In Kryptowährungen investieren?

  • völlig neue Asset-Klasse
  • verstärktes Interesse traditioneller Groß- und Kleinanleger
  • derzeit interessantester Tradingmarkt mit vielen Tradingmöglichkeiten
  • Handel in Altcoins aussichtsreicher als in Bitcoin
  • 7/24-Handel (Handel rund um die Uhr)
  • gute Handelsplattformen

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28.9.2020, 17:00

Bitcoin ist und bleibt das Amazon im Krypto-Space. Der Bitcoinkurs könnte da stehen, wo der Amazonkurs vor über 10 Jahren stand.

Die Blockchain und Kryptowährungen werden in ihren disruptiven Auswirkungen oft mit dem Beginn des Internet-Zeitalters verglichen. Auch einige der heute führenden Internet-Unternehmen litten zwischenzeitlich unter erheblichen Zweifeln und entsprechenden Kurseinbrüchen. Wer hat den Aufstieg eines Internet-Buchhändlers namens Amazon zum führenden Online-Handelsunternehmen weltweit Ende der neunziger Jahre vorausgesehen? Ein Blick auf die Kursentwicklung bei Amazon nach dem Börsengang 1997 relativiert die enormen Kursschwankungen beim Bitcoin. Zur besseren Darstellung wird der Amazon-Chart unten in logarithmischer Darstellung gezeigt Bei dieser Darstellung entspricht eine gleiche prozentuale Veränderung unabhängig vom absoluten Kursniveau immer einem gleichen Zuwachs. Wer am ersten Handelstag Amazon-Aktien zum Preis von splitbereinigt 2 Dollar erworben hat, kann diese heute zu Preisen von 3.000 Dollar verkaufen. Dabei war dieser Kursanstieg beileibe keine Einbahnstraße. Nachdem sich der Kurs von 1997 bis 1999/2000 auf über 100 Dollar und damit verfünfzigfacht hatte, stürzte er danach innerhalb von eineinhalb Jahren wieder auf 5 Dollar ab und verlor damit mehr als 95 Prozent seines Wertes. Nach der folgenden Verzehnfachung gab es wieder eine Halbierung und so ging das auch in den Folgejahren so weiter. Erst nach rund 12 Jahren kam es dann zum Durchbruch zu neuen Höchstkursen und dem enormen Lauf im vergangenen Jahrzehnt bis heute.

Die enormen Kursschwankungen beim Bitcoin werden von traditionellen Anlageexperten immer wieder als Beleg dafür angeführt, dass mit dem Bitcoin kein seriöses Anlegen möglich ist. Wie gerade gesehen, wäre demnach Amazon über sehr viele Jahre auch keine seriöse Anlage gewesen. Ein Vergleich der Kursentwicklung (vgl. den Bitcoin-Chart in logarithmischer Darstellung unten seit Beginn des Handels auf der Kryptobörse Bitstamp im Jahr 2011) lässt gewisse Ähnlichkeiten erkennen. Der Bitcoin könnte heute etwa da stehen, wo Amazon im Jahr 2009 stand, bevor die alten Höchststände wieder erreicht wurden und es dann eine parabolische Entwicklung nach oben gab. Die zwischenzeitlichen Kurseinbrüche von 80 Prozent oder mehr beim Bitcoin fallen im Vergleich mit Amazon überhaupt nicht mehr unangenehm auf. Und ähnlich wie bei Amazon ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass man in fünf oder zehn Jahren sagt: Hätte man doch nur… Bitcoin ist und bleibt der Leader unter den Kryptowährungen mit Wertaufbewahrungsfunktion so wie das Amazon bei den Online-Händlern ist. Der Bitcoinkurs könnte aktuell da stehen, wo der Amazonkurs vor über 11 Jahren stand. In diesem Zeitraum hat sich der Amazonkurs verfünfzigfacht. Dass deshalb der Bitcoinkurs im Jahr 2031 bei 500.000 Dollar steht, wäre wohl eine unseriöse Prognose. Dass er sich bis dahin und bereits in den nächsten Jahren vervielfacht haben wird, ist dagegen alles andere als unrealistisch.

Der Bitcoin wird auch nicht das Schicksal der ausgestorbenen Dinosaurier des Internet-Zeitalters erleiden. Großartig gestartete Unternehmen aus der Frühzeit des Internets wie Netscape, AOL oder MySpace sind heute aus verschiedenen Gründen in Vergessenheit geraten. Dieses Schicksal werden andere, heute noch hoch gehandelte Kryptowährungen erleiden, nicht aber der Bitcoin. Dazu ist aufgrund des First-Mover-Effekts der Konsens schon zu weit fortgeschritten, der dem Bitcoin als der weltweit führenden Kryptowährung vertraut. Bitcoin ist und bleibt die Alternativanlage zu den herkömmlichen Asset-Klassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien oder Gold. In der neuen Asset-Klasse Kryptowährungen ist Bitcoin ein Solitär.

21.9.2020, 15:45

Der Kryptomarkt ist heute deutlich schwächer, vor allem die DeFi-Token stürzen weiter ab. Dreht der Bitcoin, könnten die Bitcoin-Forks Bitcoin Cash und vor allem Litecoin interessant werden.

Der Bitcoin ist nach seinem Ausflug auf über 11.000 Dollar heute wieder in einen kleinen Sinkflug übergegangen. Ob diese Korrektur anhält und bis wohin diese führen könnte, ist derzeit schwer zu sagen. Hier wurde schon sehr häufig auf die Unmöglichkeit verlässlicher kurzfristiger Kursprognosen beim Bitcoin hingewiesen. Entscheidend ist, dass die langfristig positiven Aussichten unverändert ausgezeichnet bleiben.

Zu den bereits bekannten positiven Faktoren kommen neue hinzu. So könnten die Käufe des Nasdaq-Unternehmens MicroStrategy auf Sicht einen neuen Trend auslösen. Anfang August sorgte die Meldung für Aufsehen, dass MicroStrategy für Rücklagen in Höhe von 250 Millionen Dollar Bitcoin gekauft hat. Vergangene Woche wurde dann sogar eine weitere Aufstockung von Bitcoin im Wert von 175 Millionen Dollar gemeldet. Nun gibt es bereits Spekulationen, ob andere große Unternehmen diesem Schritt folgen könnten, um ihre großen Cashbestände gegen Inflation abzusichern. Als ein Kandidat wurde Twitter genannt, dessen CEO Jack Dorsey ein ausgewiesener Bitcoin-Fan ist. Immerhin steht auf seinem Twitter-Accoint in seiner Bio nur #bitcoin. Jedenfalls könnte der Bitcoinpreis neue Impulse erhalten, sollten weitere bekannte Unternehmen dem Schritt von MicroStrategy folgen. Auch ein länger vergessenes Thema könnte wieder in den Vordergrund treten. Nachdem sich in 2018 und 1019 häufig die Hoffnungen auf die Zulassung eines Bitcoin-ETFs zerschlagen haben, hält der Experte Raoul Pal dies nun in nächster Zukunft für möglich. Denn aus seiner Sicht ist die Genehmigung für US-Banken, Bitcoin und andere Kryptowährungen verwahren zu dürften, ein Meilenstein auf dem Weg zu einer ETF-Genehmigung.

Interessant könnten beim nächsten Bitcoin-Anstieg auch zurückgebliebene Altcoins sein. Im Chart unten sind einmal die Kursverläufe der vier auf der BISON App gehandelten Altcoins im Vergleich zum Bitcoin aufgeführt. In den Jahrescharts sieht man die herausragende Stellung von Ethereum, das sich seit Jahresbeginn gegenüber dem Bitcoin mehr als verdoppelt hat. In dieser herausragenden Performance spiegelt sich die tragende Rolle von Ethereum im DeFi-Bereich wieder, da fast alle DeFi-Projekte auf der Ethereum-Blockchain laufen. Es gibt bereits Analysten, die ein Flippening für möglich halten, also ein Verdrängen von Bitcoin durch Ethereum auf Platz 1 der Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung. Das erscheint allerdings unwahrscheinlich, Ethereum ist aktuell ein Fünftel von Bitcoin wert. Trotzdem würde hier ein Anhalten der Outperformance von Ethereum nicht überraschen.

Ripples XRP konnte sich gegenüber dem Bitcoin im Juli sehr deutlich erholen. Der Coin bleibt aber aufgrund verschiedener Faktoren weiter ein schwer einzuschätzender Problemfall. Interessant könnten dagegen die beiden Bitcoin-Forks Litecoin und Bitcoin Cash sein. Beide treten zwar als verbesserte Bitcoin-Varianten an und haben letztlich den gleichen Use Case, konnten und können aber nicht an der unangefochtenen Marktführerstellung von Bitcoin kratzen. Andererseits weisen die Charts von beiden Bitcoin-Varianten aktuell eine erhebliche Underperformance zum Bitcoin aus und dürften beim nächsten Bitcoin-Aufschwung überproportional zulegen. Bei Litecoin könnte bereits Ende September der Startschuss fallen, falls das Testnet wie geplant startet.

14.9.2020, 16:00

Ende September startet das Testnet von Litecoin. In diesem Zusammenhang könnte wieder mehr Interesse für den Coin entstehen und dessen Preis treiben.

Litecoin ist eine Bitcoin-Fork aus dem Jahr 2011. Es ist aber nicht die erste Bitcoin-Fork, diese war Namecoin ebenfalls im Jahr 2011 – mittlerweile auf Platz 634 laut Coinmarketcap abgerutscht. Litecoin ist als schnellere Alternative zu Bitcoin gedacht. Anstatt alle 10 Minuten wie bei Bitcoin kann bei Litecoin alle zweieinhalb Minuten ein neuer Block erstellt werden. Dadurch kann Litecoin auch deutlich schneller als Bitcoin übertragen werden. Die Maximalmenge ist wie beim Bitcoin begrenzt, wegen der vierfach schnelleren Blockerstellung allerdings auf die vierfache Menge von Bitcoin, also 84 Millionen Stück statt 21 Millionen beim Bitcoin. Ansonsten ist die Ausgestaltung wie beim Bitcoin: Litecoin wird von keiner zentralen Instanz oder Behörde überwacht und dient als weltweites Zahlungsmittel, wobei die Zahlungen schneller und günstiger als bei Bitcoin sind. Die durchschnittliche Transaktionsgebühr ist mit 1 Cent auch im Vergleich zu Kreditkarten, Banken oder PayPal äußerst gering. Zuletzt kam die Meldung, dass die Adult-Plattform Pornhub neben Bitcoin auch Litecoin zur Bezahlung ihres Premium-Inhaltes akzeptiert. Schon lange gibt es weltweit verschiedene Möglichkeiten zur Übertragung oder Bezahlung mit Litecoin. Bei der Entwicklung der Datenschutz- und Skalierbarkeits-Implementierung namens MimbleWimble verläuft alles planmäßig. Mit dem Start des Testnets wird Ende diesen Monats gerechnet. Dies wurde von der Litecoin Foundation durch eine Pressemitteilung bestätigt. Mit der Einführung von MimbleWimble wird Litecoin anonymer, weil die Transaktionsdaten für Dritte nicht mehr so einfach nachzuvollziehen sind.

Sollte es mit dem Start des Testnets zum Monatsende klappen, könnte wieder etwas mehr Musik in den Litecoin-Kurs kommen. Im Jahreschart gegenüber dem Bitcoin unten sieht man, dass der Litecoin-Preis derzeit im unteren Widerstandbereich notiert. Dies könnte sich bei positiven News zu MimbleWimble schnell ändern. Gegenüber dem Dollar ist der Preis beim Kurssturz Anfang September bis auf die 200-Tagelinie gefallen und bewegt sich seither meist knapp darüber. Bei einem Kursanstieg des Bitcoins dürfte Litecoin diesen kurzfristig outperformen. Diese Outperformance könnte bei einem positiven Start des Testnets sogar deutlich ausfallen.

7.9.2020, 14:20

Das Ethereum-Netzwerk wird kurzfristig Opfer seines Erfolges und leidet unter Überlastung. Seine führende Stellung bei den Smart Contracts bleibt aber unangetastet.

Der Kurs der zweitgrößten Kryptowährung Ethereum wurde in der vergangenen Woche überproportional in Mitleidenschaft gezogen. Während der Bitcoin im Wochenvergleich rund 13 Prozent an Wert verlor, waren es bei Ethereum rund 20 Prozent. Allerdings fällt das Minus auch bei vielen Altcoins ebenso oder sogar noch deutlich größer aus. Auch Ethereum ist – wie andere Kryptowährungen – nun charttechnisch kurzfristig etwas angeschlagen. Im Jahreschart erkennt man, dass es seit dem Golden Cross im Mai, bei dem die 50- die 200-Tagelinie von unten nach oben durchbrochen hat, einen sehr starken Kursanstieg gegeben hat. Dabei ist der Preis – von kurzfristigen minimalen Unterschreitungen abgesehen – immer über der 50-Tagelinie geblieben (vgl. Ethereum-Jahreschart unten). Mit dem Einbruch ist der Preis nun auch deutlich unter diese Linie gerutscht. Die Gefahr weiterer Kursverluste ist nicht gering. Den Kursanstieg startete Ethereum in der zweiten Julihälfte von einem Niveau um die 245 Dollar. Dort verläuft aktuell auch die 200-Tagelinie. Vom aktuellen Ethereum-Preis ist dieses Niveau rund 28 Prozent entfernt. Beim Bitcoin startete die Rally ebenfalls in der zweiten Julihälfte bei einem Niveau von rund 9.100 Dollar, bei dem aktuell auch seine 200-Tagelinie verläuft. Vom aktuellen Bitcoin-Preis ist dieses Niveau nur noch 10 Prozent entfernt. Bei weiteren Kursrückgängen des Bitcoins könnte das Korrekturpotenzial bei Ethereum kurzfristig deshalb größer sein.

Das Ethereum-Netzwerk ist derzeit überlasteter als Anfang 2018. Auch damals explodierten die Transaktionsgebühren, so wie das aktuell der Fall ist. Gebühren von bis zu 50 Dollar pro Transaktion auf Uniswap sind einfach viel zu hoch. Das Netzwerk wird aktuell durch zwei große Trends an die Belastungsgrenze gebracht: Zum einen sind das die zuletzt stark gehypten dezentralen Finanzanwendungen (DeFi), zum anderen die Transaktionen in USDT (Tether). Bei DeFi gab es zuletzt einen sehr ungesunden Hype mit Yield Farming als dem letzten Schrei. Wie diese auf wundersame Weise generierten großen – zumindest versprochenen – Renditen erreicht werden sollen, bleibt unklar. Das Ganze hat eher den Charakter eines Schneeball-Systems. Nicht umsonst hat vor wenigen Tagen Ethereum-Gründer Buterin sehr kritische Bemerkungen zu den Auswüchsen im DeFi-Sektor gemacht und vergleicht das Yield Farming mit dem Dollar-Drucken der US-Notenbank. Wozu diese Auswüchse führen können, zeigte sich zuletzt beim hochgejazzten DeFi-Projekt Sushiswap. Mit dem neuen Token soll Liquidity Mining betrieben werden. Nach der Börseneinführung bei Binance am 1. September verlor SUSHI innerhalb von drei Tagen dann rund 90 Prozent seines Wertes. Gute Renditen sehen anders aus.

Die in die Höhe geschnellten Transaktionsgebühren zeigen die Dringlichkeit bei der Einführung von Ethereum 2.0, das die Transaktionszeiten und -gebühren wieder nach unten drücken würde. Denn die Ethereum-Konkurrenz wie Tron, Tezos oder Cardano schläft nicht und könnte versuchen, mehr Projekte für ihre eigenen Plattformen zu gewinnen. Tron profitierte in der vergangenen Woche von seinem Ruf als möglicher Ethereum-Killer, als der Coin als einziger der großen Coins gegen den negativen Markttrend deutlich stieg. Trotzdem dürfte die Stellung von Ethereum bei den Smart Contracts aber unangefochten bleiben und Ethereum auf den – grundsätzlich ja positiven – Run auf seine Plattform reagieren.

5.9.2020, 22:50

Der Bitcoin und mehr noch der gesamte Kryptomarkt ist mitten in einer massiven Korrektur. Im Wochenvergleich verliert der Bitcoin rund 13%. Charttechnisch erscheint der Bitcoin kurzfristig stark angeschlagen (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Der Preis ist unter die 50-Tagelinie gefallen und hat auch den Widerstand bei 10.500 Dollar durchbrochen. Zuletzt wurde die psychologische Marke von 10.000 Dollar nach unten durchbrochen. Die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs bis zur 200-Tagelinie ist groß, die aktuell bei unter 9.100 Dollar verläuft. Von diesem Niveau startete der Bitcoin Ende Juli auch seine jüngste Rally.

Noch stärker hat es viele Altcoins erwischt. Die zuletzt sehr starken Ethereum verloren in einer Woche 22% an Wert, davon allein heute fast 20%. Noch stärker erwischte es einige andere zuletzt favorisierte Coins. Chainlink und Polkadot, immerhin die Nummer 6 und 7 im Ranking nach Marktkapitalisierung, brachen um über 40% in einer Woche ein. Die zuletzt völlig überzogenen DeFi-Token können aber auch das noch toppen. So verloren die am 1. September bei Binance neu gelisteten und hochgehypten Sushiswap (SWAP) rund 90% ihres Wertes und verzeichnen alleine heute ein Minus von 70%. Die ebenfalls hochgejubelten UMA haben sich in drei Tagen gedrittelt, usw.

Eine kurzfristige Prognose der weiteren Entwicklung ist wie immer schwierig. Langfristig angelegte Bestände in Bitcoin und Ethereum sollten – wie hier schon oft propagiert – unabhängig von den Kursschwankungen weiter gehalten werden. Nach den starken Kursrückgängen sollen aber in Anbetracht der aktuellen Unsicherheit die Gesamtbestände deutlich verringert werden und kurzfristig der Cash-Anteil hochgefahren werden. Im Tradingdepot werden deswegen nun kurzfristig Positionen reduziert. Verkauft werden:

0,3 Bitcoin (BTC) zu 10.125 Dollar. Diese wurden am 21.7. bei 9.351,80 Dollar gekauft, so dass ein Gewinn von 8,3% realisiert wird.

6 Ethereum (ETH) bei 334,80 Dollar. Bei der ebenfalls am 21.7. bei 242,80 Dollar gekauften Position wird ein Gewinn von 37,9% realisiert.

10 Litecoin (LTC) bei 47,50 Dollar. Bei der am 13.3. gekauften Position ergibt sich ein Gewinn von 31,6%.

35.000 Matic Network (MATIC) bei 0,0171 Dollar. Hier ergibt sich ein Verlust von 14,5%.

500 pNetwork (PNT) bei 0,543 Dollar. Nachdem hier die Hälfte der Position bereits mit Gewinn verkauft wurde, wird hier nun ein Verlust von 56,2% realisiert.

200 Serum (SRM) bei 2,20 Dollar. Hier wurde der größte Teil der Position bereits mit Gewinn verkauft. Auch bei der Restposition ergibt sich noch ein Plus von 29,4%.

 

Bei Solana (SOL) wurde das Kauflimit von 3,10 Dollar für 150 Stück heute erreicht.

1.9.2020, 22:55

Schafft der Bitcoin diesmal nachhaltig den Sprung über 12.000 Dollar? Ethereum setzt seine deutliche Outperformance fort. Bei Serum wurde das Verkaufslimit für eine Teilposition erreicht.

Der Bitcoin ist heute am Abend kurzzeitig wieder über 12.000 Dollar gestiegen. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke könnte kurzfristig zumindest bis auf die Jahreshöchststände von 13.500 Dollar vom vergangenen Jahr führen. Ethereum ist weiter sehr fest und hat sich heute zwischenzeitlich schon nahe an die Marke von 500 Dollar herangepirscht. Der boomende DeFi-Bereich stimuliert den Kurs. Damit waren zuletzt auch Nachteile wie explodierende Transaktionskosten verbunden. Konkurrenten möchten sich da auch eine Scheibe vom Kuchen abschneiden. So sieht der Cardano-Chef Hoskinson gute Chancen, im Gegensatz zu den First Movern eine erheblich flexiblere und bessere Plattform für diese neuen Entwicklungen zu bieten. Der Cardano-Coin hat gegenüber Ethereum im Juli und August mehr als die Hälfte seines Wertes verloren, was allerdings primär mit der starken Outperformance von Ethereum zu tun hat. Die Performance seit Jahresbeginn ist sowohl bei Ethereum wie bei Cardano mit 270 bzw. 280% etwa gleich.

Der jüngste Höhenflug von Serum (SRM) wurde zunächst einmal gestoppt. In der Spitze erreichte SRM heute bereits 3,80 Dollar, aktuell liegt der Preis unter 3,20 Dollar. Von daher wurde das Verkaufslimit für die Teilposition von 150 Stück bei 3,40 Dollar erreicht. Damit wurde auf diese Teilposition ein Gewinn von 100% in knapp drei Wochen erzielt.

Die Performance des Tradingdepots hat die 100%-Marke nun deutlich überschritten. Sowohl gegenüber dem Bitcoin als auch gegenüber den Krypto-Indizes wurde eine deutliche Outperformance erzielt. Mit OMG Network (OMG) hat es vor kurzem auch der erste Coin im Tradingdepot geschafft, in wenigen Monaten eine Performance von deutlich über 1000% zu erzielen.

31.8.2020, 21:25

Serum (SRM), der erste Hot Coin im Tradingdepot, erweist sich als solcher. Vor 19 Tagen aufgenommen und nun liegt der Preis bereits 87% im Plus. Von daher war der Teilverkauf vor 5 Tagen mit einem Kursgewinn von rund 20% etwas vorschnell. Heute zeigte der Serum-Token einen deutlichen Kursanstieg und wird nun schon deutlich über 3 Dollar gehandelt (vgl. Chart unten). Auch Solana, der zweite Hot Coin im Tradingdepot, konnte über das Wochenende deutlich zulegen. Die dezentralisierte Kryptobörse Serum läuft auf der schnellen Solana-Blockchain.

Wir legen nun für eine weitere Teilposition bei Serum ein Verkaufslimit für 150 Stück bei einem Preis von 3,40 USDT (aktueller Preis 3,18 USDT). Bei einer Ausführung würde auf diese Teilposition dann ein Gewinn von 100% realisiert.

31.8.2020, 13:25

Der inflationäre Gebrauch des Wortes Inflation durch US-Notenbankchef Powell ist eigentlich eine Werbekampagne für den Bitcoin. Auch die Entwicklung der CBDCs stärken auf Sicht dessen Marktstellung.

