In Kryptowährungen investieren?

  • völlig neue Asset-Klasse
  • verstärktes Interesse traditioneller Groß- und Kleinanleger
  • derzeit interessantester Tradingmarkt mit vielen Tradingmöglichkeiten
  • Handel in Altcoins aussichtsreicher als in Bitcoin
  • 7/24-Handel (Handel rund um die Uhr)
  • gute Handelsplattformen

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26.6.2019, 17:40

Wie vergangene Woche schon erwähnt, könnte beim Bitcoin (BTC) kurzfristig eine Kaufpanik anstehen. Aktuell notiert der Preis bei 12.810 USD mit einem Plus von 13% im 24h-Vergleich. Mit dem deutlichen Sprung über die psychologische Marke von 10.000 USD könnte sich die vor allem Bitcoin-getriebene Hausse an den Kryptomärkten kurzfristig verstärken. Das bildet sich auch in der Marktdominanz von Bitcoin ab, die mit deutlich über 60 Prozent den höchsten Stand seit dem Bull Run Ende 2017 erreicht hat. Es ist nun schon fast Konsens, dass der Bitcoin kurzfristig weiter steigt und auch die alten Höchststände von knapp 20.000 USD brechen wird. Das spricht eigentlich etwas gegen eine kurzfristige weitere ­Aufwärtsbewegung. In einer Marktphase wie derzeit dürfte das aber anders sein. Vielmehr könnte es zu einer Hysterie kommen, wenn plötzlich alle an einen Bruch des alten Höchststandes glauben. Von einer Kaufpanik würden wir sprechen, wenn der Bitcoin plötzlich an einem Tag bis zu 20% steigt. Dann könnte es auch langsam Zeit werden, unter Tradingaspekten mal einen Teil zu verkaufen. Oder einen Teil in Altcoins umzuswitchen, wenn diese dann erneut deutlich zurückbleiben sollten.

Es gibt verschiedene Überlegungen, bis wohin der Bitcoin gehen könnte. Im letzten Beitrag hatten wir auf eine Analyse der Kursbewegungen im Zusammenhang mit dem Halving verwiesen. Demnach hätte der Bitcoin-Kurs Potenzial bis in den Bereich von 140.000 USD. Eine andere Betrachtung der Marktphasen seit 2011 zeigt im logarithmischen Chart, dass der Preis nach den zwischenzeitlichen deutlichen Rückgängen von den vorherigen Höchstkursen in der folgenden Aufwärtsbewegung im Schnitt auf das Zwanzigfache des vorherigen Höchstkurses steigt. Das wären dann schon an die 400.000 USD. Dann wäre ja wirklich das Kursziel von 1 Mio. USD bis Jahresende 2020 von John McAfee nicht mehr weit. Das klingt natürlich alles fantastisch und wird es vielleicht zum Teil auch bleiben. Deswegen sollte man sich nicht von einer plötzlichen Euphoriewelle überwältigen lassen. Auch der derzeitige Parabelflug (vgl. BTC-Jahreschart unten) wird an die Abrisskante kommen, was mit deutlichen Rückschlägen verbunden sein wird. Wir bleiben dabei: Realistisch halten wir für dieses Jahr neue Allzeithöchststände beim Bitcoin. Diese waren ja bekanntlich bei knapp 20.000 USD. Für das nächste Jahr sind aus unserer Sicht auch Preisniveaus im mittleren fünfstelligen Bereich drin. Wer investiert ist, sollte also die Gewinne einfach laufen lassen. Auch sollte man die steuerliche Optimierung nicht aus den Augen lassen. Dazu werden wir in Kürze noch ein paar Hinweise geben.

Auch in Deutschland gehen offizielle Stellen jetzt offensiver auf das Thema Blockchain und Kryptowährungen zu. In dem am 25.6. verabschiedeten Postionspapier spricht sich die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag für eine Förderung der Technologie aus. Es gibt sogar ein Plädoyer für eine staatliche Kryptowährung, also ein E-Euro als Stable Coin mit Bindung an den Euro.

Wie schon erwähnt, hinken die Altcoins der Entwicklung weiter hinterher. Ein Blick auf die Top30 zeigt, dass der Bitcoin im Wochenvergleich um über 40% gestiegen ist. Übertroffen wird er in den Top20 nur von NEO mit einem Wochenplus von 47%. NEO hatten wir in unserem letzten Beitrag als einen der Favoriten bei den Altcoins erwähnt. Bei den Top30 hat unser alter Favorit Qtum (QTUM) mit einem Plus von über 55% noch eine bessere Performance.

Quelle: coinmarketcap.com

21.6.2019, 20:05

Der Bitcoin (BTC) setzt aktuell seinen unterbrochenen Parabelflug fort (vgl. BTC-Jahreschart unten). Am Abend überstieg der Preis jetzt die 9.900 USD und notiert aktuell bei 9.925 USD mit einem Plus von 5,9% im 24h-Vergleich. Der Angriff auf die Marke von 10.000 USD steht unmittelbar bevor. Ein Übersteigen dieser psychologisch wichtigen Grenze könnte durchaus zu einer Stampede der Bullen führen, also eine Art Kaufpanik auslösen. Enttäuschend ist derzeit die Performance der Altcoins, die stark zurückgeblieben erscheinen. Die Hausse ist derzeit weiter eindeutig Bitcoin-getrieben. Allerdings kann sich das auch schnell einmal ändern.

Gründe für die Bitcoin-Hausse

Das Ende des seit Ende 2017 eingeläuteten Krypto-Winters ist definitiv da. Gründe dafür gibt es viele, wie die ein Allzeithoch markierende Hash Rate des Bitcoins. Hier sollen aber nur solche erwähnt werden, die in diesem Jahr oder in nächster Zeit weiter bestehen und deshalb die Kurse treiben könnten.
Pump durch Trump: Könnte auch in Zukunft ein Bitcoin-Treiber bleiben. Denn ein nicht unwesentlicher Faktor sind die Zoll- und Handelskriege insbesondere zwischen den USA und China. Zwar konnten sich die Aktienbörsen nach den Einbrüchen im vierten Quartal 2018 wieder deutlich erholen. Auch die Kursverluste vom Mai sind schon weitgehend aufgeholt. Eine Verschärfung der Handelskonflikte und andere ungelöste Probleme könnten aber schnell zu Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten führen. Der Bitcoin würde profitieren.
Akzeptanz des Bitcoins als Hedge: Diese nimmt eindeutig zu. Verunsicherungen an den Finanzmärkten werden den Bitcoin als digitales Gold attraktiv erscheinen lassen. Der Höhenflug des Goldpreises, der gerade neue Sechsjahres-Höchststände markierte und eine große Korrelation zum Bitcoin hat, geht in diese Richtung. Der Bitcoin als neue Assetklasse wird für ein diversifiziertes Portfolio und als Hedge deshalb immer wichtiger. Neben Privatanlegern wird auch institutionellen Anlegern der Einstieg in die Kryptomärkte immer weiter erleichtert. So wird die Bakkt mit den Tests für die Bitcoin-Futures – im Gegensatz zu den existierenden Futures erfolgt hier erstmals eine physische Belieferung der Kontrakte – am 22. Juli beginnen. Die Bakkt ist immerhin eine Tochter des internationalen Börsenbetreibers Intercontinental Exchange. Zu dieser gehören neben verschiedenen Terminbörsen auch die New York Stock Exchange, die größte Wertpapierbörse der Welt. Ob jetzt der Vergleich des Produktstarts durch die Bakkt mit der Mondlandung von Apollo 11 angebracht ist, sei dahingestellt – immerhin wurden die Mondmissionen ja später wieder eingestellt. Dennoch: Die angebotene regulierte Verwahrlösung ist für institutionelle Anleger eine Einladung in den Kryptomarkt.
Bitcoin-Halving: Dieses findet im Mai 2020 statt und macht das Mining teurer. Dadurch werden Käufe stärker über die Börsen erfolgen müssen und die Preise zwangsläufig steigen.
Facebook-Coin Libra: Die Aufregung hat sich kurzfristig gelegt. Kommt die Einführung nächstes Jahr, werden aber viele neue Anleger für Bitcoin & Co gewonnen werden. Libra wird keine Konkurrenz, wie oft vermutet, sondern ein Stimulans für Bitcoin sein. Viele Facebook-User, die bisher keinen Umgang mit Kryptowährungen hatten, könnten dazu animiert werden, in Bitcoin & Co zu investieren. Zumal der Libra auch gegen wichtige Kryptowährungen gehandelt werden dürfte. Wenn man davon ausgeht, dass die Zahl der Bitcoin-User mit etwa 25 Millionen weltweit derzeit nur ein Prozent der weltweiten Facebook-User von rund 2,5 Milliarden beträgt, könnten diese Auswirkungen auf den Bitcoin durchaus beträchtlich sein.

