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7.9.2020, 14:20

Das Ethereum-Netzwerk wird kurzfristig Opfer seines Erfolges und leidet unter Überlastung. Seine führende Stellung bei den Smart Contracts bleibt aber unangetastet.

Der Kurs der zweitgrößten Kryptowährung Ethereum wurde in der vergangenen Woche überproportional in Mitleidenschaft gezogen. Während der Bitcoin im Wochenvergleich rund 13 Prozent an Wert verlor, waren es bei Ethereum rund 20 Prozent. Allerdings fällt das Minus auch bei vielen Altcoins ebenso oder sogar noch deutlich größer aus. Auch Ethereum ist – wie andere Kryptowährungen – nun charttechnisch kurzfristig etwas angeschlagen. Im Jahreschart erkennt man, dass es seit dem Golden Cross im Mai, bei dem die 50- die 200-Tagelinie von unten nach oben durchbrochen hat, einen sehr starken Kursanstieg gegeben hat. Dabei ist der Preis – von kurzfristigen minimalen Unterschreitungen abgesehen – immer über der 50-Tagelinie geblieben (vgl. Ethereum-Jahreschart unten). Mit dem Einbruch ist der Preis nun auch deutlich unter diese Linie gerutscht. Die Gefahr weiterer Kursverluste ist nicht gering. Den Kursanstieg startete Ethereum in der zweiten Julihälfte von einem Niveau um die 245 Dollar. Dort verläuft aktuell auch die 200-Tagelinie. Vom aktuellen Ethereum-Preis ist dieses Niveau rund 28 Prozent entfernt. Beim Bitcoin startete die Rally ebenfalls in der zweiten Julihälfte bei einem Niveau von rund 9.100 Dollar, bei dem aktuell auch seine 200-Tagelinie verläuft. Vom aktuellen Bitcoin-Preis ist dieses Niveau nur noch 10 Prozent entfernt. Bei weiteren Kursrückgängen des Bitcoins könnte das Korrekturpotenzial bei Ethereum kurzfristig deshalb größer sein.

Das Ethereum-Netzwerk ist derzeit überlasteter als Anfang 2018. Auch damals explodierten die Transaktionsgebühren, so wie das aktuell der Fall ist. Gebühren von bis zu 50 Dollar pro Transaktion auf Uniswap sind einfach viel zu hoch. Das Netzwerk wird aktuell durch zwei große Trends an die Belastungsgrenze gebracht: Zum einen sind das die zuletzt stark gehypten dezentralen Finanzanwendungen (DeFi), zum anderen die Transaktionen in USDT (Tether). Bei DeFi gab es zuletzt einen sehr ungesunden Hype mit Yield Farming als dem letzten Schrei. Wie diese auf wundersame Weise generierten großen – zumindest versprochenen – Renditen erreicht werden sollen, bleibt unklar. Das Ganze hat eher den Charakter eines Schneeball-Systems. Nicht umsonst hat vor wenigen Tagen Ethereum-Gründer Buterin sehr kritische Bemerkungen zu den Auswüchsen im DeFi-Sektor gemacht und vergleicht das Yield Farming mit dem Dollar-Drucken der US-Notenbank. Wozu diese Auswüchse führen können, zeigte sich zuletzt beim hochgejazzten DeFi-Projekt Sushiswap. Mit dem neuen Token soll Liquidity Mining betrieben werden. Nach der Börseneinführung bei Binance am 1. September verlor SUSHI innerhalb von drei Tagen dann rund 90 Prozent seines Wertes. Gute Renditen sehen anders aus.

Die in die Höhe geschnellten Transaktionsgebühren zeigen die Dringlichkeit bei der Einführung von Ethereum 2.0, das die Transaktionszeiten und -gebühren wieder nach unten drücken würde. Denn die Ethereum-Konkurrenz wie Tron, Tezos oder Cardano schläft nicht und könnte versuchen, mehr Projekte für ihre eigenen Plattformen zu gewinnen. Tron profitierte in der vergangenen Woche von seinem Ruf als möglicher Ethereum-Killer, als der Coin als einziger der großen Coins gegen den negativen Markttrend deutlich stieg. Trotzdem dürfte die Stellung von Ethereum bei den Smart Contracts aber unangefochten bleiben und Ethereum auf den – grundsätzlich ja positiven – Run auf seine Plattform reagieren.