte rasch die 200-Tagelinie erreicht werden, die aktuell bei 0,326 Dollar verläuft.

XRP litt in der Vergangenheit immer wieder unter der anhaltenden Inflationierung. Diese ging einher mit einer mangelnden Transparenz über die Transaktionen aus der Escrow-Wallet von Ripple und der dahinterstehenden Strategie. Die Bedenken sind zuletzt wieder etwas in den Hintergrund getreten. Gerade fand am Wochenende in Singapur die jährliche Swell-Konferenz statt, bei der in den vergangenen Jahren viele namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Finanzwesen eingeladen waren. In der Vergangenheit ist der XRP-Kurs meist vor der Konferenz deutlich angezogen und hat danach wieder nachgegeben. Einige Beobachter erwarten, dass der Verlauf diesmal anders ist.  Denn in den vergangenen Monaten konnte Ripple eine Reihe neuer und interessanter Partnerschaften abschließen und versucht so, die Ripple-Produkte im Markt zu implementieren. Gerade gibt es Spekulationen, dass Ripple neue ODL-Korridore testet. ODL hat dabei nichts mit dem gleichnamigen bayerischen Begriff für Jauche zu tun. Vielmehr handelt es sich um die Abkürzung für On-Demand-Liquidity, das frühere xRapid. Hier machte in jüngster Zeit vor allem der Zahlungskorridor von MoneyGram zwischen den USA und Mexiko von sich reden. Nun scheint Ripple auch Zahlungskorridore zwischen Australischem Dollar und Mexikanischem Peso bzw. Philippinischem Peso zu testen. Ripple hat die Korridore zwar nicht bestätigt, jedoch bereits bestehende Kooperationen nach Australien. Ripple könnte dadurch die Nutzung von XRP über neue Zahlungskanäle forcieren.

28.10.2019, 13:00

Die vergangene Woche hatte es in sich. Nach dem Flash Crash kommt es zu einem seit vielen Jahren nicht mehr gesehenen Bitcoin-Pump.

Die vergangene Woche hatte es in sich. Zunächst sorgte ein kleiner Flash Crash zur Wochenmitte zu einem Kursrückgang bis in die Unterstützungszone um 7.500 US-Dollar. Dadurch bildete sich auch erwartungsgemäß das Death Cross. Das Todeskreuz, bei dem die 50-Tageslinie die 200-Tageslinie von oben schneidet, gilt als Indikator für einen weiteren schwachen Kursverlauf. Allerdings erwies sich das Death Cross als ein Fehlsignal, wie es so wohl nur sehr selten vorkommt. Denn statt weiter fallender Kurse kam es am Freitag dann zum größten Kurssprung des Bitcoins seit 2011. Innerhalb von 24 Stunden explodierte der Kurs um in der Spitze über 40 Prozent (vgl. 5-Tageschart unten).

Manipulierter Kursrutsch?

Für den Kursrutsch zur Wochenmitte gab es ein paar Erklärungsversuche. Am wahrscheinlichsten sind mögliche Manipulationen über die Kryptobörse BitMEX. Dort kann mit Hebeln von bis zu 100 auf steigende oder fallende Bitcoin-Preise gesetzt werden. Durch diese enormen Hebel ist BitMEX die Börse mit dem größten Handelsvolumen im Bitcoin. Laut Daten von coinmarketcap macht es 15 Prozent des Gesamtumsatzes am Spotmarkt der Kryptobörsen aus. Dem Bitcoin-Preis bei BitMEX liegen dabei die Bitcoin-Preise der drei Kryptobörsen Coinbase, Kraken und Bitstamp zugrunde. Auslöser war ein größerer Abverkauf bei Bitstamp. Durch die Riesenhebel bei BitMEX kann dann schnell ein Dominoeffekt ausgelöst werden, wenn Stop-Losses ausgelöst werden und gehebelte Long-Positionen glattgestellt werden müssen.

Als Treibstoff für Kursexplosion?

Natürlich schreit vor allem die Kursexplosion von Freitag auf Samstag nach Erklärungen. So wurden eine große Menge neu gedruckter und an Bitfinex übertragene Tether als möglicher Grund ins Spiel gebracht. In der Vergangenheit gab es immer wieder Vorwürfe, dass Bitfinex damit Bitcoin kauft und so manipuliert. Schließlich ist derzeit diesbezüglich sogar ein Gerichtsverfahren anhängig. Aber vor allem werden Äußerungen von Chinas Präsident Xi Jingping verantwortlich gemacht. Dieser sieht die Blockchain als Kerntechnologie und will diese beschleunigt entwickeln und fördern. Zwar hat dies nicht direkt etwas mit dem Bitcoin oder Kryptowährungen allgemein zu tun. Aber die Äußerungen von Xi waren willkommener Anlass, diese Verbindung herzustellen. So hat der Binance-Vorstand Zhao mit seinen bullishen Tweets einen Zusammenhang suggeriert.

Bei ieser Gemengelage könnten auch die am Freitagnachmittag ausgelaufenen Futures an der CME eine Rolle gespielt haben und zu Panik bei den Marktteilnehmern geführt haben. Denn der Kurssprung beim Bitcoin kam etwa eine Stunde vor Einstellung des Handels am Freitagnachmittag. Diese Dynamik wurde dann noch durch einen Short Squeeze verstärkt. Viele Marktteilnehmer hatten zuletzt auf weiter fallende Kurse gesetzt. Dadurch mussten die offenen Short-Positionen zwangsliquidiert werden. Zu Beginn des asiatischen Handels ab Mitternacht gab es dann sogar noch einen größeren Pump, der den Bitcoin bis deutlich über 10.000 Dollar trieb. Auch hier dürften einige Marktakteure völlig auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Die Riesenhebel von BitMEX und jetzt auch Binance könnten jedenfalls Bitcoin-Wale verstärkt dazu verleiten, den Markt kurzfristig zu überrumpeln. Geht man noch weiter, könnte man sogar den Kursrutsch zur Wochenmitte als ersten Schritt zur Manipulation nach oben sehen. Allerdings gibt es dafür keine Belege.