Der Bitcoin ist weiter in einer Seitwärtsbewegung im Bereich zwischen 11.000 und 12.000 Dollar (vgl. Bitcoin-Jahreschart ganz unten). Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung braucht es aktuell neue Impulse. Ein derartiger Impuls könnte beispielsweise eine Meldung von PayPal sein, dass seine Kunden nun den Kauf von Kryptowährungen tätigen können. Zuletzt gab es einige Spekulationen in diese Richtung. Es gibt aber auch Marktbeobachter, die vor einem weiteren Anstieg zunächst einen deutlichen Bitcoin-Rückgang erwarten. Dagegen spricht, dass die meisten Altcoins derzeit recht gut im Markt liegen. So konnte zuletzt auch Ethereum wieder deutlich zulegen mit einer Wochenperformance von rund 5%. Dagegen lag der Bitcoin im gleichen Zeitraum über 1% im Minus. Diese kurzfristigen Überlegungen sind aber primär für Krypto-Trader interessant. Langfristige Investoren lassen sich von den oft erratischen kurzfristigen Schwankungen dagegen nicht beirren in ihrer Strategie, vom zu erwartenden großen Wertzuwachs bis Ende nächsten Jahres zu profitieren.

US-Notenbank macht Bitcoin-Promotion

Die US-Notenbank macht, wenn auch unbewusst, Promotion für den Bitcoin. Der US-Notenbankchef Jerome Powell benutzte inflationsverdächtige 65 Mal das Wort Inflation in seiner letzten Rede. Darin hatte er geäußert, dass die US-Notenbank die Inflation auf über zwei Prozent ansteigen lassen will. Zwar muss man nicht gleich so weit gehen wie der CEO der Investment-Plattform Real Vision, Raoul Pal. Dieser sieht die Powell-Rede als Treibstoff für Gold und Bitcoin. Gold sieht er um das 2- bis 5-fache steigen, den Bitcoin um das 50- bis 100-fache. Die schon häufiger von Bitcoin-Super-Bullen genannte magische Ziffer von 1 Million Dollar ist zwar auf absehbare Zeit eher unrealistisch. Ein Anstieg bis in den mittleren oder sogar oberen fünfstelligen Bereich bis Ende nächsten Jahres ist es aber nicht. Auch die Winklevoss-Zwillinge, Gründer der Kryptobörse Gemini, weisen erneut auf das bullishe Szenario für den Bitcoin hin. Mit der im Anmarsch befindlichen Inflation wird das Geld der Anleger auf der Bank entwertet werden. Vermögenswerte wie Immobilien oder Aktien werden den Wert halten können, Gold und Bitcoin dagegen an Wert gewinnen. Nach ihrer Meinung ist dabei der Bitcoin gegenüber dem Gold um den Faktor von 45 unterbewertet und wird das Gold deshalb mit seiner Performance um ein Vielfaches übertreffen.

CBDCs als Wettbewerbsfaktor

Die digitalen Zentralbankwährungen (Central Bank Digital Currency, CBDC) werden in den nächsten Jahren verstärkt im Fokus stehen. Treiber dieser Entwicklung ist ausgerechnet China, das mit Pilotprojekten die reibungslose und sichere Nutzung eines digitalen Yuan schon testet. Der digitale Yuan kann 1:1 in Banknoten umgetauscht werden. Es wird darüber spekuliert, dass die digitale Währung bereits bei den olympischen Winterspielen 2022 zum Einsatz kommt. China könnte damit weiter am Status des US-Dollar als weltweite Reservewährung kratzen. Denn die Einführung von CBDCs könnte ein wesentlicher Faktor werden, der über die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit entscheidet. In Deutschland reagiert das Münchner Unternehmen Giesecke & Devrient (G&D) mit der Beteiligung am Schweizer Start-up Metaco, das Dienstleistungen für Krypto-Assets und Stable Coins anbietet, auf diese Entwicklung. Das traditionsreiche Unternehmen ist führend beim Druck von Banknoten für die Zentralbanken weltweit. Mit einer neuen Software namens Filia will G&D den Zentralbanken durch Nutzung der Distributed-Ledger-Technologie die Ausgabe von digitalen Versionen ihrer jeweiligen Landeswährung ermöglichen. Bereits sechs der Zentralbankkunden sind mit G&D in entsprechenden Verhandlungen.

CBDCs stärken den Bitcoin

Vielfach werden in CBDCs eine Konkurrenz zum Bitcoin vermutet. Aus mehreren Gründen ist aber das Gegenteil der Fall. CBDCs bilden – wenn sie denn kommen – die jeweilige Fiat-Währung wie Yuan, Dollar oder Euro einfach 1:1 ab, sie sind nur eine weitere Erscheinungsform. Damit ist die Werthaltigkeit der CBDCs genauso von der Politik der Zentralbanken und Regierungen abhängig wie bisher, denn die Kaufkraft eines digitalen Dollars entspricht der eines „normalen“ Dollars. Ein digitaler Dollar würde genauso inflationiert der Dollar selbst. Dagegen steht das Konzept des Bitcoins als nicht inflationierbare Währung mit einer unveränderbar festgelegten Maximalmenge von 21 Millionen Stück. Der für Anleger weltweit zugängliche Bitcoin bietet damit die einmalige Gelegenheit, leicht aus schwachen und restriktiven Währungen zu fliehen. Beim Bitcoin gibt es keine Zentralbank oder Regierung, die eine inflationäre Entwicklung auslösen kann. Staatliche Digitalwährungen werden daher nur die Akzeptanz der digitalen Weltleitwährung Bitcoin weiter stärken, keinesfalls aber eine Konkurrenz darstellen.

26.8.2020, 16:10

Vor zwei Wochen wurde Serum (SRM) neu ins Tradingdepot aufgenommen. Seither ist der Coin eher seitwärts gelaufen. Auffallend ist, dass er ähnlich wie andere kleine Coins in einem starken Bitcoinmarkt eher etwas schwächer ist und umgekehrt. In den vergangenen Tagen konnte er wieder deutlich zulegen (vgl. Chart unten). Serum betreibt eine dezentralisierte Kryptobörse und wird von hochkarätigen Organisationen unterstützt. Trotzdem wird nun die Hälfte der Position (350 Stück) zu 1,99 USDT aus dem Tradingdepot verkauft.

Mit den freien Mitteln wird ein Kauflimit für 150 Stück Solana (SOL) bei Binance zu 3,10 USDT gelegt. Auch Solana schwankte zuletzt eher gegenläufig zum Bitcoin. Die Anfangsposition von 150 Stück wurde vor zwei Wochen bei 3,86 USDT gekauft.

24.8.2020, 15:15

Ethereum litt zuletzt etwas unter dem eigenen Erfolg. Doch mit unterschiedlichen Ansätzen werden die Skalierungsprobleme entschärft. Die Outperformance von Ethereum zum Bitcoin wird sich fortsetzen.

Ethereum wurde hier schon seit Beginn des Jahres als einer der aussichtsreichsten unter den großen Altcoins herausgestellt. Die Kursentwicklung seit Jahresbeginn gibt dieser Einschätzung Recht mit einem Kursplus von 215% gegenüber 64% beim Bitcoin. Zwar gibt es einige andere Coins – insbesondere aus dem DeFi-Bereich – mit einer noch spektakuläreren Performance. Ethereum als mit Abstand zweitgrößte Kryptowährung ist gegenüber vielen dieser Tokens allerdings viel solider.

Zuletzt machte Ethereum die Erfahrung, dass mit dem Erfolg auch die Probleme kommen können. Denn das Netzwerk stieß durch die vielen darauf laufenden DeFi-Token und die Verlagerung eines großen Teils der USDT-Token (Tether) vom Omni-Netzwerk auf Basis von Bitcoin zu Ethereum an seine Grenzen. Dies schlug sich in erheblich gestiegenen Transaktionsgebühren nieder, die 900% höher als zu Jahresbeginn sind.

Vergangene Woche machte der Höhenflug von OMG Network (OMG) Furore, in der Spitze konnte sich der Kurs in wenigen Tagen fast vervierfachen. Hintergrund ist die Funktion von OMG als Ergänzung zu Ethereum. Denn das OMG-Netzwerk bietet eine Second-Layer-Skalierungsmöglichkeit für das Ethereum-Netzwerk. Ähnlich wie das Lightning-Netzwerk beim Bitcoin sorgt OMG dadurch für schnellere Zahlungen bei deutlich niedrigeren Transaktionsgebühren, als dies direkt auf Ethereum möglich wäre. Dadurch wird aber indirekt die Position von Ethereum weiter gestärkt. Denn die Konkurrenz von möglichen oder selbsternannten Ethereum-Killern wie Cardano, EOS und diversen anderen Projekten schwindet dadurch. Diese Ethereum-Killer werben mit einer viel größeren Skalierbarkeit gegenüber Ethereum und dadurch deutlich geringeren Transaktionszeiten und -gebühren. Durch die Integration des OMG-Layer2 in Ethereum verlieren diese Argumente an Gewicht. Zumal Ethereum mit dem Übergang zum Proof of Stake das Skalierungsproblem auch direkt angeht. Jedenfalls ist selbst auf längere Sicht deshalb nicht zu erwarten, dass andere Smart-Contract-Plattformen Ethereum den Rang ablaufen könnten, Ethereum ist und bleibt hier die Nummer 1.

Recht eindrucksvoll zeigt sich diese positive Entwicklung, wenn man den Langfristchart des Ethereum-Preises zum Bitcoin seit 2018 betrachtet. Nachdem sich der Preis seit Anfang 2018 mehr als gesechstelt hatte, läuft er seit Jahresanfang mit Unterbrechung im Corona-Crash stetig nach oben (vgl. ETH-BTC-Chart unten). Wir erwarten eine anhaltende Outperformance zum Bitcoin. Heute ist der Preis auch wieder über die wichtige Marke von 400 Dollar gestiegen. Im Vergleich zum Allzeithöchst liegt er aber immer noch 71% darunter, beim Bitcoin sind es nur 41%.

17.8.2020, 13:40

Die steigende Nachfrage bei verknapptem Angebot wird den Bitcoin weiter treiben. Die technischen und fundamentalen Indikatoren sprechen für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung.

Der Bitcoin Bullrun hat zuletzt eine Pause eingelegt. Immerhin konnte sich der Preis in den vergangenen Wochen über der Marke von 11.000 Dollar fest etablieren. Die Ausflüge über die Marke von 12.000 Dollar waren bisher nur von sehr kurzer Dauer. Aktuell klebt der Preis wieder kurz unter dieser Marke. Wird die Grenze nachhaltig durchbrochen, dürfte es schnell auf die Höchststände vom vergangenen Jahr bei 13.500 Dollar gehen. Danach gibt es dann charttechnisch wenig Widerstand bis zu den Allzeithöchstständen von knapp 20.000 Dollar. Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass diese Höchststände dieses Jahr realisiert werden können.

Ein Vergleich der Monatsperformance zeigt die derzeitige Ausnahmestellung des Bitcoins (vgl. Chart unten). Mit einem Plus von rund 30% liegt die Kursentwicklung deutlich über der des S&P 500 mit knapp 5% oder des DAX mit nur einigen Zehntel über Null. Auch gegenüber dem Gold hatte sich die Entwicklung zuletzt abgekoppelt. Den Preisrückgang beim Goldpreis in der vergangenen Woche machte der Bitcoin zwar zunächst ebenfalls mit, holte ihn – im Gegensatz zum Gold – aber bereits wieder auf.

Die fundamentale Seite spricht ebenfalls für eine anhaltende Unterstützung des Aufwärtstrends. Viele Netzwerkzahlen waren zuletzt auf Höchstständen. So hat die Hash Rate gerade ein neues historisches Hoch erreicht. Die Legalisierung der Krypto-Verwahrung durch US-Banken ist ein nicht zu unterschätzender Vertrauensgewinn. Die Krypto-Adoption von großen Zahlungsdienstleistern wie PayPal und Mastercard geht in die gleiche Richtung und erleichtert den Zugang für breitere Kreise. In den USA sorgt der Vermögensverwalter Grayscale für Bitcoin-Promotion durch eine TV-Werbekampagne. Nach den Werbesendungen kam es bei Grayscale zu einem Rekordzufluss von über 200 Millionen Dollar innerhalb einer Woche mit vielen Neuinvestoren. Jedenfalls ist die ständig steigende Nachfrage bei der gleichzeitigen Angebots-Verknappung seit dem letzten Halving im Mai ein Kurstreiber, der Bestand haben wird.

13.8.2020, 14:25

Der gestern neu aufgenommene Hot Coin Serum zieht heute bereits stark an. Mit Solana wird ein neuer heißer Titel ins Tradingdepot aufgenommen.

Das am 6.8. gelegte Verkaufslimit für die Hälfte der Position von pNetwork (PNT) bei 1,38 USDT wurde heute bei Binance erreicht. Damit sind 500 der 1.000 Stück von PNT aus dem Tradingdepot verkauft.

Für einen Teil der frei gewordenen Beträge werden neu 150 Stück der schon gestern erwähnten Solana (SOL) bei 3,85 Dollar gekauft. Diese sind zwar schon sehr stark gelaufen und wir haben schon ein paar Tage auf noch einmal rückläufige Kurse gewartet. Da wir aber bei SOL noch weiteres erhebliches Aufwärtspotential sehen, soll jetzt zumindest eine Anfangsposition in das Tradingdepot gekauft werden. Die gestern neu aufgenommenen Serum handelt es sich hier ebenfalls um einen Hot Coin, bei dem große Kurschancen mit entsprechenden Risiken gepaart sind.

DeFi-Token waren in den vergangenen Wochen und Monaten in aller Munde. Sehr stark davon profitiert hat auch Ethereum, auf deren Plattform praktisch alle DeFi-Token laufen. Die zunehmende Ethereum-Adoption mit nach oben kletternden Transaktionszahlen hat aber auch ihren Preis: Laut Daten des Analysehauses Glassnode sind die Transaktionskosten erheblich gestiegen und fünfmal so hoch wie noch im April. Das zeigt die Wichtigkeit einer drastischen Verbesserung der Skalierbarkeit, wie sie im Rahmen der Entwicklung von Ethereum 2.0 kommen wird. Immer wieder hört man von anderen Blockchains mit viel schnelleren Transaktionsgeschwindigkeiten und erheblich geringeren Kosten als möglichen Ethereum-Killern. Diesem Namen ist aber noch keiner dieser potenziellen Konkurrenten auch nur annähernd gerecht geworden.

Der noch kleine Token Solana (SOL) könnte sich als neue Alternative etablieren. Ethereum kann derzeit um die 10 Transaktionen pro Sekunde ausführen. Dagegen soll die Solana-Blockchain bis zu 10.000-mal schneller als Ethereum sein. Die Kryptobörse FTX hat auf deren Basis gerade Serum gestartet, eine dezentralisierte Kryptobörse (DEX) für den Spot- und Derivatemarkt. Dabei wird versucht, die Vorteile von zentralisierten und dezentralisierten Börsen in Einklang zu bringen und dadurch sehr schnell, kostengünstig und hoch-liquide zu sein. Solana soll es Serum ermöglichen, das zentrale Orderbuch alle 400 Millisekunden neu upzudaten. Sam Bankman-Fried, der Gründer von Alameda Research und der Kryptobörse FTX, sprach im Zusammenhang mit Serum bereits vom ersten Produkt der nächsten Phase von DeFi.

Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit gut 67 Millionen Dollar ist Solana derzeit noch winzig im Vergleich zu anderen Projekten wie Tezos oder Cardano, die ebenfalls mit dem Thema der viel größeren Transaktionsgeschwindigkeit punkten. Die Hauptbörse für den Handel in den Solana-Token ist Binance. Wurde Solana bisher gegen Bitcoin, BUSD und BNB gehandelt, kam seit vorgestern der Handel gegen USDT (Tether) dazu. Der Coin wird seit April bei Binance gehandelt und ist seit Ende Juli auch auf FTX gelistet. Im Juli hat sich der Preis verdreifacht. Auffallend ist die anhaltende Stärke seit Ende Juli unter großen Tagesschwankungen (vgl. Chart seit Notierungsaufnahme im April unten). Hier könnte sich für das zweite Halbjahr noch eine große Aufwärtsbewegung anbahnen. Wie man an den Bewegungen vieler DeFi-Token gesehen hat, kann das aber auch viel schneller gehen.

Der gestern neu aufgenommene Hot Coin Serum (SRM) hebt heute bereits ab (vgl. Tageschart unten) und legt im Tagesvergleich 30% zu. In der Berichterstattung gestern zu dem neuen Listing wurde überall das Plus von über 1000% im Vergleich zum IEO einige Tage zuvor hervorgehoben. Die Zuteilung von Stücken bei 0,11 Dollar war mit einem Gesamtvolumen von 660.000 Dollar aber sehr gering und dürfte eher Friends-and-Family-Charakter gehabt haben. Von daher sind die 1000% eher was für das staunende Publikum. Einem weiteren großen Kursschub steht dieser Fakt jedenfalls nicht im Wege.

 

12.8.2020, 13:30

Seit gestern wird mit Serum (SRM) ein Coin neu auf verschiedenen Kryptobörsen gehandelt, der kurzfristig sehr heiß werden könnte. Nach einem IEO (Initial Exchange Offering) auf der Kryptobörse FTX in Höhe von 660.000 Dollar wurde der Coin der DEX (Decentralized Exchange) auf einigen Top-Kryptobörsen neu in den Handel aufgenommen. Dies könnte kurzfristig einigen Schub in den Preis bringen. Zwar war das IEO bei einem Preis von 0,11 Dollar, allerdings eben nur für eine sehr geringe Stückzahl. Innerhalb von Sekunden schoss der Preis nach dem Listing um mehr als 1000% nach oben und hat sich nun zunächst auf einem Niveau zwischen 1,70 und 1,90 Dollar eingependelt (vgl. SRM-Chart seit gestern). Natürlich ist SRM sehr spekulativ mit entsprechenden Risiken, könnte aber als neuer DeFi-Token gehypt werden.

Der neue dezentralisierte Kryptobörse Serum wird von einigen hochkarätigen Organisationen wie der Kryptobörse FTX und der dezentralen Kryptoplattform Compound unterstützt. Serums Ziel ist, eine viel dezentralisiertere Krypto-Derivatebörse anzubieten als seine Wettbewerber. Die Serum-DEX soll noch diese Woche live gehen. Allerdings wird die Börse zu Beginn nur über Umwege nutzbar sein. In den nächsten Monaten sollen auch sukzessive weitere Features wie Cross-Chain-Trading und Tokenized Assets ins Angebot aufgenommen werden.

SRM ist ein Coin ERC-20-Token, basiert also auf der Ethereum-Blockchain. Beim SRM-Token ist ab heute auch Staking über die Serum-Plattform möglich, allerdings sind zum Betrieb eines Staking Nodes 1 Million Stück notwendig. Dagegen ist die Serum DEX auf einer eigenen kleinen Blockchain namens Solana gebaut. Diese wurde schon – etwas übertrieben – als möglicher Ethereum-Killer gehandelt, weil sie Transaktionen bis zu 10.000-mal schneller als Ethereum ausführen kann. So soll es Serum durch die Nutzung der Solana-Blockchain möglich sein, sein zentrales Orderbuch alle 400 Millisekunden upzudaten. Sam Bankman-Fried, der Gründer von Alameda Research und der Kryptobörse FTX, sprach im Zusammenhang mit Serum bereits vom ersten Produkt der nächsten Phase von DeFi.

Auch der Solana-Coin (SOL) ist hochinteressant. Seit dem Listing im April hat sich der Preis bereits versechsfacht (vgl. Solana-Chart ganz unten). Gerade jetzt im Zusammenhang mit dem Start von Serum hat der Preis in den vergangenen Tagen abgehoben und dürfte noch weiter deutlich nach oben gehen. Nachdem SOL bei Binance bereits gegen BTC, BNB und BUSD gehandelt wurde, kam seit gestern auch die Notierung gegen Tether (USDT) dazu. Dies dürfte den Zuspruch zu dem Coin weiter stärken.

Im Tradingdepot setzen wir aber auf die seit gestern neu gelisteten Serum (SRM), die einen Höhenflug wie SOL noch vor sich haben könnten, und nehmen 700 Stück SRM zum Preis von 1,70 USDT neu ins Tradingdepot auf.

11.8.2020, 11:35

Ethereum Classic aus Tradingdepot verkauft

Ethereum Classic dürfte in nächster Zeit eher underperformen. Die Position wird komplett aus dem Tradingdepot verkauft. Dagegen entwickeln sich IOTA immer mehr zum Highflyer.

Ethereum Classic (ETC) wies zuletzt eine vergleichsweise schwache Performance auf. Im Gegensatz zu den meisten anderen Coins ist ETC weit von den Höchstständen vor Corona entfernt, wie der Blick auf den Jahreschart unten zeigt. Vor drei Wochen wurde ETC neu ins Tradingdepot aufgenommen, nachdem der Kurs deutlich ansprang. Es wurde darauf gesetzt, dass der zurückgebliebene Coin Nachholbedarf hat. Zumal die wachsende institutionelle Nachfrage über Grayscale zum positiven Trend beitrug.

Zuletzt gab es aber keine guten Nachrichten. Ethereum Classic leidet erneut unter den berüchtigten 51%-Attacken. Bereits im vergangenen Jahr wurden bei einem Angriff ETC im Wert von 460.000 Dollar doppelt ausgegeben. Ende Juli gab es dann den ersten Angriff in diesem Jahr mit einem Double Spending von 800.000 ETC, ein Gegenwert von 5,5 Millionen Dollar. Bei der letzten Attacke wurden von der Kryptobörse Binance die Ein- und Auszahlungen von ETC ausgesetzt. Bei diesen Attacken zeigt sich die Schwäche des Proof-of-Work-Konsensmechanismus in einem Netzwerk mit einer niedrigen Hashrate. Hier sind solche Angriffe durchaus realistisch. Immerhin ist ETC die Nummer 26 unter den Kryptowährungen mit einer derzeitigen Marktkapitalisierung von über 800 Millionen Dollar. Selbst noch größere Coins wie die Bitcoin-Forks Bitcoin Cash (BSH) und Bitcoin Satoshis Vision (BSV) könnten im Gegensatz zum Bitcoin selbst für solche Attacken anfällig sein.

