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2.3.2020, 16:15

Der Bitcoin kann sich den Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten nicht entziehen. Heute gibt es aber ebenso wie beim Gold eine Gegenreaktion.

Die internationalen Aktienmärkte erlebten wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus eine Talfahrt, wie sie zuletzt bei der Finanzkrise gesehen wurde. Die einbrechenden Aktienkurse sind nachzuvollziehen und die weltwirtschaftlichen Auswirkungen des sich ausbreitenden Coronavirus noch nicht abzusehen. Nicht unproblematisch auch die Situation auf den Anleihemärkten. Mit der zunehmenden Verschuldung der Unternehmen in den vergangenen Jahren aufgrund der niedrigen Zinsen könnte bei einem Crash an den Aktienmärkten auch das Kreditausfallrisiko zunehmen. Hier würden dann wieder die Zentralbanken einspringen mit Zinssenkungen und Kauf von Unternehmensanleihen. Ein gefährliches Spiel, weil der Spielraum der Zentralbanken nach den vielen Jahren der Niedrigstzinsen nicht groß ist. Insbesondere bei US-Anleihen könnte eine Verkaufswelle zu erheblichen Turbulenzen führen. Der klassische Safe Haven Gold erreichte vor einer Woche gegenüber dem Euro zwar zunächst einen Allzeithöchststand. Im Wochenverlauf kam der Goldpreis aber um 7 Prozent zurück.

Eigentlich passt das nicht zusammen. Das hängt aber mit Phänomen zusammen, die in akuten Krisenzeiten häufiger zu beobachten sind. Bei Panik an den Finanzmärkten werden dann alle als riskant eingestuften Anlagen verkauft. Auch Gold dürfte nach den jüngsten Kurssteigerungen zunehmend als riskant angesehen worden sein. Für den Bitcoin gilt das umso mehr. Hier kommt noch eine weitere Verhaltensweise hinzu, da der Bitcoinpreis gegenüber dem Jahresanfang immer noch deutlich im Plus liegt. Denn Anleger neigen oft dazu, Gewinnpositionen zu verkaufen und damit Verlustpositionen auszugleichen. In der vergangenen Woche betrugen die Verluste an den internationalen Aktienbörsen rund 6 Billionen Dollar. Das entspräche fast 700 Millionen Bitcoin. Die maximal mögliche Anzahl an Bitcoin beträgt aber nur 21 Millionen Stück. Man könnte aus dieser Tatsache durchaus ein enormes Wertsteigerungspotenzial der digitalen Weltleitwährung ableiten.

Insbesondere wenn die Turbulenzen an den traditionellen Finanzmärkten anhalten. Denn dann könnten der Bitcoin wie das Gold sich verstärkt als Zufluchtshäfen in Erinnerung bringen. Gründe für weitere Unruhe gibt es genug. Vor Jahren wurde der Begriff des „Schwarzen Schwans“ geprägt von Nassim Taleb, wenn es um äußerst seltene und unvorhersehbare Ereignisse geht. Der als Dr. Doom bekannte amerikanische Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini spricht aktuell von „Weißen Schwänen“ an den Märkten, weil sie eben nicht so unvorhersehbar sind. Der Coronavirus ist derzeit eindeutig der bedeutendste davon. Daneben nennt er aber noch die zunehmenden geopolitischen Probleme, den Handelskrieg mit China, die Klimaproblematik, mögliche Cyberattacken und den aufziehenden Wahlkampf um die US-Präsidentschaft. Roubini wird zwar dadurch wieder seinem Spitznamen Dr. Doom gerecht. Allerdings kann man derzeit doch von einer sehr kritischen Gemengelage sprechen.

Charttechnisch ist bedenklich, dass der Preis zuletzt unter die 200-Tagelinie gefallen ist. In den vergangenen Tagen gab es mehrere Versuche, diese wieder zu überspringen. Heute konnte der Bitcoin sie wieder überwinden, wenngleich noch nicht signifikant (vgl. Bitcoin-Jahreschart unten). Das vor zwei Wochen gebildete Golden Cross hat sich zunächst als Fehlindikator erwiesen. Seit dem bullishen Signal haben sich die Kurse um rund 20 Prozent abgeschwächt. Das war bei dem Death Cross im Oktober ähnlich. Dem bearishen Signal folgte völlig unerwartet ein riesiger Kurssprung, bevor die Preise bis zum Jahresende dann doch kräftig nachgaben. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich diese Entwicklung nun in umgekehrter Folge wiederholt. Allerdings könnte die chaotische Entwicklung an den Märkten noch anhalten. Die heftigen Schwankungen des DAX heute sprechen für diese These. Wahrscheinlich würde der Bitcoin wegen der oben erwähnten Phänomene dann kurzfristig doch noch einmal negativ tangiert, obwohl idealtypisch das Gegenteil der Fall sein müsste. Allerdings sind heute sowohl das Gold als auch der Bitcoin deutlich im Plus und zeigen damit die „richtige“ Reaktion auf die schwachen Aktienmärkte.