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21.11.2019, 22:10

Der Bitcoin hat bei einem weiteren Kursrutsch heute bis zu 10% verloren. Exakt beim Widerstand bei 7.500 US-Dollar konnte sich der Kurs wieder etwas erholen. Es drohen aber weitere Verluste.

Heute hat sich der Abwärtstrend beim Bitcoin verschärft. In der Spitze verlor der Preis fast 10% und fiel am Nachmittag bei Bitfinex bis auf genau 7.500 Dollar. Das ist genau der Preis, den wir mehrfach als entscheidenden Widerstand genannt haben. Wird dieser Widerstand bei 7.500 Dollar durchbrochen, droht weiteres Ungemach. Denn dann könnte der Bitcoin-Kurs sehr schnell nach unten durchgereicht werden bis auf 6.000 Dollar (vgl. Zweijahreschart von Bitcoin unten). Dort ist dann ein sehr starker Widerstand, der halten sollte.

Wiederholt sich die Geschichte?

Das haben wir hier in dem Artikel vom 12.11. (Bitcoin: Droht doch noch ein Kursrutsch?) gefragt. Bis jetzt jedenfalls schon. Nach dem Death Cross vor eineinhalb Jahren legte der Bitcoin ebenfalls eine fulminante Rally um 50% hin. Allerdings fand das nicht an einem Tag statt wie jetzt Ende Oktober, als der Bitcoin um 40% explodierte, sondern dauerte zwei bis drei Wochen. Der Abschwung jetzt ist aber wie eine Kopie vom vergangenen Jahr. Würde sich die Chartanalogie von damals fortsetzen, würde der Bitcoin bis in den Bereich von 4.500 Dollar fallen.

Interessant ist, dass gerade eine Analyse die Runde macht, die einen Absturz auf das gleiche Niveau von 4.400 Dollar mit einem ganz anderen Ansatz prognostiziert. Der Analyst Cole Garner hat in einem Tweet auf die rückläufige Entwicklung der Hash Ribbons aufmerksam gemacht. Dabei geht es um die Betrachtung von zwei gleitenden Mittelwerten der Hash Rate, die eine Aussage über die Mining-Aktivitäten machen soll. Demnach könnten die Bitcoin-Miner kurzfristig vor einer Kapitulation stehen. Vor einem Jahr war die Situation ähnlich, als der Bitcoin-Preis dann unter 6.000 Dollar fiel und sich halbierte.

Beim Bitcoin ist kurzfristig zwar nichts unmöglich, ein weiterer Kursrutsch um 40% erscheint aber eher unwahrscheinlich. Allerdings ist der Preis wie im Mai 2018 nach dem Kurssprung klar im Abwärtstrend. Wie oben schon erwähnt: Fällt der Preis jetzt oder in nächster Zeit unter den Widerstand bei 7.500 Dollar, könnte erst beim nächsten großen Widerstand von 6.000 Dollar Schluss sein. Das wären vom derzeitigen Niveau immerhin auch noch einmal 20%. Kommt es zu diesem Szenario, wären das dann exzellente Kurse zum Neueinstieg oder zur Wiederaufstockung.

Hoffnungsträger Bitcoin-Halving

Viele Marktteilnehmer setzen auf positive Effekte des Bitcoin-Halvings im Mai 2020. Dann wird die Entlohnung der Miner wie alle vier Jahre wieder halbiert und damit das zusätzliche Angebot. Die einfache Überlegung, dass dann der Preis steigen muss, ist etwas differenzierter zu betrachten. Denn es spielt ja nicht nur die Angebots- sondern auch die Nachfrageseite eine Rolle. Immerhin kommen ja trotz geringer Inflationierung weiterhin neue Bitcoins auf den Markt. Um den Preis zu halten, müsste also zusätzliche Nachfrage in den Markt kommen. Analysten sprachen in diesem Zusammenhang von knapp 3 Milliarden Dollar bis zum Halving. Das sollte im Zuge der zunehmenden Bitcoin-Verbreitung eigentlich kein Problem sein. Kurzfristige Verwerfungen kann es aber trotzdem immer wieder geben.

Die Aussage stimmt zwar, dass der Bitcoin vor den zwei bisherigen Halving-Terminen in 2012 und 2016 jeweils gestiegen ist. Allerdings lag der Preis zu den Terminen dann doch jeweils deutlich unter den im Laufe der vierjährigen Periode erzielten Höchstkursen. Man muss auch berücksichtigen, dass die Kryptomärkte damals noch bei weitem nicht so entwickelt waren wie heute. Außerdem gab es kaum Möglichkeiten, auf fallende Kurse zu spekulieren wie heute mit den Bitcoin-Futures und anderen Bitcoin-Derivaten. Ein Preisanstieg vor dem Halving erscheint trotzdem wahrscheinlich. Allerdings macht es mit Blick auf die Überlegungen oben schon einen Unterschied, ob dieser von 8.500 oder 6.000 Dollar erfolgt.

Konsequenzen für Bitcoin-Anleger

Nach großen Kursrückgängen stellt sich immer die Frage, wann neue Kaufkurse erreicht sind. Ein großer Kursrückgang zeigt sich aber nur bei Betrachtung der Höchstkurse um 13.500 Dollar nach dem Kurssprung um 40 Prozent vor knapp einem Monat. Seit Jahresbeginn liegt der Bitcoin weiter mit rund 100 Prozent im Plus und ist damit im Vergleich zu traditionellen Assets wie Aktien noch immer der absolute Top-Performer. Geht der Preis in den Bereich von 6.000 Dollar, bietet ein Investment in Bitcoin Riesenchancen für 2020 von 100 bis mehreren hundert Prozent. Da weitere Kursrückgänge wahrscheinlich sind, bleibt aktuell aber noch Zurückhaltung angesagt.

Die kurzfristigen Überlegungen oben können für Trader interessant sein, die direkt auf rückläufige Kurse spekulieren oder nach einem Kurseinbruch neu einsteigen wollen. Allerdings hat sich in der Geschichte des Bitcoins immer wieder gezeigt, dass scheinbar gebildete kurzfristige Trends dann plötzlich wieder über den Haufen geworfen wurden. Von daher ist und bleibt das Trading sehr schwierig. Für den längerfristig operierenden Anleger sieht das anders aus. Er sollte eben nicht unbedingt auf kurzfristige Kursveränderungen spekulieren. Vielmehr wäre ein tatsächlicher Rückgang eine Gelegenheit, den Bitcoin-Bestand sukzessive nach dem Cost-Averaging-Prinzip aufzustocken. Dabei sollten die prozentualen Abstände bei den Käufen aufgrund der hohen Bitcoin-Volatilität größer sein als bei entsprechender Anwendung am Aktienmarkt. Jeder Anleger sollte einen Maximalbetrag festlegen, den er in Bitcoin investieren möchte. Diesen sollte er dann tatsächlich aber auch nicht überschreiten. Entscheidend ist hier jedenfalls die Überzeugung, dass der Bitcoin als nicht inflationierbarer Wertaufbewahrungsspeicher weiter steigen wird. Egal ob vor oder nach dem Halving.