Da Ethereum Classic aus diesen Gründen in nächster Zeit eher Under- als Outperformer sein dürfte, wird die Position aus dem Tradingdepot (150 ETC) zum Preis von 6,934 Dollar komplett verkauft.

IOTA entwickelt sich derzeit zu einem Renner im Tradingdepot. Der Preis hing lange der Entwicklung hinterher, zeigt aber in den letzten Wochen und Monaten wieder deutliche Stärke. Heute ist er mit einem Plus von 12% einer der ganz wenigen Coins mit einem Pluszeichen. Von den Jahreshöchstständen des vergangenen Jahres ist IOTA noch rund 30% entfernt (vgl. IOTA-Jahreschart unten), während viele Coins wie Ethereum diese sogar schon erheblich übertroffen haben.

IOTA spezialisiert sich auf das Internet of Things (IOT), bei dem physische und virtuelle Gegenstände vernetzt sind und miteinander kommunizieren. Es gibt sehr viele Anwendungsgebiete wie Autos und Mobilität, Smart Cities oder im Gesundheitswesen. Zuletzt gab es auch einen Adelsschlag der EU, die IOTA für die Beteiligung am CityxChange-Projekt als Key Innovator gekürt hat. Dabei geht es um Konzepte für E-Mobilität und dezentrale Energienetze. Dieses Projekt ist derzeit in sieben europäischen Städten in der Testphase. Marktbeobachter sehen die Entwicklungen bei IOTA im zweiten Halbjahr sehr positiv mit entsprechenden Auswirkungen auf den IOTA-Kurs.

10.8.2020, 16:00

Nach dem Bullrun im Juli hat der Kurs von Ethereum eine Pause eingelegt. Der Coin bleibt trotzdem neben dem Bitcoin das wichtigste Basis-Investment eines Krypto-Portfolios.

Seit Jahresbeginn hat Ethereum – trotz Corona-Crash – über 200% zugelegt. Nur ganz wenige von den großen Coins zeigten eine noch bessere Performance. Der Bitcoin fällt demgegenüber trotz eines Plus von 65% seit Anfang des Jahres deutlich zurück. In der vergangenen Woche blieb der Preis gegenüber dem Bitcoin aber erstmals wieder etwas zurück.

In den vergangenen Wochen und Monaten stand Ethereum vor allem wegen dem DeFi-Hype im Blickpunkt, denn die meisten DeFi-Anwendungen laufen auf der Ethereum-Blockchain. Die Ethereum-Adoption nimmt zu und die Transaktionszahlen klettern nach oben. Allerdings hat der Erfolg auch seinen Preis. Die Transaktionskosten sind gemäß den Daten des Analysehauses Glassnode erheblich gestiegen und nun fünfmal so hoch wie im April, das ist der höchste Wert seit zwei Jahren. Dies zeigt zum einen, dass die Adoption nicht nur Vorteile bringt, und zum anderen, dass eine Verbesserung der Skalierbarkeit extrem wichtig ist. Deshalb ist auch die Entwicklung von Ethereum 2.0 dafür entscheidend, dass Ethereum bei DeFi und anderen Anwendungen der unangefochtene Platzhirsch bleibt.

Denn sonst könnte plötzlich doch eine hoch-skalierbare Blockchain Ethereum den Rang ablaufen. Ein wirklicher Ethereum-Killer ist aber derzeit nicht zu sehen. Allerdings wird die Community aufgrund von Verzögerungen immer wieder einmal unruhig. So stieß auch der kürzlich von der Ethereum-Stiftung genannte Termin Januar 2021 für die Einführung der Phase 0 auf keine große Begeisterung. Es gibt aber auch Stimmen, die weiterhin eine Einführung bereits im November für möglich halten.

Nach dem Ethereum-Bullrun im Juli ist eine Konsolidierung völlig normal. Im Gegensatz zum Bitcoin, der noch rund 15% unter den Höchstständen vom vergangenen Jahr notiert, hat Ethereum diese schon deutlich übertroffen. Kurzfristig könnte deshalb die Performance etwas hinter dem Bitcoin und anderen großen Coins zurückbleiben. Trotzdem bleibt der Coin auch im zweiten Halbjahr aussichtsreich und gehört weiter eher übergewichtet in ein Krypto-Portfolio.

6.8.2020, 14:25

In Phasen eines starken Bitcoins hinken kleinere Coins oft hinterher. Seit der Aufnahme des pNet-Tokens (PNT) zeigte der Bitcoin diesem gegenüber eine Outperformance von rund 15%. Meist ist pNet an Tagen mit einem Bitcoin-Minus mehr oder minder deutlich im Plus, so auch heute mit +5%. Umgekehrt ist es dann an starken Bitcoin-Tagen. Der Token hatte seit Aufnahme in das Tradingdepot sehr starke Schwankungen zwischen 0,86 und 1,40 Dollar. Aktuell setzt er wieder zum Sprung auf den Höchstkurs an (vgl. Chart unten). Deswegen wird hier knapp darunter ein Verkaufslimit für die Hälfte der Position gelegt.

pNet versucht sich als DAO im DeFi-Bereich zu positionieren. Das Ziel ist, möglichst viele Blockchains miteinander zu verbinden. Dabei dienen die pToken als Brücken zwischen völlig verschiedenen Kryptowährungen. So können z.B. über pBTC Bitcoin-Holder DeFi-Lösungen von Ethereum oder EOS erkunden, ohne die Bitcoins verkaufen zu müssen. Am 31. Juli wurde die pNetwork DAO gelauncht, dass den Holdern des Governance-Tokens $PNT die Möglichkeit gibt, die Entwicklung der DeFi-Cross-Chain-Lösungen zu beeinflussen. Die Holder der PNT-Token, die ihre Token in der DAO staken, können bei maßgeblichen Entscheidungen mitstimmen und hohe Verzinsungen einstreichen.

Seit dem Launch der pNetwork DAO weist die Kursentwicklung von PNT tendenziell wieder nach oben. Für die niedrige Marktkapitalisierung von PNT (73 Millionen Dollar) ist die Gewichtung im Tradingdepot vergleichsweise hoch. Für die Hälfte der Position wird deshalb ein Verkaufslimit gelegt von 1,38 USDT bei Binance.

3.8.2020, 16:45

Die sehr lange Underperformance von Ripples Kryptowährung XRP könnte ein Ende haben und in eine Phase der Outperformance übergehen.

Ripples Kryptowährung XRP zeigt seit Anfang Juli Stärke gegenüber dem Bitcoin. Im vergangenen Monat und in der vergangenen Woche konnte sich der Preis von XRP um ein Vielfaches besser entwickeln als der des Bitcoins. Die Wochenperformance der drittgrößten Kryptowährung von über 40 Prozent auf Dollarbasis war mit Abstand die beste unter den Top20-Coins. Endet nun die Zeit der enttäuschenden Kursentwicklung bei XRP? Gegenüber dem Bitcoin ist die lange Phase der Underperformance zunächst einmal vorbei (vgl. XRP-BTC-Chart seit Anfang 2019 unten), nachdem sich der Wert von XRP/BTC seit 2019 gefünftelt hatte.

Positive Faktoren

Ripple, das Projekt hinter der Kryptowährung XRP, konzentriert sich auf schnelle, sichere und günstige internationale Geldüberweisungen. Zuletzt gab es einige positive Meldungen:

  • Mit Santander nutzt die größte Bank der Eurozone die Ripple-basierte Überweisungs-App für internationale Zahlungen. Mittlerweile wurden darüber schon mehr als eine halbe Milliarde Dollar abgewickelt. Allerdings kommt dabei XRP gar nicht zum Einsatz.
  • Ripple hat sich zuletzt auch in Bezug auf das gehypte DeFi-Thema ins Gespräch gebracht. Möglich wäre das, denn über das RippleNet ist man sehr gut mit einem Netzwerk positioniert, das auf für Banken und Finanzinstitute entwickelten Produkten basiert. Vor kurzem wies David Schwartz, Ripples CTO, darauf hin, dass DeFi-Dienstleistungen für institutionelle Partner über das bestehende Netzwerk sehr schnell angeboten werden könnten.
  • Ein möglicher Börsengang von Ripple, den manche Beobachter noch für dieses Jahr erwarten, würde beim Projekt und bei XRP für noch größere Aufmerksamkeit sorgen.

Das Problempaar: Ripple und XRP

Ripple als Open-Source-Protokoll wird von Ripple Labs entwickelt. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Verkauf der ursprünglich einbehaltenen XRP, der Kryptowährung von Ripple. Die Maximierung der Verbreitung und des Nutzens von XRP ist damit ein wesentliches Geschäftsziel. Dadurch würde die Nachfrage und damit aufgrund des limitierten Angebots auch der Wert von XRP steigen. Von den geschaffenen 100 Milliarden Ripple wurden 80 Milliarden Stück an Ripple Labs übertragen. Dies war in der Vergangenheit immer wieder ein wesentlicher Kritikpunkt: XRP sei keine wirklich dezentralisierte Kryptowährung, sondern vielmehr zentral vom Fintech-Startup Ripple verwaltet. Eigentlich ein No-Go für Kryptofans. 2017 kündigte Ripple die Verwahrung von insgesamt 55 Milliarden XRP in 55 Treuhand-Konten zu je einer Milliarde XRP an. Über diese sog. Escrow-Wallets soll die andauernde Emission der XRP-Token kontrollierbar und berechenbar werden. Am ersten Tag eines jeden Monats (insgesamt sind das also seit Ankündigung 55 Monate) läuft jeweils ein Konto per festgelegtem Vertrag aus, jeden Monat kann Ripple also maximal eine Milliarde XRP verkaufen. Werden in einem Monat weniger als eine Milliarde XRP verkauft, wird der verbliebene Betrag dann auf ein Treuhandkonto am Ende der Escrow-Warteschlange übertragen (also auf Monat 56 usw. seit Beginn der Ankündigung). In der Vergangenheit belasteten auch immer wieder Vermutungen, dass Ripple mehr als die vereinbarte Menge an XRP verkauft. Die starke Inflationierung durch Ripple wird für die sehr schlechte XRP-Kursentwicklung verantwortlich gemacht. Dabei verunsichert insbesondere die mangelnde Transparenz über die Transaktionen und die dahinterstehende Strategie. Aktuell besitzt Ripple noch 55 Prozent aller XRP.

Diese Probleme könnten aber nun aufgrund der oben genannten positiven Faktoren verstärkt in den Hintergrund treten. Außerdem wurde mit der On-Demand-Liquidity (ODL) vor einiger Zeit schon ein echter Anwendungsfall für XRP geschaffen. Die Kostenersparnis bei internationalen Überweisungen ist für die Nutzer enorm. Die hartnäckige Überzeugungsarbeit von Ripple bei den internationalen Banken könnte deshalb zunehmend Früchte tragen.

28.7.2020, 12:20

Der Bitcoin kommt heute nach dem Kurssprung wieder etwas zurück. Trotzdem dürfte das erst der Anfang einer deutlichen Aufwärtsbewegung sein.

Der Bitcoin ist gestern locker über den seit November 2019 gebildeten Widerstand bei 10.500 Dollar gesprungen (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). In der Spitze wurden heute zu Beginn des asiatischen Handels bereits Preise von über 11.300 Dollar erreicht. Damit sind nun auch die Kurse vor dem Corona-Crash im März wieder erreicht und sogar deutlich übertroffen. Das nächste Kursziel werden nun die Höchstkurse vom Sommer des vergangenen Jahres sein, die um die 13.500 Dollar lagen.

Am Wochenende hat sich wieder einmal ein Futures Gap bei den an der CME gehandelten Bitcoin-Futures ergeben (vgl. Chart mit den CME-Notierungen unten). Ein solcher Gap entsteht, weil der CME-Handel über das Wochenende hin nicht stattfindet und bei einer größeren Preisbewegung des Bitcoin-Marktes über das Wochenende dann auf einem ganz anderen Niveau wieder eröffnet. Dieser Gap ist mit 300 Dollar diesmal allerdings nicht riesig. Aber in der Vergangenheit hat sich meistens gezeigt, dass der Gap vor einer Fortsetzung des Trends erst geschlossen wird. Das würde bedeuten, dass der Preis erst noch einmal bis in den Bereich von 9.600 Dollar zurückfallen würde. Die Wahrscheinlichkeit dafür dürfte aber eher gering sein, da sich der Bitcoinpreis schon zu weit von diesem Niveau entfernt hat.

Der lange erwartete Bullrun könnte also bereits begonnen haben. Dafür sprechen auch die Netzwerkzahlen mit Höchstständen bei der Hash Rate, den Daily Active Addresses und der Mining Difficulty. Langsam könnte sich auch die Angebots-Verknappung nach dem letzten Halving im Mai auswirken bei gleichzeitig steigender Nachfrage. Der Beginn der Hausse nach dem zweiten Halving 2016 begann gut zwei Monate nach dem Ereignis. Die Geschichte könnte sich als wiederholen. Zumal ein weiterer Indikator dafür spricht. Die Bitcoin-Abhebungen von den Kryptobörsen hatten Mitte März einen Höhepunkt erreicht. Zunehmende Abhebungen gelten als positives Zeichen, da dann die Investoren den Bitcoin offensichtlich länger halten und nicht kurzfristig an den Kryptobörsen wieder verkaufen wollen. Analysten haben darauf hingewiesen, dass 2018 und 2019 vier Monate nach dem Höhepunkt dieser Abhebungen jeweils eine starke Rally startete. Diese vier Monate sind nun ebenfalls gerade um. Auch die generelle Nachrichtenlage erscheint sehr positiv. So ist die Legalisierung der Krypto-Verwahrung durch US-Banken ein sehr positives Signal. Außerdem wollen internationale Zahlungsdienstleister wie Paypal oder Visa die Anbindung an Kryptowährungen ermöglichen. Wichtig ist auch die Abkoppelung von den Aktienmärkten in den vergangenen Tagen.

Die Altcoins, die zuletzt und auch schon das ganze Jahr über deutlich besser als der Bitcoin performten, stehen seit gestern eher im Hintergrund. Die meisten performen heute schwächer als die Leitwährung. Eine Ausnahme sind die Bitcoin Hard Forks Litecoin und Bitcoin Cash. Diese hatten zuletzt Nachholbedarf gegenüber dem großen Bruder. Im DeFi-Bereich ist heute der Tradingdepot-Wert pNetwork (PNT) mit einem Plus von fast 20% der beste Token. Allerdings war der Token in den vergangenen Tagen schwach. Nun könnte er zu seinem nächsten Kurssprung ansetzen.

Seit Jahresanfang haben wir hier schon mehrfach darauf hingewiesen, dass Ethereum der Favorit unter den großen Altcoins in diesem Jahr ist. Bisher bestätigt sich das eindrücklich. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 152% zu Buche, das jüngste Wochenplus beträgt über 36 Prozent. Die Underperformance der Jahre seit 2017 ist nun endgültig vorbei. Diese zeigt die Kursentwicklung von Ethereum gegenüber dem Bitcoin im Drei-Jahreschart unten. Gleichzeitig zeigt ein Blick auf den Chart trotz der jüngsten Aufholjagd noch immenses Potential.

Auf Dollarbasis hat der Ethereum-Preis bereits die Höchstkurse aus diesem Jahr vor Corona deutlich übertroffen (vgl. den Jahreschart gegenüber dem Dollar), nachdem der Widerstand bei 250 Dollar überwunden war. Der Preis ist am Sonntag glatt über 300 Dollar gesprungen und pirscht sich sogar schon an die Höchstkurse um 350 Dollar vom vergangenen Jahr heran. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 36 Milliarden Dollar liegt die zweitwichtigste Kryptowährung zwar klar hinter Bitcoin (189 Milliarden Dollar), aber deutlich vor den dritt- und vierplatzierten Tether und Ripple mit jeweils rund 10 Milliarden. Ob Ethereum sein Allzeithoch von 1.450 Dollar noch einmal sehen wird, ist zwar fraglich, aber nicht unmöglich.

Im Bereich Smart Contracts ist und bleibt Ethereum unangefochten der Marktführer, so wie das der Bitcoin im Bereich digitales Gold und Wertaufbewahrungsmittel ist. Vom Boom im DeFi-Bereich profitiert Ethereum, da fast alle diese Produkte auf seiner Blockchain laufen. Viele Tokens – nicht nur im DeFi-Bereich – würde es ohne den auf der Ethereum-Blockchain laufenden Token-Standard ERC-20 gar nicht geben. Ethereum ist die Plattform für eine Menge von ERC-20-Token. Wird ein neuer ERC-20-Token geschaffen, muss die Validierung durch die Netzwerk-Miner mit Ether (ETH) bezahlt werden. Auch die Gebühren für alle späteren Token-Transaktionen müssen in Ether gezahlt werden.

Im weiteren Jahresverlauf wird die näher rückende Einführung von Ethereum 2.0 ein nachhaltiger Kurstreiber bleiben. Damit einher geht der Übergang des Konsensmechanismus vom Proof of Work auf Proof of Stake. Einzelne Analysten stufen dies sogar als größeres Ereignis als das Bitcoin-Halving ein. Nach mehrmaligen Verschiebungen könnte es jetzt bis zum Jahreswechsel klappen. Im August soll das finale Testnet an den Start gehen. In diesem Jahr gibt es also weiter Zündstoff für den Kurs.

27.7.2020, 12:45

Der Bitcoin ist über 10.000 Dollar. Ethereum machte zuletzt die Pace. Heute legt Ethereum Classic den ersten Spurt hin.

Ethereum Classic (ETC) hat in diesem Jahr gegenüber Ethereum eine sehr schlechte Performance hingelegt (vgl. Jahreschart unten). Zuletzt kam der Preis im Juli noch einmal deutlich zurück, was natürlich auch an der sehr guten Performance von Ethereum in diesem Zeitraum liegt. Heute könnte der Start für einen nachhaltigen Dreh dieses Trends sein. Auf Dollarbasis hat ETC heute mit einem Plus von 6,5% mit Abstand die beste Tagesperformance aller Coins der Top30.

Auch langfristig fällt auf, dass ETC nun wieder auf den langjährigen Tiefstständen ist seit der Entstehung als Hard Fork von Ethereum im Jahr 2016 (vgl. 4-Jahreschart unten). Nachdem zuletzt Ethereum die großen Coins outperformt hat, könnte nun Ethereum Classic mit einer besseren Performance glänzen.

Ethereum Classic ist eigentlich der ursprüngliche Ethereum-Token und basiert auf dem 2015 eingeführten Smart-Contract-System. Grund für seine Existenz ist der DAO-Hack im Jahr 2016, bei der Hacker 50 Mio. Dollar durch eine Lücke im Programmcode der ersten Dezentralen Autonomen Organisation (DAO) auf Basis der Ethereum-Blockchain stehlen konnten. Nach dem Hack war das Vertrauen in die Blockchain stark angeschlagen. Durch eine Hard Fork bot sich aber die Möglichkeit, den Hack rückgängig zu machen und das Geld zurückzuerhalten. Die Mehrheit entschied sich dafür, obwohl viele in der Kryptoszene dies als eine eklatante Verletzung der Blockchain-Ideologie sahen. Denn diese sieht es ja gerade als essentiell an, dass keine Transaktionen rückgängig gemacht werden können. Jedenfalls kam es zur Hard Fork mit zwei neuen Blockchains: Ethereum (ETH) als der neuen Blockchain und Ethereum Classic (ETC) als der alten Blockchain. Die technische Grundlage von ETH und ETC unterscheidet sich kaum voneinander. Ethereum Classic bietet also ebenso wie Ethereum Smart Contracts und dApps. Nachteile gegenüber Ethereum stehen auch Vorteile gegenüber. So bietet die Emerald-Plattform Toolkits, die gegenüber Ethereum kostengünstiger sind und zusätzliche Funktionalitäten bieten. Dies könnte Entwickler verstärkt dazu bringen, den Engpässen bei Ethereum zu entfliehen und ihre Anwendungen schneller und zu günstigeren Preisen an den Markt bringen zu können.

Zwar wurden vor 11 Tagen im Zuge einer kurzfristigen allgemeinen Positionsreduzierung auch die ETC-Bestände aus dem Tradingdepot verkauft. Nun wird aber erneut eine ETC-Position ins Tradingdepot aufgenommen zu den aktuellen Preisen (Bitfinex): 150 Ethereum Classic (ETC) zu 7,23 Dollar.

24.7.2020, 13:40

DeFi-Token waren zuletzt die Renner. Der pNetwork-Token PNT könnte ebenfalls ein Highflyer werden. Der Token wird deshalb ins Tradingdepot neu aufgenommen.

Der pNetwork-Token PNT ist der Nachfolge-Token von Eidoo. Seit Beginn der Notierung von PNT bei Binance am 22. Juni ist der Preis bereits um 100% gestiegen (vgl. Monatschart unten). In Anbetracht des Hypes um DeFi könnte das aber erst der Beginn sein. Nun wurde von pNetwork ein Yield Farming Programm namens Steroids angekündigt. Dieses Programm soll für einen Monat laufen und bis zu 10% Rendite in Form von PNT bringen. Das Programm soll neue Nutzer anziehen, die Liquidität erhöhen und die Adoption des ganzen pNetwork-Ökosystems befeuern. Beim Yield Farming handelt es sich um ein relativ neues Konzept im DeFi-Bereich. Dabei geht es um die Optimierung des Kapitaleinsatzes durch Nutzung unterschiedlicher DeFi-Produkte, so dass eine möglichst hohe Rendite erzielt wird. In Anbetracht der niedrigen Marktkapitalisierung von derzeit 42 Millionen Dollar könnte sich das zunehmende Interesse sehr schnell in deutlich steigenden Kursen niederschlagen. Die Hauptbörse von PNT ist Binance, wo der Token gegen BTC und USDT gehandelt wird. Bei Bitfinex wird PNT auch direkt gegen den Dollar gehandelt, der Markt dort ist aber etwas weniger liquide und die Spreads deshalb größer. Laut Coinmarketcap betrug des tägliche Umsatzvolumen zuletzt um die 10 Millionen Dollar. Trotzdem sollten bei Orders hier Limits gesetzt werden. Übrigens: Der pNetwork-Token PNT sollte nicht mit Penta verwechselt werden, die mit PNT das gleiche Kürzel haben.

