In Kryptowährungen investieren?

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  • verstärktes Interesse traditioneller Groß- und Kleinanleger
  • derzeit interessantester Tradingmarkt mit vielen Tradingmöglichkeiten
  • Handel in Altcoins aussichtsreicher als in Bitcoin
  • 7/24-Handel (Handel rund um die Uhr)
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31.8.2020, 13:25

Der inflationäre Gebrauch des Wortes Inflation durch US-Notenbankchef Powell ist eigentlich eine Werbekampagne für den Bitcoin. Auch die Entwicklung der CBDCs stärken auf Sicht dessen Marktstellung.

Der Bitcoin ist weiter in einer Seitwärtsbewegung im Bereich zwischen 11.000 und 12.000 Dollar (vgl. Bitcoin-Jahreschart ganz unten). Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung braucht es aktuell neue Impulse. Ein derartiger Impuls könnte beispielsweise eine Meldung von PayPal sein, dass seine Kunden nun den Kauf von Kryptowährungen tätigen können. Zuletzt gab es einige Spekulationen in diese Richtung. Es gibt aber auch Marktbeobachter, die vor einem weiteren Anstieg zunächst einen deutlichen Bitcoin-Rückgang erwarten. Dagegen spricht, dass die meisten Altcoins derzeit recht gut im Markt liegen. So konnte zuletzt auch Ethereum wieder deutlich zulegen mit einer Wochenperformance von rund 5%. Dagegen lag der Bitcoin im gleichen Zeitraum über 1% im Minus. Diese kurzfristigen Überlegungen sind aber primär für Krypto-Trader interessant. Langfristige Investoren lassen sich von den oft erratischen kurzfristigen Schwankungen dagegen nicht beirren in ihrer Strategie, vom zu erwartenden großen Wertzuwachs bis Ende nächsten Jahres zu profitieren.

US-Notenbank macht Bitcoin-Promotion

Die US-Notenbank macht, wenn auch unbewusst, Promotion für den Bitcoin. Der US-Notenbankchef Jerome Powell benutzte inflationsverdächtige 65 Mal das Wort Inflation in seiner letzten Rede. Darin hatte er geäußert, dass die US-Notenbank die Inflation auf über zwei Prozent ansteigen lassen will. Zwar muss man nicht gleich so weit gehen wie der CEO der Investment-Plattform Real Vision, Raoul Pal. Dieser sieht die Powell-Rede als Treibstoff für Gold und Bitcoin. Gold sieht er um das 2- bis 5-fache steigen, den Bitcoin um das 50- bis 100-fache. Die schon häufiger von Bitcoin-Super-Bullen genannte magische Ziffer von 1 Million Dollar ist zwar auf absehbare Zeit eher unrealistisch. Ein Anstieg bis in den mittleren oder sogar oberen fünfstelligen Bereich bis Ende nächsten Jahres ist es aber nicht. Auch die Winklevoss-Zwillinge, Gründer der Kryptobörse Gemini, weisen erneut auf das bullishe Szenario für den Bitcoin hin. Mit der im Anmarsch befindlichen Inflation wird das Geld der Anleger auf der Bank entwertet werden. Vermögenswerte wie Immobilien oder Aktien werden den Wert halten können, Gold und Bitcoin dagegen an Wert gewinnen. Nach ihrer Meinung ist dabei der Bitcoin gegenüber dem Gold um den Faktor von 45 unterbewertet und wird das Gold deshalb mit seiner Performance um ein Vielfaches übertreffen.

CBDCs als Wettbewerbsfaktor

Die digitalen Zentralbankwährungen (Central Bank Digital Currency, CBDC) werden in den nächsten Jahren verstärkt im Fokus stehen. Treiber dieser Entwicklung ist ausgerechnet China, das mit Pilotprojekten die reibungslose und sichere Nutzung eines digitalen Yuan schon testet. Der digitale Yuan kann 1:1 in Banknoten umgetauscht werden. Es wird darüber spekuliert, dass die digitale Währung bereits bei den olympischen Winterspielen 2022 zum Einsatz kommt. China könnte damit weiter am Status des US-Dollar als weltweite Reservewährung kratzen. Denn die Einführung von CBDCs könnte ein wesentlicher Faktor werden, der über die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit entscheidet. In Deutschland reagiert das Münchner Unternehmen Giesecke & Devrient (G&D) mit der Beteiligung am Schweizer Start-up Metaco, das Dienstleistungen für Krypto-Assets und Stable Coins anbietet, auf diese Entwicklung. Das traditionsreiche Unternehmen ist führend beim Druck von Banknoten für die Zentralbanken weltweit. Mit einer neuen Software namens Filia will G&D den Zentralbanken durch Nutzung der Distributed-Ledger-Technologie die Ausgabe von digitalen Versionen ihrer jeweiligen Landeswährung ermöglichen. Bereits sechs der Zentralbankkunden sind mit G&D in entsprechenden Verhandlungen.

CBDCs stärken den Bitcoin

Vielfach werden in CBDCs eine Konkurrenz zum Bitcoin vermutet. Aus mehreren Gründen ist aber das Gegenteil der Fall. CBDCs bilden – wenn sie denn kommen – die jeweilige Fiat-Währung wie Yuan, Dollar oder Euro einfach 1:1 ab, sie sind nur eine weitere Erscheinungsform. Damit ist die Werthaltigkeit der CBDCs genauso von der Politik der Zentralbanken und Regierungen abhängig wie bisher, denn die Kaufkraft eines digitalen Dollars entspricht der eines „normalen“ Dollars. Ein digitaler Dollar würde genauso inflationiert der Dollar selbst. Dagegen steht das Konzept des Bitcoins als nicht inflationierbare Währung mit einer unveränderbar festgelegten Maximalmenge von 21 Millionen Stück. Der für Anleger weltweit zugängliche Bitcoin bietet damit die einmalige Gelegenheit, leicht aus schwachen und restriktiven Währungen zu fliehen. Beim Bitcoin gibt es keine Zentralbank oder Regierung, die eine inflationäre Entwicklung auslösen kann. Staatliche Digitalwährungen werden daher nur die Akzeptanz der digitalen Weltleitwährung Bitcoin weiter stärken, keinesfalls aber eine Konkurrenz darstellen.