In Kryptowährungen investieren?

  • völlig neue Asset-Klasse
  • verstärktes Interesse traditioneller Groß- und Kleinanleger
  • derzeit interessantester Tradingmarkt mit vielen Tradingmöglichkeiten
  • Handel in Altcoins aussichtsreicher als in Bitcoin
  • 7/24-Handel (Handel rund um die Uhr)
  • gute Handelsplattformen

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10.2.2019, 21:45

Nach dem Kurssprung um 10 Prozent vorgestern, der den Bitcoin (BTC) bei Bitfinex in der Spitze bis auf 3.800 USD trieb, bewegte er sich seitwärts und schwankt um die 3.700 USD.  Im Wochenvergleich ergibt sich ein Plus von 5,4%. Damit ergibt sich wieder einmal ein Hoffnungsschimmer, dass der Bitcoin den Dreh nach oben schaffen könnte. Nach den drastischen Kursverlusten im November hat er eigentlich nun genug auf dem tiefen Niveau konsolidiert (vgl. 3-Monatschart von BTC unten). Allerdings gab es in den vergangenen zwei Monaten schon mehrfach Anzeichen für einen neuen Kursaufschwung, der dann doch nur immer kurzzeitig anhielt.

Bei den Altcoins gibt es im Wochenvergleich teilweise deutliche Zugewinne (vgl. Übersicht ganz unten). Top-Performer ist unser Tradingdepotwert Litecoin (LTC). LTC legte in einer Woche um 38% zu. Der Kurszuwachs resultiert vollständig aus dem Kurssprung vorgestern, als der Preis im Tagesverlauf um rund 40% explodierte. Auslöser war die Partnerschaft mit dem Software-Entwickler Beam. Mit einem neuen Protokoll namens Mimblewimble soll die Skalierbarkeit und Vertraulichkeit von Litecoin verbessert werden. Mit dem neuen Protokoll soll maximale Anonymität beim LTC-Transfer gewährleistet werden. Außerdem soll die Gefahr des „Double Spending“ vermieden werden, also der doppelten Buchung einer Transaktion. Der LTC-Preis ist charttechnisch heiß (vgl. LTC-Jahreschart unten). Der Preis steht unmittelbar vor dem Durchbruch durch die 200-Tagelinie. Bitcoin und die großen Altcoins können derzeit nur davon träumen.

Neben Litecoin war der Binance Coin (BNB) mit einem Plus von 36% im Wochenvergleich der zweite Highflyer. BNB profitierte von einer Reihe von positiven News rund um Binance, eine der größten Kryptobörsen weltweit. So wurde über das kürzlich eingeführte Binance Launchpad der BitTorrent Token (BTT) sehr erfolgreich platziert und war in 15 Minuten ausverkauft. Binance will zukünftig mit Ripple zusammenarbeiten. Ripples Zahlungssystem xRapid soll in das Ökosystem von Binance eingebunden werden. Das wäre mit dem Einsatz von Ripples Coin XRP verbunden, der als Brückenwährung für den Geldtransfer dient. Auf Sicht könnte diese Entwicklung den XRP-Kurs treiben, auch wenn davon noch nichts zu sehen ist.

Quelle: coinmarketcap.com

5.2.2019, 22:15

Seit mehr als einer Woche schwankt der Preis des Bitcoins bei Bitfinex um die 3.500 USD (vgl. 3-Monatschart von BTC unten). Aktuell notiert der Bitcoin (BTC) bei 3.500 USD und damit im 24h-Vergleich unverändert. Die bearishe Grundeinstellung ist zuletzt einer abwartenden Haltung gewichen. Dies zeigen auch die niedrigsten Handelsvolumina am Kryptomarkt seit 2017. Der Bear Market beim BTC dauert nun schon 414 Tage.  Die bisher längste Abwärtsbewegung in der zehnjährigen Geschichte des Bitcoins dauerte 415 Tage vom 29.11.2013 bis 7.1.2015. Der Kursverlust betrug damals 83%. Das entspricht exakt dem derzeitigen BTC-Kursverlust gegenüber dem Höchststand im Dezember 2017. Diese Analogie ist aber nicht mehr als ein Hoffnungsschimmer und kein Indiz auf ein baldiges Ende des Kryptowinters. Es bleibt vorerst langweilig, Aktivismus an den Kryptomärkten ist noch nicht angesagt.

Die Chicagoer Börse CBOe hat erneut ihren Antrag auf einen Bitcoin-ETF bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht. Der erste Antrag war vor kurzem wegen des US-Shutdowns zurückgezogen worden, da die letzte Frist am 27. Februar wahrscheinlich ohne Ergebnis verstrichen wäre. Es gab auch einige positive Äußerungen. So verstärken sich nach einem Tweet des Binance-CEO derzeit wieder einmal Spekulationen, ob und wann AmazonKryptowährungen zur Zahlung zulassen wird oder eine eigene Kryptowährung dafür herausgibt. In der Vergangenheit gab es immer wieder einmal Gerüchte, dass Amazon Bitcoin als Zahlungsmethode integrieren will. Dies wäre natürlich eine Art Ritterschlag. Außerdem sagte der Twitter-CEO Jack Dorsey, dass das Internet auf Sicht eine eigene Währung haben und dies wahrscheinlich Bitcoin sein wird. Andererseits gibt es mit der kanadischen Kryptobörse QuadrigaCXauch wieder einen Fall von Vertrauensverlust. Diese kommt nicht mehr an Kundeneinlagen in Höhe von 190 Mio. USD heran, da der in Indien verstorbene Gründer des Unternehmens als einziger das Passwort gekannt haben soll, das den Zugang zum Kundenbereich gewährt. Das klingt dubios bis dilettantisch. Deshalb steht der Verdacht im Raum, das Ableben sei nur vorgetäuscht oder andere Mitarbeiter der Börse könnten ebenfalls den Zugangscode kennen.

29.1.2018, 21:40

Der Bitcoin (BTC) bröckelt nun schon seit Tagen ab und hat mittlerweile ein Sechs-Wochen-Tief erreicht. Aktuell notiert der BTC bei knapp 3.500 USD (Bitfinex-Preise) mit einem kleinen Minus von 0,1% im 24h-Vergleich. Von daher befindet sich der BTC nicht mehr weit von seinen Mitte Dezember erreichten Tiefstständen bei 3.200 USD (vgl. 6-Monatschart von BTC unten). Sollten diese nicht halten, könnte es tatsächlich noch zu einem Ausverkauf und einem Abtauchen deutlich unter 3.000 USD kommen. Einige Analysten haben schon länger einen Tiefpunkt bei 2.500 USD prognostiziert. Und wie im Aufschwung nur noch immer höhere Kursziele für Aufmerksamkeit sorgen können, so ist es auch im Abschwung. Von daher gibt es noch deutlich tiefere Kursziele wie die 1.250 USD, die JP Morgan für möglich hält, sollte der Markt nicht bald drehen. Jedenfalls ist die anhaltende Schwäche schon erstaunlich, da wirklich negative Nachrichten fehlen. Vielmehr steht der Kursverlauf im Gegensatz zu den Fortschritten bei Verbreitung und technologischer Entwicklung.

Zuletzt gab es einige negative Faktoren. So hallte der Cryptopia-Hack nach, die Börse bleibt weiter geschlossen. Nachdem im vergangenen Jahr Kryptobörsen im Zuge des Bull Runs wie Pilze aus dem Boden schossen, könnte es aufgrund des Bärenmarktes nun verstärkt zu Schließungen kommen. Sie hat gerade die kleine Börse Liqui ihre Schließung angekündigt. Die Nutzer können nun innerhalb von 30 Tagen ihre Bestände abziehen, danach kann Liqui keine Garantie mehr dafür übernehmen. Die Betreiber der Börse weisen ausdrücklich auf die schwache Performance am Kryptomarkt und damit einhergehend die schwachen Umsätze hin, die keinen profitablen Betrieb der Börse ermöglichen. Fälle wie dieser dürften Benutzer von kleinen Börsen verstärkt für das Schließungsrisiko sensibilisieren.