Eidoo (EDO) wurde bereits seit Herbst 2017 auf Bitfinex gehandelt. Nach dem großen Kursanstieg Anfang 2018 kam der Preis in den vergangenen Jahren immer weiter zurück, der Token des Schweizer Projekts fiel zurück in die Bedeutungslosigkeit. Mit dem Übergang vom Eidoo- zum pNetwork-Token (PNT) hat sich das völlig geändert. Der Wert und die Verwendung von Eidoo wurde auf pNetwork übertragen und mit PNT ein neuer Governance-Token präsentiert. PNT ist also kein neuer Token, sondern eine Upgrade-Version von EDO. Dieses Upgrade resultiert aus einer Zusammenarbeit von Eidoo und Provable Things, dem Hauptentwicklungsteam von pTokens. Im Zusammenhang mit dem Upgrade zu PNT gab es einen Token-Burn von 28 Millionen EDO und damit rund einem Drittel der Gesamtmenge. Dadurch wurden rund 80% der vom Eidoo-Projekt gehaltenen Tokens vernichtet, wodurch nun die Mehrheit der Kontrolle in den Händen der Community liegt. Zum Start wurden 60 Millionen PNT auf mehr als 7.000 Blockchain-Adressen verteilt. Das pNetwork könnte dadurch zu einem der größten DAOs (Dezentrale Autonome Organisation) im DeFi-Bereich zu werden. Das pNetwork DAO wird das Governance-System für pTokens sein. Diese pTokens dienen als Brücken zwischen völlig verschiedenen Kryptowährungen. Das Ziel ist, viele wenn nicht sogar alle Blockchain Communities zu vereinen.

Ins Tradingdepot werden nun 1.000 PNT zu 1,24 USDT neu aufgenommen (Binance-Preis).

21.7.2020, 12:55

Der Bitcoin ist heute aus seiner engen Tradingrange ausgebrochen, wenngleich noch nicht signifikant. Trotzdem werden die Positionen im Tradingdepot wieder aufgestockt.

Ist das jetzt der Beginn des Ausbruchs? Der Anstieg heute um rund 200 Dollar ist zwar nicht exorbitant, immerhin konnte aber das zuletzt gebildete und sich immer weiter verengende Dreieck nach oben verlassen werden. Der Preis macht zunächst bei der 50-Tagelinie einen Stopp (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Manche Experten haben vor einem nachhaltigen Anstieg erst noch eine Korrektur erwartet. So sieht der bekannte Marktexperte Peter Brandt einen Bullrun nicht vor Mitte September kommen nach einer vorherigen Korrektur, die bis in den Bereich von 7.000 bis 7.500 Dollar führen könnte. Der Effekt wäre seiner Meinung nach positiv, denn dabei würden die letzten „schwachen Hände“ aus dem Markt gespült. Nach einer derartigen Bereinigung könnte dann das Fundament für eine nachhaltige Aufwärtsentwicklung gelegt sein. Ob es wirklich zu einer Korrektur bis in diese Widerstandszone kommt, ist fraglich. Das größte Risiko wäre dabei ein Aktiencrash, nach dem es derzeit aber nicht aussieht. Vielmehr könnte der Kryptomarkt von einer weiter andauernden positiven Stimmung an den Aktienmärkten profitieren.

Zuletzt konnten die Altcoins teilweise deutlich besser als der Bitcoin performen. Sollte der Bitcoin nun ausbrechen, könnte sich dies – zumindest kurzfristig – umkehren. Bei einigen zuletzt sehr stark gelaufenen Altcoins sind Gewinnmitnahmen und ein Umschichten in die Leitwährung Bitcoin dann zu erwarten. Dafür spricht auch der Rückgang der Bitcoin-Dominanz. Seit Mai ist sie im Zuge einer Altcoin Season von 67% um rund 5% zurückgekommen.

Ethereum ist der größte Altcoin mit weiter sehr guten Aussichten. Im Bereich Smart Contracts ist und bleibt die Blockchain der Marktführer, so wie das beim Bitcoin im Bereich digitales Gold und Wertaufbewahrungsmittel ist. Es gibt sogar Analysten, die auf Sicht Ethereum in der Marktkapitalisierung den Bitcoin überholen sehen, wenn Ethereum auf den Proof-of-Stake wechselt. Dies sind zwar übertriebene Ansichten. Die näher rückende Einführung von Ethereum 2.0 könnte aber zu einem nachhaltigen Kurstreiber werden.

Zuletzt haben wir einen Ausbruch des Bitcoins aus dem Dreieck nach unten als die wahrscheinlichere Variante gesehen. Ob der kleine Ausbruch aus dem Dreieck nach oben heute wirklich nachhaltig ist, wird sich natürlich erst zeigen.  Dennoch stocken wir die vor einigen Tagen reduzierten Positionen im Tradingdepot zumindest teilweise wieder auf, konzentrieren uns dabei aber auf den Bitcoin und Ethereum. Neu ins Tradingdepot aufgenommen werden:

0,3 Bitcoin bei 9.351,80 $

6 Ethereum bei 242,80 $

20.7.2020, 13:05

Ripples CTO ist offen dafür, neue Angebote wie DeFi über das Ripple Netzwerk zu vertreiben.

Ripples Kryptowährung XRP notiert gegenüber dem Bitcoin nur noch bei einem Fünftel des Preises vom Anfang 2019. Anfang Juli zeigte XRP erstmals wieder Stärke gegenüber dem Bitcoin (vgl. XRP-Jahreschart gegen Bitcoin unten). Trotzdem gehört XRP zusammen mit Bitcoin Cash bei einem Minus von 94% im Vergleich zum Allzeithoch zu den Coins mit der schlechtesten Performance.

Ein Grund für die zuletzt bessere Performance könnte sein, dass sich Ripple in Bezug auf das DeFi-Thema ins Gespräch gebracht hat. DeFi sind Finanzanwendungen, die auf Blockchain-Netzwerken aufbauen. Damit wird der Zugang zu Finanzdienstleistungen vereinfacht und verbilligt und es können auch völlig neue Finanzprodukte kreiert werden. Allerdings gibt es auch noch einige Herausforderungen, die gelöst werden müssen. So haben viele potenzielle Nutzer noch Scheu vor DeFi-Anwendungen und möglichen Benutzerfehlern. Fast alle dieser dezentralen Anwendungen laufen auf der Ethereum-Blockchain. Es gibt aber noch andere Smart-Contract-Plattformen wie EOS, Tezos oder Cardano.

Von Ripple hatte man im Zusammenhang mit DeFi-Anwendungen bisher noch wenig gehört. In einem Interview legte Ripples CTO David Schwartz nun offen, dass man sich das Thema schon genauer anschaue. Mit dem RippleNet ist man sehr gut mit einem Netzwerk positioniert, dass auf für Banken und Finanzinstituten entwickelten Produkten basiert. Ripple kann hier den weltweiten Zahlungsverkehr bündeln und diesen durch die Währungsunabhängigkeit erheblich vereinfachen. Von daher liegt nahe, dass über das RippleNet auch weitere Dienstleistungen angeboten werden könnten. Schwartz nannte dabei ausdrücklich DeFi-Dienstleistungen für institutionelle Partner und wies darauf hin, dass neue Produkte durch das bestehende Netzwerk sehr schnell angeboten werden könnten.

Kurzfristig ist von dem DeFi-Thema für Ripples XRP kein Kursschub zu erwarten. Offensichtlich beobachtet man den zuletzt gesehenen Hype bei DeFi aber genau. Entschließt sich Ripple zu DeFi-Angeboten, könnte es aber durch die Vielzahl von Kooperationen mit internationalen Finanzinstituten erhebliche Auswirkungen haben. Dem XRP-Kursverlauf der vergangenen Jahre, der immer wieder enttäuscht hat, würde das guttun.

16.7.2020, 13:50

Der Bitcoin wird in den nächsten Tagen aus dem gebildeten Dreieck ausbrechen. Eine Abwärtsbewegung erscheint derzeit wahrscheinlicher.

Für Aufregung hat ein Bitcoin-Scam gesorgt, bei dem die Twitter-Accounts vieler prominenter Namen wie Bill Gates, Barak Obama, Elon Musk, Joe Biden usw. benutzt wurden. Mit einem simplen Trick wurden einige Follower überrumpelt, wie er schon häufiger versucht wurde. Jeder, der eine bestimmte Menge Bitcoin überweist, würde die doppelte Menge wieder zurückbekommen. Zwar wurden die Tweets von den Promi-Accounts schnell gelöscht, nur um danach bei einem anderen Promi wieder aufzutauchen. Zwar hält sich der Schaden des Twitter-Hacks in Grenzen und hat grundsätzlich auch gar keinen Einfluss auf Sicherheit oder Seriosität des Bitcoins, sorgte aber doch für Verunsicherung. In Deutschland geistert schon seit einiger Zeit eine marktschreierische Werbung für eine automatische Trading-Software herum, die exorbitante Gewinne generieren soll. Auch hier wird mit – nicht ganz so – prominenten Namen wie Dieter Bohlen oder Markus Lanz geworben.

Der aktuelle Twitter-Scam sollte eigentlich ein Non-Event für den Bitcoinpreis sein. Dennoch bleibt der Preis kurzfristig anfällig. Deswegen haben wir gestern auch nicht die vorgestern geplante Neuaufnahme ins Tradingdepot durchgeführt. Der Chart sieht jedenfalls etwas wackelig aus. Nachdem die Aufwärtstrendlinie Mitte Juni seitlich verlassen wurde, hat sich ein Dreieck gebildet, das der Bitcoin in wenigen Tagen verlassen wird. Zwar könnte es auch zu einem Ausbruch nach oben kommen, wir halten das Gegenteil derzeit aber für wahrscheinlicher. Bricht der Kurs aus dem Dreieck nach unten aus, könnte es noch einmal Richtung 8.000 Dollar gehen.

Wir haben hier schon häufiger von kurzfristigen Tradings abgeraten, die oft in die Irre führen. Trotzdem reduzieren wir zunächst die Positionen im Tradingdepot und gehen dadurch auf einen Cashanteil von rund 50%. Folgende Positionen werden verkauft:

0,2 Bitcoin (BTC) bei 9.103,90 Dollar

6 Ethereum (ETH) bei 232,40 Dollar

10 Litecoin (LTC) bei 41,9 Dollar

100 Ethereum Classic (ETC) bei 6,01 Dollar

1500 Ontology (ONT) à 0,686 Dollar

200 Qtum (QTUM) bei 2,196 Dollar

Anmerkung: Werden Positionen zu unterschiedlichen Zeiten gekauft, so werden i.d.R. die zuletzt gekauften Positionen wieder zuerst verkauft. Dies ist darstellbar, wenn die Positionen getrennt gehalten werden, wie hier schon mehrmals empfohlen.

14.7.2020, 18:50

Heute sind Ontology und Qtum gegen den Trend sehr stark. Morgen ist geplant, ein oder zwei weitere sehr aussichtsreiche Coins ins Tradingdepot aufzunehmen.

Das Golden Crossing bei Ontology, auf das wir hier vor zwei Tagen hingewiesen haben, erwies sich als solches. Gegen den Seitwärtstrend am Kryptomarkt kann der Coin weiter deutlich zulegen und liegt heute 16% im Plus. Er ist nun sogar aus seinem Aufwärtstrendkanal ausgebrochen (vgl. Ontology-Jahreschart unten). Für diesen Fall war unsere Erwartung, dass der Preis schnell in Richtung 1 Dollar laufen könnte. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist nach dem Ausbruch heute hoch. Vom aktuellen Kurs von 0,79 Dollar wären das noch einmal über 25%. Ontology könnte von guten Staking Rewards profitieren, deren geschätzte Jahresrendite aktuell zwischen 3 und 5% beträgt.

Ontology könnte es sogar bis in den 100er-Klub des Tradingdepots schaffen. In den vergangenen Wochen und Monaten sind mehrere Coins aus dem Tradingdepot sehr gut gelaufen. So liegen OMG Network, Cardano und NEO zwischen 118 und 261% im Plus. Auch Ethereum ist nicht weit von der 100%-Marke entfernt. Ein weiterer sehr auffälliger Coin aus dem Tradingdepot ist heute Qtum mit einem Plus von rund 7%. Auch Qtum hat gerade ein Golden Cross gebildet (vgl. Qtum-Jahreschart unten). Das Golden Cross vom März wurde durch den Corona-Crash jäh konterkariert. Damals stand der Qtum-Kurs bei 3 Dollar. Bis dahin hätte der Kurs aktuell noch knapp 30% Luft. Auch der Höhenflug von Qtum könnte durch gute Staking Rewards beflügelt werden, deren geschätzte Jahresrendite derzeit zwischen 6 und 8% beträgt.

Wir werden morgen wahrscheinlich einen oder zwei sehr aussichtsreiche Coins neu ins Tradingdepot aufnehmen, die ebenfalls das Zeug für deutliche Kursgewinne haben.

13.7.2020, 16:40

Die Altcoins performen bereits seit Jahresanfang besser als der Bitcoin. Das könnte auch im Jahresverlauf Bestand haben.

Seit einigen Wochen performen die meisten der großen Altcoins besser als der Bitcoin. Ob diese neue Altcoin Season nachhaltig bleiben wird, muss sich noch zeigen. Es scheint aber so, dass sie zumindest kurzfristig weiter anhalten könnte. Blickt man auf die Tages-, Wochen- und Monats-Performance, so zeigen fast alle Altcoins eine deutlich bessere Performance als der Bitcoin.

Dies ist auch gegenüber dem Jahresanfang so. So weist seit Jahresbeginn der Bitcoin ein Plus von 29% auf, Ethereum dagegen von 89%. Ethereum ist und bleibt der Star unter den fünf bei BISON handelbaren Coins. Es gibt aber auch Ausnahmen. So sind die Pluszeichen bei den anderen über BISON handelbaren Kryptowährungen mager: Ripple +9%, die Bitcoin-Forks Litecoin und Bitcoin Cash weisen ein Plus von 10% bzw. 16% auf. Im Chart, in dem die Performance der vier Coins gegenüber dem Bitcoin dargestellt, kann man dies gut erkennen.

Die zuletzt enttäuschenden XRP von Ripple konnten gerade überraschend stark gegenüber dem Bitcoin an Boden gewinnen. Dies könnte damit zu tun haben, das japanische Investoren ihre Bestände erhöht haben. In der Vergangenheit hatte XRP aber trotz ständiger Erfolgsmeldungen von Ripple nur ein Boden verloren. Letztlich war nie so richtig klar, wie XRP als Brückenwährung von den Kooperationen von Ripple profitieren kann. Gegenüber dem Allzeithöchst liegt XRP mit rund 94% im Minus.

Litecoin stehen traditionell technische und spekulative und weniger fundamentale Faktoren im Vordergrund. In der Vergangenheit konnte Litecoin in bullishen Phasen den Bitcoin oft outperformen, in diesem Jahr noch nicht. Litecoin konnte seit Anfang Juli knapp 10% gegenüber dem Bitcoin zulegen. Hier ist aber noch viel Luft nach oben. Wer auf eine Bitcoin-Hausse setzt, könnte mit Litecoin eine überproportionale Performance machen.

Das größte Nachholpotenzial könnte Bitcoin Cash haben. Gegenüber dem Höchststand in diesem Jahr liegt der Coin mit 50% im Minus. Seit der Erholung nach dem Corona-Crash bewegt sich der Kurs seit April seitwärts zwischen 220 und 260 Dollar. Bitcoin Cash hatte ein Halving einen Monat vor Bitcoin. Ähnlich wie bei diesem, gab es bisher wegen dieses Ereignisses kaum Kurseffekte.

12.7.2020, 00:05

Ontology, unsere jüngste Neuaufnahme ins Tradingdepot, hebt gerade ab. Unter den 30 größten Coins hat Ontology in einem eher seitwärts gerichteten Markt heute ein Tagesplus von 11% und damit die mit Abstand beste Tagesperformance. Im Jahreschart sieht man den schönen Aufwärtstrendkanal seit Mitte März. Heute hat sich ein Golden Cross gebildet, bei dem die 50-Tageslinie die 200-Tageslinie von unten nach oben schneidet, ein sehr bullishes Zeichen (vgl. Ontology-Jahreschart unten). Wenn der Preis, der aktuell bei rund 0,69 Dollar liegt, sogar den Aufwärtstrendkanal nach oben verlässt, könnte der Coin schnell in Richtung 1 Dollar laufen. Aber selbst wenn nicht, dürfte der Aufwärtstrend im Kanal anhalten.

Das im Jahr 2017 gegründete Projekt arbeitet eng mit der chinesischen Regierung zusammen. Die Zielrichtung ist die Installation der Blockchain-Technologie bei Unternehmen, ohne dass sie große Änderungen an ihren internen Systemen vornehmen müssen. Mit dem Upgrade Ontology 2.0 wird eine Reihe von Upgrades ins Mainnet übernommen. Binance, die größte Kryptobörse, hatte am 5. Juli angekündigt, das Upgrade zu unterstützen.

8.7.2020, 12:10

Der Bitcoin hat sich vergleichsweise wenig bewegt. Dagegen zeigen die Altcoins Stärke. Ist das schon der Startschuss der Hausse, der erst für Mitte Juli angesagt war? Das Tradingdepot wird aufgestockt.

Vorab ein Hinweis: Neben dem Tradingdepot wurde zum 1. Juli auf der BISON App, hinter der die Stuttgarter Börse steht, ein Realdepot mit 10.000 Euro gestartet. Im Gegensatz zum virtuellen Tradingdepot wird hier also mit echtem Geld gehandelt. Das BISON Realdepot ist unter dem Link https://de.coin-stars.de/bison-realdepot/ abrufbar. Dort finden sich auch Hinweise auf die zuletzt gekauften Positionen.

War schon der Starschuss der Hausse und keiner hat ihn gehört? Beim Bitcoin selbst hat sich eigentlich wenig getan. Der Blick auf den Chart spricht eher für einen Rücksetzer bis zur 200-Tagelinie, die aktuell bei 8.438 Dollar verläuft (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Zuletzt profitierte der Bitcoin aufgrund der großen Korrelation zu den Aktienmärkten von den festeren Aktienkursen. Diese stehen im Zeichen der neuen weltweiten Verschärfung der Corona-Krise auf tönernen Füßen. Bei einem Aktieneinbruch würden auch die Kryptowährungen und -Token aufgrund ihrer Einstufung als Risiko-Assets kurzfristig mit in Sippenhaft genommen. Von daher erscheint als größtes Risiko derzeit die Gefahr eines plötzlichen Aktieneinbruchs.

Der Bitcoin hat zuletzt nur moderat zugelegt, im Wochenvergleich stehen etwas mehr als 1% Plus zu Buche. Die Stärke am Altcoin-Markt deutet aber darauf hin, dass der gesamte Kryptomarkt demnächst die lange erwartete Aufwärtsbewegung starten könnte. Dies zeigt ein Blick auf die Performance der Top20 unten. Im Wochenvergleich die zweitbeste Performance hat unser Tradingdepot-Wert Cardano (ADA) mit einem Wochenplus von 58%. Die beste Performance hatte VeChain (VET), die zuletzt von verschiedenen positiven Meldungen profitierten. Selbst die seit langem enttäuschenden XRP von Ripple konnten deutlich zuelgen und sind heute nach Cardano einer der Top-Performer.

Quelle: cryptorank.io

Es gibt zwar auch Warnzeichen, so z.B. die überbordende Performance der meisten Token aus dem DeFi-Bereich. Die Tabelle unten mit DeFi-Werten zeigt, dass es im Monatsvergleich zuletzt bei vielen Token wieder mehrere hundert Prozent Kursanstieg gab. Im Vergleich zum Jahresanfang (YTD) sind es beim Spitzenreiter Auctus mehr als sagenhafte 6.000%. Dabei handelt es sich bei einer Marktkapitalisierung von 4,6 Millionen Dollar um einen Mini-Token. Aber andere wie Aave (LEND) mit einem Plus von 1111% oder Kyber Network (KNC) mit +756% stehen mit einer Marktkapitalisierung von 253 bzw. 288 Millionen Dollar auf Platz 39 und 37. DeFi ist und bleibt einer der aussichtsreichsten Bereiche im Krypto-Space, erscheint aber kurzfristig überreizt. Das es auch andersherum gehen kann, zeigt der Ende Mai neu gelistete Compound (COMP). Nach der ersten Aufregung mit Kursen bis zu 420 Dollar stürzte der Preis auf aktuell etwas mehr als 180 Dollar ab.

Quelle: cryptorank.io

Ebenfalls ein Warnzeichen ist der heutige Kurssprung von über 50% beim Spaß-Token Dogecoin (DOGE). Der Ende 2013 veröffentlichte DOGE begann als Meme, hat sich aber aufgrund seiner großen Fangemeinde über die Jahre gehalten. Der Grund des Kurssprungs heute ist eine absurde Challenge auf der chinesischen Video- und Musikplattform TikTok. Der Aufruf eines Users, dass der eigentlich wertlose Coin auf 1 Dollar steigen könnte und dann alle reich macht – das würde einer Vervierhunderfachung entsprechen – klingt nach Spaß, könnte aber eher ein Pump-and-Dump-Versuch für naive TikToks sein. Pump and Dump gab es schon immer, von daher hat dieses Warnzeichen eher anekdotischen Wert.

Trotz der Warnzeichen könnte es aber entgegen unserer bisherigen Meinung nun doch zu einem Ausbruchsversuch nach oben kommen. Dafür spricht die Stärke am breiten Altcoin-Markt. Von daher nehmen wir die am 25. Juni gelegten Rückkauflimits für Bitcoin, Litecoin, Ethereum und Ontology zurück und fahren wir den vor 3 Wochen reduzierten Investitionsgrad im Tradingdepot zu den aktuellen Preisen wieder hoch. Neu ins Tradingdepot werden gekauft (Bitfinex-Preise, Ontology bei Binance):

0,20 Bitcoin (BTC) bei 9.295 Dollar

6 Ethereum bei 240,90 Dollar

10 Litecoin (LTC) bei 44,75  Dollar

1.500 Ontology (ONT) bei 0,6445 USDT

Ontology sieht charttechnisch sehr interessant aus. Seit Mitte März bewegt sich der Preis in einem Aufwärtstrendkanal. Das sich verengende Dreieck aus der Aufwärtstrendlinie und der langfristigen Abwärtstrendlinie wurde heute durchbrochen (vgl. Jahreschart unten).

Dagegen erscheint Cardano (ADA) nun kurzfristig etwas überreizt (vgl. Jahreschart unten). Hier wird deshalb die Hälfte der Position (5.000 Stück) zum aktuellen Preis von 0,133242 Dollar aus dem Tradingdepot verkauft. Der Kursgewinn seit dem Kauf vor gut 2 Monaten beträgt 166%.

