In Kryptowährungen investieren?

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  • verstärktes Interesse traditioneller Groß- und Kleinanleger
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26.8.2019, 22:10

Die wahre Bitcoin-Dominanz dürfte noch weit größer sein als die rein nach Marktkapitalisierung berechnete. Charttechnisch sehen die Altcoins sehr schlecht aus. Trotzdem wird das Comeback kommen.

Der Bitcoin wird sein Allzeithoch von fast 20.000 Dollar erreichen und übertreffen. Aus unserer Sicht ist das keine Frage des Ob, sondern des Wann. Bei den Altcoins sieht das schon etwas anders aus. Viele Altcoins werden vom Markt verschwinden, noch mehr ihre Höchstkurse nie mehr sehen. Der Bitcoin notiert derzeit etwas weniger als 47% unter seinem Allzeithöchst. Dagegen werden laut der Analyseseite coingecko genau 50% der Altcoins der Top100 mit nur noch 90 oder mehr Prozent unter ihren Höchstständen bewertet. Dabei gilt: Je geringer die Marktkapitalisierung, desto größer ist der Anteil der Coins mit 90% Kursverlusten und mehr. Fragen in diesem Zusammenhang sind: Wird die Bitcoin-Dominanz immer größer? Was sind die Ursachen der desaströsen Kursverluste der meisten Altcoins? Und natürlich: Ändert sich diese Situation wieder und wenn ja, wann?

Die wahre Bitcoin-Dominanz ist größer
Bitcoin ist als erste Kryptowährung der Marktführer geblieben. Dies zeigt sich bei Betrachtung der Bitcoin-Dominanz. In den Jahren von 2013 bis Anfang 2017 bewegte sie sich im Bereich zwischen 80 und 90% (vgl. Chart unten). Mit dem ICO-Boom in 2017 und der ersten Hälfte 2018 kam sie sukzessive zurück bis auf einen Tiefstwert von 33,4% am 8.1.2018 (also kurz nach dem Höhenflug zum Jahresende 2017). Seither ist sie mit Unterbrechungen aber immer weiter gestiegen und beträgt aktuell rund 69%. Allerdings: Dies ist die Marktdominanz, wie sie bei coinmarketcap rein nach der Marktkapitalisierung berechnet wird. Analysten sehen diese aber als noch viel größer an. Dabei wird auch die Liquidität des Coins berücksichtigt und somit eine treffendere Einstufung erreicht. Denn sonst wäre es möglich, dass ein völlig illiquider Token mit Mini-Umsätzen in eine hohe und absurde Marktkapitalisierung getrieben und dadurch einen Anteil am gesamten Kryptomarkt erlangen würde, der nicht ansatzweise seiner tatsächlichen Bedeutung entspräche. Berücksichtigt man als neben der Marktkapitalisierung das Kriterium Liquidität, dann sehen Analysten die Marktdominanz von Bitcoin derzeit deutlich höher bei rund 90%.Jedenfalls wird der Bitcoin auf lange Zeit der dominierende Faktor am Kryptomarkt bleiben.

Quelle: coinmarketcap.com

 

Gründe für das Altcoin-Desaster

Der ICO-Boom erinnerte sehr stark an die Hochzeiten des Aktienmarktes im Jahr 1999/2000 kurz vor dem Platzen der Tech-Blase. Auch hier kam es vor allem am Neuen Markt zu einer Emissionsflut und unglaublichen Kursgewinnen in kurzer Zeit. Die Börsengänge (IPOs) spülten viel Geld in die Kassen junger und – oft nur scheinbar – innovativer Unternehmen. In der Folgezeit stellte sich dann heraus, dass viele Unternehmen mit dem Geld wenig anfangen konnten und es nur verbrannten. Die Folge war, dass diese bereits Jahre später pleite waren oder in der Bedeutungslosigkeit verschwanden. Es gab aber auch einige mit guten Geschäftsmodellen und gutem Management (wie United Internet oder Qiagen), die eine dominante Marktstellung in ihrem Bereich erreichten und heute sehr gut dastehen.

Das Geschehen am Kryptomarkt im Jahre 2018 ist eine Analogie zum Platzen der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende. Viele mit großem Tamtam gestartete Kryptoprojekte sind bereits in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, viele weitere werden folgen. Von daher wird bei Altcoin-Investments wesentlich sein, wie aussichtsreich das dahinterstehende Projektund wie gut das Management/Team ist. Mit den ICOs, die ja nichts anderes als das Gegenstück von IPOs am Aktienmarkt sind, wurden erstaunliche Summen für die Projekte akquiriert. Passiert ist dann aber oft wenig. Von daher macht sich natürlich zunehmend Enttäuschung bei den Investoren breit. Der Kryptobereich mag zwar disruptiv sein, zur Verfügung gestellte Geldmittel reichen aber auch dort nicht unbegrenzt. Das Geschäftsmodell muss schon stimmen. Fast jedes Projekt weist auf seinen USP (Unique-Selling-Point) hin, oft sind das aber nicht mehr als Marketing-Gags zur Investorenakquise. Die Investoren haben daraus aber gelernt und stehen neuen Projekten kritischer gegenüber. Ein wirklicher Use Case sollte vorhanden sein und natürlich sollte es für diesen Use Case auch eine potentiell große Nachfrage geben. Oft gibt es auch mehrere Use Cases. So kann Bitcoin als Zahlungsmittel verwendet werden oder als Wertaufbewahrungsmittel (digitales Gold). Für den letzteren Use Case gibt es aufgrund der manipulierten Fiat-Währungen eine immer größere natürliche Nachfrage.

Comeback der Altcoins?

Das ist natürlich die Kernfrage für Investoren. Tatsache ist, dass sich die Altcoins in den vergangenen zwei Wochen gegenüber dem Bitcoin stabilisiert haben und teilweise sogar leicht zugelegt haben. Die Stabilisierung Mitte Juli war nur von kurzer Dauer. Jetzt scheint ein soliderer Boden gelegt zu werden, der zu einem echten Dreh führen könnte. Für massive Umschichtungen vom Bitcoin in Altcoins ist es noch zu früh. Viele Altcoins sind unter ihre 200-Tagelinien gefallen. Oft wurde sogar schon ein Death Cross gebildet, bei dem die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie von oben nach unten durchbricht. Normalerweise gilt diese Konstellation als guter Indikator für weiter fallende Kurse. Von daher sollte man sein für Altcoins vorgesehenes Pulver weitestgehend trocken halten. Allerdings könnte man erste punktuelle Käufe erwägen. So kann eine Anfangsposition bei Ethereum (ETH) Sinn machen mit Blick auf den Jahreswechsel. Denn am 3. Januar 2020 würde durch das geplante Update 2.0 die Inflationsrate drastisch von aktuell 4-5 Prozent auf dann 0,5 Prozent fallen. Die Stabilisierung der Werthaltigkeit könnte dem Kurs recht gut tun. Generell halten wir es für nicht unwahrscheinlich, dass sich im Laufe des zweiten Halbjahres die wichtigen Altcoins wieder von Under- zu Outperformern mausern. Es dürfte sich deshalb lohnen, die Situation bei den Altcoins weiter zu verfolgen. Das Comeback wird kommen.