Gerade gab es auch wieder neue Sicherheitsdiskussionen. Zwar kann sich der Besitzer von Kryptowährungen durch geeignete Vorkehrungen wie eine Hard Wallet weitestgehend gegen Diebstahl sichern. Das nützt allerdings nichts, wenn der Quellcode selbst die Sicherheitslücke ist. Forscher der Universität Illinois haben in einer Untersuchung nun auf mögliche Sicherheitslücken bei den Proof-of-Stake-Währungen hingewiesen.  Hier könnte es zu sog. Fake Stake Attacks kommen aufgrund mangelhafter Validierung des Proof-of-Stakes. Im Extremfall könnte es sogar zu einer 51-Prozent-Attacke kommen, durch die ein Angreifer die Kontrolle über eine Blockchain erlangt. Proof-of-Work-Währungen wie Bitcoin, Litecoin, Ethereum oder Monero sind von diesem Problem nicht betroffen. Der bekannteste Vertreter der betroffenen Währungen ist Qtum (QTM). Allerdings hat die Veröffentlichung bisher keine größere Verunsicherung in der Kryptowelt ausgelöst. Die schwache Performance von Qtum in diesem Monat unterscheidet sich nicht signifikant von der bei anderen Altcoins.

Plakative Aussagen wie die von Nouriel Roubini, dass Blockchain „nicht besser als eine Excel-Tabelle“ sei, haben derzeit wieder stärker Konjunktur. So gab es auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erneut Aussagen, das der Bitcoin-Preis gegen Null gehen würde. Kurzfristig ist der Bitcoin als digitales Gold in den Hintergrund geraten. Dagegen befindet sich der Goldpreis seit November auf einem kleinen Höhenflug. So soll laut einer Umfrage von Van Eck unter 4.000 Bitcoin-Investoren deren wichtigste Investition in 2019 Gold gewesen sein. Van Eck war zusammen mit der CBOE Initiator des aussichtsreichsten Bitcoin-ETFs, hat diesen Antrag aber kürzlich wegen des US-Shutdowns zunächst zurückgezogen.

Längerfristig gesehen könnte sich aber Bitcoin & Co doch als Fluchtwährungin unsicheren Zeiten etablieren. Zum einen in Ländern mit restriktiven Währungen, zum anderen als Alternativanlage bei Krisen der traditionellen Finanzmärkte. Die seit Mitte Dezember zu beobachtende negative Korrelation zwischen den Aktienmärkten und dem Bitcoin hält jedenfalls an. Der Chart unten zeigt die relative Performance des Bitcoins gegenüber dem S&P500 und dem DAX. Der starke Rückgang der Aktienmärkte in der zweiten Dezemberhälfte korrelierte mit dem starken Anstieg am Kryptomarkt. Der Anstieg der Aktienmärkte im Januar korrespondierte dagegen mit einem starken Rückgang der Preise an den Kryptomärkten. Man darf deshalb gespannt auf die Entwicklung der Kryptomärkte sein, wenn es wieder einmal – wie in diesem Jahr durchaus zu erwarten – zu Turbulenzen an den traditionellen Finanzmärkten kommt.

23.1.2019, 21:40

Der Bitcoin (BTC) bewegt sich aktuell weiter seitwärts. Aktuell notiert er bei 3.603 USD (Bitfinex) mit einem Minus von 1,5% im 24h-Vergleich. Bei den Altcoins der Top20 gibt es sowohl im Tages- wie im Wochenvergleich nur geringe Kursveränderungen (meist im negativen Bereich) mit einer Ausnahme: Waves macht heute einen Sprung um 13% (im Wochenvergleich um 18%) nach oben und ist damit wieder in die Top20 gerutscht. Grund für den Kurssprung ist der im April stattfindende Airdrop von Vostok, an dem die Inhaber von Waves partizipieren.

Die Preise am Kryptomarkt haben es bisher nicht geschafft, in einen neuen Aufwärtstrend einzuschwenken. Der deutlichen  Aufwärtsbewegung Mitte Dezember folgten mehrere Korrekturen. Die Preise haben auf dem tiefen Niveau aber einen Boden gebildet, der die Basis für einen neuen Aufschwung bilden könnte. Bei Kurseinbrüchen von 80, 90 Prozent oder mehr haben viele Anleger verständlicherweise die Segel gestrichen. Dabei dürfte es sich v.a. um Anleger handeln, die aufgrund des enormen Kursaufschwungs und der entsprechenden Berichterstattung im zweiten Halbjahr 2017 in den Markt gelockt wurden. Wer aus dieser Gruppe verkaufen wollte, dürfte bereits verkauft haben und dem Markt fernbleiben. Allerdings hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Bitcoin & Co nicht nur fantastische Kursanstiege zu verzeichnen hatten, sondern auch ebensolche Kurseinbrüche. Aus unserer Sicht sollte man deshalb einen Tradingansatz verfolgen, stures HODLn ist weniger zielführend. Das Trading sollte aber strategischer und nicht zu kurzfristig angelegt sein.

Einige Experten sehen den Markt nun deutlich überverkauft, so wie er Ende 2017 überkauft war. So deuten laut einem Bericht auf Bloomberg einige technische Indikatoren auf eine bevorstehende kurzfristige Rally hin. Ein Blick auf den 3-Monatschart unten lässt das zwar noch nicht erkennen und zeigt vielmehr eine anhaltende Bodenbildung. Aber für Überraschungen ist der Kryptomarkt ja immer gut.

20.1.2019, 21:15

Nachdem der Preis des Bitcoins  fünf Tage lang um die 3.700 USD bei Bitfinex oszilliert ist, kam es gestern und heute wieder zu größeren Kursbewegungen Zunächst stieg der Preis des Bitcoin gestern in wenigen Minuten bis auf 3.880 USD in der Spitze. Im weiteren Tagesverlauf kamen die Preise dann wieder unter 3.800 USD zurück. Nachdem erste Analysten schon wieder den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung gesehen hatten, kam es heute Mittag dann zu einem kleinen Crash, als der BTC-Preis innerhalb von einer Stunden von 3.760 bias auf 3.540 USD fiel. Seither bewegt er sich unter der Marke von 3.600 USD seitwärts.  Aktuell notiert der Bitcoin (BTC) bei 3.560 USD mit einem Minusvon 5,8% im 24h-Vergleich. Es ist weiter kein Aufwärtstrend in Sicht. Allerdings zeigt ein Blick auf den 6-Monatschart unten, dass die anhaltende Bodenbildung seit Dezember doch das Fundament für den Aufschwung bilden könnte.

In nächster Zeit könnte als vorrangiger Use Case für Bitcoin verstärkt seine – mögliche – Funktion als Wertaufbewahrungsmittel bzw. digitales Gold in den Fokus rücken. Denn immer mehr Investoren könnten der Abwertung der Fiat-Währungen durch Flucht in Bitcoin & Co entkommen wollen. Da sich zunehmend die Möglichkeiten beim Kauf von Kryptowährungen vereinfachen, dürfte auch die Scheu vor entsprechenden Investments fallen. So wird in Deutschland mit der Bison-App eine neue Möglichkeit geschaffen. Diese wurde von einer Tochtergesellschaft der Stuttgarter Börse entwickelt und wirbt damit, weltweit die erste Krypto-Trading-App zu sein, hinter der eine traditionelle Wertpapierbörse steht. Die Anleger, die über die App kaufen, müssen sich nicht um die sichere Verwahrung der Kryptowährungen kümmern. Dies ist bei vielen Investoren aufgrund immer wiederkehrender Nachrichten über Hacks oft ein Hemmnis für eigene Engagements gewesen. Beginnen will Bison den Handel mit Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Ripple. Als Starttermin ist der 31. Januar zu hören, nachdem die App in der Beta-Phase schon länger getestet wurde.