 

6.7.2020, 16:55

Die festen Aktienmärkte stützen derzeit den Bitcoin, denn dessen Korrelation ist gerade historisch hoch.

Der Bitcoin „leidet“ seit Juni unter einer sehr geringen Volatilität. Dies erschließt sich sofort bei einem Blick auf den Jahreschart unten. Seit er die Aufwärtstrendlinie seitlich verlassen hat, wurden die Schwankungen immer geringer. Nach Phasen mit immer geringer werdenden Schwankungsbreiten kann es dann zu plötzlichen Kursausschlägen kommen. Man kennt dies auch von anderen sehr volatilen Märkten. Zwar kann das mit großer Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden, nicht aber die Richtung dieser Kursausschläge. Generell spricht das Chartbild immer noch eher für einen kurzfristigen Kursrückgang als für einen Ausbruch nach oben. Aus derzeitiger Sicht könnte es Mitte Juli eine Richtungsentscheidung geben.

Auffallend ist die zuletzt wieder starke Korrelation des Bitcoins zu den Aktienmärkten. Die Korrelation zwischen dem Bitcoin und dem S&P 500 hat zuletzt einen neuen Spitzenwert erreicht. Zu Wochenbeginn war das wieder sehr gut zu beobachten. Nachdem der Bitcoin gestern zum Tagesschluss kurz auf unter 9.000 Dollar gefallen war, konnte er sich im Zuge der festen asiatischen Börsen wieder erholen. Mit den festen vorbörslichen Kursen in Europa gab es dann den nächsten kleinen Preissprung nach oben. Diese große Korrelation konterkariert die Funktion von Bitcoin als digitales Gold. Allerdings gab es in der Vergangenheit immer wieder Phasen von sehr starker positiver Korrelation zum Aktienmarkt, aber auch solche mit negativer. Von daher sollte man die derzeitige Synchronität der beiden Assetklassen nicht überbewerten. Allerdings ist zu befürchten, dass bei einem Aktieneinbruch auch Bitcoin & Co als Risiko-Assets wieder in Sippenhaft genommen würden. Von daher bereitet die Entwicklung an den Aktienmärkten mehr Sorge als am Bitcoinmarkt. Denn die Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten sieht bei rationaler Betrachtungsweise eher aus wie eine Verlegenheitslösung. Die große Liquidität an den Märkten sucht nach Anlagen und findet sie scheinbar nicht bei produktiven Investitionen. Auf Sicht verheißt das nichts Gutes.

Wie hier schon oft erwähnt, sollten diese kurzfristigen Überlegungen aber nicht die langfristige Strategie erschüttern. Die Anleger sollten ein Basis-Investment in Bitcoin und anderen wichtigen Kryptowährungen beibehalten. Allenfalls mit einem kleinen Teil können kurz- und mittelfristige Engagements eingegangen werden. Diese sollte man aus steuerlichen Gründen auch trennen, damit das Ziel der Steuerfreiheit der langfristig angelegten Engagements nicht verlorengeht. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, die langfristigen Engagements von den kurzfristigen zu trennen, z.B. auf zwei verschiedenen Konten.

29.6.2020, 16:05

Kurzfristig sprechen die Zeichen eher für ein Abrutschen des Bitcoinpreises. Von daher bleibt Zurückhaltung noch opportun. Ab Mitte Juli könnte der Preis dann nach oben drehen.

Der Jahreschart beim Bitcoin sieht kurzfristig nicht gut aus. Die seit dem Corona-Crash Mitte März gebildete Aufwärtstrendlinie wurde bereits vor zwei Wochen seitlich verlassen (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Im Laufe der vergangenen Woche drehte der Bitcoinpreis nach anfänglicher Erholung wieder deutlich nach unten. Auch die 50-Tagelinie könnte nun in einen Abwärtstrend schwenken und auf die 200-Tagelinie zulaufen. Dann könnte es wieder zu einem Death Cross kommen. Dies gilt normalerweise als ein Zeichen für einen wahrscheinlich anhaltend schwachen Trend. Allerdings hatte sich das bei den letzten beiden Malen als Kontraindikator erwiesen. Der Preis könnte aber zumindest bis zur 200-Tagelinie fallen, die derzeit bei rund 8.350 Dollar verläuft.

 

Vergangene Woche war der Bitcoin zunächst gestärkt durch Meldungen, dass PayPal seinen Nutzern auch den Kauf von Bitcoin ermöglichen könnte. Diese Reaktion auf entsprechende Schritte des US-Wettbewerbers CashApp von Twitter-Gründer Jack Dorsey würde Sinn machen. Bei den rund 350 Millionen Nutzern von PayPal wäre zu erwarten, dass dies eine verstärkte Nachfrage nach Bitcoin auslösen könnte. Der Kursanstieg nach diesen Meldungen war aber nur von kurzer Dauer und der Bitcoinpreis gab wieder nach. Zwar hatte der Verfall einer historisch großen Menge an Bitcoin-Optionen am Freitag nicht die befürchteten Auswirkungen. Ein Warnzeichen bleibt die sehr geringe Volatilität, die auf einen Tiefststand in diesem Jahr fiel. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass es danach oft zu eruptiven Preisbewegungen kommt, wobei deren Richtung nicht klar ist. In Anbetracht des derzeitigen Chartbildes spricht aber einiges für ein kurzfristiges Abrutschen der Preise.

Diese wäre eine analoge Entwicklung zum zweiten Bitcoin-Halving. Damals schwächten sich die Kurse nach dem Ereignis deutlich ab, bevor zwei Monate später eine große Rally startete. In zwei Wochen, also Mitte Juli, wären diese zwei Monate nach dem dritten Halving am 11.5.2020 um. Interessant ist, dass auch ein zweiter Indikator auf Mitte Juli weist, der die Bitcoin-Abhebungen von den Kryptobörsen betrachtet. Anleger überweisen ja nur dann verstärkt ihre Bitcoin- und andere Kryptobestände von den Konten bei ihren Kryptobörsen auf eigene Wallets, wenn sie diese langfristig halten wollen. Verstärkte Abhebungen sind also ein positives Zeichen. Analysten haben gerade wieder darauf hingewiesen, dass 2018 und 2019 vier Monate nach dem Höhepunkt dieser Bitcoin-Abhebungen jeweils eine Rally startete (vgl. Abbildungen unten). In diesem Jahr hatten diese Abhebungen ihren Höhepunkt unmittelbar nach dem Corona-Crash Mitte März gesehen. Wiederholt sich hier die Geschichte, wäre der Startschuss einer neuen Rally ebenfalls Mitte Juli. Es muss jetzt nicht der 18. Juli sein wie unten angegeben. Der 20. würde besser zum Jahr 2020 passen und wäre auch noch ganz ok und das Kursziel 20.000 bis zum Jahresende ebenso.

Quelle: https://twitter.com/ki_young_ju

 

25.6.2020, 10:25

Heute und morgen könnte die Volatilität beim Bitcoin deutlich zunehmen. Für den Fall eines kurzfristigen Rückschlags werden tiefe Kauflimits für das Tradingdepot gelegt.

Das Chartbild des Bitcoins sieht weiter nicht positiv aus. Der Preis ist seitlich deutlich aus der Aufwärtstrendlinie ausgetreten und könnte zumindest bis auf die 200-Tagelinie fallen, die sich derzeit bei etwas über 8.300 Dollar bewegt (vgl. Bitcoin Jahreschart unten).

Kurzfristig könnte die Volatilität am Kryptomarkt erheblich zunehmen. Morgen am Freitag läuft eine riesige Menge an Bitcoin-Optionen im Wert von rund 1 Milliarde Dollar aus und könnte die Kryptomärkte erheblich in Bewegung versetzen. Es handelt sich um den bisher größten Verfall von Optionen. Deswegen könnte es heute und morgen zu größeren Kursschwankungen kommen, wenn Trader kurz vor dem Verfall ihre Positionen schließen wollen. Zuletzt war die Volatilität beim Bitcoin sehr gering. Mit dem Kursrückgang gestern könnte der Bitcoin-Kurs auch kurz in den 8000er-Bereich abtauchen. Von daher macht es mit Blick auf die nächsten Tage Sinn, einige tiefe Kauflimits zu legen. Denn im Zuge des Optionsverfalls könnte es durchaus einen kurzen heftigeren Taucher nach unten geben. Zumal der Bitcoin zuletzt wieder eine starke Korrelation mit den Aktienbörsen aufgebaut hat, wie der Monatschart des Bitcoins im Vergleich zum DAX unten zeigt. Die Aktienbörsen hatten in den vergangenen Wochen rational eher schwerer nachvollziehbare große Kursgewinne gemacht. Die derzeitige Verschärfung der Corona-Krise macht diese deshalb durchaus anfällig für größere Kursverluste.

Nachdem in der vergangenen Woche im Tradingdepot die Positionen deutlich reduziert wurden, sollen deshalb nun einige tiefe Rückkauflimits gelegt werden:

0,20 Bitcoin (BTC) à 8.400 Dollar

10 Litecoin à 34 Dollar

4 Ethereum à 180 Dollar

1000 Ontology (ONT) à 0,51 Dollar (USDT)

Die Limits beziehen sich auf die Preise bei Bitfinex, bei Ontology auf Binance. Ein Hinweis am Rande: Wer steuerlich optimiert traden will, sollte gleiche Positionen eventuell trennen. So liegt die im März gekaufte Position von Ethereum rund 80% im Plus. Würde jetzt die Position nachgekauft, würde bei einem erneuten Verkauf nach dem Fifo-Prinzip zuerst die im März gekaufte Position verkauft. Dies macht dann die Chance zunichte, ab dem März nächsten Jahres einen womöglich sehr hohen steuerfreien Gewinn einzufahren. Von daher ist es sinnvoll, in solchen Fällen über zwei Konten, Unterkonten (wie z.B. bei Bitfinex) o.ä. zu agieren.

Beim Bitcoin hatte sich das Chartbild zuletzt verschlechtert. Dagegen bleibt Ethereum im Aufwärtstrend.

Das Chartbild beim Bitcoin hatte sich zuletzt deutlich verschlechtert. Seit dem Corona-Crash Mitte März hatte sich ein Aufwärtstrend gebildet. Die Aufwärtstrendlinie als untere Begrenzung wurde in der vergangenen Woche seitlich verlassen (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Mit dem Anstieg gestern hat sich der Preis wieder an die Linie angenähert. Momentan fehlen dem Bitcoin als Lokomotive des Kryptomarktes neue Impulse. Es gibt derzeit weder sonderlich bullishe noch bearishe Anzeichen. Allerdings könnte es in den nächsten Tagen durchaus zu einer verstärkten Volatilität kommen. Dafür spricht, dass eine erhebliche Menge an Optionen ausläuft. In dieser Woche kommt es laut einem Bericht von The Block allein bei der Kryptobörse Deribit zu einem historischen Rekordverfall von Bitcoin- und Ethereum-Optionen im Wert von 1 Milliarde Dollar. Am kommenden Freitag, dem 26. Juni, verfallen mehr als 70.000 Bitcoin- und mehr als 290.000 Ethereum-Optionen. Deribit hat teilweise bereits die Margin-Anforderungen aufgrund der erwarteten steigenden Volatilität erhöht, was eine Verlängerung der Optionen verteuert.

Nach dem Anstieg gestern bewegt sich der Bitcoinpreis wieder um die 9.600 Dollar. Für den Markt spricht auch die gestrige Stärke der Altcoins, die meist deutlicher im Plus liegen als der Bitcoin. So konnte Ethereum erneut seine Stärke ausspielen und lag deutlich mehr im Plus als der Bitcoin. Im Monatsvergleich liegt der Coin mit über 15% im Plus gegenüber 3% beim Bitcoin. Ethereum wird weiter befeuert vom Hype um die dezentralen Finanzprodukte (DeFi). Dieser Hype nahm zuletzt exzessive Ausmaße an, wie die Kurskapriolen bei der seit vergangener Woche notierten dezentralen Kreditplattform Compound zeigt. Nach dem Höhenflug hat der Token zuletzt wieder deutlich Federn gelassen. Wer auf einen DeFi-Boom setzt, ist mit der zweitgrößten Kryptowährung Ethereum am besten bedient. So wie Bitcoin in seinem Bereich der Marktführer bleibt, gilt das auch für Ethereum im Bereich Smart Contracts und hier insbesondere DeFi. Wenn der Übergang zu Ethereum 2.0 live gehen wird, könnte es hier zu einem deutlichen Kursschub kommen. Diese Stärke zeigt sich auch im Jahreschart unten. Im Gegensatz zum Bitcoin hat Ether seinen seit Mitte März gebildeten Aufwärtstrend nicht verlassen. Ethereum hatte sich bereits seit Anfang des Jahres als Outperformer unter den großen Coins etabliert und könnte diese Favoritenstellung auch über das ganze Jahr verteidigen.

22.6.2020, 18:35

Bitcoin Cash wird über die BISON App leichter handelbar. Seit April zeigt der Coin aber eine deutliche Underperformance.

Grundsätzlich stellt sich für jeden Investor am Kryptomarkt die Frage, ob er neben Bitcoin auch in Altcoins investieren soll und wenn ja, in wie viele und in welche. Der normale Anleger ist mit der ungeheuren Vielzahl an existierenden Altcoins völlig überfordert. Aktuell beträgt der Anteil von Bitcoin an der gesamten Kapitalisierung des Kryptomarktes laut Coinmarketcap 64,75%, der von Ethereum 9,78%. Mit den beiden größten Kryptowährungen kann man also bereits rund drei Viertel des Kryptomarktes abdecken gemessen an der Marktkapitalsierung. Da beide Coins einen völlig anderen Ansatz haben, ist ein Portfolio aus beiden Coins auch aus Gründen der Diversifikation eine gute Basis. Im Gegensatz zu den großen Kryptobörsen sind über die deutschen Plattformen bisher nur wenige Kryptowährungen handelbar.  Bei Bitwala sind das die zwei größten Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum, bei der Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDEX) sogar nur der Bitcoin. Das größte Angebot hatte bisher die BISON App, ebenfalls eine 100%-ige Tochter der Stuttgarter Börse. Nun wurde nach Bitcoin, Ethereum, Ripple und Litecoin das Angebot auch auf Bitcoin Cash erweitert.

Bitcoin Cash entstand am 1. August 2017 als Hard Fork von Bitcoin. Ein wesentlicher Unterschied der Bitcoin-Kopie ist die Abweichung bei der Blockgröße. Hat diese bei Bitcoin die Größe von 1MB, so beträgt diese bei Bitcoin Cash mit 8MB das Achtfache. Mit der erhöhten Blockgröße sollte v.a. einem Kritikpunkt bei Bitcoin begegnet werden, der langen Transaktionszeit. Mit den dadurch erheblich beschleunigten Transaktionen soll Bitcoin Cash damit leichter als tägliches Zahlungsmittel nutzbar sein. Daher resultiert auch der Name, Bitcoin Cash soll eine Alternative zum herkömmlichen Bargeld sein.

Das Bitcoin Cash Halving fand im April einen Monat vor dem Bitcoin-Halving statt. Auch bei Bitcoin Cash wurde dadurch die Block-Belohnung von 12,5 auf 6,25 Bitcoin Cash reduziert. Bis zum Bitcoin-Halving sind deshalb einige Miner zumindest vorübergehend zu Bitcoin gewechselt, um für ihre Leistung eine höhere Entlohnung zu bekommen. Zwar sind einige Miner wieder zu Bitcoin Cash zurückgekehrt, doch das Netzwerk ist aufgrund der geringeren Hash Rate anfälliger für Angriffe geworden. Deswegen wurde zuletzt immer wieder der langfristige Fortbestand des Netzwerks in Frage gestellt. Diese Entwicklung schlägt sich auch im Chart nieder. Interessant ist dabei ein Blick auf die relative Performance von Bitcoin Cash gegenüber dem Bitcoin seit dem Corona-Crash Mitte März, die fast identisch mit der von Litecoin ist. Bis Ende April bewegten sich beide Coins ziemlich gleichförmig. Dagegen ging die Schere danach auseinander und der Bitcoin konnte deutlich stärker zulegen. Von daher könnte Bitcoin Cash aus aktueller Sicht Nachholpotential gegenüber der Leitwährung haben.

16.6.2020, 11:45

Der Bitcoin hat sich verstärkt von der Schwäche der Aktienmärkte anstecken lassen, die in der vergangenen Woche nach unten taumelten. Zuletzt war die Preisentwicklung des Bitcoins wieder stärker an die der Aktienmärkte gekoppelt. Mit der Erholung der Aktienmärkte gestern und heute konnte sich auch der Bitcoin wieder erholen. Es ist aber fraglich, ob die jüngste Aktienmarktstärke wirklich nachhaltig ist. Eigentlich sollte das für die Entwicklung des Bitcoins keine maßgebliche Rolle spielen, kurzfristig könnte das aber erneut zu Irritationen führen. Deshalb besteht aktuell weiter die Gefahr, dass die seit dem Corona-Crash Mitte März gebildete Aufwärtstrendlinie nach unten gebrochen wird (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Dann könnten die Preise bis in den Bereich der 200-Tagelinie zurückkommen, die aktuell bei etwas über 8.200 Dollar verläuft. Von daher werden die Positionen im Tradingdepot kurzfristig reduziert.

Verkäufe:

0,35 Bitcoin (BTC) à 9.532 Dollar: Für die 0,35 BTC war bisher ein Verkaufslimit von 12.500 Dollar vorgesehen. Im Rahmen der allgemeinen Positionsreduzierung wird diese Position nun zum aktuellen Kurs verkauft. Die restlichen 0,25 BTC verbleiben im Tradingdepot.

10 Litecoin (LTC) à 43,72 Dollar: Die beiden Positionen, für die bisher ein Verkaufslimit von 55 Dollar vorgesehen war, werden nun zum aktuellen Preis verkauft. Die restlichen 10 LTC verbleiben im Tradingdepot.

100 Ethereum Classic (ETC) à 6,24 Dollar: Die Position wird dadurch auf die Hälfte reduziert, 100 ETC verbleiben.

Matic Network (MATIC) à 0,02056 Dollar: Die Position wird ebenfalls auf die Hälfte reduziert, 35.000 MATIC verbleiben im Depot.

15.6.2020, 15:45

Nun ist es doch passiert: Die seit dem Corona-Crash bestehende Aufwärtstrendlinie parallel zur 50-Tagelinie wurde wie diese nach unten durchbrochen. Wie schon oft erwähnt, haben kurzfristige Kursprognosen bei Bitcoin & Co schon fast Glückspielcharakter. Jedoch hat sich das Chartbild deutlich verschlechtert. Die Altcoins, die zuletzt bei Bitcoin-Rückgängen teilweise erstaunlich resistent waren, liegen ebenfalls deutlich im Minus. Auch dies deutet eher auf weiter rückläufige Kurse am Gesamtmarkt hin. Ob man zwischenzeitlich Trading-Positionen glattstellen soll, ist wie immer sehr schwierig. Die langfristig angelegten Positionen sollten jedenfalls nicht angetastet werden. Denn hier geht es zum einen um die Teilnahme an dem langfristigen Aufwärtstrend, der nicht durch kurzfristige Tradings konterkariert werden sollte. Zum anderen spielen auch steuerliche Überlegungen eine wesentliche Rolle, da die Verkaufserlöse nach einem Jahr steuerfrei sind.

Interessant ist auch ein Blick auf den langfristigen Chart seit dem Allzeithoch Ende 2017. Aktuell befindet sich der Preis wieder an der oberen Begrenzung dieser langfristigen Abwärtslinie. Ein nachhaltiger Durchbruch durch diese Linie nach oben dürfte dann endgültig den Beginn der großen Aufwärtsbewegung markieren, die für die zwei Jahre nach dem letzten Halving im Mai erwartet wird.

Gesundes Bitcoin-Netzwerk

Das Bitcoin-Netzwerk hat auch nach dem Halving im Mai bewiesen, dass es stabil und gesund ist. Nachdem die Hash Rate zuletzt deutlich zurückgegangen war, nähert sie sich nun wieder ihrem Höchststand. Dadurch sind die Transaktionsgebühren und die Zahl unbestätigter Bitcoin-Transaktionen wieder stark gesunken. Ein weiteres positives Zeichen ist der deutliche Anstieg der Umlaufmenge des dollarbasierten Stable Coins Tether. Dessen Marktkapitalisierung beträgt nun fast schon 10 Milliarden Dollar, womit er Rang 3 unter den Kryptowährungen einnimmt. In der Vergangenheit war es häufig so, dass eine Erhöhung der umlaufenden Tethermenge einem anschließenden Bitcoin-Anstieg vorausging. In diesem Zusammenhang gab es auch immer wieder Vorwürfe wegen möglicher Marktmanipulationen durch Tether und die Kryptobörse Bitfinex. Trotzdem ist die Tether-Zunahme kein schlechtes Zeichen für Bitcoin.

Wann kommt das institutionelle FOMO?

FOMO als Begriff gab es auch schon vor Social Media, das Phänomen wurde aber durch diese verstärkt. Es handelt sich um die Angst, etwas zu verpassen. So wurde der Krypto-Hype Ende 2017 sehr stark durch den FOMO-Effekt von Privatanlegern angetrieben. Es gab eine Flut von ICOs, also neu am Kryptomarkt emittierte Coins, in die ähnlich unkritisch von den Anlegern investiert wurde wie zu Zeiten des Neuen Marktes in die entsprechenden IPOs. Bei der nächsten starken Aufwärtsbewegung am Kryptomarkt könnte ein FOMO-Effekt von den institutionellen Anlegern ausgehen. Diese hielten sich in der Vergangenheit auch durch unklare oder fehlende Regulierungen zurück. Dies hat sich im Gegensatz zu 2017 deutlich verbessert, so dass hier immer mehr Institutionelle aktiv werden. So kauft Grayscale als Anbieter von verschiedenen Fonds für Kryptowährungen große Menge von Bitcoin und auch Ethereum auf. Der Hedgefonds-Manager und Milliardär Paul Tudor Jones verglich die Rolle des Bitcoins mit der des Goldes in den 70er Jahren. Nach einer aktuellen Studie von Fidelity legen bereits ein Drittel der institutionellen Investoren in digitalen Vermögenswerten an, bis zu 60 Prozent wollen diese in ihr Anlageportfolio aufnehmen. Dabei ist das Top Asset ist mit weitem Abstand der Bitcoin. Auch die im vergangenen Jahr noch als Bitcoin-Kritiker hervorgetretene amerikanische Großbank JP Morgan hat zuletzt in einem Report die Stärke und Widerstandskraft von Bitcoin gelobt. Die Analysten sehen den Stresstest des digitalen Goldes im Corona-Crash im März als bestanden an und bestätigen die Langlebigkeit dieser neuen Anlageklasse. Die Auswirkungen eines möglichen institutionellen FOMOs dürften zwar weniger drastisch als 2017 sein, dafür aber umso nachhaltiger. Zumal auch die Privatanleger in der nächsten Aufwärtsbewegung ihre Aktivitäten deutlich erhöhen werden. Zum einen ist eine große Gruppe dieser Anleger schon länger an den Kryptomärkten tätig. Zum anderen kommen auch immer mehr neue Privatanleger dazu, da die Zugangsmöglichkeiten für diese immer einfacher werden. Ein Blick auf Deutschland zeigt das. Musste man vorher ein Konto an einer Kryptobörse im Ausland eröffnen, geht es nun über Angebote wie die Bison App, die BSDEX oder Bitwala recht einfach, Bitcoin & Co zu handeln. Schon länger kann man auch über Bitcoin-Zertifikate von Vontobel in den Markt investieren. Diese sind aber steuerlich gegenüber einem Direktengagement benachteiligt.