Die Kursziele?

Ende 2017 markierte der Parabelflug des Bitcoins und anderer Kryptowährungen den Höhepunkt einer mehr als zweijährigen enormen Aufwärtsbewegung. Nicht zu unterschätzen ist, dass die derzeitige Aufwärtsbewegung mit fünf Monaten noch sehr jung ist. Der Bruch der psychologisch wichtigen Schwelle von 10.000 USD könnte eventuell zu einer Art Kaufpanik führen. Dies ist in spekulativen Märkten – aus Anlegersicht ist der Kryptomarkt zunächst ja mal nichts anderes – oft zu beobachten. Dagegen spricht, dass die Sommermonate traditionell an den Kryptomärkten meist schwächer waren. Eine Überlegung, die man bei der derzeitigen Marktverfassung aber vernachlässigen kann. Vielmehr könnten mit der anstehenden Hitzewelle durchaus auch die Bitcoin-Preise hochkochen.
Längerfristig denkende Anleger sollten sich auch nicht von zwischenzeitlich heftigen Kursrückgängen beeindrucken lassen. Das war und ist auch in anderen spekulativen Märkten nicht anders. Der einflussreiche Bitcoin-Investor Tyler Winklevoss prognostiziert, dass nach einem Bruch der psychologischen Marke von 10.000 USD der Bitcoin schnell bis über 15.000 USD steigen wird. Im Bull Run 2017 dauerte der Anstieg von 10 auf 15 Tausend USD weniger als zehn Tage. Eine gute Woche später war dann das Allzeithöchst von 20 Tausend USD erreicht. Ganz so schnell mag es diesmal zwar nicht gehen. Neue Allzeithöchstkurse noch in diesem Jahr sollten aber nicht verwundern. Das wären vom derzeitigen Stand noch einmal 100 Prozent. Das muss aber noch lange nicht das Ende sein. Der einflussreiche Bitcoin-Investors Tuur Demeester hat das Kursverhalten des Bitcoins bei den vorangegangenen Halvings analysiert. Diese finden alle vier Jahre statt. Demnach könnte der Bitcoin nach dem Halving in 2020 ein Potenzial bis auf fantastische 140.000 USD haben. Von dort wäre es dann auch nicht mehr ganz so weit zu einer Million USD. Dieses Kursziel bis Jahresende 2020 hatte schon vor einiger Zeit John McAfee, Gründer des gleichnamigen Antiviren-Programms, genannt. Aber auch wenn man nicht gleich die Gesetze der Schwerkraft negieren will: Nach unserer Erwartung werden die Kurse des Bitcoins im nächsten Jahr bis in den mittleren fünfstelligen Bereich steigen und noch in diesem Jahr das bisherige Allzeithöchst erreichen.

Was machen die Altcoins?

Aktuell noch erstaunlich wenig. Natürlich sind die Preise auch gestiegen, hinken dem Bitcoin-Anstieg aber meist deutlich hinterher. Das zeigt einmal der Wochenvergleich der Top20 ganz unten. Das Plus von 17% wird nur vom Binance Coin erreicht. Übertroffen wird die Wochenperformance nur vom Privacy Coin Monero (XMR) mit einem Plus von 22%.  Die Underperformance der Altcoins erkennt man auch sofort, wenn man die Charts der jeweiligen Preise gegen den Bitcoin betrachtet. Exemplarisch sei dies am 3-Monatschart unten von EOS gegen Bitcoin gezeigt. Gegenüber dem Bitcoin hat EOS seit Beginn der Bitcoin-Hausse Anfang April rund 40 Prozent verloren. Bei den meisten anderen der großen Coins sieht es ähnlich aus. Die Hausse ist also primär vom Bitcoin getrieben.

Solche Phasen der Altcoin-Schwäche gab es in der Vergangenheit immer wieder. Danach folgten dann gegenteilige Bewegungen mit einer starken Outperformance der Altcoins. Dies könnte nach dem Sprung des Bitcoins über 10.000 USD bald wieder anstehen. Von den Top20 könnten derzeit folgende Coins das größte Potenzial haben: Monero (XMR): Der Privacy Coin hat charttechnisch gegenüber dem Bitcoin bereits gedreht. Daneben Stellar (XLM), Cardano (ADA), DASH und IOTA, die an unteren Widerständen gegenüber dem Bitcoin angekommen sind. Aussichtsreich auch NEO und Ethereum Classic (ETC). Wir kommen in den nächsten Tagen darauf zurück.

Quelle: coinmarketcap.com

14.6.2019, 18:35

Nach den sehr starken Kursanstiegen der vorangegangenen zwei Monate hat der Bitcoin (BTC) Anfang Juni rund 15 Prozent korrigiert. Anschließend gab es bei Preisen um die 7.800 USD eine etwa eine Woche dauernde Konsolidierung. Nun zeigt der Trend wieder nach oben (vgl. BTC-Jahreschart unten). Aktuell notiert er bei 8.440 USD mit einem Tagesplus von 3,3%. Mit einer wieder zunehmenden Verunsicherung an den internationalen Finanzmärkten könnte der Bitcoin wieder einmal seine negative Korrelation ausspielen. Auch der auf neue 6-Jahreshöchststände hinlaufende Goldpreis spricht für diese These.

Dagegen liegen heute fast alle Altcoins im roten Bereich. Auch im Wochenvergleich zeigt sich, dass die Aufwärtsbewegung am Kryptomarkt vor allem vom Bitcoin mit einem Plus von über 5%  getrieben ist. Die beste Performance hat der Litecoin (LTC), der in einer Woche rund 12% zulegte. Hier stimulierte das am 5.August anstehende Halvening. Dann werden – ähnlich wie beim Bitcoin im nächsten Jahr – die Belohnungen der Miner für jeden abgebauten Block reduziert. Vor dem letzten Halvening 2015 hat sich der Preis in eineinhalb Monaten versechsfacht. Allerdings korrigierte er dann bereits eineinhalb Monate vor dem Halvening um über 70% bis zum Termin. Von daher sollte man sich mit einer Spekulation auf steigende Preise eher zurückhalten. Immerhin war der Litecoin, den wir ja auch als größte Position im Tradingdepot hatten, eine der großen Kryptowährungen mit der besten Performance in diesem Jahr.

Aufregung um Facebook-Coin

Like it or not.  Der Facebook-Coin kommt. Die Auswirkungen des Einstiegs der Datenkrake in den Kryptowährungsbereich werden beträchtlich sein. Was schon länger erwartet wird, scheint sich jetzt zu manifestieren. Am 18. Juni soll laut mehrerer Quellen ein Whitepaper veröffentlicht werden, das dann eine ausführliche Beschreibung der Funktionsweise des geheimnisvollen Kryptowährungsprojekts enthält, das facebook-intern Libra genannt wird.

Klar scheint bisher zu sein, dass es sich um einen Stable Coin handeln wird. Ein Stable Coin ist immer an ein oder mehrere andere Assets aus der „realen“ Welt gekoppelt. Am meisten verbreitet sind Stable Coins, die direkt an die großen Fiatwährungen (wie US-Dollar oder Euro) gebunden sind. Die Wertentwicklung von Stable Coins hat dann keine Eigendynamik wie bei Bitcoin & Co, sondern sollte genau die Wertentwicklung des abgebildeten Assets nachvollziehen. Deswegen sollte der Emittent der ausgegebenen Stable Coins auch jeweils die entsprechende Menge des realen Assets als Sicherheit hinterlegt haben. In der Vergangenheit gab es im Zusammenhang mit dem Tether, der 1:1 an den USD gebunden ist, allerdings berechtigte Zweifel, ob die Tether auch wirklich komplett durch die hinterlegten USD gedeckt sind. Beim Facebook-Coin dürfte das Problem aber nicht auftreten.