Auch die Altcoins der Top20 sind alle – außer den Stable Coins – im Minus. Allerdings sind die Minuszeichen meist in der gleichen Größenordnung wie beim BTC (vgl. Übersicht unten). Im Wochenvergleich ist die Performance der Altcoins oft sogar etwas besser als beim BTC. Die erratischen Schwankungen von Bitcoin & Co machen aber weiterhin das Agieren im Kryptomarkt äußerst schwierig. Auch das Coinpicking macht derzeit wenig Sinn, bevor die Leitwährung BTC den Dreh nach oben schafft.

Quelle: coinmarketcap.com

16.1.2019, 23:40

Vorgestern ist der Preis des Bitcoins (BTC) deutlich unter die Widerstandsmarke bei 3.700 USD gerutscht (vgl. BTC-Monatschart unten). Der Preis ist dann auch noch kurz unter die Marke von 3.600 USD getaucht, bevor er einen abrupten Satz auf 3.800 USD gemacht hat. Seitdem oszilliert er um die Marke von 3.700 USD. Aktuell notiert der BTC bei 3.660 USD mit einem Plus von 0,4% im 24h-Vergleich. Ein Trend ist aktuell nicht in Sicht. Von daher machen aus unserer Sicht derzeit weder Käufe noch Verkäufe großen Sinn. Die für heute geplante Hard Fork Constantinople von Ethereum wurde wegen Sicherheitslücken abgesagt. Ethereum gehört im Wochenvergleich zusammen mit Litecoin mit einem Minus von 19% zu den schwächsten Altcoins der Top20.

Unklar bleibt weiter der Starttermin für die ersten physischen Bitcoin-Futuresvon Bakkt. Hier steht weiter die Genehmigung durch die zuständige amerikanische Aufsichtsbehörde CTFC aus. Interessant ist, dass nun auch ein anderer Anbieter physisch hinterlegte BTC-Futures anbieten will. CoinFLEXaus Hongkong will nach eigenen Angaben bereits im Februar das Angebot starten. Es sollen Future-Kontrakte auf Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Bitcoin Cash (BCH) mit einem bis zu 20-fachen Hebel angeboten werden. Im Gegensatz zu einem Cash-Settlement in einer Fiat-Währung wie bei den BTC-Futures an den amerikanischen Terminbörsen kommt es hier also zu einer Lieferung des Assets, also BTC, ETH oder BCH.

Eine weitere positive News kommt von Binance. Die Kryptobörse mit der nach eigener Aussage größten Zahl von Nutzern weltweit wird ab sofort den Kauf von Bitcoin und Ethereum gegen Euro und britische Pfund ermöglichen. Weitere Währungen sollen folgen. Dies kann über die neue Crypto-Fiat-Börse „Binance Jersey“ erfolgen. Die Einzahlung in Euro kann von registrierten Usern auch per Überweisung vorgenommen werden. Allerdings müssen selbst User, die schon bei Binance Kunde und verifiziert sind, einen neuen Account bei Binance Jersey anlegen und sich verifizieren.

Neuer Trigger: Investiert Russland in Bitcoin?

Die Finanzmärkte bleiben sehr volatil. Zuletzt hatte sich eine negative Korrelation zwischen den traditionellen Finanzmärkten, insbesondere den Aktienbörsen, und dem Kryptomarkt gezeigt. Diese bedeutet, dass sich Aktien- und Kryptopreise gegenläufig bewegen. Sollte sich diese Korrelation dauerhaft etablieren, werden die Kryptomärkte für traditionelle Anleger zur Portfoliodiversifizierung immer interessanter werden. Bei den schwachen Aktienmärkten seit Mitte Dezember waren die Kryptomärkte sehr fest. Bei den zuletzt wieder steigenden Aktienpreisen war das dann eher umgekehrt. Allerdings bleibt die Volatilität und Unberechenbarkeit am Kryptomarkt vorerst noch deutlich größer. Ob sich das mit dem für dieses Jahr erwarteten Einstieg institutioneller Anleger ändert, bleibt abzuwarten.

In der vergangenen Woche gab es eine erneute Diskussion um einen Einstieg von Russland in den Kryptomarkt. Laut der Behauptung eines russischen Universitätsdozenten mit guten Verbindungen zur russischen Regierung will Russland mit einem kleinen Teil seiner Währungsreserven in Bitcoin investieren. Damit will Russland offenbar die Wirkung der US-Sanktionen und seine Abhängigkeit vom Dollar reduzieren. Bereits im Februar könnten diese Investments beginnen. Sollten diese Meldungen stimmen, wäre das natürlich ein Trigger für einen wilden Bullenmarkt. Kurzfristig bleibt der Kryptomarkt mit seinen starken Tagesschwankungen aber unberechenbar.

11.1.2019, 22:10

Gestern sprangen die Ampeln am Kryptomarkt recht unerwartet und plötzlich auf tiefrot. Der Bitcoin (BTC) sah jeweils zwei größere Einbrüche innerhalb von Minuten, die den Preis von 4.140 USD (Bitfinex-Preise) in der Spitze bis auf knapp unter 3.700 USD drückten. Von daher ist das zuletzt bullishe Sentiment zunächst wieder verflogen.

Ein Blick auf den 3-Monatschart von BTC zeigt, dass wir aktuell knapp über einer wichtigen Widerstandsmarke bei 3.700 USD sind. Ein substanzielles Abtauchen unter diesen Wert dürfe dann zu einem neuen Test der Jahrestiefststände führen, die ja bei 3.200 USD lagen. Allerdings macht es aus unserer Sicht derzeit keinen Sinn, noch einmal ein Stopplimit zu setzen wie das im November bei 6.090 USD für den BTC. Nach dem damaligen Durchbruch durch das Stopplimit sackten die Preise dramatisch ab. Diesmal würden wir das Downside auf gut 10 Prozent taxieren. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass es dann doch noch in den schon mehrfach angesprochenen Bereich von 2.500 bis 3.000 USD gehen könnte. Trotzdem: Wir halten wie in der Vergangenheit weiter nichts vom HODLn der Kryptopositionen, ändern aber nichts an den Positionen im Tradingdepot.

Die Altcoins sind im Wochenvergleich auch meist deutlich stärker als der Bitcoin zurückgekommen (vgl. Übersicht unten). Allerdings gibt es auch ein paar positive Ausnahmen: Herausragend TRON mit einem Wochenplus von über 20%. Auch NEO zeigt mit +5% eine deutliche Outperformance. Sehr schwach waren dagegen IOTA, die mit -15% das größte Minus der Top20 eingefahren haben.

Quelle: coinmarketcap.com

9.1.2018, 16:35

Nach dem Kurssprung vor drei Tagen bewegt sich der Bitcoin (BTC) auf dem höheren Niveau seitwärts und oszilliert um die Marke von 4.100 USD. Aktuell notiert er bei 4.075 USD mit einem Minus von 3,3% im 24h-Vergleich.

