In Kryptowährungen investieren?

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18.5.2020, 12:40

Riesige Kursschwankungen beim Bitcoin verschrecken viele Anleger. Sie verstellen den Blick darauf, dass ein Einstieg fast immer lukrativ gewesen wäre.

Bei allen Anlagealternativen stellt sich die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt. Idealerweise wären das die Tiefstkurse. Bei einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung wie beim Bitcoin nützt es aber nichts, den viel niedrigeren Kursen der Vergangenheit hinterherzutrauern. Es gibt bisher nur sehr wenige Zeiträume, in denen man bei einem Bitcoin-Einstieg bis heute eine schlechtere Performance als mit dem DAX oder dem Gold gemacht hätte. Einer wäre zum Allzeithöchststand des Bitcoins bei knapp 20.000 Dollar gewesen, ein weiterer der Höchststand von Ende Juni 2019 bei über 13.000 Dollar. Abgesehen von diesen kurzen Zeiträumen hätte ein Investment in Bitcoin immer (meist erheblich) bessere Renditen als der DAX oder das Gold erbracht. So erzielte der DAX seit Anfang 2019 ein Plus von 2 Prozent, Gold 37 Prozent und der Bitcoin 143 Prozent.  Seit Jahresanfang 2020 ergibt sich beim DAX ein Minus von 20 Prozent, beim Gold ein Plus von 15 Prozent und beim Bitcoin ein Plus von 37 Prozent. Betrachtet man Zeitpunkte vor 2018, dann nimmt die Outperformance des Bitcoins sogar surreale Züge an. Diese Vergleiche zeigen den eindeutigen langfristigen Trend nach oben. Und sie führen zu der Erkenntnis: Es war (fast) nie falsch, den Bitcoin unter langfristigen Aspekten zu kaufen. Davon Abstand nehmen sollte man allerdings, wenn der Kurs in den Wochen und Monaten zuvor einen parabolischen Verlauf hingelegt hat. Die zwei prägnantesten Beispiele dafür sind der verrückte Lauf von September bis Dezember 2017, als der Bitcoin von 4.000 auf fast 20.000 Dollar explodierte, sowie der Kursanstieg von April bis Juni 2019, der von 4.000 Dollar auf über 13.000 Dollar führte.

Diese Aussage scheint im Widerspruch zu den kurzfristigen Kurskapriolen zu stehen. So sorgte vor einer Woche im asiatischen Handel einer der berüchtigten Flash Crashes wieder für Unruhe, bei dem der Bitcoinpreis innerhalb weniger Minuten um 15 Prozent abstürzte, um sich dann sofort wieder um 7 Prozent zu erholen. Im Tief kam der Preis dann nahe an die 200-Tagelinie, die aktuell etwas über 8.000 Dollar verläuft. Zuvor hatte der Bitcoin kurz die magische Schwelle von 10.000 Dollar überschritten. Zur Vehemenz des Kursrückgangs dürften hier einmal mehr die sehr hochhebligen Handelsmöglichkeiten auf den Derivate-Kryptobörsen wie BitMEX beigetragen haben. Diese sind alles andere als ein Segen für den Gesamtmarkt, denn sie können die Kursschwankungen enorm verstärken. So wurde das Sentiment mit der Annäherung an die 10.000er-Marke zuletzt immer bullisher. Die Trader wurden mit ihren Long-Positionen dann kalt erwischt und die Liquidierungen beschleunigten den Flash Crash. Allein auf BitMEX sollen Bitcoin-Longpositionen im Wert von 230 Millionen Dollar liquidiert worden sein. Derartige Effekte wurden in der Vergangenheit schon mehrfach beobachtet. Der drastische Kurssturz hatte auch den zeitweisen Ausfall des Handels auf der wichtigen amerikanischen Kryptobörse Coinbase zur Folge. Da der Kurssturz am Wochenende stattfand, hatte sich außerdem um die 10.000 Dollar eine Lücke bei den an der CME gehandelten Bitcoin-Futures gebildet. Denn dort findet – im Gegensatz zu den Kryptobörsen – am Wochenende kein Handel statt. In der Vergangenheit war dabei oft zu beobachten, dass sich nach einer solchen Lücke diese meist kurzfristig wieder schließt. Dies war auch diesmal der Fall, die Lücke wurde mit dem Anstieg von 8.400 auf 10.000 Dollar innerhalb von vier Tagen wieder geschlossen. Aktuell kämpft der Bitcoin weiter mit der Marke von 10.000 Dollar. Überspringt er diese und bildet gleichzeitig ein neues Golden Cross, dann spricht das für eine kurzfristige Rally, die bis in den Bereich der letztjährigen Höchststände um 13.500 Dollar führen könnte. Das wäre wahrscheinlich schon beim letzten Golden Cross Mitte Februar passiert. Da machte dann aber die Verschärfung der Corona-Krise einen Strich durch die Rechnung. Und damit zurück zur Ausgangsfrage: Auch jetzt ist immer noch ein guter Einstiegszeitpunkt beim Bitcoin.