Was sind die Besonderheiten des Facebook-Coins? Einige plausible Vermutungen über den oft auch GlobalCoin genannten Facebook-Coin  gibt es. So soll er an eine Vielzahl globaler Währungen gekoppelt werden. Er könnte damit ein Gegengewicht gegenüber den staatlichen Währungen insbesondere in Entwicklungsländern werden, die unter einer schleichenden oder galoppierenden Entwertung ihrer Währungen leiden. Die Facebook Foundation soll das Projekt leiten. Sie wird dadurch sehr mächtig und könnte sogar in die Funktion einer Zentralbank hineinwachsen. Teilweise wird auch spekuliert, dass es auf den Facebook-Coin Zinsen geben könnte. Denn das Geld dürfte bei der FED geparkt werden, die aktuell 2,35 Prozent Zinsen auf das bei ihr hinterlegte Geld von Partnerbanken zahlt. Würde Facebook dieses Geld dann nicht an die Coininhaber – zumindest teilweise – auszahlen, könnte leicht ein Shitstorm ausbrechen.Transaktionen mit dem Coin sollen umsonst sein.

Die Auswirkungen auf die reale Welt? Kurzum: Beträchtlich. Diskussionen um den Weg zur Weltherrschaft von Facebook werden zunehmen. Der GlobalCoin hätte das Zeug zu einer Art Weltreservewährung. Seriöse Schätzungen gehen derzeit von etwa 25 Millionen Bitcoin-Usern weltweit aus. Dagegen nähert sich die Zahl der Facebook-User der Marke von 2,5 Milliarden. Deswegen sollen große Zahlungsdienstleister wie Visa, Mastercard oder PayPal die Kryptowährung von Facebook unterstützen.
Nebenbei: Auch die Auswirkungen auf die Facebook-Aktie sollten nicht unterschätzt werden. Der Coin könnte für Facebook neben dem Anzeigengeschäft zu einer völlig neuen Einkommensquelle führen. Ein Barclays-Analyst hatte schon zusätzliche Einkünfte bis 2021 von bis zu 19 Milliarden USD prognostiziert.

Die Auswirkungen auf Bitcoin & Co? Eine Konkurrenz zum Bitcoin – wie vielfach vermutet – wird der Facebook-Coin aber nicht. Im Gegenteil. Ein GlobalCoin könnte die Zahl der Bitcoin-User, die derzeit nur ein Prozent der Facebook-User beträgt, nach oben schnellen lassen. Denn der Facebook-Coin wird auch gegen die wichtigsten Kryptowährungen handelbar sein, allen voran Bitcoin. Dadurch könnten viele Facebook-User, die bisher keinen Umgang mit Kryptowährungen hatten, dazu animiert werden, in Bitcoin & Co zu investieren. Dies könnte mittel- und längerfristig zu deutlichen Kursanstiegen des Bitcoins führen. Denn: Im Gegensatz zu dem GlobalCoin gibt es beim Bitcoin ein strikt limitiertes Angebot. Eine Flucht vieler Menschen aus ihren heimlich oder offen inflationierten oder reglementierten Währungen klappt deshalb mit dem GlobalCoin mit seiner Bindung an die traditionellen Währungen nicht. Mit dem Bitcoin schon.

Die Auswirkungen auf die Altcoins sind differenzierter zu sehen. Hier gibt es teilweise Stimmen, die im Facebook-Coin einen Altcoin-Killer sehen. So könnten Coins wie Ripple oder Litecoin unter Druck kommen, bei denen schnelle und billige Zahlungsmöglichkeiten ein Hauptargumente für deren Existenzberechtigung sind. Allerdings dürfte aus unserer Sicht Litecoin wie Bitcoin eher profitieren. Generell werden auf mittlere und längere Sicht die meisten Altcoins vom Markt verschwinden bzw. in die Bedeutungslosigkeit verfallen. Von daher sollten die möglichen Auswirkungen des Facebook-Coins hier zunächst nicht überbewertet aber auch nicht völlig vernachlässigt werden.

30.5.2019, 18;30

Die Stimmung an den Kryptomärkten bleibt unverändert sehr gut. Der Bitcoin schaffte vorhin am Abend sogar kurzzeitig den Sprung über die Marke von 9.000 USD und kletterte bis auf 9.100 USD. Danach kam es zu einem kleinen Flash Crash bis auf 8.600 USD, Aktuell notiert er bei 8.700 USD mit einem kleinen Minus von 0,3% im 24h-Vergleich.

Der Bitcoin (BTC) befindet sich beim Blick auf den Zwei-Jahreschart oben nach der zwischenzeitlichen Korrektur weiter im Parabelflug. Das Level von 10.000 USD, das Anfang Mai 2018 letztmalig erreicht wurde, kommt immer mehr in Sichtweite. Dort ist dann zwar ein größerer Widerstand zu erwarten. Allerdings zeigt der BTC-Chart immer mehr eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Chartbild im 2. Halbjahr 2017. Ob der perfekte Sturm jetzt schon ausbricht und den Preis wie damals hochkatapultiert, bleibt abzuwarten. Die Großwetterlage hat die Wahrscheinlichkeit dafür zuletzt aber ständig erhöht. Ein paar Beispiele:

  • Das Bitcoin-Halving in einem Jahr wirft seine Schatten voraus. Dazu sei auf unseren bei finanzen.net veröffentlichten Artikel vom 24.5.2019 verwiesen.
  • Gibt es eine Art OPEC-Kartell bei den Kryptominern? Nach Angaben eines CNBC-Moderators sollen Bitcoin-Miner weltweit die größte Kryptowährung horten. Es wird oft nur so viel verkauft, wie zur Aufrechterhaltung des Betriebs für ein Jahr nötig ist. Fraglich ist, inwieweit kartellartige Absprachen von einflussreichen Minern den Bitcoin-Preis beeinflussen können. Weniger fraglich erscheint, dass eine derartige Strategie und das Timing der Miner sinnvoll erscheinen. Denn bei dem im Mai 2020 stattfindenden Bitcoin-Halving kommt es zu einer deutlichen Reduzierung bei der Neuversorgung durch Bitcoins, denn die Miner bekommen für die Validierung eines Blocks dann nur noch die Hälfte an Bitcoins wie bisher.
  • Trifft das reduzierte Angebot auf verstärkte Nachfrage, sind das die perfekten Katalysatoren für einen Bullrun. Die Umsatzvolumina deuten bereits in diese Richtung, sie haben sich zuletzt vervielfacht. Neben starker Nachfrage aus dem privaten Bereich kommen auch immer mehr institutionelle Investoren dazu. Mainstream-Player wie Fidelity können sich der zunehmenden Nachfrage nicht mehr verschließen und werden diese weiter befeuern.
  • Private Investoren haben oft eine Scheu vor der Eröffnung eines Kontos bei einer Kryptobörse. Meist ist schon der Geldtransfer dorthin ein Problem. Von den Sicherheitsproblemen ganz zu schweigen. Hier wird es durch neue Anbieter einen Trend geben, diese Hemmschwellen abzubauen. Für deutsche Anleger gibt es seit dem 31. Januar die Bison-App. Über diese Rundum-Sorglos-App können die vier größten Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Ripple und Litecoin gehandelt werden. Weitere Coins sollen bald dazukommen. Mit der Konzentration auf wenige Coins kann der Kryptomarkt eigentlich ganz gut abgebildet werden. Die Anleger haben nichts mit Wallets etc. zu tun und das eingezahlte Geld liegt bei einer deutschen Partnerbank und unterliegt damit der gesetzlichen Einlagensicherung. Ein Vorteil gegenüber den Kryptobörsen, bei denen das Insolvenzrisiko nicht nur theoretisch ist.
  • Kommt der Facebook-Coin? Auch diese Frage elektrisiert die Kryptowelt. Bisher wurde vielfach davon ausgegangen, dass er schon Mitte 2019 kommt. Erwartet wurde und wird ein Stable Coin, dessen Wert an den USD angebunden ist. Laut einem BBC-Report vom 24. Mai soll er nun im ersten Quartal 2020 in ungefähr einem Dutzend Ländern eingeführt werden. Die Testphase soll Ende des Jahres laufen. Facebook will mit dem GlobalCoin, wie er intern genannt wird, einfache, günstige und sichere Möglichkeiten des Geldtransfers schaffen. Dies wird dann selbst für User ohne eigenes Bankkonto möglich sein. Facebook könnte damit die herkömmliche Finanzindustrie angreifen. Der GlobalCoin wurde schon als Bitcoin-Rivale bezeichnet. Das dürfte aber unwahrscheinlich sein, weil das Konzept der Stable Coins ein anderes ist.