Aktuell spricht der Markt über einen neuen Trigger, der einen Höhenflug des BTC auslösen könnte: Russland. Laut der Behauptung eines russischen Universitätsdozenten mit Verbindungen zur Regierung will Russland bald massiv in Bitcoin investieren. Dazu sollen Dollarreserven in einer Größenordnung von 10 Milliarden USD verwendet werden. Damit will Russland offensichtlich die Wirkung der US-Sanktionen und seine Abhängigkeit vom Dollar reduzieren. Immerhin verfügt die russische Zentralbank über Dollarreserven von 466 Mrd. USD. Auch andere Länder wie China, der Iran oder Venezuela suchen nach Wegen aus dieser Abhängigkeit in Zeiten sich verschärfender (Handels-)Konflikte. Hier erscheint tatsächlich Bitcoin zumindest als ein Baustein sinnvoll, zumal dieser auf dem derzeitig niedrigen Niveau sehr verlockend erscheint. Zusammen mit dem für dieses Jahr erwarteten Zufluss von institutionellem Geld könnte dadurch ein explosives Gemisch angerührt werden. Dies bestärkt uns in unserer bereits mehrfach geäußerten Meinung, dass sich die Kryptopreise im ersten Quartal mindestens verdoppeln könnten. Bei den Altcoins der Top 20 zeichnen sich vier Coins durch zweistellige Wochengewinne aus: TRON (+42%), Litecoin (+19%), Cardano (+18%) und NEO (+17%).

 

Unser Tradingdepotwert NEO gehört zu den aktuellen Highflyern unter den Top20 bei den Altcoins. NEO. Auch im Wochenvergleich ist der Coin mit einem Plus von über 17% einer der Top-Performer. Heute war NEO in der Spitze bereits bis auf über 10,10 USD (Bitfinex-Preise) gestiegen. Aktuell ist der Preis im Zuge der wieder etwas nachgebenden Kryptopreise heute wieder auf 9,45 USD zurückgekommen.

Russland-Fantasie wird als Begründung des jüngsten Kursanstiegs genannt. Die russische Regierung soll eine Partnerschaft mit den NEO-Entwicklern angefragt haben. Die Anfrage auf Wunsch von Präsident Putin ist zwar schon älter, aber aufgrund der Spekulationen um mögliche Aktivitäten Russlands im Kryptomarkt (vgl. oben) kocht das gerade wieder etwas hoch. Daneben könnte auch die Verbesserung es NEO-Konsensalgorithmus dBFT zu der guten Performance der vergangenen Tage beigetragen haben.

Außerdem erscheint NEO auch charttechnisch interessant. Der SMA50wurde vor ein paar Tagen nach oben durchbrochen (vgl. Jahreschart unten). Einen schnellen Anstieg nach einem solchen Durchbruch fand man zuletzt bei einigen Werten. Auf Sicht spricht auch einiges für ein Golden Cross im ersten Quartal, wenn also die SMA50-Linie die SMA200-Linie nach oben durchbricht. Dies könnte gleichzeitig mit einem Durchbruch durch die langfristige Abwärtstrendlinie im Log-Chart erfolgen, die im Chart unten auch eingezeichnet ist. Danach könnten die Preise dann rasch Richtung 20 USD laufen. Deshalb machen wir auch ein Storno unseres bisherigen Verkaufslimits von 10,60 USD.

 

6.1.2019, 21:40

Etwas spät, aber immerhin: Wie am Donnerstag vermutet, wurde die Geburtstagsparty von Bitcoin (BTC) doch noch am Wochenende nachgefeiert. Zwar zunächst nur ein bisschen (beim aktuellen Preis von 4.180 USD ergibt sich ein Plus von 5,3% im 24h-Vergleich), außerdem ist Sonntag natürlich nicht der beste Feiertag. Jedenfalls sprang der BTC heute Abend innerhalb von Minuten deutlich über die Marke von 4.000 USD. Wie ebenfalls am Donnerstag vermutet, waren der Auslöser technische Faktoren. Denn unmittelbar nach dem Durchbrechen der SMA50-Linie gab es kein Halten (vgl. BTC-Chart unten).

Entsprechend fest waren auch die Altcoins. Am stärksten unter den Top20 war neben unserem Tradingdepotwert NEO (+10,5%) auch Litecoin (+11,3%).  Unser Tradingdepotwert Ethereum (ETH) hat seit Mitte Dezember eine sehr starke Performance hingelegt und ist gegenüber dem BTC um über 60% gestiegen (vgl. 3-Monatschart ETH/BTC unten). Heute bleibt er allerdings gegenüber BTC zurück (+0,4%).

Charttechnisch hat der Kurs von Litecoin (LTC) vor einigen Tagen (auf Basis der Bitfinex-Preise) die SMA50-Linie (Durchschnitt der vergangenen 50 Tage) nach oben durchbrochen. Das ist für eine Mehrzahl der Trader ein wichtiger Indikator dafür, dass der Wert in einen bullishen Verlauf übergeht. Bei ETH ist der Preis – zunächst – noch an der SMA50-Linie abgeprallt. Allerdings erwarten wir auch hier in den nächsten Tagen den Durchbruch. Neben der positiven Grundtendenz am Kryptomarkt könnte dies auch darauf zurückzuführen sein, das Litecoin als offizieller Sponsor bei der UFC (Ultimate Fighting Championship) aufgeführt wird. Hier gab es vergangenen Samstag den Titelkampf im Halbschwergewicht. Durch das Bekanntmachen des LTC-Logos soll das Branding von LTC gestärkt werden. Dies könnte auch gut funktionieren, denn sowohl UFC wie auch LTC haben starke Communities.

Interessant ist auch ein Blick auf die logarithmischen Jahreschart von LTC (vgl. Chart unten). Die langfristige Abwärtstrendlinie wird bei LTC ebenfalls gerade nach oben durchbrochen. Wir haben daher 40 Stück LTC zum aktuellen Preis von 40,30 USD neu in das Coin Stars Tradingdepot aufgenommen. Damit ist das Tradingdepot nun wieder praktisch voll investiert.

Nach Bodenbildung – Verdoppelung im ersten Quartal?

Die Zahl der Kryptowährungen mit mehr als 1 Milliarde USD Marktkapitalisierung hat sich im Jahresvergleich von 31 auf 11 reduziert. Die Marktkapitalisierung des gesamten Kryptomarktes ist dabei von 613 auf 125 Milliarden USD verdampft. Eine Weisheit von Börsenexperten lautet: Greife nie in ein fallendes Messer. Vielmehr sollte man warten, bis sich ein Boden gebildet hat. Danach sieht es derzeit aus. Die seit Jahresbeginn steigenden Kryptopreise könnten sich vom derzeitigen Niveau im ersten Quartal durchaus mehr als verdoppeln.

Der Kryptomarkt wird verstärkt eine Alternative zu den derzeit sehr schwachen Finanzmärkten. Zuletzt war hier eine negative Korrelation zu beobachten, die Preise an den Aktien- und Kryptomärkten bewegten sich also gegenläufig. Die zunehmende Bedeutung von institutionellen Krypto-Plattformen wie von Fidelity Investment und von Bakkt wird den Einstieg von institutionellen Investoren in 2019 fördern. Dieser Trend wird ebenso nachhaltigen Charakter haben wie die zunehmende Bedeutung von Bitcoin & Co als zumindest finanzielle Fluchtmöglichkeit aus den zunehmend totalitären Tendenzen in vielen Staaten. Dadurch wird einer immer größeren Zahl von Menschen eine Flucht aus instabilen oder restriktiven Währungen möglich. Privacy Coins wie Monero, ZCash oder Dash könnten von diesem Trend besonders profitieren. Denn bei ihnen ist die Anonymität viel besser geschützt als bei Bitcoin.