9.6.2020, 17:05

Der kurzfristige Pump and Dump vergangene Woche hat keine Auswirkungen auf die langfristige Aufwärtsbewegung. Die Kritik am Bitcoin geht ins Leere.

Auch in der vergangenen Woche gab es wieder einmal Kurskapriolen beim Bitcoin – sogar innerhalb eines Tages. Das hatte sogar etwas von einem Kampf der Trader-Heerscharen, Asien gegen USA. Zunächst gab es im asiatischen Handel am Morgen des 2. Juni einen Pump um rund 700 Dollar innerhalb von zwei Stunden. Dem folgte am Nachmittag zu Beginn der amerikanischen Haupt-Handelszeit ein heftiger Dump um bis zu 1000 Dollar innerhalb weniger Minuten, also ein veritabler Flash Crash. Nach dem Anstieg in Asien sah es zunächst danach aus, dass der Bitcoin nach den mehrmaligen Anläufen im Mai nun endgültig die harte Hürde bei 10.000 Dollar hinter sich lassen könnte. Allerdings zeigte sich erneut, dass knapp oberhalb dieser Marke aktuell noch der Verkaufsdruck zunimmt. Trotzdem erschreckt immer wieder die Vehemenz der Einbrüche. Sie bestätigt aber nur, dass der Bitcoin in seiner kurzfristigen Entwicklung vorhersehbar unvorhersehbar ist, predictably unpredictable. Dies schreckt weiterhin sehr viele Anleger vor einem Investment ab. Dabei ging die langfristige Entwicklung bisher immer noch oben. Durch diese Tatsache unterscheidet sich der Bitcoin zum Beispiel auch von spekulativen Aktien, die in einer relativ kurzen Zeitspanne einen Hype erleben und dann wieder in der Versenkung verschwinden. Denn der Bitcoin bewegt sich seit 10 Jahren nach oben, wenngleich die kurzfristigen Schwankungen immer wieder an den Nerven zerren.

Trotzdem soll kurz auf die möglichen Gründe für den erneuten Flash Crash eingegangen werden. Wesentlicher Auslöser dürfte ein Long Squeeze gewesen sein. Der Mehrheit der Trader hatte zuletzt einen kurzfristigen Anstieg und die Überwindung der 10.000er-Marke erwartet. Der aggressive Aufbau von Long-Positionen war verbunden mit einer deutlichen Erhöhung der Funding Rate. Diese müssen die Trader für ihre stark gehebelten Positionen zahlen und erhöhen deshalb ihre Kosten. Durch den Long Squeeze wurden dann in Minutenschnelle Long-Kontrakte im Wert von rund 120 Millionen Dollar liquidiert. Daneben sollen Bitcoin-Wale kurze Zeit vor dem Einbruch größere Bestände zu BitMEX und Binance transferiert und teilweise verkauft haben. Außerdem ist es nun zum dritten Mal in den vergangenen acht Monaten, dass der Widerstand bei 10.500 Dollar getestet wurde (vgl. Jahreschart unten). Trotzdem schaut das Chartbild weiter positiv aus. Die seit dem Corona-Crash im März gebildete Aufwärtstrendlinie bleibt intakt. Das kürzlich gebildete Golden Cross dürfte eher zu einer Entwicklung führen wie das im April 2019 gebildete. Dagegen wurde das Golden Cross im Februar 2020 durch die heftigen Auswirkungen beim Corona-Crash ad absurdum geführt. Jedenfalls dürfte der Bitcoin eine scharfe Rally veranstalten, sobald der Widerstand bei 10.500 Dollar gebrochen wird. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Entweder noch in diesem Halbjahr oder im nächsten. Zuletzt hat die Volatilität seit dem Pump and Dump am 2. Juni stark abgenommen. Der Markt könnte Kraft sammeln für den erneuten Sprung über 10.000 Dollar und den anschließenden Bruch des Widerstands bei 10.500 Dollar.

Kritik am Bitcoin gab es auch wieder einmal: Goldman Sachs sieht Bitcoin nicht als legitimes Anlageprodukt. Dabei werden altbekannte Kritikpunkte wiederholt. So wird genannt, dass der Bitcoin keine Einkommen erzielt, wie das bei Aktien oder Anleihen der Fall ist. Vielmehr handelt es sich nach Goldman-Meinung um ein Finanzprodukt, dessen Wertsteigerung nur davon abhängt, ob jemand anderes einen höheren Preis bezahlt. Die große Volatilität und die nicht bewiesene Inflationsabsicherung werden ebenfalls genannt. Die Kryptobranche lässt die Kritik kalt. Vielleicht sollte sich Goldman an die schlecht besicherten Hypothekenpapiere erinnern, die sie vor der Finanzkrise wider besseren Wissens an ihre Kunden verscherbelt hatte. Um anschließend gegen diese Schrott-Papiere selbst zu wetten. Wenn das legitime Anlageprodukte sind: Nein danke.

8.6.2020, 14:40

Die Indikatoren einer Analysefirma sehen Ethereum als das gesündeste Kryptoprojekt. Der stetige Aufwärtstrend des Kurses in den vergangenen drei Monaten könnte weitergehen.

Die weitaus überwiegende Zahl der Kryptoanleger konzentriert sich auf den Bitcoin. Es ist nicht abzusehen, dass in den nächsten Jahren irgendeine andere Kryptowährung dem Bitcoin die unangefochtene Marktführerschaft streitig machen könnte. Wer nicht tiefer in den Kryptomarkt einsteigen aber trotzdem an dieser völlig neuen Asset-Klasse partizipieren will, kauft den Bitcoin. Denn dieser ist bei einer Marktdominanz von über 65 Prozent weiter entscheidend für die Wertentwicklung des gesamten Kryptomarktes. Dies wird auch deutlich, wenn man die Marktkapitalisierung der vier nächstgrößten Kryptowährungen betrachtet: Ethereum hat immerhin noch 9,6 Prozent Anteil an der Gesamtmarkt-Kapitalisierung. Bei Ripple und dem Stable Coin Tether sind es nur noch etwas mehr als drei Prozent, bei Bitcoin Cash 1,6 Prozent. Mit Bitcoin und Ethereum zusammen hat man also drei Viertel der Marktkapitalisierung abgedeckt.

Eine Kombination aus beiden macht auch unter dem Aspekt der Diversifikation Sinn, denn der Ansatz ist ein völlig anderer. Bitcoin ist der weltweit führende Wertaufbewahrungsspeicher, das digitale Gold. Die Blockchain von Ethereum ist dagegen neben anderen Anwendungen die Basis für die sich selbst ausführenden intelligenten Verträge (Smart Contracts), die auch Grundlage für das Boomthema dezentrale Finanzprodukte (DeFi) sind. Zwar gibt es hier noch zu lösende Probleme, wie die häufigen Hacks von DeFi-Anwendungen. So konnten zuletzt Hacker Kryptowerte in Höhe von 25 Millionen Dollar von der dezentralen Kreditplattform dForce abziehen. Aber auf Sicht wird DeFi die traditionellen Bankangebote in den Schatten stellen durch seinen universellen und kostengünstigen Zugang zu Finanzdienstleistungen. Von daher verwundert es nicht, dass Ethereum als das gesündeste Kryptoprojekt gilt. Die Analysefirma Flipsidecrypto hat einen Indikator entwickelt zur Messung, wie gesund ein Kryptoprojekt ist, den FCAS-Indikator. Dabei werden Tausende von Variablen genutzt, die die Nutzer-Aktivitäten, das Entwickler-Verhalten und die Marktreife beschreiben. Ethereum ist hier mit weitem Abstand die Nummer 1 unter allen Kryptowährungen. Danach folgen EOS, Cardano und Chainlink. Der Bitcoin ist hier nur auf Platz 5. Ein weiterer positiver Indikator: Die sehr einflussreichen Kryptofonds der Vermögensverwaltung Grayscale haben in 2020 neben Bitcoin auch eine sehr große Menge an Ethereum gekauft. Auf das Wachstum der Anwendungsfälle wurde bereits in der letzten Ausgabe von BÖRSE ONLINE hingewiesen. Wenn in Kürze die erste Phase des Ethereum 2.0 Upgrades live gehen wird, könnte es zu einem zusätzlichen Schub kommen.

Die Kryptowährung von Ethereum, Ether, hat seit Jahresbeginn den Bitcoin deutlich outperformt (vgl. Jahreschart unten). Gegenüber dem Dollar ist sie seit dem Corona-Crash Mitte März deutlich im Aufwärtstrend. Das nächste Ziel sind die Vor-Corona-Kurse um 280 Dollar, danach könnten die Höchstkurse um 360 Dollar aus dem vergangenen Jahr angepeilt werden. Bis nächstes Jahr sind durchaus auch wieder vierstellige Kursniveaus drin.

2.6.2020, 10:25

Setzt der Bitcoin zum Bullrun an? Große Altcoins wie Ethereum könnten davon überproportional profitieren.

Der Bitcoin ist heute wieder über die seit einem Monat umkämpfte wichtige Marke von 10.000 Dollar gestiegen. Vor einer Woche, als der Bitcoin unter 9.000 Dollar fiel, haben wir den Rückgang als nicht besorgniserregend bezeichnet. Vielmehr ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die in den zwei bis drei Jahren vor dem dritten Halving zu beobachtende Analogie zum Kursverlauf im Vergleich zum zweiten Halving auch jetzt nach dem Halving fortsetzen wird. Wir zeigen dies nochmals an dem Langfristchart mit den bisherigen Halving-Events. Die Auswirkungen wären enorm, denn dann würde der Bitcoinpreis mindestens in den mittleren fünfstelligen Bereich steigen. Der aktuelle Anstieg ist um so erstaunlicher, als es nach dem Halving eine Art Miner-Kapitulation gab. Mit der halbierten Belohnung für das Erstellen eines neuen Blocks müssen sie zur Kostendeckung mehr Bitcoin verkaufen, derzeit mehr als sie generieren. Das offensichtliche problemlose Aufsaugen dieses zusätzlichen Angebots bereitet dem Markt offensichtlich keine Probleme, ein sehr positives Zeichen. Der neue Anstieg könnte auch etwas mit dem Update des Analysten Plan B zu tun haben, der das Stock-to-Flow-Modell bezogen auf den Bitcoin entwickelt hat. Demnach wurde gerade ein wichtiger Punkt erreicht, der den Beginn eines neuen Bullruns markieren könnte. Charttechnisch ist der Bitcoin auch gerade aus einer symmetrischen Dreiecksformation ausgebrochen, die als nächstes ein Mindestkursziel von 12.400 Dollar prognostiziert. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass wir ja schon länger für eine Teilposition im Tradingdepot ein Verkaufslimit von 12.500 Dollar gelegt haben.

Ethereum bleibt der Favorit der großen Altcoins

In den vergangenen Wochen wurde hier verstärkt auf die guten Aussichten bei einigen Altcoins hingewiesen. Ethereum ist in den vergangenen Wochen rund 40 Prozent gestiegen. Die ausgebildete Chartformation deutet nach Meinung von Experten darauf hin, dass sich der Kurs verdoppeln könnte. Analysen zeigen, dass immer mehr größere Anleger Ether horten, die Kryptowährung von Ethereum. Aber auch kleinere Anleger entdecken den zweitgrößten Coin als Outperformer. Dies zeigt die Zahl der Ethereum-Wallets, die auf 40 Millionen gestiegen ist Ethereum hat eine völlig andere Anwendung als Bitcoin. Steht bei diesem der Use Case als digitales Gold im Vordergrund, glänzt die Ethereum-Blockchain als Basis für die sich selbst ausführenden intelligenten Verträge (Smart Contracts). Die Transaktionsgebühren werden dabei mit Ether bezahlt als Motor von Ethereum. Auf diesen dezentralen Anwendungen (dApps) laufen auch die neuen dezentralen Finanzprodukte (DeFi), denen eine große Zukunft vorhergesagt wird. Derzeit bleiben die DeFi-Anwendungen zwar noch erheblich hinter dem Boom der ICOs im Jahr 2017 zurück, die ebenfalls über die Ethereum-Blockchain emittiert wurden. Immerhin hat sich die Zahl der Nutzer seit Jahresanfang auf 180.000 verdoppelt. Neben DeFi ist ein weiterer Wachstumstreiber bei Ethereum die Ausgabe von Stable Coins, die ebenfalls auf Ethereum laufen. Mittlerweile machen diese ein Volumen von 7 Milliarden Dollar aus, davon allein 4 Milliarden in den letzten drei Monaten. Von der Umstellung auf Ethereum 2.0 mit dem lange erwarteten Wechsel vom Proof of Work auf den Proof of Stake könnte in absehbarer Zeit weiterer Schub kommen. Ethereum zeigte seit 2018 eine erhebliche Underperformance gegenüber dem Bitcoin (vgl. Langfristchart unten). Seit Anfang des Jahres hat sich das geändert. Nachdem die Outperformance durch den Corona-Crash kurz unterbrochen wurde, könnte sich diese nun fortsetzen.

1.6.2020, 23:30

Der Bitcoin pirscht sich wieder an die Marke von 10.000 Dollar. Ausgewählte Altcoins performen derzeit deutlich besser.

Auf ein Neues. Der Bitcoin macht gerade einen neuen Versuch, die Marke von 10.000 Dollar zu überwinden. Schafft er es diesmal, könnte das nachhaltig sein und der Preis zunächst in Richtung der Höchststände um 13.500 Dollar vom vergangenen Jahr laufen. Dies könnte dann der Vorläufer der großen Aufwärtsbewegung nach dem Halving im Mai sein. Auf die analoge Entwicklung vor dem zweiten Halving haben wir schon hingewiesen. Läuft diese auch nach dem Halving genauso, würde das den Bitcoinpreis bis in den mittleren fünfstelligen Bereich katapultieren.

Starke Altcoins

Im Wochenvergleich ist der Bitcoin wieder um knapp 9% gestiegen. Einige Altcoins konnten deutlich mehr zulegen. So zogen die Tradingdepot-Werte Ethereum um 18%, NEO um 26%, Cardano um 48%, QTUM um 15% und IOTA um 18% an. Gerade Coins aus dem asiatischen Raum performen derzeit überproportional. Vielleicht ist es noch verfrüht, von einer neuen Altcoin-Season zu sprechen. Allerdings kann man schon von einer nachhaltigen Entwicklung sprechen. Denn während der Bitcoin seit Jahresanfang um rund 34% zulegte, weisen immerhin fünf Altcoins der Top 20 ein Plus von mehr als 100% auf.

Coinbase-Effekte

In der Vergangenheit waren die Ankündigungen von Coinbase, einen Coin neu zu listen, immer mit großen Kursanstiegen verbunden. Denn ein Listing bei der führenden amerikanischen Kryptobörse Coinbase ist immer noch eine Art Ritterschlag, bisher werden dort nur 20 Coins notiert. Daher resultiert auch das Wochenplus von knapp 43% bei Maker (MKR). Hier gab es – wie gerade vorher bei OmiseGO (OMG) gesehen – einen starken Kursschub, nachdem Coinbase am Freitag angekündigt hatte, den Handel mit dem Coin am 9. Juni aufnehmen zu wollen. OMG ist nach der Listing-Ankündigung am 14.Mai von 0,75 Dollar in der Spitze bis auf über 2,20 Dollar gestiegen, eine glatte Verdreifachung in wenigen Tagen. Neben der Listing-Ankündigung kam hier hinzu, dass zuletzt einige Coins von asiatischen Projekten besonders gut liefen. Zuletzt ging der Preis wieder deutlich zurück. Von daher ist auch der Kurssprung von Maker hochspekulativ und kann natürlich noch weitergehen. Allerdings dürfte auch hier nach Aufnahme des Listings der Preis eher wieder zurückkommen.

In diesem Zusammenhang könnte Matic Network (MATIC) interessant werden. Bereits im August 2019 wurde der Coin neben einigen anderen auf die Beobachtungsliste von Coinbase gesetzt. Für das Listing wurde als Voraussetzung die Live-Schaltung des Matic Mainnets genannt. Diese erfolgte gerade jetzt am 31. Mai. Das in Indien ansässige Projekt will die Skalierungsprobleme von dApps lösen, indem ressourcenaufwändige Berechnungen auf Sidechains ausgeführt werden. Der Preis verdreifachte sich im November bereits einmal bis auf 0,042 Dollar, bevor er im Dezember wieder auf das Ausgangsniveau einbrach. Seit dem Corona-Einbruch im März befindet er sich wieder im Aufwärtstrend. Charttechnisch bildet sich gerade ein Golden Cross (vgl. Jahreschart unten). Sollte es in Kürze ein Coinbase-Listing geben, dürfte es wie zuletzt bei OmiseGO und Maker zu einem Kurssprung kommen.

Deswegen werden nun 0,15 Bitcoin zum aktuellen Preis von 9.670 Dollar verkauft und vom Verkaufserlös und der vorhandenen Liquidität eine Position von 70.000 Stück MATIC zum Preis von 0,02174 USDT bei Binance gekauft.

31.5.2020, 14:00

Der Bitcoin tritt im Mai weiter auf der Stelle. Der Monatschart zeigt die Auf- und Abwärtsbewegungen zwischen meist 8.500 und knapp 10.000 Dollar. Der Markt wartet weiterhin gespannt darauf, ob der Preis die Überwindung der wichtigen Marke von 10.000 Dollar nachhaltig schafft.

Gute Performance der Altcoins

Positiv erscheint, dass zuletzt viele der großen Altcoins deutlich besser als der Bitcoin performten. Dies kann man unten in der Übersicht der Top30 gut erkennen. Im Wochenvergleich haben viele Altcoins ein größeres Plus als der Bitcoin, allen voran unser Tradingdepot-Wert Cardano (ADA) mit einem Wochenplus von 46%. Seit Jahresanfang liegt der Bitcoin rund 33% im Plus. Einige Altcoins wie Cardano, Tezos, Crypto.com Chain oder Chainlink liegen dagegen deutlich über 100% im Plus. Auffällig ist heute IOTA mit einer Tagesperformance von 14%. Hier wird nun auch eine Position ins Tradingdepot aufgenommen (vgl. unten).

Quelle: coinmarketcap.com

Coinbase-Effekte

In der Vergangenheit waren die Ankündigungen von Coinbase, einen Coin neu zu listen, immer mit großen Kursanstiegen verbunden. Denn ein Listing bei der führenden amerikanischen Kryptobörse Coinbase ist immer noch eine Art Ritterschlag, denn bisher werden dort nur etwas mehr als 20 Coins notiert. Daher resultiert auch das Wochenplus von knapp 43% bei Maker (MKR). Hier gab es – wie gerade vorher bei OmiseGO (OMG) gesehen – einen starken Kursschub, nachdem Coinbase am Freitag angekündigt hatte, den Handel mit dem Coin am 9. Juni aufnehmen zu wollen. OMG ist nach der Listing-Ankündigung am 14.Mai von 0,75 Dollar in der Spitze bis auf über 2,20 Dollar gestiegen, eine glatte Verdreifachung in wenigen Tagen (vgl. Chart unten). Neben der Listing-Ankündigung kam hier hinzu, dass zuletzt einige Coins von asiatischen Projekten besonders gut liefen. Zuletzt kam der Preis wieder deutlich zurück. Von daher ist auch der Kurssprung von Maker hochspekulativ und kann natürlich noch weitergehen. Allerdings dürfte auch hier nach Aufnahme des Listings der Preis eher wieder zurückkommen. Wie hier schon angemerkt, könnte auch Qtum ein Kandidat für ein Coinbase-Listing sein. Außerdem gehört Qtum auch zu den momentan favorisierten Asien-Coins. Dies war auch der Grund, warum Qtum zuletzt neu in das Tradingdepot aufgenommen wurde.

Veränderungen im Tradingdepot

Bei Cardano (ADA) wird die Hälfte der Position verkauft (10.000 Stück bei 0,0835 Dollar). Der Preis ist seit Aufnahme in das Depot vor einem Monat um von 0,05 auf 0,0835 Dollar und damit um 67% in vier Wochen gestiegen (vgl. Chart unten). Der jüngste Kursschub resultierte aus der Ankündigung des Cardano-Machers Charles Hoskinson, dass das lange erwartete Shelley Mainnet Ende Juni starten wird. Ursprünglich war der Start bereits für das Jahresende 2019 geplant.

Mit den durch den Cardano-Verkauf frei gewordenen Mitteln wird nun eine Position in IOTA gekauft: 3.000 Stück zu 0,2343 Dollar. IOTA ist heute der Tages-Topperformer mit einem Plus von 14%. Charttechnisch ist der Kurs gestern über die 200-Tagelinie gesprungen, nachdem diese wochenlang eine Sperre war. IOTA hat seit einiger Zeit unter wechselhaften News zu leiden. IOTA ist spezialisiert auf automatisierte Bezahlvorgängen zwischen Maschinen im Internet of Things (IoT). IOTA basiert nicht auf einer klassischen Blockchain-Lösung, sondern auf Tangles. Dadurch sollen Skalierbarkeit, Übertragungsgeschwindigkeit und Transaktionskosten minimiert werden. IOTA hat erstklassige Kooperationspartner wie VW, Audi, Microsoft, Huawei oder Samsung. Auf der anderen Seite gibt es ständig Querelen und Abgänge bei der Führungsmannschaft. Vor wenigen Monaten gab es auch einen Hack, als Hacker Coins im Wert von 2 Millionen Dollar von den Trinity Wallets gestohlen hatten. Zuletzt gab es wieder positivere Nachrichten. IOTA kam ins Finale des Corona-Hackathons, wo es um eine Minderung der Folgen der Corona-Krise geht. Außerdem wird IOTA Teil eines bezuschussten EU-Projekts.

