In Kryptowährungen investieren?

  • völlig neue Asset-Klasse
  • verstärktes Interesse traditioneller Groß- und Kleinanleger
  • derzeit interessantester Tradingmarkt mit vielen Tradingmöglichkeiten
  • Handel in Altcoins aussichtsreicher als in Bitcoin
  • 7/24-Handel (Handel rund um die Uhr)
  • gute Handelsplattformen

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2.12.2019, 15:35

Im nächsten Jahr könnte der Bitcoin-Handel über deutsche Banken möglich sein. Mit der fortschreitenden Regulierung bekommen die Kryptoprodukte nun einen soliden Rechtsrahmen.

Die Kursentwicklung an den Kryptomärkten zeigt schon wieder eher nach unten. Die Kurserholung in der zweiten Wochenhälfte war nur von kurzer Dauer. Charttechnisch spricht weiter viel für einen Test des großen Widerstands bei 6.000 US-Dollar (vgl. Zweijahreschart von Bitcoin unten). Von daher erscheint momentan noch keine Eile bei Neuengagements geboten. Das gilt entsprechend auch für die Altcoins.

Bitcoin-Handel über deutsche Banken in 2020 möglich

Bitcoin und andere Kryptowährungen kommen immer mehr in den traditionellen Kapitalmärkten an. Gerade hat der neue Gesetzentwurf zum Kryptohandel mit dem Beschluss des Bundestages das komplette Gesetzgebungsverfahren durchlaufen. Er soll durch den Wegfall des Trennungsverbots den Kryptohandel über deutsche Banken ermöglichen. Bisher durften Banken neben ihren traditionellen Dienstleistungen nicht auch noch Kryptowährungen anbieten. Dabei soll den Banken auch die Aufbewahrung der Coins gestattet werden. Bis dato ist es ihnen untersagt, eigene Wallets anzubieten. Dadurch wird nun vermieden, dass es einem Krypto-Verwahrer nicht gleichzeitig gestattet ist, Kryptowährungen wie Bitcoin und Security Token wie den in diesem Jahr emittierten Bitbond Token zu verwahren. Denn ein Security Token hat sowohl wesentliche Merkmale eines Wertpapieres wie auch eines Krypto-Assets. Letzteres ist aber nachrangig gegenüber dem übergeordneten Kriterium Wertpapier. Deshalb werden Security Token als Wertpapiere und nicht als Kryptowerte eingestuft. Mit der jetzigen Regelung ist es aber nicht mehr nötig, zwecks Trennung dafür eine eigene Tochtergesellschaft zu gründen.

Auch in anderen Ländern wird der regulatorische Rahmen verbessert. So gibt es in dem sehr kryptoaffinen Südkorea ein neues Gesetz, das den Rahmen für digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen schafft. Mit der fortschreitenden Regulierung bekommen die Kryptoprodukte nun einen soliden Rechtsrahmen. Für die Anleger in Deutschland dürfte jedenfalls die Hemmschwelle gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen dadurch weiter zurückgehen. Denn unprofessionelle oder unseriöse Anbieter werden aus dem Markt gedrängt. Überhaupt könnte Deutschland in Sachen Kryptofreundlichkeit nach langem Zögern nun verstärkt die Rolle als Zugpferd übernehmen. Es bleibt natürlich abzuwarten, welche Banken diese neuen Möglichkeiten annehmen. Einige Banken sehen in der Beteiligung am Kryptohandel große Chancen für zusätzliche Einnahmen.

Prof. Philipp Sandner vom Frankfurt School Blockchain Center sieht mit der Einführung des Bitcoin-Führerscheins für Banken ein Wettrennen eröffnet, wer die besten von der Bafin gebilligten Services im Bereich Bitcoin & Co anbieten wird. Dabei konkurrieren Startups, ausländische Kryptobörsen und etablierte Banken miteinander. Auch die Börse Stuttgart als Vorreiterin in diesem Segment dürfte weiter nachlegen. Im September hat sie die „Börse Stuttgart Digital Exchange“ (BSDEX) mit dem Handel von Bitcoin gestartet und will Deutschlands erster regulierter Handelsplatz für digitale Vermögenswerte werden. Zwar gibt es bereits regulierte Handelsplattformen für Kryptowährungen wie bitcoin.de oder die BISON App, die von einer 100%-igen Tochtergesellschaft der Stuttgarter Börse betrieben wird. Aber in 2020 könnte mit dem Handel von tokenisierten Wertpapieren (Security Token) eine kleine Revolution anstehen mit völlig neuen Anlagealternativen. Während BISON sich eher an den Massenmarkt richtet, zielt die BSDEX mehr auf die professionelleren Investoren ab.