Erfreulich für den Kryptomarkt ist auch die wiedergefundene relative Stärke der Altcoins. Wir hatten bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass das Undershooting bis Mitte Mai übertrieben war und sich kurzfristig korrigieren könnte. Dies ist nun der Fall. Ein Blick auf die Übersicht von coinmarketcap unten zeigt, dass fast alle Coins der Top20 im Wochenvergleich deutlich besser als der Bitcoin performen. Herausragend sind die fast 100% beim vor kurzem noch verpönten Bitcoin SV. Aber auch die Performances von über 30% von EOS, Litecoin und IOTA können sich sehen lassen.

Quelle: coinmarketcap.com

Explodiert der Bitcoin auf 140.000 USD im nächsten Jahr?

Neue Analyse zeigt weiter riesiges Kurspotenzial beim Bitcoin. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um in einem Jahr sehr große steuerfreie Kursgewinne zu realisieren?

Der Bitcoin setzt heute nach der zwischenzeitlichen Korrektur nach den großen Kursgewinnen seit April wieder zum Sprung über die Marke von 8.000 USD an. Auch die Altcoins zeigen sich in einer sehr guten Verfassung. Von den großen Coins sticht heute Litecoin mit einem Plus von über 10% heraus.

Interessant ist die Analyse des einflussreichen Bitcoin-Investors Tuur Demeester. Er hat das Auf und Ab der Bitcoin-Preise vor den Halvings auf einer logarithmischen Skala aufgezeichnet. Man sieht deutlich, dass es nach den Bear-Market-Phasen,  die sich in der Mitte zwischen den Halvings befunden haben, immer zu sehr starken Aufwärtsbewegungen gekommen ist. Demnach sind wir nach der jüngsten Aufwärtsbewegung nun in der Reakkumulierungsphase, die bis in den Bereich von 9.700 USD reicht. Nach dem Halving im Mai 2020 wäre demnach das Kurspotenzial sehr groß, in der Grafik reicht es bis 140.000 USD. Wiederholt sich die Geschichte, was nicht unwahrscheinlich ist, wäre jetzt für Privatinvestoren der ideale Zeitpunkt zum Einstieg. Denn bis zum Halving im Mai 2020 ist es genau ein Jahr. Wenn es bis dahin und danach zu einem starken Kursanstieg kommt, wären die Kursgewinne für Privatinvestoren also steuerfrei. Auch wenn der Bitcoin nicht bis 140.000 USD steigt: Neue Höchststände sind sehr wahrscheinlich. Das wäre dann immer noch eine Kursvervielfachung. Steuerfrei.

Quelle: @TuurDemeester

21.5.2019, 22:30

Nachdem der Bitcoin (BTC) in der vergangenen Woche bis auf 8.300 USD in der Spitze haussierte, folgte am Freitag eine scharfe Korrektur. Diese brachte den Preis im tief wieder bis auf 7.000 USD. Auslöser war u.a. eine große Verkaufsorder auf der Luxemburger Handelsplattform Bitstamp. Vorgestern folgte dann erneut ein deutlicher Anstieg, der den Preis wieder über 8.200 USD brachte. Seither bewegt sich der Preis um die 8.000 USD. Der scharfe Anstieg nach Bildung des Golden Cross Ende April wurde zuletzt also gestoppt (vgl. BTC-Jahreschart unten). Aktuell notiert der BTC bei 8.020 USD mit einem Plusvon 1,7% im Tagesvergleich.

Unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen sehen die Aussichten für weitere Kursanstiege mittel- und langfristig gut aus. Die Probleme von Bitfinex und Tether sind wieder in den Hintergrund getreten. Zumal eine einstweilige Verfügung nun Tether im Rechtsstreit mit der New Yorker Staatsanwaltschaft wieder erlaubt, seine Geldmittel für Investitionen zu nutzen. Zuvor war das Firmenvermögen von den Behörden eingefroren worden. Der guten Grundstimmung konnte auch eine neuerliche Verschiebung des Bitcoin-ETF-Antrags von VanEck nichts anhaben. Vielmehr ist das schon fast business as usual. Wichtige Marktbeobachter erwarten trotzdem die Genehmigung von Bitcoin-ETFs bis zum Jahresende. Charttechnisch ausgerichtete Analysten weisen darauf hin, dass der Bitcoin wenig Widerstandszonen hat im Bereich zwischen 8.000 und 20.000 USD.

Bei den Altcoins war der absolute Highflyer heute Bitcoin SV. Der Preis schoss in der Spitze mehr als 100% nach oben. Craig Wright hat als Macher von Bitcoin SV beim US Copyright Office einen Antrag auf Copyright für das Bitcoin Whitepaper gestellt. Wright behauptet ja schon seit Jahren, Satoshi Nakamoto, also der Erfinder von Bitcoin, zu sein. Allerdings ist ein Copyright-Antrag sicher kein Beweis, den jeder kann ihn stellen. Generell ist bei den Altcoins aber zu konstatieren, dass die jüngste Phase der Underperformance gegenüber dem BTC ein Ende haben könnte. Jedenfalls haben viele Altcoins den Abwärtstrend gegenüber dem BTC verlassen. Auch dies spricht für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung an den Kryptomärkten generell.

16.5.2019, 22:00

Vor drei Tagen hat der Bitcoin (BTC) die Marke von 8.000 USD geknackt. Heute lief in der Spitze bis auf 8.300 USD. Danach kamen die Preise wieder etwas zurück. Aktuell notiert der BTC bei 7.830 USD mit einem Minus von 4,5% im 24h-Vergleich. Nach dem Parabelflug legt der BTC aktuell eine Verschnaufpause ein (vgl. BTC-Jahreschart unten). Eine weitere Korrektur würde nicht überraschen. Der weitere Verlauf ist aber aufgrund der jüngsten Dynamik nicht einzuschätzen, ein erneuter Kurssprung ist nicht auszuschließen.

Die Altcoins hatten die Bitcoin-Rally nur in geringem Ausmaß nachvollzogen. Dies zeigen die Charts der Altcoin-Preise gegenüber dem BTC. Die Bitcoin-Hausse seit Anfang April war mit einer sehr starken Underperformance der Altcoins verbunden. Seit drei Tagen hat dieser Trend gedreht. Beispielhaft wird dies unten an den Jahrescharts von zwei Altcoins unten gezeigt. Nachdem der Preis der zweitgrößten Kryptowährung Ethereum (ETH) gegenüber dem BTC auf einen neuen Jahrestiefststand gefallen war, läuft seit drei Tagen eine scharfe Umkehr dieses Trends. Bei NEO sieht das Bild ähnlich aus. Allerdings hatten NEO erst deutlich unter den vorherigen Jahrestiefs vom Dezember gedreht.

Auch ein Blick auf die Top20 zeigt, dass viele Altcoins im Wochenvergleich nun wieder eine Outperformance zum Bitcoin zeigen. Während der Bitcoin um 30% gestiegen ist, zeigt der Top-Performer NEM ein Plus von 103%. Ethereum, Stellar, IOTA und Tezos weisen Zuwächse von über 50% auf.

13.5.2019, 23:20

Der Bitcoin (BTC) ist mit seinem fulminanten Anstieg nun in die Parabelphaseeingetreten (vgl. BTC-Jahreschart unten). Oft kommt es danach zu einer kräftigen Korrektur von der Spitze der Parabel. Wenn diese erreicht ist, weiß aber keiner zu sagen. Seit dem Golden Cross Ende April kennen die Preise scheinbar kein Halten mehr. Das ist umso erstaunlicher, als wegen der Turbulenzen um Bitfinex und Tether eigentlich eine völlig andere Entwicklung zu erwarten gewesen wäre. Nach der Anklageerhebung gegen Bitfinex am 25. April ging die Bitcoin-Rakete erst richtig los.