3.1.2019, 21:45

Nach dem sehr starken Kursanstieg vor Weihnachten bewegt sich der Bitcoin (BTC) seitwärts und oszilliert um die Marke von 4.000 USD. Heute haben sich die Preise wieder etwas abgeschwächt. Der BTC notiert aktuell bei 3.930 USD mit einem Minus von 2,4%. Eine Geburtstagsparty sieht anders aus. Denn heute vor 10 Jahren wurde ja der Genesis Block von Bitcoin gemint. Die fulminante Aufwärtsentwicklung wurde immer wieder durch extreme Korrekturen unterbrochen, nur um danach neue Höchststände zu erreichen.

Nach der letzten scharfen Korrektur seit Anfang November könnte der BTC nun zum ersten Mal seit zwei Monaten einen wichtigen Widerstand testen, die 50-Tagelinie (vgl. BTC-Jahreschart unten). Diese bewegt sich aktuell bei 4.059 USD, wenn man die Preise von Bitfinex zugrunde legt. Ein Durchbruch nach oben könnte zumindest für einen kurzfristigen Bullrun gut sein. Von daher könnte die Geburtstagsparty von BTC auf das kommende Wochenende verlegt sein, wie das bei vernünftigen Geburtstagsfeiern ja oft der Fall ist. In den nächsten drei Tagen werden wir das sehen.

Momentan streiten sich die Gelehrten, ob wir den Tiefststand schon gesehen haben. Manche Analysten erwarten diesen erst im 2. Quartal. Wir sehen aber aktuell gute Chancen für eine weitere Aufwärtsbewegung im gerade begonnenen ersten Quartal. Positiv stimmt hier auch die sehr gute Performance wichtiger Altcoins. So haben sich die beiden Tradingdepotwerte Ethereum (ETH) und IOTA seit Mitte Dezember in der Spitze fast verdoppelt (vgl. untenstehenden Chart). Ethereum ist dadurch aktuell wieder die zweitgrößte Kryptowährung und hat damit XRP abgelöst. Die gute Performance könnte mit der zwischen dem 14. und 18. Januar geplanten Hard Fork Constantinople zusammenhängen. Binance, eine der größten Kryptobörsen, hat bereits ihre volle Unterstützung angekündigt. Bei IOTA soll eine Chat-Anwendung namens CHAT.ixi veröffentlicht werden. Bei dieser soll es weder Regeln noch Moderatoren geben und für jeden zugänglich sein. Dadurch werden sich völlig neue Möglichkeiten für Meinungsäußerungen in restriktiven Ländern ergeben, da die Zensur keinen Zugriff hat. CHAT.ixi läuft auf dem Iota Controlled AgenT-Netzwerk. Dieses Ict-Netzwerk wurde für das Internet of Things (IoT) entwickelt. IOTA könnte also in nächster Zeit wieder verstärkt in den Fokus kommen.

1.1.2019, 13:45

Wir wünschen allen Lesern ein FROHES UND ERFOLGREICHES NEUES JAHR!

Nachdem es vor vier Tagen beim Bitcoin (BTC) wieder einmal einen Kurssprung um 10 Prozent innerhalb weniger Minuten mit Preisen von deutlich über 4.000 USD bei Bitfinex gab, kam der Preis anschließend sukzessive wieder zurück. Aktuell notiert der BTC bei 3.850 USD mit einem Minus von 0,5% im 24h-Vergleich.  Abzuwarten bleibt, ob es sich bereits um eine Umkehrformation handelt (vgl. 6-Monatschart von BTC unten) oder ob es noch einen weiteren Ausverkauf gibt. Die Zeichen stehen aber eher für eine Aufwärtsbewegung. Dafür spricht auch die zuletzt wieder teilweise deutliche Outperformance der Altcoins gegenüber dem Bitcoin. Bei einer weiteren Aufwärtsbewegung des BTC dürfte sich diese weiter fortsetzen.

Ein Blick auf die untenstehende Tabelle verdeutlicht das diesjährige Desaster. Aufgeführt sind die bei der Kryptobörse Bitfinex notierten Coins geordnet nach der Performance seit Jahresbeginn (YTD PERF). Berücksichtigt sind deshalb auch nur alle Coins, die bereits zu Jahresbeginn bei Bitfinex notiert waren. „Spitzenreiter“ mit einem Minus von 95,6% ist dabei Qtum (QTUM). Sollte die Grundtendenz am Kryptomarkt wieder positiv werden, könnten jedoch die schwächsten Performer des vergangenen Jahres zumindest kurzfristig zu den Besten gehören. Bei einem Blick auf die monatliche Performance zeigen sich Anzeichen dafür. So hat QTUM zwar die schlechteste Jahresperformance, im Monatsvergleich aber ein deutlich überproportionales Plus von 43%. Santiment (SNT) mit der fünftschlechtesten Jahresperformance, hat sogar ein Monatsplus von 72%. Mit einer Marktkapitalisierung von nur 21 Mio. USD ist SNT allerdings auch besonders manipulationsanfällig. Auffallend ist die sehr starke Performance der drittgrößten Kryptowährung Ethereum (ETH), die eine Monatsplus von 52% aufweist. Demgegenüber verzeichnet BTC nur ein Monatsplus von 10%. Durch die überproportionale Performance ist ETH wieder auf dem Weg, XRP als zweitgrößte Kryptowährung abzulösen.

Interessant ist noch ein weiterer Blick zurück. Unten ist ein Snapshot von Coinmarketcap zum 31.12.2017, der die damaligen Krypto-Unicorns zeigt. Das sind die Kryptowährungen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 1 Milliarde USD. Zum einen fällt sofort auf, dass die Liste der Unicorns sich deutlich von 31 vor einem Jahr auf aktuell nur noch 11 reduziert hat. Zum anderen wird auch das extreme Verdampfen an Marktkapitalisierung sichtbar. Hatte Bitcoin vor einem Jahr noch eine Kapitalisierung von 220 Milliarden USD, sind davon heute nur noch 67 Milliarden übrig. Und das setzt sich so fort: XRP von 82 auf 15 Mrd., Ethereum von 69 auf 14 Mrd., Bitcoin Cash von 41 Mrd. auf 3 Mrd. usw. Jedenfalls handelt es sich um eine historisch wohl einmalige Wertvernichtung. Allerdings gab es im Jahr zuvor – insbesondere im zweiten Halbjahr – eine historisch einzigartige Wertsteigerung am Kryptomarkt.

