In Kryptowährungen investieren?

  • völlig neue Asset-Klasse
  • verstärktes Interesse traditioneller Groß- und Kleinanleger
  • derzeit interessantester Tradingmarkt mit vielen Tradingmöglichkeiten
  • Handel in Altcoins aussichtsreicher als in Bitcoin
  • 7/24-Handel (Handel rund um die Uhr)
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25.11.2018, 19:25

Erneuter Absturz bei Bitcoin & Co. Heute Nacht war wieder einmal ein Flash Crash um 10% in nur einer Stunde fällig. Der Bitcoin (BTC) rauschte in etwas mehr als einer Stunde Von 4.300 auf 3.800 USD. Im Verlauf des heutigen Vormittags erreichten die Preise bei Bitfinex dann Tieststände um die 3.660 USD. Am Mittag gab es dann einen Kurssprung um 10% auf 4.050 USD. Danach bröckelten die Kurse wieder ab und bewegen sich aktuell um 3.850 USD mit einem Minus von 11,7% im 24h-Vergleich (vgl. Tageschart unten).

Was sind die Gründe des neuerlichen Crashes? Zum einen ist wieder einmal das leidige Thema Tether auf der Agenda.  Vor einigen Tagen kam die Meldung, dass die US-Behörden (das Justice Department und die Commodity Futures Trading Commission) erneut Untersuchungen über mögliche Marktmanipulationen im Zusammenhang mit dem Bitcoin-Hype Ende vergangenen Jahres erhoben haben. Im Spiel ist da auch wieder Bitfinex, die denselben CEO haben wie Tether. Bisher gibt es aber keine formalen Vorwürfe, dass die Preise illegal bewegt wurden. Außerdem gab es die zunehmende Skepsis der SEC gegenüber vermeintlich oder tatsächlich betrügerischen ICO-Projekten. Daneben hängt natürlich auch noch der Fraktionsstreit wegen des Hard Forks von Bitcoin Cash nach, der das Vertrauen der Investoren beschädigt hat. Andererseits weisen Marktbeobachter auch darauf hin, dass der Markt so stark gefallen ist, ohne dass die Handelsvolumina extrem gestiegen sind, wie das in Crash-Szenarien normalerweise der Fall ist. Interessant ist dabei, dass der OTC-Markt scheinbar boomt. So weist ein bekannter Chartanalyst darauf hin, dass dies ein Indiz dafür ist, dass Großinvestoren die extreme Schwäche ausnutzen, um günstig in den Kryptomarkt einzusteigen (vgl. Tweet unten). Hier könnte ein Grundstein für einen explosiven Rebound gelegt werden. Diesen halten wir unmittelbar zum Jahreswechsel für sehr wahrscheinlich.
 

Das Desaster beim Bitcoin färbte natürlich entsprechend auf die Altcoins ab. Allerdings war wieder zu beobachten, dass die Preisabschläge im Vergleich zum BTC nicht signifikant größer ausgefallen sind. Auch im Wochenvergleich kann man gut erkennen, dass der Hebel der Altcoins zum BTC nur noch verhältnismäßig klein ist (vgl. Übersicht unten). Von einer extremen Schwäche der Altcoins wie im Sommer ist jedenfalls nichts zu sehen. Allerdings konnte sich zuletzt auch Ripple (XRP) nicht mehr der allgemeinen Schwäche entgegenstemmen und verlor wieder deutlich.

 

Mittlerweile ist der BTC seit den Höchstständen damit schon um bis zu 81% gefallen.  Damit nähern wir uns dem bisher größten Einbruch um 87% in 411 Tagen (vgl. Tabelle in unserem Artikel vom  20.11.). Mit 81% in nunmehr 343 Tagen kommen wir da aktuell schon recht nahe dran. Was ist nun zu tun? Der Kryptomarkt ist augenscheinlich nur für risikobewusste Trader und Investoren. Aber das war bei Tech-Aktien auch nicht anders (vgl. unseren Artikel vom 23.11.). Man sieht dort, dass auch eine Amazon Anfang des Jahrtausends mal eben um rund 93% in die Tiefe rauschte.  Von daher gilt es, die aktuelle Situation nüchtern zu betrachten. Gerade haben natürlich wieder einige bekannte Stimmen die Oberhand, die Bitcoin & Co gen Null laufen sehen. Wer ebenfalls dieser Meinung ist, darf natürlich auch jetzt weder traden noch investieren. Wir sehen aber auf dem derzeitigen Kursniveau enorme Chancen. Auf den optimalen Einstiegszeitpunkt zu warten wird nicht gelingen, genauso wenig wie ein optimaler Verkauf. Man kann nur eine Annäherung ans Optimum versuchen.