Als Gründe für die kaum gebremste Bitcoin-Hausse werden angeführt:

  • Die angeschlagene Kryptobörse Bitfinex hat sich wieder einmal aus den Negativschlagzeilen befreit. Durch das erfolgreiche IEO (Initial Exchange Offering) wurden in 10 Tagen LEO-Token im Wert von 1 Milliarde USD platziert bei Großinvestoren. Damit dürften die vor einer Woche hochgekochten Befürchtungen eines Liquiditätsengpasses bei Bitfinex zunächst einmal weggewischt sein.
  • Die lange erwartete Futures-Börse Bakkt, hinter der die Intercontinental Exchange steht, hat nun den lange erwarteten Starttermin bekanntgegeben. Im Juli soll eine erste Testphase beginnen. Es soll zwei Kontrakte geben: einer wird auf täglicher Basis und einer auf monatlicher Basis abgerechnet. Das Neue bei Bakkt ist die physische Belieferung der Kontrakte. D.h. die Händler werden bei Abwicklung den Basiswert und nicht das Baräquivalent erhalten.
  • Die große Kryptobörse Binance, die am 7. Mai Opfer eines Hackerangriffs wurde, bei dem Bitcoin im Gegenwert von 40 Mio. USD entwendet wurden, lässt ab dem morgigen Dienstag wieder Ein- und Auszahlungen zu. Diese waren nach dem Hack aus Sicherheitsgründen für eine Woche gesperrt worden.
  • Die Adaption macht nun wirklich Fortschritte. Auf der wichtigsten Kryptokonferenz, der von heute bis Mittwoch laufenden Consensus in New York, gab es Gerüchte, dass demnächst eBay den Bitcoin und andere Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren könnte. Auch einige amerikanische Einzelhändler wie Whole Foods, Crate und Barrel nehmen nun Kryptowährungen als Zahlungsmittel an.
  • Ein weiterer Grund für die zuletzt explosionsartige Entwicklung könnte eine Reaktion des Bitcoins auf die aktuellen wirtschaftspolitischen Turbulenzen sein, die sich am deutlichsten im gerade hochkochenden Handelskrieg zwischen den USA und China zeigen.

Die turbulente und unübersichtliche Entwicklung zeigt sich auch im Vergleich der Entwicklung der Kryptopreise an den unterschiedlichen Kryptobörsen. Vor einer Woche wurde der BTC bei der angezählten Kryptobörse Bitfinex noch mit erheblichen höheren Preisen als an anderen Handelsplätzen gehandelt (vgl. die Übersicht unten). Die BTC-Preise lagen bei Bitfinex über 6% über denen der anderen großen Börsen. Im Verlauf der vergangenen Tage wurde diese Risikoprämie immer weiter abgebaut und kehrte sich sogar ins Gegenteil um. Heute waren die BTC-Preise bei Bitfinex teilweise deutlich mehr als 1% günstiger als an den anderen Börsen (vgl. die Übersicht darunter). Eine derartige Verschiebung erscheint eigentlich ungesund. Zumal unklar ist, ob die Probleme bei Bitfinex nun wirklich behoben oder nur kaschiert sind.

Vergleich der BTC-Preise bei verschiedenen Kryptobörsen, Stand 7.5.2019         Quelle: arbitrage.expert

Vergleich der BTC-Preise bei verschiedenen Kryptobörsen, Stand: heute              Quelle: arbitrage.expert

Trotzdem: Das Glattstellen des Tradingdepots vor einer Woche war im Nachhinein natürlich ein Fehler. Der BTC-Preis ist seither um 30 Prozent gestiegen. Allerdings: Die ebenfalls verkauften Altcoins sind „nur“ um etwas 10 Prozent gestigen, Zilliqa sogar gefallen. Hier zeigt sich, dass es sich primär um eine Bitcoin-getriebene Hausse am Kryptomarkt handelt. Dies wird sich irgendwann wieder umkehren. Unten sind beispielhaft drei Charts von großen Kryptowährungen. Die Notierungen gegenüber dem BTC sind auf Tiefststände gefallen (vgl. die drei Jahrescharts unten). Während beim Litecoin (LTC) der Preis nach der Hausse seit Jahresanfang noch immer deutlich über den Tiefstständen steht, sind wir bei Ethereum (ETH) bei den 52-Wochen-Tiefs angelangt. Noch übler sieht es bei NEO aus, die neue Jahrestiefs erreicht haben. Diese Entwicklung schreit zwar nach einer Umkehr und diese wird auch kommen. Da sich derzeit aber alles auf den Bitcoin konzentriert, fällt ein Switch aktuell aber schwer.

Bitcoin mit neuen Jahreshochs – Kippt der Kryptomarkt kurzfristig?

Neue Jahreshöchststände beim Bitcoin. Einerseits ist das aufgrund der zunehmenden Adaption nicht so überraschend. Erstaunlich ist es aber in Anbetracht einiger tiefschwarzer Wolken. Vor allem die Turbulenzen um Bitfinex und Tether konterkarieren den eigentlich sehr guten Newsflow. Eine Klage der New Yorker Staatsanwaltschaft bezichtigt Bitfinex, über 850 Millionen USD aus der Bargeldreserve des Stable Coins Tether entnommen zu haben – zur Vertuschung eines Verlustes. Pikant: Hinter beiden Unternehmen stehen die gleichen Personen beziehungsweise Unternehmen. In diesem Kontext beunruhigt auch, dass der Tether nur zu drei Vierteln durch tatsächliche USD-Hinterlegungen gedeckt sein soll. Eigentlich ist eine 1:1-Deckung garantiert.

Das erhöhte Risiko spiegelt sich in einem Auseinanderdriften der Kryptopreise bei Bitfinex gegenüber anderen großen Kryptobörsen. Zu Wochenbeginn lagen die Preise von Bitcoin & Co bei Bitfinex um über sechs Prozent über denen der anderen Börsen. Mit einem großen Inititial Exchange Offering (IEO) im Gegenwert von bis zu  einer Milliarde USD will Bitfinex dieses Problem kurzfristig lösen. Gelingt das überzeugend, könnten die Kurse durchatmen. Im anderen Fall sind kurzfristig Blitz und Donner zu erwarten. Zumal jetzt auch noch ein Hack bei Binance, einer der größten Kryptobörsen, dazu kam. Dabei wurde ein Hot Wallet von Binance um 7.000 Bitcoin erleichtert. Gegenwert: rund 42 Millionen USD.

6.5.2019, 14:20

In Anbetracht der unsicheren Marktsituation, die durch die Unklarheiten in Bezug auf Bitfinex und Tether ausgelöst wurden, werden heute die Bestände im Coin Stars Tradingdepot komplett verkauft. Es werden folgende Positionen bei Bitfinex verkauft:

0,3 Bitcoin (BTC) bei 6.004 USD
20 Litecoin (LTC) bei 78,05 USD
150 NEO (NEO) bei 9,64 USD
700 OmiseGO (OMG) bei 1,63 USD
250 EOS (EOS) bei 5,04 USD
20 Monero (XMR) bei 70,32 USD

Außerdem wird die Position von Zilliqa (ZIL), die bei Binance gekauft wurde, auch wieder dort verkauft:

40.000 Zilliqa (ZIL) bei 0,00000287 BTC (= 0,01723 USD)

Zuletzt war der Bitcoin (BTC) ja deutlich über 6.000 USD (Bitfinex-Preise) gestiegen. Bei unserem alten Stopplimit, das im November gerissen wurde, war dann jetzt zunächst Schluss (vgl. BTC-Jahreschart unten). Grundsätzlich bleiben wir für den Bitcoin und den Kryptomarkt sehr positiv für dieses Jahr. Allerdings ist das Auseinanderdriften der Preise bei Bitfinex gegenüber den anderen großen Kryptobörsen und die relative Schwäche der Altcoins gegenüber dem Bitcoin kein gutes Zeichen.

Der jüngste Anstieg des Kryptomarktes ist in Anbetracht dieser Nachrichtenlage deshalb etwas erstaunlich. Zwar bleibt der Newsflow weiter gut, aber eben mit Ausnahme der Turbulenzen um Bitfinex und Tether.Hinter beiden stehen die gleichen Unternehmen bzw. Personen. Am 25. April wurde von der New Yorker Staatsanwältin Letitia James eine Klage gegen Bitfinex eingereicht. Darin wird Bitfinex bezichtigt, über 850 Mio.USD aus der Bargeldreserve von Tether entnommen zu haben , um einen entsprechenden Verlust zu vertuschen. Dieser entstand durch Überweisungen von Bitfinex an eine Bank namens Crypto Capital Corp mit Sitz in Panama. Diese soll Bankdienstleistungen für mehrere Kryptobörsen zur Verfügung gestellt haben, da diese Kryptobörsen diese Leistungen von bekannten großen Banken nicht erhalten haben. Bereits vergangene Woche wurde außerdem bestätigt, dass nur drei Viertel der ausgegebenen Tether durch USD gedeckt sind. Das steht im Gegensatz zum eigentlichen Versprechen einer 100%-igen Tether-Deckung, für jeden Tether sollte also ein USD hinterlegt sein.

