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9.6.2020, 17:05

Der kurzfristige Pump and Dump vergangene Woche hat keine Auswirkungen auf die langfristige Aufwärtsbewegung. Die Kritik am Bitcoin geht ins Leere.

Auch in der vergangenen Woche gab es wieder einmal Kurskapriolen beim Bitcoin – sogar innerhalb eines Tages. Das hatte sogar etwas von einem Kampf der Trader-Heerscharen, Asien gegen USA. Zunächst gab es im asiatischen Handel am Morgen des 2. Juni einen Pump um rund 700 Dollar innerhalb von zwei Stunden. Dem folgte am Nachmittag zu Beginn der amerikanischen Haupt-Handelszeit ein heftiger Dump um bis zu 1000 Dollar innerhalb weniger Minuten, also ein veritabler Flash Crash. Nach dem Anstieg in Asien sah es zunächst danach aus, dass der Bitcoin nach den mehrmaligen Anläufen im Mai nun endgültig die harte Hürde bei 10.000 Dollar hinter sich lassen könnte. Allerdings zeigte sich erneut, dass knapp oberhalb dieser Marke aktuell noch der Verkaufsdruck zunimmt. Trotzdem erschreckt immer wieder die Vehemenz der Einbrüche. Sie bestätigt aber nur, dass der Bitcoin in seiner kurzfristigen Entwicklung vorhersehbar unvorhersehbar ist, predictably unpredictable. Dies schreckt weiterhin sehr viele Anleger vor einem Investment ab. Dabei ging die langfristige Entwicklung bisher immer noch oben. Durch diese Tatsache unterscheidet sich der Bitcoin zum Beispiel auch von spekulativen Aktien, die in einer relativ kurzen Zeitspanne einen Hype erleben und dann wieder in der Versenkung verschwinden. Denn der Bitcoin bewegt sich seit 10 Jahren nach oben, wenngleich die kurzfristigen Schwankungen immer wieder an den Nerven zerren.

Trotzdem soll kurz auf die möglichen Gründe für den erneuten Flash Crash eingegangen werden. Wesentlicher Auslöser dürfte ein Long Squeeze gewesen sein. Der Mehrheit der Trader hatte zuletzt einen kurzfristigen Anstieg und die Überwindung der 10.000er-Marke erwartet. Der aggressive Aufbau von Long-Positionen war verbunden mit einer deutlichen Erhöhung der Funding Rate. Diese müssen die Trader für ihre stark gehebelten Positionen zahlen und erhöhen deshalb ihre Kosten. Durch den Long Squeeze wurden dann in Minutenschnelle Long-Kontrakte im Wert von rund 120 Millionen Dollar liquidiert. Daneben sollen Bitcoin-Wale kurze Zeit vor dem Einbruch größere Bestände zu BitMEX und Binance transferiert und teilweise verkauft haben. Außerdem ist es nun zum dritten Mal in den vergangenen acht Monaten, dass der Widerstand bei 10.500 Dollar getestet wurde (vgl. Jahreschart unten). Trotzdem schaut das Chartbild weiter positiv aus. Die seit dem Corona-Crash im März gebildete Aufwärtstrendlinie bleibt intakt. Das kürzlich gebildete Golden Cross dürfte eher zu einer Entwicklung führen wie das im April 2019 gebildete. Dagegen wurde das Golden Cross im Februar 2020 durch die heftigen Auswirkungen beim Corona-Crash ad absurdum geführt. Jedenfalls dürfte der Bitcoin eine scharfe Rally veranstalten, sobald der Widerstand bei 10.500 Dollar gebrochen wird. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Entweder noch in diesem Halbjahr oder im nächsten. Zuletzt hat die Volatilität seit dem Pump and Dump am 2. Juni stark abgenommen. Der Markt könnte Kraft sammeln für den erneuten Sprung über 10.000 Dollar und den anschließenden Bruch des Widerstands bei 10.500 Dollar.

Kritik am Bitcoin gab es auch wieder einmal: Goldman Sachs sieht Bitcoin nicht als legitimes Anlageprodukt. Dabei werden altbekannte Kritikpunkte wiederholt. So wird genannt, dass der Bitcoin keine Einkommen erzielt, wie das bei Aktien oder Anleihen der Fall ist. Vielmehr handelt es sich nach Goldman-Meinung um ein Finanzprodukt, dessen Wertsteigerung nur davon abhängt, ob jemand anderes einen höheren Preis bezahlt. Die große Volatilität und die nicht bewiesene Inflationsabsicherung werden ebenfalls genannt. Die Kryptobranche lässt die Kritik kalt. Vielleicht sollte sich Goldman an die schlecht besicherten Hypothekenpapiere erinnern, die sie vor der Finanzkrise wider besseren Wissens an ihre Kunden verscherbelt hatte. Um anschließend gegen diese Schrott-Papiere selbst zu wetten. Wenn das legitime Anlageprodukte sind: Nein danke.