In Kryptowährungen investieren?

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9.9.2019, 18:10

Trotz zuletzt sehr schlechter Chartbilder gibt es Anzeichen für einen Dreh der Altcoins. Große Altcoins wie Ethereum könnten deshalb derzeit eine gute Kaufgelegenheit sein.

Ein Durchbruch durch die 200-Tagelinie von oben nach unten – wie ihn viele Altcoins zuletzt gesehen haben – gilt als Zeichen für weiter fallende Kurse. Dieses bearishe Signal wird dann häufig eine gewisse Zeit später noch einmal bestätigt durch ein Death Cross. Bei diesem durchbricht die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie von oben nach unten. Im vergangenen Jahr gab es beim Bitcoin zum Aprilbeginn ein Death Cross. Kurzfristig erwies sich das als Fehlsignal, denn der Bitcoin sprang danach in vier Wochen um 50%. Dagegen fielen die Preise längerfristig um rund 50% bis Jahresende.

Aktuell ist der unangefochtene Marktführer Bitcoin weit von einem Death Cross entfernt und bewegt sich sehr deutlich über der 200-Tagelinie, die bei unter 8.000 US-Dollar verläuft. Dagegen sind viele der großen Altcoins bereits in den vergangenen zwei Monaten durch die 200-Tagelinie gefallen und haben dann weiter Terrain verloren. Alle haben anschließend auch ein Death Cross ausgebildet oder stehen kurz davor. Dies belegen unten die entsprechenden Charts der acht größten Kryptowährungen (der Stable Coin Tether wurde aus dieser Betrachtung ausgeschlossen).

Welche Relevanz haben diese Konstellationen nun für die Prognose? Zunächst ist das alles natürlich auch nur eine Darstellung der aktuellen Situation und besagt grob gesagt, dass die kurzfristige Kursentwicklung noch schlechter war als die langfristige. Es macht auch einen Unterschied, ob die Linien einen scharfen Schnitt machen wie bei Ripple (XRP) oder EOS, denn das spricht für eine anhaltende Abwärtsdynamik. Dagegen könnte es z.B. bei Bitcoin Cash (BCH) und Monero (XMR) zu keinem Death Cross mehr kommen. Die Preise gehen vielmehr gerade wieder durch die 200-Tagelinie nach oben.

Das gerade ausgebildete Death Cross bei Ethereum (ETH) könnte deshalb auch ein Fehlsignal sein. Der Preis ist gegenüber dem Bitcoin in den vergangenen Tagen fest. Die Chancen, dass man hier aktuell bezogen auf den Bitcoin zu Tiefstpreisen kaufen kann, stehen nicht schlecht. Der ETH-Preis hat seit Juni die Hälfte seines Wertes gegenüber dem Bitcoin verloren (vgl. Ethereum-Bitcoin-Chart unten). Er bewegt sich 35% unter der 200-Tagelinie und könnte nun den Boden erreicht haben. Zumal die fundamentale Situation durchaus vielversprechend ist: Ethereum hat viermal so viele Entwickler wie Bitcoin, die führende Stellung gegenüber konkurrierenden Smart-Contract- und dApp-Plattformen wie EOS oder Cardano bleibt unangefochten, die Inflationsrate sinkt mit dem geplanten Update 2.0 Anfang des Jahres drastisch. Alles in allem scheint derzeit ein guter Einstiegszeitpunkt bei Ethereum zu sein. Ethereum könnte den Bitcoin bis zum Jahresende outperformen. Grundsätzlich bleibt der Bitcoin aber das maßgebliche Basis-Investment am Kryptomarkt.

Generell könnte die Stimmung bei den Altcoins drehen. Es mehren sich die Artikel, die die Altcoins als sehr stark überverkauft sehen und eine Gegenreaktion erwarten. Der bekannte Analyst Willy Woo weist in einem Tweet darauf hin, dass das Verhältnis Altcoin- zu Bitcoin-Marktkapitalisierung gerade wieder die sechseinhalbjährige Unterstützungslinie testet und der RSI mehr überverkauft ist als in seiner ganzen Geschichte (vgl. Chart unten).

Quelle: twitter.com/woonomic

Allerdings gibt es auch Gegenstimmen, die die Bitcoin-Dominanz weiter wachsen und bis zu 99 Prozent der Altcoins in der Bedeutungslosigkeit verschwinden sehen. Belege dafür werden auch angeführt. So die Konzentration der neuen Futures-Plattform Bakkt nur auf Bitcoin-Futures oder die Tatsache, dass der Bitcoin Trust von Grayscale enorme Anziehungskraft entwickelt hat, der Ethereum oder ZCash Trust dagegen nicht.