Die Preise bei Bitfinex und den anderen großen Kryptobörsen sind zuletzt deutlich auseinandergedriftet. Das war zwar auch schon in der Vergangenheit mehrfach so, ist aber derzeit wieder extrem. Deswegen hat coinmarketcap.com heute auch reagiert und die Bitfinex-Preise aus seinen Berechnungen entfernt. Ausgangspunkt für die Turbulenzen war die gegen Bitfinex eingereichte Klage von der Staatsanwaltschaft New York am 25 April. Das Auseinanderdriften seit der Klage am 25.4. zeigt sehr gut der Chart unten, der die relative Entwicklung der BTC-Preise bei den Kryptobörsen Bitfinex und Bittrex veranschaulicht. Darunter sieht man, dass die Preisdifferenzen auch gegenüber den anderen Börsen bestehen und der Unterschied meist deutlich über 6% beträgt.

Vergleich der BTC-Preise bei verschiedenen Kryptobörsen                                             Quelle: arbitrage.expert

Zwar will Bitfinex kurzfristig einen großen Befreiungsschlag über ein IEO (Initial Exchange Offering, die neue Wunderwaffe am Kryptomarkt) machen. Dabei sollen LEO-Token im Wert von bis zu 1 Milliarde Tether zum Verkauf stehen. Der LEO-Token ist ein Utility Token innerhalb des Bitfinex-Ökosystems, der verschiedene Vorteile wie Gebührenreduzierungen bringen soll. Gelingt das IEO, könnte es zu einem Aufatmen am Kryptomarkt führen. Die Gefahr von kurzfristigen Turbulenzen erscheint uns derzeit aber viel zu groß. Deswegen gehen wir im Tradingdepot kurzfristig voll auf Cash, obwohl wir eigentlich im Jahresverlauf eine sehr positive Entwicklung sehen.

Vorsicht, Falle! Die Kultsendung im ZDF gegen Nepper, Schlepper, Bauernfänger lief 37 Jahre lang, bevor sie 2001 eingestellt wurde. Seit vergangenem Jahr gibt es eine Neuauflage, was natürlich nichts mit Betrügereien am Kryptomarkt zu tun hat. Wir sehen Bitfinex zwar nicht unbedingt in diesem Kontext, zumal wir die Handelsplattform immer bevorzugt haben aufgrund ihres klaren und übersichtlichen Aufbaus. Von daher gibt es ja noch das Fragezeichen am Schluss: Vorsicht, Falle!? Dennoch sind die Unklarheiten aktuell zu groß. Wenn der IEO klappt, könnte das durchaus zu einem Kurssprung führen. Wenn es hier Schwierigkeiten gibt, könnten die BTC-Preise wieder deutlich zurückgehen bis auf 4.800 USD oder sogar noch tiefer.

3.5.2019, 22:05

Heute hat der Bitcoin (BTC) den Gap zu unserem alten Stopplimit bei 6.090 USD geschlossen. Dies hatten wir ja schon in unserem Artikel „Die große Aufwärtsbewegung kommt“ am 17.3. erwartet und einen möglichen Bullrun von 50% in den nächsten zwei Monaten prognostiziert. Damals stand der BTC bei knapp über 4.000 USD, heute bei knapp über 6.000 USD. Nachdem vor 10 Tagen der BTC-Preis ein Golden Cross gebildet hatte, beschleunigte sich die Aufwärtsbewegung noch einmal. Aktuell notiert der Preis bei Bitfinex bei 6.030 USD mit einem Tagesplus von 4,9%. Kurzfristig erscheint ein weiterer Anstieg bis auf Niveaus von 6.400-6.500 USD möglich. Dort dürfte der Preis dann aber auf größeren Widerstand treffen (vgl. BTC-Jahreschart unten).

Die Hausse ist weiter v.a. Bitcoin-getrieben. Viele Altcoins hinken weiter hinterher, wie die Tabelle mit den Top20 unten zeigt. Dies zeigt sich sowohl im Tages- wie im Wochenvergleich. Dies könnte sich allerdings schnell einmal ändern, denn viele Altcoins notieren im Zweijahresvergleich nahe den Tiefstständen gegenüber dem BTC.

Quelle: coinmarketcap.com

2.5.2019, 21:40

Nachdem es vor einer Woche neue Jahreshöchststände beim Bitcoin (BTC)bis 5.700 USD bei Bitfinex gab, kamen die Preise zunächst wieder etwas zurück, konnten aber in den vergangenen Tagen wieder zulegen. Aktuell notiert der BTC bei 5.750 USD mit einem Plus von 2,6% im 24h-Vergleich und damit bei neuen Jahreshöchstständen. Ein Blick auf den Jahreschart zeigt, dass der Gap bis zu unserem alten Stopplimit bei 6.090 USD bald geschlossen werden könnte, wie wir schon mehrfach erwartet hatten (vgl. BTC-Jahreschart unten).

Die Altcoins sind dagegen erstaunlich schwach im Vergleich zum Bitcoin. Das kann man allein schon daran erkennen, dass die Bitcoin-Dominanz seit Anfang April von etwas über 50% auf aktuell 54,5% gestiegen. Unten sind zur Veranschaulichung die 3-Monatscharts der im Coin Stars Tradingdepot enthaltenen Werte im Handel gegen BTC. Alle haben seit Anfang April erheblich an Wert verloren. Während Litecoin und EOS aber noch über bzw. auf den BTC-Niveaus von Anfang März notieren, sind die anderen vier Werte mehr oder minder bis deutlich unter diese Niveaus gefallen.

Die zuletzt sehr enttäuschende Entwicklung bei den Altcoins könnte sich aber bald umdrehen. Auch in der Vergangenheit hat man schon mehrfach Bitcoin-getriebene Rallys gesehen, bei denen die Altcoins schwach aussahen. Danach gab es bei diesen aber oft deutlich überproportionale Kursgewinne. Die Charts der sechs Altcoins aus dem Tradingdepot oben zeigen erste Anzeichen. Es ist zumindest eine Seitwärtsbewegung zu erkennen, bei Monero gehen die Kurse schon deutlicher nach oben. Die in Asien beheimateten und beliebten Coins NEO und OmiseGO könnten nach den überproportionalen Verlusten kurzfristig das größte Potenzial haben. Dazu bedarf es aber generell einer Überwindung der allgemeinen Schwäche bei den Altcoins.

Auch bei einer langfristigen Betrachtung spricht viel dafür, dass es bald zu einer Gegenbewegung bei den Altcoins kommt. Als Beispiel sind unten die 2-Jahrescharts von Ethereum und NEO aufgeführt. Dabei kann man erkennen, dass die Preise aktuell auf den Niveaus der zweijährigen Tiefststände notieren. Zwar sind die Preise von ETH-BTC und NEO-BTC unter die 200-Tagelinien gefallen. Dort droht sogar ein Death Cross, bei dem die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie nach unten schneidet. Das Death Cross ist aber nicht so signifikant wie im Oktober 2017. Vielmehr ähnelt es der Entwicklung im April/Mai 2018, als es nach einem kurzen Unterschreiten der 50-Tagelinie unter die 200-Tagelinie zu einem massiven Dreh kam.

23.4.2019, 22:20

Der Bitcoin (BTC) bleibt im Aufwärtstrend. Die Wahrscheinlichkeit wächst, dass der Gap bis in den Bereich unseres alten Stopplimits von 6.090 USD noch im April geschlossen wird. Wir hatten mehrfach darauf hingewiesen, z.B. in dem Artikel “Die große Aufwärtsbewegung kommt” am 17.3.. Heute überwand der BTC-Preis nun auch die Marke von 5.600 USD und notiert aktuell bei Bitfinex bei 5.620 USD mit einem Plus von 3,8% im 24h-Vergleich. Im Jahreschart unten ist zu sehen, dass der BTC nun unmittelbar vor einem Golden Cross steht, bei dem die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie nach oben durchbricht. Dies könnte kurzfristig für weitere Dynamik sorgen, wie das in den vergangenen Wochen schon bei vielen Altcoins zu beobachten war. Dies könnte dann zu Preisen von über 6.000 USD noch im April führen.