25.5.2020, 20:00

Eine Schwächeneigung des Bitcoins war auch nach dem 2. Halving zu sehen. Danach hoben die Kurse ab. Von daher erscheinen die Kursrückgänge der vergangenen Tage als nicht besorgniserregend.

Zum Wochenstart liegt der Bitcoin mit knapp 2% im Minus. Bei den Altcoins fällt das Minus meist etwas geringer aus. Dieses Bild zeigt sich auch im Wochenvergleich. Der Bitcoin verzeichnet da ein Minus von 8%, Altcoins wie Ethereum, Ripple oder Litecoin dagegen ein Minus zwischen 3 und 4%. Nachdem der Bitcoin im Mai mehrfach an der nachhaltigen Überwindung der Marke von 10.000 Dollar gescheitert ist, fiel der Preis heute auch noch deutlich unter 9.000 Dollar. Als Erklärung für die Bitcoin-Schwäche werden Probleme kleinerer Miner angeführt. Mit dem Halving wurde die Miner-Entlohnung für die Erzeugung eines neuen Blocks von 12,5 auf 6,25 Bitcoin halbiert. Dies und der schwächelnde Kurs lassen gerade die Einnahmen im Vergleich zu den Betriebskosten überproportional steigen. Insbesondere kleinere Miner müssen deshalb zur Deckung ihrer Betriebskosten mehr Bitcoin aus ihrem Bestand verkaufen. Dies dürfte zu einer Konsolidierung bei kleineren Minern führen. Kurzfristig könnte der Verkaufsdruck noch etwas anhalten, bis der Markt ein neues Gleichgewicht gefunden hat.

Das Muster des Kursverlaufs ist dabei nicht ungewöhnlich, wie ein Blick auf den Langfristchart von Bitcoin zeigt. Hier ist vor allem ein Vergleich mit dem 2. Halving im Juli 2016 interessant. Wir haben schon vor einigen Monaten auf den erstaunlich ähnlichen Verlauf in den knapp drei Jahren vor den Halvings hingewiesen (grau hinterlegte Bereiche im Chart unten). Der Chart ist dabei in logarithmischer Darstellung, mit der gleiche prozentuale Kursanstiege direkt verglichen werden können. In den vier Wochen nach dem 2. Halving kam der Bitcoinpreis rund 20% zurück. Dieser Tiefpunkt bildet dann gleichzeitig den Scheitelpunkt der anschließenden parabelförmigen Aufwärtsbewegung, die den Preis bis auf fast 20.000 Dollar katapultierte. Korrigiert der Bitcoinpreis wie nach dem 2. Halving, könnte das bis in den mittleren 7000er-Bereich führen. Allerdings könnte der Rückgang schon durch den Corona-Crash Mitte März vorweggenommen sein. Entscheidender ist aber die zu erwartende Entwicklung danach. Bei einer analogen Entwicklung zum 2. Halving müssten sich die Kurse dann in den oberen fünfstelligen Bereich oder noch höher bewegen. Von daher erscheint der aktuelle Bitcoin-Rückgang als nicht besorgniserregend.

22.5.2020, 18:40

Asiatische Coins gehören gerade zu den Outperformern. NEO hat in den vergangenen Wochen durch eine starke Performance überzeugt. Der Highflyer ist gerade OmiseGO (OMG), ebenso wie NEO im Coin Stars Tradingdepot vertreten. OMG hat sich gerade in nur acht Tagen verdreifacht. Nun könnte ein weiterer Coin aus Asien verstärkt in den Fokus kommen. Qtum ist der Coin des in Singapur ansässigen Projekts der Qtum Foundation. Qtum ist eine hybride Anwendungs-Plattform, die die Bitcoin- mit der Ethereum-Blockchain kombiniert und damit eine Art Brücke zwischen diesen beiden größten Kryptowährungen bildet. Die Bitcoin-Ethereum-Brücke galt zuletzt auf Sicht als interessante Möglichkeit für Bitcoin-Investoren, um einfach in den DeFi-Markt einsteigen zu können. Von daher könnte auch Qtum unter diesem Aspekt wieder verstärkt in den Fokus kommen.

Charttechnisch erscheint der Coin hochinteressant. Zum einen zeigt der Jahreschart unten, das ein Ausbruch über die 200-Tagelinie unmittelbar bevorstehen könnte. Der Coin ist heute um 15% gestiegen. Bei einem Durchbruch durch die 200-Tagelinie könnte es – wie schon häufig gesehen – zu einem schnellen Kursschub kommen.

Außerdem gibt es noch einen anderen sehr interessanten Zusammenhang. Qtum und OmiseGO bewegen sich schon lange parallel (vgl. Chart unten). Gerade hat nun OMG einen enormen Sprung gemacht, was auch durch das neue Coinbase-Listing verursacht wurde. QTUM könnte ebenfalls ein Kandidat für Coinbase sein.

Deswegen werden nun 450 Stück QTUM zu 1,73 Dollar (Bitfinex-Preise) neu in das Tradingdepot aufgenommen.

21.5.2020, 22:25

Der Bitcoin liegt seit gestern rund 10% im Minus. Dabei markiert der Chart gerade ein Golden Cross. Außerdem bleiben die Nachrichten positiv. So nehmen die Bitcoin-Bestände, die auf den Kryptobörsen gelagert werden, weiter ab. Klingt negativ, ist aber genau das Gegenteil. Denn dies spricht für einen steigenden Anteil an Hodlern, also an Anlegern, die den Bitcoin wegen seines langfristigen Wertsteigerungspotentials kaufen. Diese ziehen ihre Bitcoins von den Kryptobörsen ab, um nicht Gefahr zu laufen, von einem möglichen Hack an der Kryptobörse betroffen zu werden. Laut dem Analyseportal Glassnode ist der Abzug der Bitcoins von den Börsen seit dem Crash im März der größte und anhaltendste Rückgang in der Bitcoin-Geschichte. Warum kam es dann zu dem Kursrückgang seit gestern? Scheinbar wurde der Preisverfall wieder einmal kurzfristig durch größere Liquidationen von gehebelten Long-Positionen bei BitMEX beschleunigt, nachdem der Markt den Widerstand bei 10.000 Dollar wieder nicht überwinden konnte. Außerdem sorgte für Aufregung, dass aus einer im Februar 2009 erstellten Wallet 50 Bitcoin abgezogen wurde. Dies sorgte für Spekulationen, dass Satoshi Nakamoto höchstpersönlich dahintersteckt, was allerdings kaum den Tatsachen entsprechen dürfte. Auch der steigende Abfluss von Tether von den Kryptobörsen spricht für eine steigende Anzahl von Verkäufern. Dies sind aber alles Faktoren, die kurzfristig auf den Bitcoinkurs wirken. Wie schon häufig hier erwähnt, ist die kurzfristige Entwicklung des Bitcoins immer kaum prognostizierbar. An den guten langfristigen Perspektiven ändert sich dadurch natürlich nichts.

Teilverkauf OmiseGO (OMG)

Seit der Aufnahme in das Tradingdepot vor zwei Monaten ist OmiseGO (OMG) nun schon 270% gestiegen. Kurzfristig könnte sich jetzt eine Spitze gebildet haben (vgl. OMG-Jahreschart unten). Neben der positiven Positionierung als asiatischer Fintech hat der OMG-Kurs gerade heute noch einmal zusätzlichen Schub bekommen und ist trotz des schwachen Gesamtmarktes 30% gestiegen. Grund war die Aufnahme des Coins in den Handel bei der führenden amerikanischen Kryptobörse Coinbase. Das ist immer noch so eine Art Ritterschlag, denn Coinbase hat im Vergleich zu anderen Kryptobörsen nur sehr wenige Coins im Angebot. OMG ist nunmehr der 21. Coin. Im Bild ganz unten sieht man, dass OMG heute völlig heraussticht mit dem großen Plus, während alle anderen bei Coinbase gehandelten Coins deutlich im Minus liegen. Dieses Kursverhalten war in der Vergangenheit oft bei der Aufnahme von neuen Coins bei Coinbase zu beobachten, danach kam der Kurs meistens zunächst erst einmal wieder zurück. Deswegen wurde nun eine weitere Teilposition von OMG (300 Stück bei 1,5516 USD) aus dem Tradingdepot verkauft mit einem Kursgewinn von 270% in 2 Monaten und nur eine kleine Position im Depot belassen.

Quelle: Coinbase

18.5.2020, 12:40

Riesige Kursschwankungen beim Bitcoin verschrecken viele Anleger. Sie verstellen den Blick darauf, dass ein Einstieg fast immer lukrativ gewesen wäre.

Bei allen Anlagealternativen stellt sich die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt. Idealerweise wären das die Tiefstkurse. Bei einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung wie beim Bitcoin nützt es aber nichts, den viel niedrigeren Kursen der Vergangenheit hinterherzutrauern. Es gibt bisher nur sehr wenige Zeiträume, in denen man bei einem Bitcoin-Einstieg bis heute eine schlechtere Performance als mit dem DAX oder dem Gold gemacht hätte. Einer wäre zum Allzeithöchststand des Bitcoins bei knapp 20.000 Dollar gewesen, ein weiterer der Höchststand von Ende Juni 2019 bei über 13.000 Dollar. Abgesehen von diesen kurzen Zeiträumen hätte ein Investment in Bitcoin immer (meist erheblich) bessere Renditen als der DAX oder das Gold erbracht. So erzielte der DAX seit Anfang 2019 ein Plus von 2 Prozent, Gold 37 Prozent und der Bitcoin 143 Prozent.  Seit Jahresanfang 2020 ergibt sich beim DAX ein Minus von 20 Prozent, beim Gold ein Plus von 15 Prozent und beim Bitcoin ein Plus von 37 Prozent. Betrachtet man Zeitpunkte vor 2018, dann nimmt die Outperformance des Bitcoins sogar surreale Züge an. Diese Vergleiche zeigen den eindeutigen langfristigen Trend nach oben. Und sie führen zu der Erkenntnis: Es war (fast) nie falsch, den Bitcoin unter langfristigen Aspekten zu kaufen. Davon Abstand nehmen sollte man allerdings, wenn der Kurs in den Wochen und Monaten zuvor einen parabolischen Verlauf hingelegt hat. Die zwei prägnantesten Beispiele dafür sind der verrückte Lauf von September bis Dezember 2017, als der Bitcoin von 4.000 auf fast 20.000 Dollar explodierte, sowie der Kursanstieg von April bis Juni 2019, der von 4.000 Dollar auf über 13.000 Dollar führte.

Diese Aussage scheint im Widerspruch zu den kurzfristigen Kurskapriolen zu stehen. So sorgte vor einer Woche im asiatischen Handel einer der berüchtigten Flash Crashes wieder für Unruhe, bei dem der Bitcoinpreis innerhalb weniger Minuten um 15 Prozent abstürzte, um sich dann sofort wieder um 7 Prozent zu erholen. Im Tief kam der Preis dann nahe an die 200-Tagelinie, die aktuell etwas über 8.000 Dollar verläuft. Zuvor hatte der Bitcoin kurz die magische Schwelle von 10.000 Dollar überschritten. Zur Vehemenz des Kursrückgangs dürften hier einmal mehr die sehr hochhebligen Handelsmöglichkeiten auf den Derivate-Kryptobörsen wie BitMEX beigetragen haben. Diese sind alles andere als ein Segen für den Gesamtmarkt, denn sie können die Kursschwankungen enorm verstärken. So wurde das Sentiment mit der Annäherung an die 10.000er-Marke zuletzt immer bullisher. Die Trader wurden mit ihren Long-Positionen dann kalt erwischt und die Liquidierungen beschleunigten den Flash Crash. Allein auf BitMEX sollen Bitcoin-Longpositionen im Wert von 230 Millionen Dollar liquidiert worden sein. Derartige Effekte wurden in der Vergangenheit schon mehrfach beobachtet. Der drastische Kurssturz hatte auch den zeitweisen Ausfall des Handels auf der wichtigen amerikanischen Kryptobörse Coinbase zur Folge. Da der Kurssturz am Wochenende stattfand, hatte sich außerdem um die 10.000 Dollar eine Lücke bei den an der CME gehandelten Bitcoin-Futures gebildet. Denn dort findet – im Gegensatz zu den Kryptobörsen – am Wochenende kein Handel statt. In der Vergangenheit war dabei oft zu beobachten, dass sich nach einer solchen Lücke diese meist kurzfristig wieder schließt. Dies war auch diesmal der Fall, die Lücke wurde mit dem Anstieg von 8.400 auf 10.000 Dollar innerhalb von vier Tagen wieder geschlossen. Aktuell kämpft der Bitcoin weiter mit der Marke von 10.000 Dollar. Überspringt er diese und bildet gleichzeitig ein neues Golden Cross, dann spricht das für eine kurzfristige Rally, die bis in den Bereich der letztjährigen Höchststände um 13.500 Dollar führen könnte. Das wäre wahrscheinlich schon beim letzten Golden Cross Mitte Februar passiert. Da machte dann aber die Verschärfung der Corona-Krise einen Strich durch die Rechnung. Und damit zurück zur Ausgangsfrage: Auch jetzt ist immer noch ein guter Einstiegszeitpunkt beim Bitcoin.

17.5.2020. 13:25

Der Bitcoin bewegt sich wieder in Richtung 10.000 Dollar. Zuletzt zeigten die Asien-Coins NEO und OmiseGO eine herausragende Performance. Ethereum Classic könnte nun ein weiterer Favorit werden.

Der Bitcoin versucht sich gerade wieder an die Marke von 10.000 Dollar heranzuschleichen. Schafft er diesmal nachhaltig den Anstieg, könnte der durch Corona unterbrochene Anstieg auf die Höchstmarke von 13.500 Dollar vom vergangenen Jahr im Sommer klappen. Bis Jahresende sind dann auch die Allzeithöchststände von knapp 20.000 Dollar wieder erreichbar. Einige Altcoins könnten prozentual noch deutlich stärker zulegen.

Ethereum Classic ins Tradingdepot

Charttechnisch sieht Ethereum Classic (ETC) sehr gut aus und hat zuletzt wieder die 200-Tagelinie durchbrochen (vgl. Jahreschart unten). Beim Durchbruch im Januar ging es in kürzester Zeit um über 100% nach oben. Ohne den Corona-Crash wären die Preise wahrscheinlich noch deutlich weiter nach oben gelaufen. Zuletzt hatte der Preis Ende April noch einmal einen Ausflug über die 200-Tagelinie gemacht, tauchte aber nach den deutlichen Rückgängen am Gesamtmarkt vor einer Woche noch einmal kurz darunter. Die Situation ist nun eher vergleichbar mit der im Januar, das Chance-Risiko-Verhältnis erscheint sehr gut. Denn hier könnte kurzfristig die am 3. Juni stattfindende Hard Fork Phoenix als Kursbeschleuniger wirken. Die Top-Miner haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Dies ist ein gutes Zeichen für das kommende Update und es wird erwartet, dass weitere Miner und andere Stakeholder wie Kryptobörsen die Hard Fork unterstützen.

Ethereum Classic ist eigentlich der ursprüngliche Ethereum-Token und basiert auf dem 2015 eingeführten Smart-Contract-System. Grund für seine Existenz ist der DAO-Hack im Jahr 2016, bei der Hacker 50 Mio. Dollar durch eine Lücke im Programmcode der ersten Dezentralen Autonomen Organisation (DAO) auf Basis der Ethereum-Blockchain stehlen konnten. Nach dem Hack war das Vertrauen in die Blockchain stark angeschlagen. Durch eine Hard Fork bot sich aber die Möglichkeit, den Hack rückgängig zu machen und das Geld zurückzuerhalten. Die Mehrheit entschied sich dafür, obwohl viele in der Kryptoszene dies als eine eklatante Verletzung der Blockchain-Ideologie sahen. Denn diese sieht es ja gerade als essentiell an, dass keine Transaktionen rückgängig gemacht werden können. Jedenfalls kam es zur Hard Fork mit zwei neuen Blockchains: Ethereum (ETH) als der neuen Blockchain und Ethereum Classic (ETC) als der alten Blockchain. Die technische Grundlage von ETH und ETC unterscheidet sich kaum voneinander. Ethereum Classic bietet also ebenso wie Ethereum Smart Contracts und dApps. Nachteile gegenüber Ethereum stehen auch Vorteile gegenüber. So bietet die Emerald-Plattform Toolkits, die gegenüber Ethereum kostengünstiger sind und zusätzliche Funktionalitäten bieten. Dies könnte Entwickler verstärkt dazu bringen, den Engpässen bei Ethereum zu entfliehen und ihre Anwendungen schneller und zu günstigeren Preisen an den Markt bringen zu können.

Bisher hat die Blockchain von Ethereum Classic – wie die von Ethereum auch – wegen ihres Protokolls keine Möglichkeit, auf Off-Chain-Daten zuzugreifen. Ursprünglich wurde dies aus Gründen der Sicherheit im Protokoll verankert. Dadurch sind aber die Entwickler in ihren Möglichkeiten eingeschränkt, da sie für ihre Smart Contracts nur On-Chain-Daten verwenden können. Verbindungen zu anderen Plattformen auch außerhalb von Blockchains können deshalb nicht hergestellt werden. Dieses Manko soll nun durch eine Kooperation mit Chainlink beseitigt werden, ohne dass die Sicherheit darunter leidet. Über deren Oracles wird über externe Verbindungspunkte (APIs) der Datenaustausch Off-Chain ermöglicht. LINK, die Kryptowährung von Chainlink, war der Highflyer des vergangenen Jahres. Trotz Corona-Crash steht bei dem Coin noch immer ein Plus von 300 Prozent im Jahresvergleich zu Buche. Die Kooperation von Ethereum Classic mit Chainlink könnte sich jedenfalls auf Sicht sehr positiv auswirken. Neben Ethereum könnte auch Ethereum Classic eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von dezentralen Finanzprodukten (DeFi) spielen. Zumal Ethereum Classic gegenüber Ethereum zusätzliche Funktionalitäten bietet und kostengünstiger ist. Bleibt die Stimmung am Kryptomarkt gut, könnte Ethereum Classic sich zu einem Favoriten mausern.

Aufgrund der positiven Einschätzung werden nun 200 Stück Ethereum Classic (ETC) zum Preis von  6,66 Dollar (Bitfinex-Preise) in das Coin Stars Tradingdepot aufgenommen.

OmiseGO mit Kurssprung

Vor vier Tagen gab es einen Kurssprung bei unserem Tradingdepot-Wert OmiseGO (OMG). Auch hier zeigte sich wieder einmal die Relevanz der 200-Tagelinie, denn nach dem Durchbruch vor vier Tagen schnellte der Preis in zwei Tagen um rund 40% hoch. Nach einem Rücksetzer steht der Preis aktuell wieder vor dem Durchbruch über die Marke von 1 Dollar. Zuletzt hatte sich die asiatische Fintech-Holding Omise Holdings umbenannt in SYNQA. Dies soll die Position der Holding-Gesellschaft als führender asiatischer Ansprechpartner für alle Fintech-Bereiche stärken. Der Name soll Assoziationen zu Wörtern wie synergy, synchronization, symbiosis, symmetry und quest wecken. Die Aussprache ist identisch mit der für den japanischen Ausdruck für Evolution. Der Asien-Coin OMG hat im Tradingdepot nun schon ein Plus von 133% in zwei Monaten erreicht. Auch die zum gleichen Zeitpunkt ins Tradingdepot aufgenommenen NEO, ein weiterer Asien-Coin, liegen in zwei Monaten mit 106% im Plus.

14.5.2020, 13:10

Nachdem der Bitcoin gestern über die Marke von 9.000 Dollar gesprungen ist, erreichte er heute fast schon die psychologisch sehr wichtige Marke von 10.000 Dollar. Damit wurde an der CME auch der am vergangenen Wochenende entstandene Gap bei den Bitcoin-Futures wieder geschlossen (vgl. Chart unten). Derartige Gaps entstehen, wenn an der CME der Futureshandel am Wochenende ruht und an den Kryptobörsen gleichzeitig große Kursveränderungen stattfanden. Wir hatten am Montag auf dieses Phänomen hingewiesen.

Entscheidend wird jetzt sein, ob der Bitcoin über diese Gap-Schließung hinausläuft. Nach dem Füllen des Gaps kam er zunächst mal rund 300 Dollar wieder zurück. Schafft er den Sprung über die Mega-Marke von 10.000 Dollar nachhaltig, könnte aber ein schneller Run einsetzen. Hat der Bitcoin aber zunächst nur die Futureslücke geschlossen, ist das auch nicht tragisch. Offensichtlich hat sich der Bitcoin im vergangenen Monat deutlich von der Kursentwicklung der Aktien und auch des Goldes abgekoppelt (vgl. den Monatschart unten). Der Bitcoin ist im vergangenen Monat um über 40% gestiegen. Dagegen liegen DAX (-2%) und Gold (-0,5%) im Minus. Wahrscheinlich könnte nur ein veritabler Aktiencrash den Bitcoin kurzfristig noch einmal in Mitleidenschaft ziehen. Der ist allerdings so unwahrscheinlich nicht. Aber auch dann würde der Bitcoinmarkt – vielleicht wie beim Corona-Crash Mitte März – nach einer kurzen Weile realisieren, dass er gar nicht betroffen ist. Sondern dass er vielmehr von den Turbulenzen an den traditionellen Finanzmärkten nur profitieren kann.

13.5.2020, 17:00

Nach dem Halving vor zwei Tagen startet der Bitcoin einen neuen Anlauf auf die Marke von 10.000 Dollar. Diesmal könnte er deutlich darüber springen.