Was bringt 2019?
Kurzfristige Überlegungen

Der aktuelle Shutdown in den USA könnte Einfluss auch auf den Kryptomarkt haben. Zum 20. Mal in der Geschichte führt ein Streit zwischen der Regierung und dem Kongress wegen des Haushalts zu einem Stillstand bei den Behörden. Eine schnelle Lösung des Verwaltungsnotstands ist derzeit nicht in Sicht, zumal die Demokraten derzeit die wohl besseren Karten haben. Denn im neuen Repräsentantenhaus sind sie ab Januar in der Mehrheit. Die sowieso schon angeschlagenen traditionellen Finanzmärkte haben im Dezember noch einmal mit starken Kursabschlägen reagiert. Dagegen zeigten die Kryptomärkte zuletzt eher eine negative Korrelation gegenüber traditionellen Anlageklassen und sind wieder etwas im Aufwind. Hier könnte sich nun positiv auswirken, dass in Zeiten panischer Finanzmärkte Gelder eher in sogenannte sichere Anlagebereiche wie Staatsanleihen oder Bonds verschoben werden. Die neue Assetklasse der Kryptowährungen ist unter diesem Aspekt zwar noch nicht etabliert, zumal nach den drastischen Kursverlusten hier nicht von einer sicheren Anlageklasse gesprochen werden kann. Dennoch könnten Investoren dies nun verstärkt als Alternative sehen. Beim letzten amerikanischen Shutdown 2013 während der Obama-Präsidentschaft war ein solcher Effekt bereits zu beobachten, als der BTC in zwei Wochen von 115 auf 140 USD stieg, also um über 20%. Bitcoin erscheint aufgrund seiner fehlenden staatlichen Kontrolle eher immun gegen Verwerfungen wie bei einem Shutdown und wurden schon oft als digitales Gold bezeichnet, da er nicht von inflationären Entwicklungen betroffen ist. Allerdings fehlt im Gegensatz zu Gold mit seiner langen Historie bislang die Akzeptanz. So hat das Wall Street Journal gerade aufgezeigt, dass der Bitcoin zuletzt eine starke Korrelation zu Gold entwickelt hat. Auf der Korrelationsskala zwischen -1 (vollständige inverse Korrelation) bis +1 (vollständige Korrelation) hat der Bitcoin in den letzten Tagen eine Korrelation von 0,84 erreicht. Andererseits ist negativ, dass aktuell auch der Bitcoin vom Shutdown betroffen ist. Denn die Genehmigung der neuen Kryptobörse Bakkt durch die US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ist dadurch vorerst ebenfalls solange aufgeschoben, bis die Behörde nach Beendigung des Shutdowns die Arbeit wieder aufnehmen kann. Positiv ist dagegen die Meldung vom Silvesterabend einer erfolgreichen Finanzierungsrunde für Bakkt in Höhe von 182,5 Mio. USD. Beteiligt an dieser Kapitalrunde haben sich führende Unternehmen sowohl aus dem Krypto- wie aus dem traditionellen Finanzbereich.

Deswegen kann man auf den Jahresanfang gespannt sein. Denn dann sind auch die eventuellen Verlustrealisierungen aus steuerlichen Gründen passé und das Spiel könnte von neuem beginnen. Vom aktuell tiefen Kursniveau könnte insbesondere in Aussicht eines möglichen stärkeren Engagements aus dem traditionellen Finanzsektor die Kurse treiben.

Mittel- und längerfristige Überlegungen

Die zunehmende Bedeutung von institutionellen Krypto-Plattformen wie von Fidelity Investment und von Bakkt könnten den Einstieg von institutionellen Investoren in 2019 fördern und dem Kryptomarkt vom tiefen Niveau aus neuen Schub verleihen. Auf jeden Fall dürfte dieser Trend nachhaltig bleiben, da dann immer mehr Player aus dem traditionellen Finanzbereich unter Zugzwang kommen, sich dieser neuen Assetklasse zuzuwenden. Dieser Treiber könnte im ersten Quartal des neuen Jahres durchaus zu einer Verdoppelung oder gar Verdreifachung der Preise führen.

Sehr grundsätzliche Überlegungen könnten ebenfalls zu einer wieder positiveren Seitweise von Bitcoin & Co führen. So hat Alex Gladstein in einem vielbeachteten Artikel im Time Magazine den Bitcoin als zumindest finanzielle Fluchtmöglichkeit aus den zunehmend totalitären Tendenzen in vielen Staaten hervorgehoben. Dadurch ist auch der immer größeren Zahl von Menschen in autoritären bis totalitären Staaten eine Flucht aus der zunehmend willkürlichen wirtschaftlichen Kontrolle möglich. Darauf deutet auch das 10-Monatshoch bei den BTC-Transaktionen hin bei gleichzeitig mehrjährigem Tiefststand der Transaktionsgebühren. Das Transaktionsvolumen ist dabei v.a. an Orten mit instabilen oder unzuverlässigen Währungen in Südamerika, Osteuropa und Afrika explodiert. Da der Trend ohnehin zu einer immer digitaleren Finanzwelt führt, ist diese Entwicklung nicht zu unterschätzen. Profitieren dürften hier auch große und vergleichsweise etablierte Kryptowährungen. Privacy Coins wie Monero, ZCash oder Dash könnten ebenfalls wieder verstärkt in den Fokus kommen, wenngleich diese momentan noch underperformen. Denn im Gegensatz zum Bitcoin haben hier die Nutzer die Möglichkeit, die Details ihrer Transaktion zu verschlüsseln. Dadurch kann hier die Privatsphäre geschützt werden, was bei Bitcoin in diesem Ausmaß nicht der Fall ist.

25.12.2018, 19:20

Nach dem Bullrun, bei dem Preis des Bitcoins (BTC) in nur neun Tagen um 35% hochschnellte, war es mit der Bescherung dann gestern Abend vorbei (vgl. BTC-Monatschart unten). Der BTC-Preis fiel von 4.360 USD bis auf 3.820 USD im Tief und damit um über 12%. Aktuell notiert der Preis bei 3.830 USD mit einem Minus von 8,3% im 24h-Vergleich. Einen Grund für die scharfe Korrektur gab es nicht. Eine normale Korrektur nach den sehr schnellen und großen Kursgewinnen dürfte der wahrscheinlichste Grund sein. Gerüchte einer erneuten Verschiebung des Starts der Bakkt-Plattform, da noch keine Zustimmung der Aufsichtsbehörden vorliegt, könnten zwar auch eine Rolle spielen. Allerdings gab es diese Gerüchte schon vor drei Tagen. Sollte diese Genehmigung nun doch kommen, dürfte es zu einem großen Kurssprung am Kryptomarkt kommen. Und eigentlich erscheint es auch unwahrscheinlich, dass die vom Betreiber der weltgrößten Börse (New York Stock Exchange) initiierte Plattform die Genehmigung nicht erhalten soll. Zumal es ja schon seit einem Jahr Bitcoin-Futures an zwei amerikanischen Börsen gibt.

Auch die zuletzt sehr gut gelaufenen Altcoins haben heute dicke Minuszeichen von meist über 10%. Gestern lief der Tradingdepotwert Ethereum (ETH) bis auf einen Höchstkurs von über 163 USD und konnte sich damit in neun Tagen verdoppeln. Dadurch wurde gestern auch das Verkaufslimit von 150 USD im Tradingdepot erreicht. Ethereum kam im Laufe des Tages dann auch sehr stark unter Druck und fiel im Tief bis unter 125 USD (vgl. ETH-Tageschart unten). Aktuell notiert der Preis bei 128,7 USD mit einem Minus von 15% im 24h-Vergleich. Nachdem die 15 ETH im Tradingdepot bei 150 USD verkauft wurden, werden nun 8 ETH zum aktuellen Preis von 128 USD wieder neu ins Tradingdepot aufgenommen. Für weitere 8 ETH wird ein Kauflimit von 105 USD gesetzt.

Bei IOTA wurde heute das gestern empfohlene Kauflimit für 3.000 Stück bei 0,34 USD erreicht. Auch hier kam der Preis nach dem Bullrun deutllich zurück (vgl. IOTA-Monatschart ganz unten).

23.12.2018, 21:10

Nach den Tiefstständen beim Bitcoin (BTC) von knapp über 3.200 USD kam es zu einer schnellen Aufwärtsbewegung, die dem BTC ein Plus von über 30 Prozent in nur sechs Tagen bescherte – ein lange nicht mehr gesehener Run. In der Spitze wurden dabei bei Bitfinex wieder 4.300 USD erreicht (vgl. BTC-Monatschart unten). Nachdem die Preise gestern und vorgestern auch wieder unter die Marke von 4.000 USD fielen, kann sich der Preis heute wieder über dieser Marke etablieren. Aktuell notiert der BTC bei 4.075 USD mit einem Plusvon 0,5% im 24h-Vergleich. Nachdem es gerade noch nach dem Untergang von Bitcoin & Co ausgesehen hatte, werden nun wieder verstärkt positive Stimmen laut. Interessant könnte nächste Woche der Freitag (28.12.) werden, denn dann laufen die CME-Futures wieder aus.