Die zunehmende Adaption von Kryptowährungen schlägt sich nun auch verstärkt in den Preisen nieder. Für Aufsehen sorgte eine Browsererweiterung, durch die nun auch bei Amazon und einigen anderen Onlinehändlern per Bitcoin Lightning Network bezahlt werden kann. Zwar gibt es keine direkte Händlerintegration. Vielmehr ist der Finanzdienstleister Moon dazwischengeschaltet, der die Kryptowährungen in Fiat umwandelt. Trotzdem zeigt das Bowser-Add-on bei Chrome und einigen anderen Browsern den zunehmenden Adaptionstrend. Mit den steigenden Preisen werden nun auch wieder fantastische Kursziele für den Bitcoin aufgerufen. So kann sich der CEO von Morgan Creek Preise von 300.000 – 400.000 USD vorstellen. Das kann noch eine Dekade oder auch mehr dauern, würde aber eine Verzigfachung des Preises bedeuten. Möglich wäre eine derartige Preisentwicklung zum Beispiel, wenn große Player an den Finanzmärkten den Bitcoin als Hedge gegen Fiat-Währungen bei möglichen Turbulenzen an den Finanzmärkten nutzen würden. Mit dem Reward Halving beim Bitcoin alle vier Jahre und der Obergrenze von maximal 21 Millionen Coins kann auf längere Sicht eine verstärkte Nachfrage den Preis nur deutlich nach oben treiben
.
Die Altcoins konnten die guten Vorlagen des Bitcoins nicht aufnehmen. Dies zeigt die Übersicht der Top20 unten. Sowohl im Tagesvergleich als auch im Wochenvergleich sind fast alle Altcoins deutlich schwächer. Heute ist nur Tezos (XTZ) mit einem Plus von 7,2% besser, ebenso im Wochenvergleich mit 26,8%. Viele der großen Kryptowährungen sind im Wochenvergleich gegenüber dem Plus von 8,0% beim BTC sogar deutlich im Minus, z.B. Cardano mit einem Minus von über 9%.

Quelle: coinmarketcap.com

Daneben zeigt im Wochenvergleich nur der Binance Coin (BNB) eine bessere Performance als der BTC. Wie der 16-Monatschart unten zeigt, konnte der Preis sich nach dem Golden Cross Anfang März noch einmal verdoppeln. BNB ist nun die erste Kryptowährung, die ihre Allzeithochs im Januar 2018 wieder erreicht hat. Auslöser der jüngsten Rally war der Launch der Binance Chain, die die dezentralisierte Börse (DEX) von Binance und andere Projekte anheizen wird.

Verschnaufpause – Vor neuem Höhenflug?

Vergangene Woche war der Kryptomarkt kurzfristig etwas unter Druck. Belastet hatte zum einen eine Verlautbarung von Goldman Sachs, dass es aktuell keine Pläne für einen Krypto-Tradingdesk des Wall-Street-Giganten gibt. Denn ein wesentliches Argument für steigende Kryptopreise in diesem Jahr war ja gerade der verstärkte Einstieg der großen Player der traditionellen Finanzmärkte in den Kryptomarkt. Entscheidender für den Kursrückgang dürfte aber der wieder aufgeflammte „Krieg“ zwischen den beiden Bitcoin-Cash-Forks Bitcoin Cash SV und Bitcoin Cash ABC sein. Dafür verantwortlich waren destruktive Äußerungen des Enfant terrible Craig Wright, der immer wieder behauptet hatte, Satoshi Nakamoto und damit der Erfinder der Kryptowährung Bitcoin zu sein. Jedenfalls war das Resultat ein Delisting der von Wright unterstützten Bitcoin SV durch die weltgrößte Kryptobörse Binance, der andere Kryptobörsen folgten. Das Resultat war ein Sinkflug von Bitcoin Cash SV und ein deutlicher Anstieg von Bitcoin Cash ABC.

Interessant für die kurzfristige Entwicklung könnte aber sein, dass der drastische Kurseinbruch im November durch die Konflikte der beiden Bitcoin-Cash-Forks ausgelöst wurde. Im Umkehrschluss könnte der Markt nun aber wieder in den Bereich der Preise vor dem Novembercrash zurückkehren. Der Kursanstieg vom Bitcoin um 25 Prozent seit Anfang April war der erste Schritt. Gerade sammelt der Markt Kraft für die zweiten 25 Prozent.

15.4.2019, 22:35

Seit vier Tagen bewegt sich der Bitcoin (BTC) seitwärts um 5.100 USD.  Heute am Abend gab es einen stärkeren Rückgang von 5.200 USD auf aktuell 5.020 USD. Das Minus beträgt damit 2,1% im 24h-Vergleich. Im Jahreschart unten erscheint dies immer noch als normale Korrektur nach den deutlichen Kursgewinnen zuletzt. Auch der mögliche Rückgang unter die Marke von 5.000 USD sollte nicht verschrecken.

Die Altcoins der Top20 sind bis auf eine Ausnahme alle im Minus. Das einzige zweistellige und größte Minus hat heute Bitcoin SV (BSV) mit -13,9%. Grund ist die Ankündigung der weltgrößten Kryptobörse Binance, das BSV künftig nicht mehr bei Binance gelistet werden soll. Bereits am 22.4. wird der Handel von BSV bei Binance eingestellt. Andere Börsen wie Kraken sollen folgen. Schon vor einigen Tagen hatte der Binance-CEO Zhao vor einem Delisting gewarnt, falls der Hauptakteur bei BSV – Enfant terrible Craig Wright – nicht mit seinen destruktiven Äußerungen aufhört.

Damit sind wir auch schon bei der Ausnahme der Top20 heute: Bitcoin Cash (BCH) verzeichnet im Tagesvergleich ein Plus von 9,4%. Den aus dem „Krieg“ zwischen den beiden Bitcoin-Cash-Forks Bitcoin Cash SV und Bitcoin Cash ABC dürfte nun die letztere als das wahre Bitcoin Cash hervorgehen. Von daher könnte es bei BCH, der viertgrößten Kryptowährung, kurzfristig zu weiteren Kursgewinnen kommen. Nach den immensen Verlusten von BCH im Zuge der Fork im November, die den ganzen Kryptomarkt belastet hatte, sieht der Jahreschart mit dem Durchbruch durch die 200-Tagelinie jedenfalls vielversprechend aus (vgl. BCH-Jahreschart unten). Dagegen könnten die seit November notierten BSV auf Tauchstation gehen (vgl. den BSV-Chart seit Beginn der Notierung im November ganz unten).

 

12.4.2019, 14:40

Der Bitcoin (BTC) hat seit gestern den Rückwärtsgang eingelegt. Allerdings hat er zuletzt wieder geringfügig zugelegt und notiert bei Bitfinex bei 5.100 USD mit einem Plus von 0,7% im 24h-Vergleich. Ein Blick auf den Jahreschart unten zeigt, dass hier charttechnisch nichts angebrannt ist. Wir gehen weiter davon aus, dass recht kurzfristig der Gap zu unserem alten Stopplimit geschlossen wird.

Welche Gründe gibt es für die jüngsten Kursrückgänge?

  • Die Spekulationen in der Vergangenheit um ein Krypto-Tradingdesk des Wall Street-Giganten Goldman Sachs haben sich kurzfristig zerschlagen. Am 10. April ließ Goldman-CEO Solomon verlauten, dass es derzeit keine derartigen Pläne gibt. Dies könnte aufgrund der zeitlichen Übereinstimmung durchaus der Anlass für den Kursrutsch sein. Denn nachdem der BTC-Preis am Abend des 10. April gegen 20:00 Uhr in der Spitze bei Bitfinex bereits fast 5.500 USD erreicht hat, kam es anschließend zu dem Kursrutsch. Der Markt könnte von der Goldman-Verlautbarung kurzfristig enttäuscht worden sein. Denn ein wesentliches Argument für steigende Kryptopreise in diesem Jahr war und ist ja gerade der verstärkte Einstieg der großen traditionellen Player an den traditionellen Finanzmärkten.
  • Am 11. April gegen 9:00 MEZ setzte die führende amerikanische Krytobörse Coinbase Pro den Handel in Bitcoin für über zwei Stunden aus, da es Probleme im BTC-Handel gab. Die BTC-Kurse waren schon in der Nacht bis zum Morgen innerhalb kurzer Zeit um 10% zurückgekommen. Nach einer anschließenden Erholung fielen sie dann mit der Aussetzung des Handels bei Coinbase erneut um 200 USD. Dies führte natürlich zu einer gewissen Verunsicherung des Marktes. Es dürfte sich aber um ein Coinbase-spezifisches Problem gehandelt haben. Bereits im Dezember gab es ein ähnliches Problem von Coinbase beim Handel mit Ethereum. Damals fiel der ETH-Preis in einem Flash Crash innerhalb von Minuten von 100 auf 13 USD und stieg dann sofort wieder auf 97 USD. Auch sollte man nicht vergessen, dass es ähnliche Probleme schon bei den renommiertesten und etablierten Aktienbörsen gab. Flapsig gesagt: Manchmal brennen eben doch mal die Sicherungen durch. Eine unbefriedigende Erklärung, aber dabei kann man es zunächst mal belassen.
  • Mit den Kursrückgängen gibt es auch wieder Analystenstimmen, die darauf verweisen, dass es vor einem nachhaltigen Trendwechsel an den Kryptomärkten erst noch zu einer Kapitulation der Käufer und neuen Tiefstständen kommen muss. Wir sehen das nicht so. Seit Anfang Februar gab es einen Aufwärtstrend, der dann in dem enormen Kurssprung vor 10 Tagen mündete. Dass es danach auch wieder zu einer Korrektur kommen muss, liegt eigentlich auf der Hand. Zuversichtlich stimmt auch, dass das Umsatzvolumen weiter auf dem höchsten Stand seit dem Bullrun 2017 ist.