Trend kurzfristig unklar

Den langfristigen Trend hatten wir hier schon häufig als ganz klar sehr aussichtsreich bewertet. Dass die kurzfristigen Schwankungen unvorhersehbar sind, hat der Bitcoin gerade wieder mit Bravour bewiesen. Eigentlich hätte es neue Nachrichten benötigt, um den Preis aus seiner eher abwärts gerichteten Bewegung zu reißen. Diese gab es nicht wirklich. Von daher ist der Bitcoin-Pump auf das Zusammenspiel verschiedener markttechnischer Faktoren zurückzuführen. Es würde deshalb nicht verwundern, wenn die Preise zunächst wieder abbröckeln. Langfristig ausgerichtete Anleger sollten diese enormen kurzfristigen Kursschwankungen sowieso nicht verunsichern.

24.10.2019, 19:20

Wir hatten zuletzt vor 10 Tagen darauf hingewiesen, dass der Bitcoin-Preis sich einem Death Cross nähert. Nach dem Flash Crash gestern wird dieses nun gerade gebildet. Von daher haben wir das wir 10 Tagen noch eingefügte Fragezeichen im Bitcoin-Jahreschart unten weggelassen. Fraglich ist, ob es dann unmittelbar zu weiteren deutlichen Kursrückgängen kommt. Wahrscheinlich ja. Wie schon erwähnt, könnte der Preis nach einem Bruch der Widerstandszone um die 7.500 US-Dollar dann deutlich wieder fallen bis in den unteren 6.000-Dollar-Bereich. Für langfristig denkende Investoren wären das dann wieder sehr günstige Kaufpreise.

Ursachen des Flash Crashes

Wie immer ist es kaum möglich, die wirklichen Ursachen zu eruieren. Eine Begründung könnte eine mögliche Manipulation der Kryptobörse BitMEX sein, der führenden Bitcoin-Börse gemessen nach Handelsvolumen. Eine Besonderheit ist, dass dort mit Hebeln bis zu 100 auf steigende und fallende Kurse gesetzt werden kann. Dabei liegen den Bitcoin-Kursen bei die Bitcoin-Preise der drei Kryptobörsen Coinbase, Kraken und Bitstamp zugrunde. Der Preisrutsch soll dabei von der Börse Bitstamp ausgegangen sein durch einen Abverkauf von 3.600 BTC ausgegangen sein, der auch durch einen „durchgeknallten“ Algorithmus ausgelöst worden sein könnte. Allerdings hat man solche Flash Crashes in der Vergangenheit schon häufiger gesehen. Jedenfalls kann bei so riesigen Hebeln wie bei BitMEX schnell ein Dominoeffekt ausgelöst werden, wenn entsprechende Stop-Losses im Markt liegen.

Erstaunlicherweise hat die Hash Rate laut Daten von blockchain.com mit 114 TH/s (114 Millionen Tera Hashes bzw. 114 Trillionen Hashes pro Sekunde) gerade einen neuen Rekordwert erreicht. Das ist ein neuer Rekord der Netzwerkleistung, die der Sicherheit des Netzwerks dient. Eigentlich wird meist vermutet, dass ein Anstieg der Hash Rate mit eher steigenden Kursen einhergeht. Allerdings hat schon das vergangene Jahr gezeigt, dass trotz ständig steigender Hash Rate die Preise enorm gefallen sind. Von daher könnte der Kurssturz aber auch einfach nur eine gewisse Vorsicht vor den Libra-Anhörungen widerspiegeln. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat bei der Anhörung vor dem US-Kongress versucht, den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Libra würde die Währungsstabilität nicht gefährden sondern vielmehr die Vormachtstellung des US-Dollars stärken. Denn Libra soll ja zur Hälfte durch US-Dollar gedeckt werden. Wird das Libra-Projekt blockiert, würden andere Länder hier ihre Marktposition ausbauen. Dies gilt insbesondere für den Hauptkonkurrenten der USA, China. Denn dort soll – wie schon verschiedentlich gemeldet wurde – relativ kurzfristig eine staatliche digitale Währung getestet und eingeführt werden. Allerdings konnten die Zuckerberg-Ausführungen wohl die Bedenken kaum zerstreuen.

Altcoins meist nicht so schwach wie Bitcoin

Der in den vergangenen Wochen zu beobachtende Trend, dass die Altcoins den Bitcoin eher outperformen, setzt sich auch in der Abwärtsbewegung fort. Einige Coins der Top20 haben im Wochenvergleich weniger verloren als der Bitcoin, manche (wie Chainlink mit +13% oder Bitcoins SV mit +26%) zeigen sogar ein Plus. Auch heute im Tagesvergleich liegt der Bitcoin leicht im Minus, während praktisch alle Altcoins der Top20 mehr oder minder große Pluszeichen aufweisen. Trotzdem ist von Coinpicking derzeit noch immer eher abzuraten. Zwar kann sich der Bitcoin nach dem Preisrutsch auch schnell wieder erholen. Die Gefahr eines weiteren Rückgangs (Death Cross) ist jedoch groß.