Ein wichtiger Schritt beim Zusammenwachsen des Banken- und Kryptosektors steht bevor. VCTRADE, die vom japanischen Bankriesen SBI Holdings ins Leben gerufene Kryptobörse, listet auf seiner Handelsplattform BTC, ETH und XRP. Seit vorgestern akzeptiert VCTRADE Einzalungen in diesen drei Kryptowährungen. Der tatsächliche Handelsstart ist zwar noch nicht bekannt. Die Verantwortlichen von SBI sind sich aber ziemlich sicher, dass VCTRADE schnell zur weltweit größten Kryptobörse aufsteigen wird. In diesem Zusammenhang könnte es einen Schub bei XRP geben. Vor drei Monaten gab es bereits einen Kurssprung bei XRP im Zusammenhang mit dem Ripple-Produkt xRapid, das insbesondere bei grenzüberschreitenden Transaktionen die Finanzwelt revolutionieren soll. Der XRP-Preis verdreifachte sich dabei innerhalb von drei Tagen. In der Folge flachte zwar die Euphorie wieder ab. Jedoch könnte XRP bei einem Start von VCTRADE wieder verstärkt in den Fokus der Spekulanten kommen. Denn SBI setzt schon seit längerem auf XRP. So wurde XRP als erste Kryptowährung bei SBI Virtual Currencies eingeführt.

Auch die Altcoins sind heute deutlich im Plus. Bei den Top20 sind nur die zuletzt sehr gut gelaufenen Waves leicht im Minus. Top-Performer sind heute unser Tradingdepotwert Ethereum (ETH). Im Verlauf stieg der ETH-Preis heute bereits bis auf 139 USD in der Spitze – gegenüber dem Tiefstkurs von gestern ein Plus von 27%. In der Folge gab der Preis heute aber wieder nach und notiert aktuell bei 132 USD – immer noch ein Plus von 11,5% im 24h-Vergleich. Auch die Wochenperformance von fast 50% kann sich sehen lassen. Überhaupt lohnt sich wieder einmal ein Blick auf die Wochenperformance der Top20 (vgl. Übersicht unten). Spitzenreiter bei den Top20 ist Bitcoin Cash (BCH) mit einem Plus von 142%. Mit 38% ist auch die andere Bitcoin Cash-Fork Bitcoin SV (BSV) unter den Spitzenreitern der Woche. Sehr fast sind auch TRON  und IOTA mit einem Plus von 59% bzw. 65%.

Bei IOTA beflügeln positive Aussagen über die Zusammenarbeit mit dem Autohersteller Audi. Die Ergebnisse des fünfmonatigen Projekts zu Lösungen im Bereich Internet of Things, Mobilität und Automotive wurden vor einem ausgewählten Publikum in Ingolstadt und Berlin präsentiert. Interessant ist hier ein Blick auf den Log-Chart in diesem Jahr (vgl. IOTA-Log-Chart unten). Hier wurde gerade die Abwärtstrendlinie gebrochen. Von daher ist IOTA jetzt eine gute Tradingchance, wenn der Kryptomarkt weiter bullish bleibt. Der aktuelle Kurs liegt bei gut 0,37 USD. Wir legen deshalb ein Kauflimit für 3.000 Stück in das Coin Stars Tradingdepot zu 0,34 USD (Bitfinex-Preise).

18.12.2018, 22:10

Nachdem der Bitcoin (BTC) in den vergangenen Tagen mehrfach die Marke von 3.200 USD testete, zogen die Preise gestern um über 10% an. Heute bewegten sie sich meist in dem Bereich zwischen 3.600 und 3.700 USD. Aktuell notiert er bei 3.620 USD mit einem Minus von 0,6% im 24h-Vergleich. In den vergangenen Wochen gab es mehrfach kurzfristige deutliche Kursanstiege, nur um danach wieder auf neue Tiefststände zu fallen (vgl. BTC-Monatschart unten). Von daher ist eine Trendwende noch nicht zu sehen. Zwar weisen erste Kommentatoren bereits auf die interessante Tatsache hin, dass der Kryptomarkt nun gegenläufig gegen die sehr schwachen Aktienbörsen und andere Assets wie Öl läuft. Dies hätte man eigentlich vor einigen Monaten auch so erwarten können. Allerdings gab es bei den sehr schwachen Aktienbörsen der vergangenen Monate nicht nur sehr schwache Kryptopreise, es gab dort sogar einen Crash. Von daher relativieren sich solche Aussagen. Langfristig könnte es aber zu einer negativen Korrelation traditioneller Assetklassen wie Aktien zu Kryptowährungen kommen. Dies würde implizieren, dass deutlich steigende Aktienkurse eher mit schwächeren Preisen am Kryptomarkt einhergingen und umgekehrt.

Bei den Altcoins der Top20 wechseln sich Plus- und Minuszeichen ab. Mit einem spektakulären Sprung um 38% kam Waves (WAVES) neu in Liga der zwanzig höchstkapitalisierten Kryptowährungen und steht dort aktuell auf Platz 19. Der Coin hatte vor vier Tagen die 200-Tagelinie durchbrochen. Als ein Grund wird die Aufnahme des Handels von Waves gegen Tether (USDT) genannt. Neben Waves wurden auch ChainLink (LINK) neu gegen USDT gelistet. Die Kurse von LINK stiegen in den vergangenen Tagen ebenfalls deutlich an.

13.12.2018, 21:50

Seit drei Tagen schwankt der Bitcoin (BTC) um die Marke von 3.500 USD. Heute Abend gab es dann einen kleinen kurzfristigen Einbruch um 150 USD (vgl. 5-Tageschart unten). Aktuell notiert er bei 3.330 USD (Bitfinex-Preise) mit einem Minus von 5,8% im 24h-Vergleich. Bei den Altcoins sieht die Lage ähnlich aus, die Preise sind in eine Seitwärtsbewegung eingeschwenkt. Auch hier sind mit dem BTC-Rückgang am Abend die Preise aber deutlich zurückgekommen. So notiert ETH aktuell bei unter 87 USD , NEO bei 5,70 USD und IOTA bei 0,21 USD.

Das alte Jahr geht zu Ende und es wird immer fraglicher, ob es vor Weihnachten noch zu einem Turnaround an den Kryptomärkten kommt. Die Kryptoportfolios zeichnen sich durch drastische Kursverluste aus, die zum Jahresende alleine schon aus steuerlichen Erwägungen realisiert werden sollten. Trotzdem sollte man im ersten Quartal des neuen Jahres auf eine massive Rally gefasst sein. Der Mutterkonzern der New Yorker Börse wird den Handel mit den physisch gedeckten Bitcoin-Futures über die Plattform Bakkt Ende Januar starten. Die amerikanische Technologiebörse Nasdaq nimmt im ersten Halbjahr ebenfalls den Handel mit Bitcoin-Futures auf. Die amerikanische Börsenaufsicht CFTC, die für die Regulierung von Derivaten zuständig ist, denkt nun auch über die Genehmigung von Ethereum-Futures nach. Der Einstieg der institutionellen Großanleger, auf den der Markt schon lange wartet, wird durch Ereignisse wie diese forciert.