Im Coin Stars Tradingdepot hatten wir zuletzt einige Kauflimits gesetzt. Bei Ethereum (ETH) und NEO wurden die Limits vorgestern erreicht. Die Preise sind aktuell rund 10% tiefer als beim Einstieg. Von daher ist es natürlich suboptimal, aber es war ja nur ein Ersteinstieg. Heute haben dann auch die zurückgenommen und gesplitteten Kauflimits bei BTC gegriffen: Zuerst wurden 0,3 Stück bei 4.000 USD gekauft, dann nach dem erneuten Taucher noch einmal 0,3 Stück nahe den Tiefstkursen bei 3.700 USD. Für diese zuletzt gekauften 0,3 Stück wird jetzt ein Verkaufslimit bei 4.040 USD gelegt, dieser Preis wurde heute Mittag bereits einmal wieder erreicht.

Warum das Verkaufslimit? Einerseits haben Bitcoin & Co nach den drastischen Einbrüchen erhebliches Potenzial bei einem Rebound. Andererseits soll die Flexibilität dadurch weiter erhalten bleiben. Zwar ist das Tradingdepot auch mit den zwei BTC-Käufen noch rund 20% auf Cash. Andererseits ist nicht auszuschließen, dass der BTC (und im Gefolge natürlich die Altcoins) noch weiter abtauchen. Seit dem Bruch bei unserem Stopplimit von 6.090 sind die Preise durch charttechnisches Niemandsland getaumelt. Vor einer Woche hatten wir ein Absacken des BTC-Preises in den Bereich von 3.500 bis 4.000 USD für wahrscheinlich gehalten. In diesem Bereich sind wir nun und hier sind nun auch gute Chancen auf einen kurzfristigen Rebound, wie der Langfristchart unten zeigt. Ein Niveau um 4.500 USD ist hier kurzfristig denkbar. Trotzdem zeigt ein Blick auf den Langfristchart, dass auch der größere Widerstand bei 3.000 USD schnell erreicht werden kann. Selbst die psychologischen Marken von 2.000 oder gar 1.000 USD sind nicht mehr undenkbar. Chartanalysten halten derzeit auch die Beobachtung der 200-Wochen-Durchschnittslinie für wichtig, die derzeit bei 3.130 USD verläuft (vgl. BTC-2-Jahreschart unten). Trotzdem soll hier kein Doomsday-Szenario verbreitet werden. Aber aktuell stufen wir einen kurzfristigen Rebound als erheblich wahrscheinlich ein als einen nachhaltigen. Diesen sehen wir frühestens unmittelbar vor Jahresende oder dann zum Beginn des neuen Jahres. In diesem Zusammenhang sollte man auch Steuereffekte im Auge behalten, die sich zum Jahresende auswirken könnten. Denn die Verluste am Kryptomarkt waren in diesem Jahr riesig. Nach einem Jahr sind die Gewinne aus Kryptowährungen in Deutschland steuerfrei. Allerdings wären dann auch die Verluste nicht mehr mit Gewinnen verrechenbar oder vortragbar. Deutsche Anleger sollten also ihre Kryptopositionen, die nicht älter als ein Jahr sind und drastische Kursverluste aufweisen, auf jeden Fall verkaufen und anschließend zurückkaufen. Es macht keinen Sinn, eine bei 15.000 oder gar 19.000 USD gekaufte BTC-Position weiter zu halten und die Jahresfrist verstreichen zu lassen. HODLN ist nun wirklich out. Jedenfalls könnten Anleger weltweit (je nach den Steuergesetzen des jeweiligen Landes) versucht sein, diese Verluste zu realisieren und evtl. mit anderen Gewinnen zu verrechnen. Ein schwer einzuschätzendes Risiko, dass aber noch einmal für ein Durcheinander bei den Preisen sorgen könnte.

Fazit: Wer neue längerfristige Investments im Kryptomarkt plant, sollte jetzt damit anfangen. Auch wenn dies wahrscheinlich noch nicht der letzte Tiefpunkt ist. Ein Viertel des insgesamt für Kryptoinvestments vorgesehenen Betrags verteilt auf ausgewählte Coins aus den Top20 ist sinnvoll. Trader können aktuell auch einen höheren Prozentsatz investieren. Abstauberlimits scheinen weiter sinnvoll. Bei auf dieser Weise günstig gekauften Positionen sollten Trader aber dann schnell zumindest Teilverkäufe vornehmen. Stop-Loss-Limits auf diesen tiefen Niveaus zu legen, erscheint uns aus aktueller Sicht dagegen nicht so sinnvoll. Unsere aktuellen Verkaufslimits im Tradingdepot sind:  ETH bei 134 USD, NEO bei 9,20 USD und die Hälfte der BTC-Position bei 4.040 USD.