Die Altcoins hatten zuletzt überproportionale Verluste gezeigt. Allerdings ist das auch nicht verwunderlich nach der vorherigen Outperformance gegenüber BTC. Ein Blick auf die Top20 unten zeigt, dass im Wochenvergleich der Bitcoin ein Plus von 1,6% aufweist. Am schwächsten sind Maker (-18,4%), Ontology (-15,2%), Bitcoin SV (-12,9%), NEO (-12,8%) und Ripple (-10,3%). Bei den anderen Coins bewegen sich die Verlust im einstelligen Bereich. Auffallend ist die gute Wochenperformance bei Ethereum Classic mit einem Plus von 10,6%.

Quelle: coinmarketcap.com

7.4.2019, 21:15

Der Kryptomarkt zeigt sich weiter in einer guten Verfassung. Zwar notiert der Bitcoin (BTC) aktuell bei 5.190 USD mit einem Minus von 0,7% im 24h-Vergleich, was aber der gestrigen Spitze zur gleichen Zeit geschuldet ist. Der Jahreschart sieht weiter sehr gut aus (vgl. BTC-Jahreschart unten). Die Lücke zwischen den aktuellen Preisen und dem Niveau um unser altes Stopplimit um die 6.090 USD dürfte – wenn kein Störfeuer dazwischenkommt – noch in diesem Monat geschlossen werden. Das sind vom aktuellen Niveau immerhin rund 20%. Der BTC wird dann auch ein Golden Cross bilden, was für zusätzliche Dynamik sorgen könnte.

Von den großen Coins der Top20 bewegen sich dann nur noch Ripple (XRP)  und Stellar (XLM)unter der 200-Tagelinie. Die Bitcoin Cash Fork Bitcoin SV hat noch keine so lange Historie, weswegen es hier auch noch keine 200-Tagelinie gibt. Monero (XMR) und IOTA notieren aktuell ziemlich exakt auf Höhe der 200-Tagelinie. Ein weiteres Beispiel, wie vehement oft der Ausbruch über die 200-Tagelinie vonstattengeht, zeigt der heutige Ausbruch von Ethereum Classic (ETC). Wir hatten vor zwei Wochen im Artikel von „€uro am Sonntag“ auf das sehr große Potenzial hingewiesen. Mit dem heutigen Ausbruch verzeichnet ETC einen Kursgewinn von 60% in zwei Wochen.  Im Jahreschart unten ist sehr schön zu sehen, dass es nach dem Anschleichen an die 200-Tagelinie gestern mit dem Ausbruch heute kein Halten gab. Tagesplus: 27%. Es lohnt sich also, dieses einfache Muster weiter zu verfolgen. Zurück zu ETC: Neben der Charttechnik gab es eine Meldungen über Bestrebungen der Netzwerkteilnehmer, ein neues Upgrade namens Atlantis einzuführen (vgl. den Tweet unten). Diese Hard Fork könnte demnach großen Einfluss auf das Ökosystem von Ethereum Classic haben.

Hausse an den Kryptomärkten – Perfekter Sturm?

Die Trendumkehr an den Kryptomärkten ist da. Nach dem Aufwärtstrend seit Anfang Februar kam es in der vergangenen Woche zu einem Kurssprung um bis zu 30 Prozent beim Bitcoin. Viele Altcoins konnten noch deutlich mehr zulegen. Ein wirklicher Auslöser war nicht zu sehen. Vielmehr dürften technische Faktoren primär dafür verantwortlich sein. Beim Bitcoin wurden wichtige Widerstandsmarken und die 200-Tagelinie durchbrochen. Die darauf folgende Liquidation sehr vieler Shortpositionen hat die Dynamik weiter angefeuert. Wiederholt sich das Muster vom letzten Jahr? Wir glauben ja. Im April 2018 zeigte der Bitcoin einen Bullrun von 50 Prozent in vier Wochen. Übrigens: Vor zwei Wochen hatten wir an dieser Stelle Kursgewinne beim Bitcoin von 50 Prozent in den nächsten zwei Monaten prognostiziert. Aktuell sind es bereits 25 Prozent.

Die anderen 25 Prozent werden auch noch kommen. Wobei selbst das erst der Anfang sein dürfte. Im Laufe des Jahres erwarten wir wieder fünfstellige Kurse beim Bitcoin. Manche Marktbeobachter sehen schon den perfekten Sturm heraufziehen. Heißt: Die Problematik der enormen internationalen Staatsverschuldungen könnte zu einer Massenflucht in Bitcoin & Co führen. Die USA werden bereits als Land der unbegrenzten (nein, nicht Möglichkeiten) Schulden bezeichnet. Auch wenn das noch etwas dauert: Der Bitcoin könnte sich auf Sicht als digitales Gold etablieren, der Litecoin als digitales Silber.

5.4.2019, 21:35

Der Bitcoin (BTC) ist nach den rückläufigen Preisen gestern heute wieder fester. Aktuell notiert er bei Bitfinex um 5.060 USD mit einem Plus von 3,0% im 24h-Vergleich. Wir gehen weiter davon aus, dass der BTC noch in diesem Monat über 6.000 USD steigt und auf ein Golden Cross zuläuft. Dieses war ja zuletzt bei immer mehr Kryptowährungen zu sehen, meist verbunden mit einer außerordentlichen Kursdynamik.

Bei den Altcoins der Top20 stechen heute Tezos (XTZ) mit einem Plus von 15,6% und Ripple (XRP) mit +9,5% heraus. Auch alle anderen Altcoins der Top20 weisen grüne Vorzeichen auf, meist von über 5%.

Von den Werten aus dem Coin Stars Tradingdepot ist heute OmiseGO (OMG)sehr fest mit einem Tagesplus von 12,5%. Zuletzt gab es einige Spekulationen um die ursprüngliche Mutter des Projekts, Omise. Dabei hieß es, dass Omise von Thailands größter privater Unternehmensgruppe, Charoen Pokphand Group (CP Group) für 150 Mio. USD übernommen wird. Deren Eigentümer, die Familie Chearavanont, gilt als Asiens viertreichste Familie.  Nach einem scharfen Dementi  von Omise-Gründer Hasegawa kamen die Preise von OMG zunächst wieder deutlich zurück, setzten aber jetzt wieder ihren deutlichen Kursanstieg fort. Dieser führte seit Mitte März immerhin zu einer Verdoppelung der Preise. OMG sieht nach dem nun erfolgten Durchbruch durch die 200-Tagelinie – das charttechnisch interessanteste Phänomen der vergangenen Wochen, auf das wir sehr oft hingewiesen haben – weiter sehr spannend aus (vgl. OMG-Jahreschart unten). Ein kurzfristiger Anstieg von derzeit 2,40 USD auf die Preise vor dem Einbruch im November, die sich um 3,50 USD bewegen, noch in diesem Monat ist nicht unrealistisch.

Seit gestern hat das Coin Stars Tradingdepot wieder die Pluszone erreicht. Es hat ja seit dem Start vor genau einem Jahr immer deutlich besser performt als der Bitcoin oder der breite Markt (gemessen an diversen Kryptoindizes). Auch jetzt zeigt ein Performancevergleich, das deutliche Plus des Tradingdepots gegenüber dem Bitcoin und den Kryptoindizes (vgl. unten). Das Tradingdepot liegt derzeit 11,4% im Plus. Dagegen verzeichnet der Bitcoin im gleichen Zeitraum ein Minus von 27,7%, der Bloomberg Galaxy Index ein Minus von 40,1% und der cdx von coindex ein Minus von 47,2%. Von daher zeigt das Tradingdepot weiter eine sehr deutliche Outperformance gegenüber allen Referenzgrößen.

3.4.2019, 22:35

Es hat sich ein kleiner Tippfehler eingeschlichen. Es werden nicht 4.000 ZIL für das Tradingdepot gekauft, sondern 40.000 Stück.