Auch Privatanlegern wird in 2019 wohl ein leichterer Einstieg ohne den Umweg über die Kryptobörsen möglich sein. So gibt es ja schon Open-End-Zertifikate und Mini-Futures auf den Bitcoin. Auch das lange Warten auf Bitcoin-ETFs könnte in 2019 ein Ende haben. Jedenfalls dürften diese Zutaten auf den tiefen Kursniveaus ein hochexplosives Gemisch entstehen lassen, das zu einer Verdoppelung oder Verdreifachung der Preise im ersten Quartal führen könnte. Die enormen Chancen werden bei der derzeitigen Tristesse aber noch ausgeblendet.
Dabei gibt es durchaus positive Zeichen, die auf einen Bullrun zu Jahresbeginn hinweisen. So weist eine Studie der Universität Cambridge auf einen Anstieg der Nutzerzahlen bei den Kryptobörsen hin. Das ist in Anbetracht des Bärenmarktes schon erstaunlich. So hat sich die Zahl der verifizierten User an den Kryptobörsen gemäß dieser Untersuchung in den ersten drei Quartalen 2018 fast verdoppelt. Dabei soll es sich v.a. um Privatinvestoren handeln.

9.12.2018, 21:25

Heute Nacht machte der Bitcoin (BTC) wieder einmal einen Kurssprung um 10% innerhalb weniger Minuten und erreichte bei Bitfinex in der Spitze 3.800 USD. Danach kam der Preis wieder zurück und schwankte im Tagesverlauf um die 3.500 USD. Seit dem Nachmittag kam es zu einem sukzessiven Anstieg, wobei am Abend erneut fast 3.800 USD erreicht wurden. Aktuell notiert der BTC-Preis bei 3.700 USD und verzeichnet damit ein Plus von 8,4% im 24h-Vergleich (vgl. Monatschart unten). Inwieweit der Anstieg nur eine Verschnaufpause vor einem neuen Rutsch ist oder ein nachhaltiger Anstieg, wird sich zeigen. Eine seriöse Einschätzung ist kaum möglich. Die großen Hoffnungen liegen im nächsten Jahr mit dem erwarteten Einstieg institutioneller Investoren.

Gründe für den Kursanstieg sind nicht so leicht zu finden, das war beim jüngsten Absturz nicht anders. Als einfachsten Grund zu nennen wäre ein Rebound, wie er nach solchen Abstürzen normal ist. Zum anderen wird über einen Short Squeeze spekuliert. Das wäre durchaus plausibel, denn die Short-Positionen sind zuletzt auf Rekordniveau gewesen (vgl. Monatschart der Shortpositionen bei Bitfinex unten).

7.12.2018, 21:50

Wie gestern befürchtet, ist der Bitcoin (BTC) nun auch durch den zuletzt gebildeten Boden um die 3.700 USD (Bitfinex-Preise) gebrochen. Im asiatischen Handel gab es heute Nacht dann wieder einen Flash Crash um rund 10% innerhalb einer Stunde. Nachdem sich der BTC dann im Tagesverlauf zwischen 3.400 und 3.475 USD bewegt hat, ist er am Nachmittag dann weiter abgerutscht bis unter 3.300 USD. Am Abend gab es dann einen Kurssprung um 10% innerhalb von wenigen Minuten auf über 3.600 USD. In der Folge sind die Kurse wieder rückläufig, der BTC notiert aktuell bei 3.440 USD mit einem Minus von 7,7% im 24h-Vergleich (vgl. Monatschart unten). Insgesamt spiegeln diese enormen Preisfluktuationen natürlich große allgemeine Verunsicherung wieder. Bei den Altcoins sind die Minuszeichen im Durchschnitt etwa auf dem Niveau von BTC. Schwächster Coin unter den Top20 ist EOS mit -10%.

Der Markt befindet sich seit Mitte November wieder in einem  extremen Crashmodus. „Fundamentale“ Gründe dafür sind derzeit nicht zu sehen. Die erneute Verschiebung des ETF-Antrags von VanEck/SolidX auf den 27. Februar wurde erwartet. Der Termin wird dann auf jeden Fall spannend, denn die SEC-Kommission hat nun den rechtlich möglichen Aufschiebungszeitraum voll ausgeschöpft und muss deshalb eine Entscheidung treffen. Enttäuschend ist, dass der Kryptomarkt im Einklang mit den sehr schwachen internationalen Aktienbörsen in die Knie geht. Eigentlich galt der BTC einmal als digitale Alternative zum Gold. Davon ist derzeit nichts mehr zu sehen. Während der leicht anziehende Goldpreis seinen zuletzt etwas demolierten Ruf als sicherer Hafen wieder ein bisschen aufpoliert, findet beim Bitcoin eine gigantische Wertvernichtung statt. Das wird sich zwar wieder ändern, fraglich ist nur von welchem Niveau.

Generell ist es in der aktuellen Situation sehr schwierig, am Kryptomarkt zu agieren.  Das gestern vorgestellte Chart-Szenario ist durch den Einbruch hinfällig geworden. Mit dem neuerlichen Kursrutsch wird der BTC wahrscheinlich in den schon mehrfach erwähnten Bereich von 2.500 bis 3.000 USD absinken.  Für hartgesottene Trader könnten  Abstauberlimits in dieser Region interessant sein, denn bei einem Absinken in diesem Bereich könnte eine starke Gegenreaktion kommen. So könnte man z.B. für den BTC ein Abstauberlimit bei 2.800 USD legen, für ETH bei 70 USD oder für NEO bei 4,50 USD.

6.12.2018, 22:10

Der Bitcoin (BTC) hat sich in den vergangenen zwei Tagen wieder auf Talfahrt begeben. Heute erreichte er bei Bitfinex bereits Preis von unter 3.640 USD am Abend, bevor eine leichte Erholung einsetzte. Aktuell notiert der BTC bei 3.720 USD mit einem Minus von 2,5% im 24h-Vergleich. Wirklich relevante News, die den erneuten Kursrutsch erkären könnten, gibt es allerdings nicht. Auch die Altcoins sind extrem schwach. Ethereum (ETH) notiert das erste Mal seit eineinhalb Jahren wieder im zweistelligen Bereich und notieren aktuell bei gut 98 USD. Seit den Spitzenpreisen von rund 1.400 USD im Januar hat ETH nun rund 93% verloren.

Das Chartbild des Bitcoins könnte aktuell für eine W-Formation sprechen. Diese zeichnet sich aus durch massive Kursrückgänge (Einbruch um die 50 Prozent seit Mitte November), eine starke zwischenzeitliche Erholung (Ende November 20 Prozent in einer Woche) und einen erneuten Rückgang auf das vorherige Tief (hier stehen wir gerade). Es bildet sich also ein stabiler Doppelboden als Basis für den folgenden deutlichen Anstieg. Wird dann das Hoch der Zwischenerholung übertroffen, gilt das als Indiz für einen neuen starken Aufwärtstrend. Dieser könnte dann bis zu den Punkten (4) oder (5) in untenstehendem Chart führen. Allerdings: Der aktuelle BTC-Preis liegt auf dem Boden (3). Die Gefahr, dass der Boden nicht hält, ist sehr groß. Dann besteht die Gefahr des nächsten großen Rutsches, der bis in den Bereich von 2.500 bis 3.000 USD führen könnte.

Kommt der Turnaround also noch in diesem Jahr? Nicht unwahrscheinlich, wenngleich die schon mehrfach erwähnten Steuereffekte zu beachten sind. Denn vor dem Jahreswechsel wird es für viele Investoren sinnvoll sein, die enormen Verluste in diesem Jahr steuerlich zu realisieren und die Positionen dann wieder zurückzukaufen. Es gibt auch eine neue Möglichkeit für Bitcoin-Anleger in Deutschland: Vontobel emittierte in der vergangenen Woche erstmals in Deutschland Mini-Futures auf den Bitcoin, zwei Long- und zwei Short-Futures. Vorteil: Anleger können diese wie andere Zertifikate problemlos handeln und brauchen kein Konto bei einer Kryptobörse. Nachteil: Der Spread ist deutlich größer als beim Direkthandel.