Wie weiter unten aufgeführt, ist das Bitcoin-Halving ein feststehendes Ereignis, dessen Auswirkungen den Marktteilnehmern bekannt sind. Trotzdem kam und kommt es rund um dieses Ereignis zu einem gewissen Hyperventilieren des Marktes mit der Folge einer deutlich steigenden Volatilität. Dies war gerade in den vergangenen Tagen verstärkt zu beobachten. Das hektische Auf und Ab ist zwar nett zu beobachten, hat für die langfristigen Perspektiven aber keine Relevanz. Diese speisen sich vielmehr aus dem wichtigsten Bitcoin Use Case, nämlich dem eines nicht-inflationierbaren Wertaufbewahrungsmittels. Dieses kann von Anlegern weltweit genutzt werden, um aus ihren mehr oder minder inflationsgefährdeten Währungen zu fliehen. Die riesige Geldschwemme zur Bekämpfung der Corona-Krise rückt dies auch den bisher von Inflation weitgehend verschont gebliebenen Anlegern in den westlichen Ländern verstärkt vor Augen.

Heute am Nachmittag zog der Bitcoin wieder an und sprang über die Marke von 9.000 Dollar. Schafft er demnächst den Sprung über die psychologische Marke von 10.000 Dollar, könnte durchaus ein schneller Run einsetzen. Denn anders als vor ein paar Tagen, als er mehrmals kurz über diese Marke schaute, ist nun die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Halving-Event weg. Zwar ist das Halving eigentlich ein Non-event – mehr dazu unten – trotzdem führte das zu einer gewissen Grundnervosität des Marktes. Charttechnisch läuft der Bitcoinpreis nun auf ein Golden Cross zu, das schon in wenigen Tagen gebildet werden könnte (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Beim Golden Cross schneidet die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie von unten nach oben. Dies gilt als sehr bullishes Zeichen. Beim letzten Golden Cross im Februar funkte der Corona-Crash dazwischen. Dieser ist jetzt verdaut, zumal sich bei immer mehr Investoren die Meinung durchsetzt, dass die Corona-Auswirkungen für den Bitcoin nur positiv sein können. Der Bitcoin könnte deshalb auch als Amazon der Währungen bezeichnet werden. Nun ist auch noch die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Halving weg. Von daher könnte das Golden Cross jetzt eine ähnliche Auswirkung wie das im April vergangenen Jahres haben (vgl. Chart). Danach ist der Kurs in eine parabolische Bahn eingeschwenkt, die in bis 13.500 Dollar führte.

Beim Bitcoin-Halving handelt es sich einfach um eine Halbierung der Miner-Belohnung für einen geschürften Bitcoin-Block. Schürfen (Mining) nennt man den Vorgang analog zur Gewinnung von Gold, das ja nur durch aufwändigen und kostspieligen Bergbau gewonnen werden kann. Die Miner werden für das Sichern und Validieren des Bitcoin-Netzwerks belohnt, denn dieses ist für die Miner mit großem Hardware- und Energieaufwand verbunden. Andererseits ist dieser Validierungsprozess unabdingbar, um den Besitz und alle jemals stattgefundenen Transaktionen auf der Bitcoin-Blockchain zu dokumentieren und so die Sicherheit und Integrität der Blockchain zu gewährleisten. Wäre dieser Prozess nicht so aufwändig und kostspielig, könnten Betrüger Transaktionen fälschen oder Bitcoin doppelt ausgeben (double spending). Die Miner erledigen diese Aufgabe natürlich nicht umsonst. Sie bekommen für jeden erfolgreich errechneten Transaktionsblock eine festgelegte Menge Bitcoin, die dabei vom Bitcoin-Code neu erzeugt werden. Die Höhe der Entlohnung ist im Bitcoin-Code unabänderbar festgelegt. Bis zum Halving heute Abend sind das 12,5 Bitcoin, danach reduziert sich die Entlohnung pro Block auf 6,25 Bitcoin.

Dieses Halving findet alle 210.000 Blöcke statt und damit ungefähr alle vier Jahre. Dadurch dass die Miner nach einem Halving nur noch die Hälfte der vorherigen Entlohnung in Bitcoin bekommen, vermindert sich also das zusätzliche Angebot an Bitcoin. Aktuell gibt es knapp 18,4 Millionen Bitcoin der maximal möglichen 21 Millionen Bitcoin. Durch das alle vier Jahre geringer werdende Angebot an zusätzlichen Bitcoins wird der Bitcoin also knapper. Dieser eingebaute Inflationsschutz macht Bitcoin zum härtesten Geld der Welt. Das aus der Rohstoffanalyse bekannte Stock-to-Flow-Verhältnis steigt deshalb alle vier Jahre. Denn der Quotient aus vorhandenem Bestand an Bitcoin (Stock) dividiert durch das zusätzliche Angebot (Flow) verdoppelt seinen Wert durch das Halving alle vier Jahre. Dies geht solange weiter, bis ungefähr im Jahr 2140 der letzte Block geschürft worden ist. Bis dahin gilt in Abwandlung der alten Fußballerwahrheit also immer: Nach dem Halving ist vor dem Halving. Es gibt keine Überraschungen, denn alles ist im unveränderlichen Bitcoin-Code so festgelegt. Durch das gerade stattfindende Halving steigt der Härtegrad von Bitcoin etwa auf den von Gold, das bisher den größten Härtegrad hatte. Bereits in vier Jahren beim nächsten Halving wird der Bitcoin-Härtegrad etwa doppelt so groß sein wie beim Gold, in weiteren vier Jahren dann schon viermal so groß usw.

Eigentlich ist das Bitcoin-Halving also ein Non-Event. Bei der Veröffentlichung von Quartals- oder Jahresergebnissen von börsennotierten Gesellschaften kann es immer positive oder negative Überraschungen mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Aktienkurse geben. Beim Bitcoin-Halving stehen dagegen die Änderungen schon lange vorher fest, nur der Termin kann sich geringfügig um wenige Tage ändern. Ein solches klar definiertes Ereignis dürfte eigentlich keine wirklichen Auswirkungen auf den Bitcoinpreis haben, nur weil es jetzt gerade stattfindet. Denn dem Markt sind alle Fakten bekannt und er kann sich dementsprechend schon lange vorher darauf einstellen und die Auswirkungen in den Preisen antizipieren. Überzogene Erwartungen an besondere Preisentwicklungen rund um den Termin selbst sind also fehl am Platze. Dabei spielen eher psychologische Faktoren eine Rolle. Die Marktteilnehmer sind in einem Modus der verstärkten Aufgeregtheit, dies spiegelt sich dann in einer erhöhten Volatilität wider. Die langfristigen Auswirkungen der Halvings können dagegen enorm sein, insbesondere wenn ein vermindertes Angebot auf eine verstärkte Nachfrage trifft. Die sich verstärkende Nachfrage nach dem strikt limitierten Gut Bitcoin ist denn auch der entscheidende Preistreiber. Diese dürfte angesichts der Unsicherheiten an den internationalen Finanzmärkten sogar noch stark zunehmen. Und trifft dann auf ein Angebot, das nicht erhöht werden kann. Besitzer von herkömmlichem Zentralbankgeld – also wir alle – können davon nur träumen.

11.5.2020, 16:35

Nach einer langen Phase der Underperformance macht XRP wieder auf sich aufmerksam. Bei einem Durchbruch durch die 200-Tagelinie winken schnelle Kursgewinne.

Heute gegen 21 Uhr werden wir wissen, was beim 3. Bitcoin-Halving passiert. Die Kursschwankungen am Markt lassen zwar das Gegenteil erwarten, aber eigentlich passiert nichts. Zumindest nichts Unvorhergesehenes. Denn Termin und Auswirkungen des Halvings sind ja schon lange bekannt. Kurzfristig mehr Relevanz könnte der Gap bei den Bitcoin-Futures vom Wochenende haben. Dieser entsteht immer bei großen Kursbewegungen an den Kryptobörsen, wenn gleichzeitig kein Handel an der amerikanischen Futuresbörse CME ist. Die dabei entstandene Lücke wird meist kurzfristig wieder geschlossen, der Preis müsste also wieder in Richtung 10.000 Dollar gehen. Allerdings überlagert die Aufregung um das Bitcoin-Halving heute zunächst mal alle anderen Überlegungen. Entscheidender wird sein, wann der Bitcoin nach dem Halving seine große Aufwärtsbewegung startet. Dass sie kommt, davon gehen Experten aus. Ob in vier Wochen oder vier Monaten, das ist nur für die Ungeduldigen von Bedeutung.

Altcoins von Bitcoin-Kurssturz am Sonntag stark getroffen

Die tolle Aufwärtsbewegung des Bitcoins in den ersten sechs Wochen dieses Jahres wurde von den meisten großen Altcoins deutlich getoppt. Zuletzt zeigten große Coins wie Ethereum wieder eine Outperformance. Der Bitcoin-Kurssturz am Sonntag setzte dieser zunächst ein Ende. Es ist aber davon auszugehen, dass bei einem Schwenk des Bitcoins nach oben die Altcoins wieder stärker als der Bitcoin steigen. Unten sind die Charts von drei der größten Altcoins Ethereum, Ripples XRP und Litecoin gegenüber dem Bitcoin. Während man bei Ethereum im Vergleich zum Jahresbeginn noch immer eine deutliche Outperformance erkennt, notieren Ripples XRP und Litecoin gegenüber dem Bitcoin auf Tiefstständen. Litecoin sollte als kleiner Bruder von Bitcoin dessen Kursentwicklung irgendwann wieder folgen. Da er zuletzt deutlich zurückgeblieben ist, könnte das dann mit einem erheblichen Hebel erfolgen. Schwieriger ist die Einschätzung von XRP.

Ripples XRP könnte drehen

XRP, die Kryptowährung von Ripple, ist seit Jahren eine Enttäuschung. Das ist umso erstaunlicher, als Ripple eigentlich ständig gute Meldungen über Kooperationen mit renommierten traditionellen Finanzunternehmen produziert.

Ein wesentlicher Hemmschuh sind die pre-geminten XRP. Von den geschaffenen 100 Milliarden Stück XRP wurden 80 Milliarden XRP an Ripple übertragen. An diesem Verfahren wird in der Kryptogemeinde seit Jahren teilweise heftige Kritik geübt. Denn dadurch ist XRP keine wirklich dezentralisierte Kryptowährung, sondern wird zentral vom Fintech-Startup Ripple verwaltet. Für eingefleischte Kryptofans ist das eigentlich ein No-Go. 2017 kündigte Ripple die Verwahrung von insgesamt 55 Milliarden XRP in 55 Treuhand-Konten zu je einer Milliarde XRP an. Über diese sog. Escrow-Wallets soll die andauernde Emission der XRP-Token kontrollierbar und berechenbar werden. Am ersten Tag eines jeden Monats (insgesamt sind das also seit Ankündigung 55 Monate) läuft jeweils ein Konto per festgelegtem Vertrag aus, jeden Monat kann Ripple also maximal eine Milliarde XRP verkaufen. Werden in einem Monat weniger als eine Milliarde XRP verkauft, wird der verbliebene Betrag dann auf ein Treuhandkonto am Ende der Escrow-Warteschlange übertragen (also auf Monat 56 usw. seit Beginn der Ankündigung). In der Vergangenheit belasteten auch immer wieder Vermutungen, dass Ripple mehr als die vereinbarte Menge an XRP verkauft. Die starke Inflationierung durch Ripple wird für die sehr schlechte XRP-Kursentwicklung verantwortlich gemacht. Dabei verunsichert insbesondere die mangelnde Transparenz über die Transaktionen und die dahinterstehende Strategie. Aktuell besitzt Ripple noch 55 Prozent aller XRP. Deswegen nimmt z.B. auch Morgan Creek Capital Management XRP nicht in seinen Kryptowährungsindex-Fonds auf. Der Digital Asset Index Fund soll Anlegern den direkten Zugang zu einem aus den zehn größten Kryptowährungen bestehenden Index ermöglichen. Wegen der Zentralisierung wird XRP – ähnlich wie Stellar – derzeit nicht in diesen Fonds aufgenommen. Dies könnte sich aber bei einer Verringerung der zentralen XRP-Konzentration ändern.

Auch im 1. Quartal schnitt XRP unter den 25 großen Kryptowährungen laut der Datenbank Messari am schlechtesten ab. Vor zwei Wochen sprang der XRP-Kurs, nach Bitcoin und Ethereum die drittgrößte Kryptwährung, plötzlich deutlich an. Grund waren Meldungen von Ripple, dass immer mehr Unternehmen die Ripple-Überweisungsplattform ODL (steht für On-Demand-Liquidity) nutzen. In seinem Quartalsbericht bestätigt Ripple eine Verdreifachung der Transaktionsvolumen von ODL. Der bekannteste ODL-Nutzer ist der Zahlungsdienst MoneyGram, an dem sich Ripple im November 2019 mit 50 Millionen Dollar beteiligt hat. Mit dem ODL-Überweisungssystem sind sehr kostengünstige und sekundenschnelle internationale Überweisungen möglich. Dabei wird XRP als Brückenwährung verwendet. Das hat durchaus disruptive Veränderungen im internationalen Zahlungsverkehr zur Folge. So werden Unternehmen bei Auslandsgeschäften nicht mehr mit Vorfinanzierungskosten belastet. Denn Usus ist dort meistens, dass Produkte oder Dienstleistungen aus dem Ausland im Voraus bezahlt werden müssen. Das damit verbundene Procedere ist umständlich. So müssen oft Konten im Land des Handelspartners in der jeweiligen Landeswährung unterhalten werden. Durch die Direktabwicklung über Ripples ODL-Kanal wird das überflüssig. Das ODL-System läuft bisher nur in Bezug auf die Währungspaare US-Dollar gegen mexikanische Peso, philippinische Peso und australische Dollar.

Für Krypto-Anleger stellt sich natürlich die Frage, inwieweit diese Entwicklungen Einfluss auf die Kursentwicklung von Ripples Kryptowährung XRP haben. Zwar zeigt sich zum einen ein klarer Use Case für XRP. Zum anderen dient XRP aber nur als Brückenwährung. Eine solche wird kurzfristig genutzt und dann nach Abschluss der Transaktion schnell – meist zum gleichen Preis – wieder verkauft. Von daher sind damit zunächst wenig Impulse für eine Wertsteigerung von XRP verbunden. Schafft es Ripple, XRP als Standard im internationalen Zahlungsverkehr zu etablieren, könnte sich aber deren Wert dann erhöhen. Es gibt eine Maximalzahl von 100 Milliarden Coins, von denen aktuell rund 44 Milliarden im Umlauf sind. Bei einem Massengebrauch könnten diese dann doch knapper und damit wertvoller werden.

Kürzlich hatte Ripple-Manager Asheesh Birla als Ziel genannt, Ripple als „Blockchain-Version von Amazon“ zu etablieren. Das ist ein hochgestecktes Ziel, zumal auch andere Zahlungsdienstleister angreifen. So will das internationale Zahlungsnetzwerk Swift ein eigenes Sofortzahlungssystem entwickeln. Trotzdem könnte der XRP-Coin sich vom Under- zum Outperformer mausern. Zuletzt ist der Preis bis an die 200-Tagelinie herangerückt. Überspringt er diese, könnte es zu einem schnellen Kursschub kommen. Nach dem Crash am Sonntag fiel er zwar kurzfristig sogar bis unter die 50-Tagelinie, konnte sich letztlich aber doch darüber halten. Bewegt sich der Preis erneut in Richtung 200-Tagelinie, könnte XRP heiß werden.

7.5.2020, 21:10

Wenige Tage vor dem Halving nimmt der Bitcoin-Kurs Fahrt auf. Kommt jetzt ein Kurssprung bis auf 13.000 Dollar?

Bewegte sich bis vor wenigen Tagen noch der gesamte Kryptomarkt nach oben, so scheint sich nun alles auf den Bitcoin vor seiner alle vier Jahre wiederkehrenden Halving-Feier zu konzentrieren. Der Preis des Bitcoins zieht deutlich an und nähert sich der magischen Grenze von 10.000 Dollar. Springt der Preis über diese Marke, könnte es durchaus zu einem schnellen Kurssprung kommen. Die Volatilität beim Bitcoin nimmt nun vor dem Halving zu. Betrachtet man den langfristigen Chart seit Erreichen der Allzeithöchstkurse Ende 2017, nähert sich der Preis nun der langfristigen Abwärtstrendlinie, die durch die Höchstkurse 2017 bei knapp 20.000 Dollar und die Höchstkurse vom vergangenen Jahr bei über 13.000 Dollar definiert wird. Diese Höchstkurse von über 13.000 Dollar könnten nun bei einem Überspringen der Marke von 10.000 Dollar und einem Überwinden der langfristigen Abwärtstrendlinie, die aktuell knapp darüber verläuft, im Zuge der zunehmend volatilen Bewegung rund um das Halving kurzfristig erreicht werden (vgl. Bitcoin-Chart unten).

Große kurzfristige Preisbewegungen sind schwer zu prognostizieren. Die derzeitige Gemengelage könnte aber für einen Kurssprung gut sein. Sollte dies jetzt noch vor dem oder zum Halving eintreten, wäre eine deutliche Korrektur danach nicht unwahrscheinlich. Von daher legen wir für das Tradingdepot für zwei Drittel der Bitcoin-Position (0,5 BTC) ein Verkaufslimit bei 12.500 Dollar (Bitfinex-Preise). Zwar sehen wir den Bitcoin langfristig bis Ende 2021 im mittleren fünfstelligen Bereich, von daher wäre ein Verkauf – auch aus steuerlichen Überlegungen – kontraproduktiv. Das Tradingdepot wird aber unabhängig von steuerlichen Überlegungen gefahren. Das Litecoin-Verkaufslimit für die Hälfte der Position (10 LTC) wird weiter bei 55 Dollar belassen.

Wenn man – was man sollte – die Bitcoin-Position steueroptimiert weiter halten will, könnte man für ein kurzfristiges Trading nach einem Kurssprung auf 12.500 auch den Kauf eines Bitcoin-Short-Zertifikats erwägen. Davon gibt es einige am deutschen Markt von der Bank Vontobel. Dabei sollte man aber ein Zertifikat nehmen, bei dem die Stop-Loss-Barriere deutlich höher liegt, z.B. über 16.000 Dollar. Jedenfalls könnte man so bei einem kurzfristigen Overshooting des Bitcoins einerseits die Kernposition unangetastet lassen und mit dem Zertifikat andererseits auf eine kurzfristige Korrektur spekulieren.

Ob die Altcoins derzeit bei weiteren Kursanstiegen des Bitcoins mithalten können, bleibt derzeit fraglich. Im Vergleich der Monatscharts unten sieht man, dass Altcoins wie Ethereum, Ripples XRP und Litecoin seit Ende April rückläufig tendieren und deutlich unter den Höchstkursen liegen. Dagegen hat der Bitcoin die Höchstkurse schon weiter hinter sich gelassen. Nachdem die Altcoins heute zunächst den Bitcoin-Anstieg gar nicht mitgemacht haben, sind die Kurse jetzt am Abend doch nach oben nachgelaufen.

4.5.2020, 16:35

Nach den Verwerfungen im Zuge des Corona-Crashes findet der Bitcoin langsam zu alter Stärke zurück. Der Durchbruch durch die 200-Tagelinie löste erneut einen Kurssprung aus.

Auf die 200-Tagelinie beim Bitcoin ist Verlass (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Beim Durchbruch vor einem Jahr kam es zu einem schnellen Kursgewinn. Diesmal sprang der Bitcoinpreis nach Überwinden der Linie in der Spitze fast 20 Prozent in zwei Tagen. Auch bei den beiden anderen Durchbrüchen im Oktober 2019 und Januar 2020 legte der Kurs kurzfristig deutlich zu. Vor einem Jahr schwenkte der Kurs dann in einen parabolischen Verlauf. Zu Jahresbeginn bis Mitte Februar sah das ähnlich aus, bevor das Hochkochen der Corona-Krise alles über den Haufen warf. Kommt jetzt der aufgeschobene Parabelflug? Man sollte vom Halving, das am 12. Mai stattfindet, nicht zu viel erwarten, obwohl beim Bitcoin natürlich kurzfristig immer alles möglich ist. Die Volatilität hat jedenfalls schon einmal deutlich zugenommen, das dürfte rund um den Halving-Termin auch so bleiben. Zwei Fraktionen streiten sich um die Deutungshoheit, ob das Halving nun eingepreist ist oder nicht. Aber unabhängig von den Verwerfungen Mitte März, als weltweit alle Risiko-Assets einbrachen, könnte der Bitcoin nun im April die Basis für einen neuen Höhenflug gestartet haben. Wie schon erwähnt, sollten die nächsten Kursziele die psychologische Marke von 10.000 Dollar sein und danach die Höchstkurse von 13.000 Dollar aus dem vergangenen Jahr. Es erscheint nun immer wahrscheinlicher, dass im weiteren Jahresverlauf auch die alten Höchstkurse bei 20.000 Dollar erreicht und übertroffen werden können.

Der Bitcoinpreis konnte sich zuletzt immer mehr von den Aktienbörsen abkoppeln (vgl. Monatschart Bitcoin versus DAX und Gold unten). Zwar haben sich auch die Aktien wieder etwas verbessert, der Bitcoin und andere Kryptowährungen legten aber viel stärker zu. So verzeichnet der DAX seit einem Monat ein Plus von rund 10 Prozent, der Bitcoin dagegen von 30 Prozent. Diese Entwicklung dürfte anhalten und macht auch Sinn. Denn die Unternehmen und damit deren Aktien werden weltweit trotz Lockerungen des Lockdowns noch länger unter den Nachwirkungen zu leiden haben. Dagegen ist der Bitcoin davon überhaupt nicht betroffen. Im Gegenteil: Aufgrund seiner Inflationssicherheit wirkt er wie der Fels in der Brandung der durch die Geldschwemme aufgeblähten Währungen. Selbst gegenüber dem Gold zeigte der Bitcoin zuletzt eine deutliche Outperformance, der Goldpreis stieg seit einem Monat nur um 5%. Auch gegenüber dem Gold dürfte der Bitcoin weiter outperformen. In der Corona-Krise 2020 hat sich gezeigt, dass der Bitcoin seine Vorteile als jederzeit handelbares Instrument ausspielen kann. Gold ist nur zu bestimmten Zeiten handelbar, der Bitcoin 24/7. Außerdem gilt beim Bitcoin wie beim Gold, dass man es insbesondere zum Krisenschutz auch wirklich besitzen muss: „Not your Keys, not your Bitcoin“ kann man in Bezug auf Gold übersetzen in „Nicht dein physisches Gold, nicht dein Gold“. Als die Krise im Februar und März 2020 hochschäumte, gab es Lieferengpässe beim physischen Gold und es mussten teilweise erhebliche Aufschläge bezahlt werden.